Volkswohl Bund Invest Extra Vl

Hallo!
Ich kenn mich nicht so gut aus mit Fonds und alldem.
Ich habe meine VWL seit August in einem Bausparvertrag. Am Samstag war ich bei einem Finanzberater und er hat mir das Invest Extra VL con dem Volkswohl Bund vorgestellt.
Ich habe nun gesehen das das ganze bis 2051 laufen soll (ich bin 20 Jahre) ist das nicht ein bisschen lang?
Was ist denn wenn ich das ganze nach 7 Jahren auflösen möchte (das ginge bei dem Bausparvertrag ja).
Der Finanzberater meinte innerhalb der ersten 5-6 Jahre kann man das schon ohne Verluste kündigen.
Er meinte auch das 90% des eingezahlten Geldes garantiert werden.
In der verkürzten Leistungsdarstellung steht allerdings unter Garantieleistungen:
"Bei Rückkauf: entsprechend dem 5. Vermögensbildungsgesetz: ab Vertragsbeginn die Hälfte der gezahlten Beiträge
im Todesfall: in den ersten 3 Jahren Rückgewehr der Beiträge, ab dem 4.Jahr 5.280 Euro

Die im Folgenden dargestellten Werte beinhalten Leistungen aus der Überschussbeteiligung. Die Höhe des Überschusses und damit die Höhe der Überschussbeteiligung kann nicht garantiert werden."

So mein Berater hat ausgerechnet das ich nach 5 Jahren 2800 Euro und nach 6 Jahren 3700 Euro kriegen würde.

Lasse ich meinen Bausparvetrag aber 5 Jahre laufen, habe ich nur mit den eingezahlten Beiträgen 2400 Euro drin, mit Zinsen ungefähr 2500 Euro.
Also ist da soviel unterschied nicht.
An den Baisparvetrag kann ich natürlich früher ran und ich habe keinen Wert Verlust,aber bei dem Extra Vl, laut Leistungsdarstellung schon oder?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

Hallo,
vorab ich kenne diesen Fonds nicht. Allerdings kann man als Faustregel sagen, je hoeher die Rendite ist, desto hoeher ist auch das Risiko. Eine Anlageform, die eine Laufzeit bis 2051 hat, wird in seltenen Faellen ohne Verlust bereits nach 7 Jahren aufzuloesen sein. Die ersten Jahre zahlt man sowieso nur die Provision fuer den Vermittler. Im Deinem Alter wuerde ich auf keinen Fall eine solche Form der Anlage abschliessen ohne bereits ein Polster fuer die Eventuelitaeten des Lebens (eigene Wohnung, Auto etc.)zu haben.
Desweiteren hat ein Fonds auch keine feste Rendite. Somit kann der Berater nur mit fiktiven Zahlen rechnen und dadurch jedes andere Produkt „kaputtrechnen“. Jenachdem fuer welche Firma der Berater unterwegs ist, kann er Dir auch den Himmel auf Erden versprechen, da abzusehen ist, dass er in 7 Jahren eh nicht mehr dabei ist.
Gruss,
Alfred

Ja danke schonmal!
Also ich habe eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der ich im Rentenalter Geld rauskriege (wenn ich nicht Berufsunfähig war).
Das heißt ich habe schonmal eine Absicherung für später.
Aber kann man denn jetzt sagen welches von den beiden besser ist? Der Bausparvertrag oder diese Fonds - Geschichte. Ich weiß nicht was ich tun soll. Mein Berater meinte natürlich das diese Fonds Anlage viel besser sei?!
Heißt das was bei der Garantieleistung steht denn wirklich, das wenn ich nach 6 Jahren kündige ich nur die Hälfte der gezahlten Beträge zurück kriege und der Rest einfach weg ist?
Dann muss ich das ganze ja schon bis 2051 laufen lassen oder?

Ja danke schonmal!
Aber kann man denn jetzt sagen welches von den beiden besser
ist? Der Bausparvertrag oder diese Fonds - Geschichte.

Hallo metleck,
bin heute nicht im Büro, daher kann ich erst heute abends was dazu sagen. Überstürze bitte nichts, sondern warte ein paar Meinungen ab.
Meinem Vorredner kann ich mich nicht anschließen, wenn es sich um ein reines Fondssparprodukt handelt. Hier fallen „nur“ Ausgabeaufschläge an, und nicht eine Riesenprovision für den Vermittler, die man in den ersten Jahren abzahlen muss. DAs wäre dann definitiv falsch.

weiß nicht was ich tun soll. Mein Berater meinte natürlich das
diese Fonds Anlage viel besser sei?!

Das ist klar. Magst Du sagen, von welchem Club dieser Berater kam? Nur damit man die Lieblingsprodukte der Strukturvertrieb mal auf den aktuellen Stand bringen kann.

Heißt das was bei der Garantieleistung steht denn wirklich,
das wenn ich nach 6 Jahren kündige ich nur die Hälfte der
gezahlten Beträge zurück kriege und der Rest einfach weg ist?

Nein, wenn Du nach 6 Jahren kündigst, bekommst du das gesamte angesparte Kapital. Läuft der Fonds gut, gibt’s schönes Geld. Läuft der Fonds total mies, gibt’s mindestens die Hälfte der Beiträge zurück.

Erschreckend finde ich, dass die Zahl „50%“ aus den Unterlagen massiv von der Zahl abweicht, die Dein Berater dir nannte „80%“… das sollte einem von Euch oder besser beiden zu denken geben.

Dann muss ich das ganze ja schon bis 2051 laufen lassen oder?

Die Laufzeit ist schon irgendwie Quark. Du schliesst bei VL in der Regel einen Vertrag auf unbestimmte Zeit ab. Wenn Du keinen Anspruch auf staatliche Zulagen hast, kannst du jederzeit an das Geld ran.
Wenn wirklich im Antrag eine solche Laufzeit steht, klingt das eher nach Rentenversicherung. Das wäre zwar nett, als private Vorsorge (wobei das jetzt keine Empfehlung für das VolksWB-Produkt sein soll!), aber nicht als Sammelstelle für Deine VL!

Frank Wilke

Hallo nochmal,
ich habe mich jetzt einmal auf den Seiten des Volkswohlbundes umgesehen.
Unter dem Angebot des Beraters steht folgendes:

INVEST EXTRA VL: Fondsgebundene Kapitalversicherung
mit Anlage in Investmentfonds und einer Garantie von 50% der eingezahlten Beiträge gemäß Vermögensbildungsgesetz (VermBG).

Bei dem Angebot ist es schon verwerflich als Berater zu behaupten, dass man hier nach 6-7 Jahren mit Gewinn (zumindest ohne Verluste) aussteigen kann. Da Dein Berater bei diesem Produkt eine nicht unerhebliche Provision bekommt (die ich ihm bei einer guten Beratung auch goenne), unterstelle ich, dass die Fonds schon sehr gut laufen muessen, um hier bereits nach 6-7 Jahren die eingezahlten Beitraege als Rueckkaufswert darstellen zu koennen. Die Garantie in Hoehe von 50% macht ja schon deutlich, dass es auch noch schlechter laufen kann.
Wobei die Garantie i.d.R. kein Geschenk der Versicherung darstellt, sondern mittels Finanzmarktinstrumenten abgesichert wird, was natuerlich auch zusaetzlich hoehere Kosten verursacht.
Wie bereits erwaehnt, ist das als Altersvorsorge sicherlich eine Form der Anlage die man in Betracht ziehen kann. Allerdings unter dem Aspekt, dass innerhalb der naechsten 6-7 Jahre eine Verfuegung stattfinden kann, lautet mein persoenliches Urteil: Finger weg.
Dann lieber eine Anlage waehlen, die von der Rendite nicht so gut ist, aber dafuer kann man heute schon ausrechnen, was am Tag X ausgezahlt wird und muss sich nicht auf Versprechen verlassen.
Gruss,
Alfred

Hallo Frank,

Meinem Vorredner kann ich mich nicht anschließen, wenn es sich
um ein reines Fondssparprodukt handelt. Hier fallen „nur“
Ausgabeaufschläge an, und nicht eine Riesenprovision für den
Vermittler, die man in den ersten Jahren abzahlen muss. DAs
wäre dann definitiv falsch.

Ohne den Fonds zu kennen, habe ich unterstellt (aufgrund der fondsunueblichen Ansparzeit bis 2051), dass es sich um eine fondsgebundene Versicherung handelt und somit eine Provision fliesst.
Bei Einsicht der betreffenden Internetseite wurde mir meine Unterstellung mit einem Volltreffer bestaetigt.
Hier nochmal der entsprechende Pfad:
https://www.volkswohl-bund.de/default1.asp

Gruss,
Alfred

Hallo Frank,

Meinem Vorredner kann ich mich nicht anschließen, wenn es sich
um ein reines Fondssparprodukt handelt.

Ohne den Fonds zu kennen, habe ich unterstellt (aufgrund der
fondsunueblichen Ansparzeit bis 2051), dass es sich um eine
fondsgebundene Versicherung handelt und somit eine Provision
fliesst.:Gruss,
Alfred

Hallo Alfred,

wie gesagt: DAnn bin ich voll auf Deiner Seite, und ich habe für diesen Fall ja auch abgeraten.
Lediglich für den Fall dass es ein Fondssparplan ist, galt meine ablehnende Haltung, die ich hiermit dementiere :wink:

@metleck: Oute den „Berater“ mal - mit solchen Fehlinformationen auf den Kunden zu gehen ist Öl auf das Feuer gegen die Branche gießen. Wenn es ein guter Bekannter ist, sag ihm dass er das nicht nochmal tun soll. Wenn es „nur“ eine Empfehlung war, warne den Empfehlungsgeber.

Wirklich schade, dass es immer noch Personen gibt, die nicht ehrlich sind.

Frank Wilke
besorgt um den Ruf der Branche

Guten Tag metleck,
nachdem die Kollegen recherchiert haben, um was für ein Angebot es sich in Wirklichkeit handelt und auch, von welcher Qualität die Beratungsleistung des Vermittlers ist, möchte ich hinzufügen, dass
Sie einen Bausparvertrag und eine lange laufende Versicherung von
vorneherein nicht miteinander vergleichen sollten.
Deswegen nicht, weil so ein Vergleich schlicht nicht möglich ist.
In Ihrer Situation rate ich Ihnen, dass Sie sich grundlegend mit
Vorsorgeprodukten und Sparprodukten beschäftigen. Nur auf diese
Weise erkennen Sie dann, wo die Unterschiede, die Risiken, die
Vor- und Nachteile jeweils liegen. Ihnen all das hier im Forum erklären zu wollen, hieße ein kleines Buch schreiben.
Grüße
Günther

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Aha ok ich entnehme eure Aussagen das ich das lieber nicht machen sollt.
Also blaibe ich bei meinen Bausparvertrag in den ich die Vermögenswirksamenleistungen einzahle und telefoniere heute Abend mit dem Berater (cf).
Den Namen will ich euch nicht nennen aber vielleicht konntet Ihr damit () was anfangen.
Vielen Dank!
Mein Prolem war halt das ich schonmal etwas mit Fonds gemacht habe und dabei Geld verloren habe.

Achja ich hatte bei dem Berater eine Aspecta (weiß nicht mehr genau was es war) abgeschlossen und innerhalb der 30 Tage zu meinem Berater gesagt, das ich das nicht haben will.
Genauer gesagt, ich hab das abgeschlossen ohne mich zu informieren was das genau ist.
Hab dann im Nachhinein gesehen das ich das nicht möchte.

Als ich wegen des Volkswohl Bundes da war und die Aspecta kündigen wollte meinte er: „Ne wir hatten uns ja darauf geeinigt das wir das kündigen wenn Sie die Invest Extra VL abschließen.“
Das haben wir aber nicht getan. Ich weiß jetzt nicht genau was ich Ihm da sagen soll?

Ich danke euch sehr für eure gegeben Antworten!!!
Jetzt ist wenigstens ein Licht im Dunkeln :smile:

Hallo,

ich kann Frank nur zustimmen: laß`die Finger von dem Berater und von den Produkten. Zur Aspecta hatte ich vor einigen Wochen etwas geschrieben. Ich habe hier die Kopie eines Vertages und kann kaum nochvollziehen, wieso man so etwas unterschreiben kann. Wie bereits von den anderen geschrieben: warne Deinen Bekanntenkreis vor diesen und ähnlichen Produkten und Beratern, welche mit dem Begriff Beratung nicht viel zu tun haben. Die Idee mit dem Bausparvertrag ist nicht die
schlechteste - aber auch hier sollte man vergleichen: Zinsen auf das Sparkapital, Kosten, etc.

Viel Erfolg

Detlev

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