Leider habe ich beim Rangieren auf einem Hinterhof einen Blumentopf übersehen, der in Höhe der oberen Kante der Einstiegstür meines Reisemobils LMC VAN 654 Basic TI an einem 50 cm abstehenden Winkeleisen befestigt war. Durch den Kontakt seitlich mit diesem Winkeleisen sind auf einer Länge von 10 cm drei 6mm tiefe Eindrücke incl. Kratzern von dem Blumentopf entstanden, die über die gesamte Breite des Reisemobils ab Einsteigstür nach inten in oberen Drittel incl. der Fenster gehen.
Den Schaden habe ich meiner Versicherung , der BASLER-SECURITAS, zur Vollkasko gemeldet und es wurde ein weit von meinem Wohnsitz entfernter Sachversträndiger beauftragt, die Schadenhöhe festzustellen. Obwohl ein Sachverständiger aus meiner Heimatregion den Schaden besichtigt und genau dem beauftragten Sachverständigen beschrieben wurde ( also 6mm tiefe Einstiche sowie Kratzer über Tür und hinteres oberes Seitenteil) behauptet der Sachverständige, es handele sich um einen „leichten Streifschaden“, das könne gespachtelt und lackiert werden.
Es handelt sich hier um ein 4 Monate junges Reisemobil und die entsprechenden Händler und Fachwerkstätten erklären mir alle in Übereinstimmung mit einem Gutachter der DEKRA, dass für eine Wiederherstellung das Seitenteil ausgetauscht werden muss.
Meine Versicherung verlangt nun von mir, dass ich auf eigene Kosten ein Zweitgutachten erstellen lasse, bevor man dann ggfs. ein Sachverständigenverfahren einleitet, in dem die Gutachter ihre Argumente austauschen und sich einigen sollen.
Eine so penetrant aufwendige Schadensermittlung ist nach meiner Ansicht unzumutbar und ich bitte euch alle, mir Ratschläge zu geben, wie ich mit dem Schaden umgehen sollte.
Das ich die Versicherung in Zukunft nicht mehr in Anspruch nehmen werden, steht natürlich ausser Zweifel. !
die Versicherer - und auch „deren“ Sachverständigen - versuchen natürlich, den Schaden möglichst gering zu halten. In diesem Fall hört sich das aber - nicht nur aufgrund des sehr jungen Fzg. - sehr optimistisch an.
Hat der Versicherer eine Werkstatt benannt, in der der Schaden behoben werden soll? Oder hast Du selber schon mit einer Werkstatt gesprochen? Ich kann mir gut vorstellen, dass sich so ein tiefer „Kratzer“ gar nicht spachteln lässt und dass die Werkstatt deswegen mal mit dem Versicherer redet.
Viel Erfolg bei der weitern Abwicklung des Schadens!
Guido
der Sachverständige drängt auf eine Reparatur durch eine Firma EUROGARANT., die es wohl deutschlandweit gibt. Es handelt sich um eine Lackiererei, die kaum die Qualifikation für An- Ab- und Umbauten an Wohnmobilen hat.
Auch Wohnmobilfachhändler und sogar ein Sachverständiger der DEKRA haben Bedenken gegen eine Reparatur durch Spachteln und Lackieren geäußert, weil Alublech wohl dazu neigt, bei Belastung durch Einstiche oder Eindrücke dieser Tiefe brüchig und porös zu werden und daher auch die Innenseite des Blechs beschädigt sein dürfte. Die BASLER-SERCURITAS steht bisher jedoch auf dem Standpunkt, ich müsse auf eigene Kosten ein anderslautendes Gutachten beibringen, wenn über das bisherige Ergebnis verhandelt werden soll.
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die Firmen, die von den Versicherern empfohlen werden, sind eigentlich Karosserie-Fachbetriebe, nicht nur „einfache“ Lackierereien. Die sollten eigentlich auch ein Wohnmobil reparieren können.
Gibt es denn eine entsprechende Firma in Deiner Wohnortnähe? Dann frage dort einfach mal nach.
Ich fürchte aber, dass Du hier Deine - hoffentlich vorhandene - Verkehrsrechtschutzversicherung in Anspruch nehmen musst.
Manchmal wollen die Versicherer das halt nicht anders.
bevor Du den Versicherer wechselst (was durchaus ratsam sein könnte), solltest Du zunächst Deine Anfrage ins richtige Brett einstellen => Versicherungen.