Hallo,
Ich war mittlerweile bei 2 Zahnärzten um mir zwei Meinungen einzuholen, da auf diesem Gebiet zu oft versucht wird unbedingt Zahnersatz anzubieten, bevor man sich um andere Lösungen bemüht.
Ich merke es aber selber es ist problematisch, da sich mein Zahnfleisch fast alle vier Wochen neu entzündet und es wurde mir angeraten im Unterkiefer meine noch festsitzende Prothetik herauszunehmen und die letzten 6 Zähne müssten gezogen werden, da sonst Gefahr für Herz und Kiefer bestünde.
Im Oberkiefer habe ich eine herausnehmbare Prothese, die nur gut hält, wenn ich sie anklebe. Aufgrund dieser Erfahrung zögere ich alles ziehen zu lassen, da im Unterkiefer problematischer, da dort kein Ansaug-Effekt entsteht.
Am liebsten würde ich mir dann Implantate machen lassen, beide Zahnärzte sind keine Implantologen. Ich habe auch Probleme mit der nötigen Kiefersubstanz, aber wie ich gehört habe, könne man nach den neuesten Verfahren mühelos dies aufbauen und es wäre selbst eine Knochenentnahme nicht mehr nötig, da durch Eigenblut ein Wachtumskonzentrat gewonnen werden kann.
Führend auf diesem Gebiet wäre die Musenhof-Klinik in Deidesheim.
Ich rechne für so eine Behandlung mit ca. 20 tausend Euro. Ist viel Geld, wäre für mich aber wichtiger als ein Auto, oder wo bekommt man es günstiger? Wer hat Erfahrung, oder ähnliches machen lassen.
Gruß,dankbar für Antworten mit Erfahrung evtl. in eigener
Sache.
wilfried1942
Hallo, Wilfried,
hast du mal über Implantation mit deinem ZA gesprochen?
Gruß
Eckard
Hallo wilfried,
ich verstehe dich nicht ganz. Möchtest du, dass wir bestätigen, dass die Klinik in Deisesheim die Richtige ist? Ich habe den Verdacht, dass du dich doch schon längst entschieden hast.
Gute Besserung
Bernd
Hallo,
Ich war mittlerweile bei 2 Zahnärzten um mir zwei Meinungen
einzuholen, da auf diesem Gebiet zu oft versucht wird
unbedingt Zahnersatz anzubieten, bevor man sich um andere
Lösungen bemüht.
Servus Wilfried,
woher weißt Du das?
… schnipp …
im Unterkiefer problematischer, da dort kein Ansaug-Effekt entsteht.
Wer sagt das?
Am liebsten würde ich mir dann Implantate machen lassen, beide
Zahnärzte sind keine Implantologen. Ich habe auch Probleme mit
der nötigen Kiefersubstanz, aber wie ich gehört habe, könne
man nach den neuesten Verfahren mühelos dies aufbauen
wer sagt, daß das mühelos ist - vielleicht auch noch problemlos?
und es wäre selbst eine Knochenentnahme nicht mehr nötig, da durch
Eigenblut ein Wachtumskonzentrat gewonnen werden kann. Führend auf diesem Gebiet wäre die Musenhof-Klinik in Deidesheim.
Die Doctores dort haben wahrscheinlich auch Namen? (Wenn einer z.B. einen Atikel geschrieben haben sollte, hat er ihn nicht mit ‚Musenhof-Klinik‘ unterschrieben. Weißt Du Namen?
Ich rechne für so eine Behandlung mit ca. 20 tausend Euro.
Wenn’s nur der Unterkiefer sein soll, geht es wesentlich billiger - für oben und unten kommt’s ungefähr hin.
Ist viel Geld, wäre für mich aber wichtiger als ein Auto, oder wo bekommt man
es günstiger?
Was ist „günstiger“? Du könntest an den Plattensee gehen, oder nach Tschechien - da ist es billiger. Wenn dann irgendwas nicht stimmt, oder eine der (wichtigen) Nachkontrollen gemacht werden muß, ist jedesmal eine Reise fällig.
Wenn Du dort schlecht- oder falsch behandelt werden solltest, kannst Du dann Deine diesbezüglichen Fragen mit den Rechtsexperten in ‚Wer-weiss-was‘ diskutieren.
Wer hat Erfahrung, oder ähnliches machen lassen.
Ich hab’ Erfahrung - probier’ es mal in Filderstadt bei Dr. Kirsch oder Dr. Ackermann
Gruß
Kai
Ich habe auch Probleme mit
der nötigen Kiefersubstanz, aber wie ich gehört habe, könne
man nach den neuesten Verfahren mühelos dies aufbauen und es
wäre selbst eine Knochenentnahme nicht mehr nötig, da durch
Eigenblut ein Wachtumskonzentrat gewonnen werden kann.
Gib dich da mal bitte keiner allzu großen Euphorie hin, so mühelos und problemlos ist das alles nicht. Es gibt AFAIK noch keine wirklich standardisierten Verfahren für den Aufbau von autologer Spongiosa. Die spezialisierten Zahnärzte haben da alle so ihre eigenen Materialien, Tricks und Operationstechniken, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Es gibt auch Techniken, die mit Blöcken oder Granulaten aus tierischer Knochensubstanz oder künstlichen Apatiten arbeiten und diese über bestimmte Filtertechniken mit Stammzellen aus dem Blut anreichern, die sich dann unter geeigneten Umständen in Knochenzellen umwandeln und die eingebrachte Substanz zu autologer Knochensubstanz umbauen. Oft wird dieses Material auch mit Eigenknochen gemischt. Allerdings steckten diese Behandlungsmethoden alle noch etwas in den Kinderschuhen und vermutlich können diese Verfahren im Langzeitergebnis nicht mit einer Eigenknochen-Transplantation mithalten.
Es treten auch prinzipiell beim Knochenaufbau im Kieferbereich recht häufig Komplikationen auf, die natürlich mit dem Alter des Patienten und der späteren Belastung (Transplantate) zunehmen. Die Fähigkeit zur Regeneration der Zellsubstanz lässt mit dem Alter deutlich nach und wenn die regenerierte Knochensubstanz Implantate halten soll, wirken immerhin ganz erhebliche Kräfte darauf, die auch wieder zu einer Geweberückbildung und einer Lockerung der Transplantate führen kann. Es besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko bei solchen Sanierungsmaßnahmen und der Fachmann muss realistisch einschätzen können was geht und was nicht und wie die optimale Vorgehensweise ist. Deshalb würde ich eher mehrere Meinungen/ Angebote einholen (da wirst du sicher ganz verschiedene Sachen zu hören kriegen) und Worten wie „ganz neu und toll und mühelos“ mit einer gewissen Skepsis begegnen.
LG, Jesse
Danke allen die einen Beitrag abgegeben haben,wenn auch nicht immer hilfreich.Ich habe mich für noch nichts entschieden,weil ich verunsichert bin und echt nicht weiß was ich machen soll.Ein User hat meinen Beitrag in Frage gestellt,das im Unterkiefer kein Saugeffekt wie im Oberkiefer entsteht. Dies wird jedoch jeder Vollprothesenträger bestätigen können.Ist selbst für einen Laien nachvollziehbar.
Sehr nachdenklich hat mich der Bericht von Bee gemacht,da dies alles sehr fundiert sich anhörte.
Letzlich bin ich genau so schlau wie vorher.
Alles Gute wünscht
wilfried 1942
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Hallo, Wilfried,
hast du mal über Implantation mit deinem ZA gesprochen?
Gruß
Eckard
Hallo Eckhard,
ein Zahnarzt der nicht Implantologe ist,wird dir das auch nicht unbedingt empfehlen.In der heutigen Zeit,die sich nur nach materiellen Dingen entscheidet wird man da keine vernünftige Antwort erhalten.Aber erhalte du dir deine Naivität.
Gruß
Nachtrag: Augmentation und Implantate
Sehr nachdenklich hat mich der Bericht von Bee gemacht,da dies
alles sehr fundiert sich anhörte.
Letzlich bin ich genau so schlau wie vorher.
Ich wollte dich bezüglich des Transplantate setzens und der Kieferaugmentation nicht verunsichern oder entmutigen. Ich finde diese Technik eine großartige Möglichkeit, Lebensqualität zurückzugewinnen. Mir erschien die entsprechende Passage in deinem Ausgangsposting nur etwas zu leichthin formuliert. Ich weiß, dass Ärzte bzw. Spezialisten (die Ärzte die solche Operationen durchführen, sind welche oder sollten es zumindest sein) manchmal schon recht leichtfertige und blauäugige Behauptungen aufstellen. Zum Teil vielleicht aus Gründen der Eigenwerbung - jede Behandlung bringt hier einen beträchtlichen Gewinn, zum Teil aber auch aus Selbstüberzeugung, die sich manchmal der Selbstüberschätzung stark annähern mag.
Wie kompliziert eine solche Behandlung ausfallen kann, erlebe ich gerade am Beispiel meiner Mutter, die nun schon zum xten Mal wegen des Setzens von 8 Implantaten zum Prothesenaufbau in Ober und Unterkiefer operiert wurde. Bei den ersten Operationen erfolgte ein Aufbau von Knochensubstanz mit einem Granulat aus gereinigter boviner Spongiosa, welches mit autologem Zellmaterial angereichert wurde (die Methode aus deiner Beschreibung). Jedoch war der aufgebaute Knochen nicht belastbar genug. Die Implantate lockerten sich nach einiger Zeit und mussten wieder entfernt werden. Danach erfolgten über einen längeren Zeitraum zwei Nachoperationen zur Sanierung des Kiefers mit einer Mischung aus Spongiosagranulat und Eigenknochen und zusätzlich mit größeren Eigenknochen-Blöcken aus dem Beckenbereich, welche mit einer speziellen OP-Technik mechanisch im Kiefer verkeilt wurden, um den Implantaten die nötige Stabilität zu geben. Diese Behandlungen wurden von einer wirklichen Koryphäe im Bereich der Kieferchirurgie durchgeführt und es sieht nun alles sehr viel versprechend aus. Die neuen Implantate sind bereits gesetzt und heilen gut ein. Den endgültigen Erfolg wird man allerdings erst beurteilen können, wenn der Zahnaufbau beendet ist und alles dauerhaft hält. Die ganze Sache hat jetzt insgesamt bestimmt schon 3 Jahre gedauert und war mit einigem persönlichen und finanziellen Aufwand verbunden.
Mit diesem Wissen im Hinterkopf wollte ich dir deshalb raten, so eine Behandlung nicht von vorn herein als trivial anzusehen, das ist sie nämlich oft nicht. Du tust gut daran, dir die Meinungen mehrerer Spezialisten zu dem Thema einzuholen, dir ihre Ansichten zu deiner speziellen Problemstellung und den Operationsmöglichkeiten genau erläutern zu lassen und dir dann eine eigene Meinung zu bilden, bevor es losgehen kann.
So ein Kieferaufbau kann natürlich relativ problemlos sein. Das hängt vor allem auch davon ab, wieviel eigene Knochensubstanz noch vorhanden ist, ob nur kleinere Defekte gefüllt werden müssen oder ob ein umfangreicher Aufbau von neuer Knochenmasse nötig ist, welcher dann auch noch mit Implantaten belastet werden soll, also eine hohe mechanische Stabilität aufweisen muss. Dann wird es nämlich schwierig und der Erfolg unsicher. Evtl. kann man im letzteren Fall auch gesinterte Keramiken einsetzen, man kann viel tun. Nur muss man einen Arzt finden, der sich mit den entsprechenden Möglichkeiten und OP-Techniken auskennt. Ich kenne mich zwar auf dem chirurgischen Gebiet nicht aus, aber dafür aus beruflichen Gründen gut mit den verfügbaren Knochenersatzmaterialien und ihren Möglichkeiten und Grenzen. Hier sind leider die meisten Ärzte bzw. Operateure nicht so bewandert, die kennen bzw. nutzen oft zu wenige Möglichkeiten. Es ist auch schwer hier mit dem Tempo des wissenschaftlichen Fortschritts Schritt zu halten.
Und da nicht jeder alles wissen kann, weil im Wesentlichen jeder sein eigenes Süppchen kocht, besteht immer die Gefahr an einen Arzt zu geraten, der die für den speziellen Fall optimale Technik nicht beherrscht. Im Ausland würde ich einen Implantataufbau mit vorangehender Kieferaugmentation übrigens keinesfalls machen lassen. Wichtig ist, dass du engen Kontakt zum Arzt halten kannst. Du wirst auch über einen längeren Zeitraum mehrmals dort antreten müssen (Kieferaufbau -> mehrmonatige Heilungs- und Regenerationsphase -> Setzen der Implantate -> evtl. Einheilungszeit -> Zahn-/Prothesenaufbau).
Also - nur Mut, heute ist extrem viel möglich! Aber du solltest auch mit Ruhe und Bedachtheit an die Sache herangehen und dir viel Zeit bei der Suche nach einem kompetenten Arzt lassen. Denn dessen Wissen und Kompetenz entscheidet über alles.
LG, Jesse