Ich lese äußerst gerne frz. Bücher od. Zeitschriften, doch da mein Französisch nicht perfekt ist, ziehe ich Lesematerial mit Vokabelhilfen vor. Natürlich möchte ich beim Lesen auch mein Vokabular erweitern, doch hab ich meist keine Lust Wörter nachzuschlagen oder gar rauszuschreiben. Deswegen würde ich gerne wissen, ob sich das Rausschreiben lohnt, oder ob es schon reicht die Texte einfach ohne Wörterbuch zu lesen, um besser in Französisch zu werden. Wie macht ihr das? Welche Methode preferiert ihr?
Christian
P.S.: Ich bin natürlich stets an Literaturvorschläge interessiert, die so für einen Grundwortschatz von 3000 Wörtern geeignet sind.
Ich lese die Dinger ohne Wörterbuch. Die Vokabel, die ich mir mühsam aus dem Kontext erschlossert habe, merke ich mir weeesentlich besser. Empfehlenswert ist die „Edition ‚J’ai lu …‘“ aus dem - Moment, mal googlen - Verlag „Edition J’ai lu“ *grmblfjx*.
Mit meinem Grundwoerterschatz versuchte ich zuerst mit Woerterbuch Zeitungsartikel und einfache Buecher zu lesen,
dann versuchte ich diese zweisprachigen Buecher, aber am
besten lernte ich wenn mir, so wie bei meinem Vorredner, der
Sinn des unbekannten Wortes beim weiterlesen klar wurde.
Ich begann ohne Woerterbuch mit einfachen Werken, z.B.
Jugendbuecher, oder Dreigroschenromane.
MfG
Elisabeth
Hallo, Christian,
natürlich kann man seinen Wortschat „auf Verdacht“ erweitern - Wörter aus dem Sinnzusammenhang des Textes sich zusammenreimen. Allerdings läßt man dann mancher Fehldeutung Raum.
Ich habe es so gemacht - Text lexikonfrei lesen, unbekannte Wörter mit Bleistift unterstrichen und versucht aus dem Zusammenhang zu deuten. Hartnäckigere Fälle dann ins Vokabelheft geschrieben und per Wörterbuch identifiziert. Spätestens beim dritten Lesen hat man dann die Vokabeln drauf.
Gruß
Eckard
jeder Jeck ist anders, deshalb muß eine Methode, die mir gut weiterhilft Dir nicht unbedingt nützen.
Ich mach es ähnlich wie mein Vorschreiber, möglichst viele Wörter aus dem Kontext zu interpretieren, bei Zweifelsfällen aber diese auzuschreiben und nachzuschlagen.
Merk ich mir durch das Aufschreiben das Wort besser
wird durch das mehrfache Anschauen das Vergessen nachhaltig behindert.
Hi,
hier noch ein anderer Ansatz:
Besorge Dir die deutsche Übersetzung zum fremdsprachigen Buch. Dann kannst Du das eine oder andere Kapitel in Original und Übersetzung lesen. Der Vorteil gegenüber zweisprachigen Büchern liegt auf der Hand: Du kannst beim Lesen des fremdsprachlichen Textes nicht schummeln und auf die gegenüberliegende Seite schielen. Trotzdem hast Du die Kontrolle, wie gut (und vor allem genau) Du den Text verstanden hast. Wenn Du die Sprache irgendwann etwas besser kannst, wirst du Schwächen in den Übersetzungen finden.
Übrigens gibt es auch Zeitschriften wie den National Geographic auch auf frz. Hier musst du nur darauf achten, dass im gleichen Heft deckungsgleiche Artikel in der deutschen bzw. frz. Ausgabe sind. Ähnliches gilt für „Scientific American“ = Spektrum der Wissenschaft = pour la science http://www.pourlascience.com/ wobei hier die regionalen Ausgaben sich teilweise stark unterscheiden und Artikel bzw. deren Übersetzungen zeitversetzt erscheinen.
Ich würds auch so machen, daß man erstmal ohne Wörterbuch lesen sollte und wenn man in einem Buch mehrmals auf ein Wort stößt, das wichtig zu sein scheint, nachgucken und im Wörterbuch markieren (dann fällts dir auf, daß Du es schon mal nachgeguckt hast ) und aufschreiben, entweder klassisch im Vokabelheft oder Lernkarten, die kann man auch in der Bahn lernen.
Die Zeitschrift Écoute ist ganz gut, kommt einmal im Monat raus und hat Frankreich-Themen, Politik, Kultur, Land etc. Texte sind mal leicht, mal schwierig, das ist auch angegeben und die habenfür jeden Text auch noch 'ne Vokabelbox mit wichtigen Wörtern. Die haben auch einen Grammatikteil.
Von wegen Lese-Empfehlung: ich hab in meinen ersten Französischjahren französische Kinderbücher gelesen oder Asterix-Comics…
ich bin draufgekommen daß rausschreiben schon einen sinn hat. schreiben als motorische bewegung und das sehen der eigenen handschrift hilft mir, neue wörter zu lernen und diese dann auch zu behalten. menschen sind da aber wahrscheinlich unterschiedlich, je nachdem ob man mehr der visuelle oder der motorische typ ist. erste literatur sind natürlich kinderbücher, ganz am anfang sogar für kleinkinder. zum späteren lernen geeignet sind auch internetseiten, zb. zeitungen. dazu benutze ich wordpoint. wenn mit mit der maus auf ein wort zeigt, sieht man die englische übersetzung - das erspart das nachschlagen in einem wörterbuch aus papier!
Vokabellernen für Detektive
Hallo,
ich habe früher häufig Wörter nachgesehen und herausgeschrieben. Meine Erfahrung: Man hört schnell mit dem Nachschlagen auf und hat auch bald keine Lust mehr, Vokabeln zu lernen. Es macht halt mehr Spaß weiterzulesen.
Effektiver ist daher folgende Methode:
Lege Dir ein Heft an für Vokabeln, deren Bedeutung Du Dir selbst aus dem Kontext erschließt - ohne Wörterbuch. Setze hinter eine deutsche Erklärung/Vermutung ggf. 1 - 3 Fragezeichen, je nachdem wie sicher Du Dir bist.