Wie kann ich möglichst einfach die Volumensformel für die
Pyramide erklären:
V = Grundfläche mal Höhe drittel;
Hi Joachim,
ich würde so vorgehen. Ausgangspunkt ist ein Rechteck. Wie groß der Flächeninhalt eines Rechtecks mit Grundseite s und Höhe h ist, weiß jeder:
A[Rechteck] = s h
Dann würde ich zeigen, daß diese Formel auch für ein Parallelogramm gilt (passendes Dreieck an einer Seite abschneiden und an der gegenüberliegenden anfügen ergibt wieder ein Rechteck). Weise aber deutlich auf den Unterschied zwischen s und h hin: h ist die Höhe des Parallelogramms (nicht die Seitenlänge!), wohingegen s die Länge der Grundseite ist.
A[Parallelogramm] = s h
Zeige dann, daß jedes Dreieck mit seinem Spiegelbild zu einem Parallelogramm doppelter Fläche ergänzt werden kann und deshalb für den Flächeninhalt eines Dreiecks gilt:
A[Dreieick] = 1/2 s h
Nun machst Du deutlich, daß A[Dreieck] proportional zu s und h ist, und erklärst, daß die Annahme vernünftig ist, daß V[Pyramide] proportional zu G (= Fläche der Grundseite) und h ist (vgl. dazu etwa auch das Volumen eines Zylinders).
Mal nun einen Würfel. Zeichne die vier Eckdiagonalen ein und zeige, daß sie den Würfel in sechs gleiche Pyramiden aufschneiden (die Spitzen aller Pyramiden treffen im Würfelmittelpunkt aufeinander). Wenn Du die Höhe der Pyramiden mit h bezeichnest, dann hat der Würfel die Kantenlänge 2 h und das Volumen 8 h^3.
Das Volumen einer der Pyramiden beträgt deshalb:
V[Pyramide] = 1/6 V[Würfel] = 1/6 8 h^3 = 4/3 h^3
Die Grundseiten der Pyramiden sind die Würfelflächen und deshalb 4 h^2 groß. Wegen der Proportionalität von V[Pyramide] zu h und G = 4 h^2 brauchst Du das „4/3 h^3“ jetzt nur noch als „1/3 (4 h^2) h“ aufzuschreibn und erhälst:
V[Pyramide] = 1/3 G h
Daß diese Formel auch für nicht-gleichseitige Pyramiden gilt, ist leicht einzusehen (ist halt genauso wie bei den Dreiecken).
Mit freundlichem Gruß
Martin