Vollgas im hohen Gang - merkt die Elektronik das?

Hallo liebe Wissende,
wieder einmal plagt mich eine Frage, die nach Aufklärung schreit :wink:
Wenn ich zum Beispiel 60 im 5. Gang fahre und anschließend (mit viel Gas) beschleunige (das ich das niemals tun würd’ um meinen Motor zu schonen ist klar, nur mal so gefragt), merkt die Elektronik, dass da der Fahrer Müll baut und spritzt nur soviel Sprit ein wie nötig oder ist das egal (also denkt er „aha, Drosselklappe zu 70% offen, ergo Sprit rein!“, oder denkt er „Hm, zuviel Gas, mehr Sprit bringts da auch nicht, also drossel ich die Einspritzmenge…“)?
Dies beziehe ich natürlich auf nen Einspritzer (und dem, welchem es gelingt, dies auf meinen Motor zu beziehen (ein Ford Ka 1.3 Endura E - also quasi ein jüngerer Kent-Block) dem Gebührt grooooooßer Dank :wink:
Vielen lieben Dank
Lieben fröhlichen Gruß (noch 2 Tage bis WE…),

warum so ängstlich?

Hallo liebe Wissende,

hallo, (mein nickname verrät sicherlich schon dass ich mich nicht angespochen fühle)

wieder einmal plagt mich eine Frage, die nach Aufklärung
schreit :wink:

zum glück hab ich ohropax -)

Wenn ich zum Beispiel 60 im 5. Gang fahre und anschließend
(mit viel Gas) beschleunige (das ich das niemals tun würd’ um
meinen Motor zu schonen ist klar, nur mal so gefragt), merkt
die Elektronik, dass da der Fahrer Müll baut und spritzt nur
soviel Sprit ein wie nötig oder ist das egal (also denkt er
„aha, Drosselklappe zu 70% offen, ergo Sprit rein!“, oder
denkt er „Hm, zuviel Gas, mehr Sprit bringts da auch nicht,
also drossel ich die Einspritzmenge…“)?

also zu deinem ka im speziellen kann ich nix sagen. aber wir hatten damals renault rapids am start und ich hab meinen häufig schon mit 30kmh im 5gang gequält (war etwa motorleerlaufdrehzahl) und wenn mir keiner im nacken saß, hab ich daraus auch beschleunigt (durchgetreten). mein verbrauch im citybereich lag bei knapp 6litern/100km, und es gab niemals motorprobs (ausser einmal - da hab ich das tanken vergessen, also kein defekt). der zweite rapid (von kollegen gefahren) wurde eher zügig bewegt, mit dem ergebnis nach ca 5jahren liess die motorleistung rapide (nomen est ohmen -) ) nach. da wir die kisten kurz darauf losgeschlagen haben, weiss ich leider nicht woran es lag. aber deren verbrauch spielte sich im bereich 8-9liter/100km ab (citybereich).

Dies beziehe ich natürlich auf nen Einspritzer (und dem,
welchem es gelingt, dies auf meinen Motor zu beziehen (ein
Ford Ka 1.3 Endura E - also quasi ein jüngerer Kent-Block) dem
Gebührt grooooooßer Dank :wink:

frag notfalls in einer werkstatt nach

Vielen lieben Dank
Lieben fröhlichen Gruß (noch 2 Tage bis WE…),

gruss wgn

Hallo,

also nur so am Rande, die Einspritzelektronik im Zusammenhang mit der Lamdasonde wird soll eigentlicht dafuer sorgen, das der Motor nie ueberfettet laeuft, dazu ist die Lamda-Sonde ja schliesslich da.

Tschau
Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Vielen lieben Dank für euere Antworten @WGN&Peter
Hallo zusammen,
vielen lieben Dank für die Antworten.
Also gehe ich einfach mal davon aus, dass er nicht relevant mehr Sprit braucht, wenn ich ihn zu tief losprügel (Ansonsten schick ich euch die Sprit-Rechnung :wink:
Liebes Grüßle,
Daniel

Hallo,

also nur so am Rande, die Einspritzelektronik im Zusammenhang
mit der Lamdasonde wird soll eigentlicht dafuer sorgen, das
der Motor nie ueberfettet laeuft, dazu ist die Lamda-Sonde ja
schliesslich da.

zusätzlich ist da dann auch noch der Luftmengenmesser, der die Menge an durchströmender Luft erfasst und den Treibstoff entsprechend zudosiert.

Gruß, Niels

Falsche Vorstellung
Hallo lieber Daniel,

wieder einmal plagt mich eine Frage, die nach Aufklärung
schreit :wink:
…(das ich das niemals tun würd’ um
meinen Motor zu schonen ist klar, …)

Ich habe es nicht nachgerechnet, vielleicht hat ja einer der
anwesenden Motoren/Maschinenbau-Ings dazu Lust.
Aber grundsätzlich dürfte die Motorbelastung durch Zentrifugalkräfte
erheblich größer sein als durch Verbrennungsdrücke. Thermische
Belastung mal nicht betrachtet.
Man stelle sich mal eine mit mehreren tausend Umdrehungen rotierende
Kurbelwelle vor. Da hängen jetzt die Pleuel dran, an denen noch die
Kolben. Auf dem Weg zum OT werden beide jetzt mit absoluter
Brutalität beschleunigt, dann ab 90 Grad wieder abgebremst. Das
gleiche Spiel auf dem Weg zum UT. Gegen diese Gewalten dürften sich
Verdichtungs- und Verbrennungsdrücke wie Kurerlebnisse für den Motor
Verhalten. Also die Belastung hat mit Drehzahl zu tun, und nicht mit
Ladedruck.
Wenn der Motor jetzt noch aufgeladen wird, ändert sich diese
mechanische Belastung nur unwesentlich. Allerdings steigt da die
thermische Belastung um einen nicht zu unterschätzenden Betrag.

In der Zusammenfassung sage ich also, das Vollgas in niedrigen
Drehzahlen den Motor erheblich weniger belastet als mit hoher
Drehzahl ohne Gas das Autobahngefälle runter zu rasen.

Der geringste Kraftstoffverbrauch ergibt sich im Bereich des höchsten
Drehmomentes. Deshalb empfiehlt sich ein Drehzahlmesser.

Ebenfalls lieben & fröhlichen Gruß
T-Bird

(noch 2 Tage bis WE…),

Was ist das?

Hallo T-Bird,

In der Zusammenfassung sage ich also, das Vollgas in niedrigen
Drehzahlen den Motor erheblich weniger belastet als mit hoher
Drehzahl ohne Gas das Autobahngefälle runter zu rasen.

Der geringste Kraftstoffverbrauch ergibt sich im Bereich des
höchsten
Drehmomentes. Deshalb empfiehlt sich ein Drehzahlmesser.

Deine Erklärung ist klasse und wirklich einleuchtend. Wenn ich recht verstehe, ist also das Bremsen mit dem Motor durch runterschalten (also in den hohen Drehzahlbereich reinfallen lassen) für die Maschine ungesund.
Gilt das auch für das beschleunigen im hohen Bereich? (Mit hohem Bereich meine ich wiklich bloß Drehzahlen bis 4.500 U/min, ich glaub, mein Zwerg kann ohnehin bloß bis 5.2k drehen).
Das höhertourige Fahren soll ja angeblich der Maschine zugute kommen (antiproportional zu meinem Geldbeutel).

(noch 2 Tage bis WE…),

Was ist das?

Das ist das heilige WochenEnde *g*
Lieben Gruß,
Daniel

Der geringste Kraftstoffverbrauch

Der geringste spezifische Kraftstoffverbrauch des Motors in g/kWh. Aber nicht unbedingt der allgemein gemeinte Kraftstoffverbrauch des gesamten Fahrzeuges in l/100 km.

ergibt sich im Bereich des
höchsten Drehmomentes.

Bei funkengezündeten Motoren (allgemein bekannt als Benziner) liegt dieser aber nur dann in der Nähe des Katalogwertes (X Nm bei Y U/min), wenn die Drosselkpalle vollgeöffnet ist (Vollgasstellung). Je weniger Gas gegeben wird, desto tiefer liegt das anliegende Drehmomentmaximum.

Extremwert: bei Leerlauf liegt das Drehmomentmaximum unterhalb (!) der Leerlaufdrehzahl.

Deshalb empfiehlt sich ein Drehzahlmesser.

Da 99,99 % der Kraftfahrer den obigen Zusammenhang nicht kennen, ist Drehzahlmesser in dem Zusammenhang nicht wirklich hilfreich :smile:

Deswegen ist auch die öfters gehörte Empfehlung des Drehzahlhaltens zwischen max. Moment und max. Leistung nicht wirklich sinnvoll.

MfG

C.

Hallo!

Ich habe es nicht nachgerechnet, vielleicht hat ja einer der
anwesenden Motoren/Maschinenbau-Ings dazu Lust.
Aber grundsätzlich dürfte die Motorbelastung durch
Zentrifugalkräfte
erheblich größer sein als durch Verbrennungsdrücke.

Ich bin weder Ing., noch hab ich Lust, zu rechnen.
Ich kann aber aus Erfahrung sagen, dass die obere Lagerschale des unteren Pleullagers bei zerlegten Motoren immer sehr viel stärker verschlissen ist als die untere.
Wenn Deine Theorie stimmen würde, dass die Fliehkräfte die Hauptbelastung sind, wäre das ja nicht so.

Grundsätzlich gehe ich davon aus:
Wenn das Auto eine konstante Leistung, von angenommen 30 KW braucht, um die Fahwiederstände zu überwinden,
kann man das z. B. im 3 Gang machen, bei einer hohen Drehzahl und geringer Kräfte, welche aber eben öfter auf die Motorteile wirken.

Man kann das auch im 5. Gang machen.
Da sind die wirkenden Kräfte umgekehrt proportional zur Häufigkeit höher.

Auch kann es sein, dass bei sehr niedriger Drehzahl die Auswuchtung der Motorteile ungünstig ist, so dass dadurch blöde Schwingungen auftreten.
Weiterhin neigt der Motor bei niedrigen Drehzahlen zum Klopfen, was auch die mech. Teile extrem belastet.
Und nicht vergessen sollte man, dass bei niedrigen Drehzahlen der Öldruck niedriger ist, was sozusagen die Lebensversicherung der Lager ist.

Zusammengefass würde ich vorschlagen:
Wenn man das Gaspedal nur sehr wenig betätigt, kann man schon mit 1500 U. fahren.
Wenn man aber Leistung braucht, sollte man den Motor schon auf 2500 U. bringen.

Das ist natürlich auch je nach Motortyp unterschiedlich, ich selbst hab das auch irgendwie in Gefühl.

Grüße, Steffen!