Vom Nutzen kluger Ratschlaege

Hallo

Wenn jemand sein Problem hier vorstellt, seine Unzufriedenheit mit
einer Situation beispielsweise, dann bin ich ja auch einer
derjenigen, die mit „klugen“ Ratschlaegen aufwarten. Oftmals empfehle
ich deutliche Perspektivwechsel.
Gemaess dem Grundsatz, dass wir an unseren Einstellungen leiden und
nicht an den Geschehnissen, ist es auch ein naheliegender Ansatz, dem
Leidenden zu empfehlen, er solle seine Einstellung aendern.
Nun weiss ich aber auch aus eigener Erfahrung, dass es kaum moeglich
ist, der Aufforderung „aendere deine Einstellung“ zu folgen. Zu fest
sind unsere Deutungsmuster in uns verankert und jemand der
eifersuechtig ist, kann nicht einfach so Gefallen an einer offenen
Beziehung finden.
Die Welt optimistischer zu sehen und der Wirklichkeit eine positive
Deutung zu geben, ist rational zwar moeglich, hat aber auf die
Gefuehle hoechstens einen voruebergehenden Effekt.
Wie viel Macht haben kluge Ratschlaege?
Was passiert in der Psychotherapie? Ich hoffe, dass es unabhaengig
von den vielen verschiedenen Richtungen ein grosse Gemeinsamkeit
gibt. Wie erzielt man dort einen Perspektivwechsel? Ist es einfach
die Dauer und Intensitaet, mit der man sich im Rahmen einer Therapie
mit der neuen Weltdeutung befasst oder kommen noch andere Elemente
hinzu, die ueber kluge Ratschlaege, Zuhoeren, Reflektieren usw.
hinausgehen?
Oder ist ein Perspektivwechsel eher nicht das Ziel, sondern geht es
vielmehr darum, die „wahre“ Persoenlichkeit freizulegen und beim
Patienten deren Akzeptanz zu erreichen?

Manche Ratgeberbuecher werden in den Rezensionen hoch gelobt und so
mancher ist hellauf begeistert von den vielen klugen Worten darin. So
auch bei dem „Handbook to higher Consciousness“ von Ken Keyes
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1870845242/qid…
Dieses Buch wird von den Lesern in den hoechsten Toenen gelobt. Als
ich es las, empfand ich auch eine gewisse Euphorie und ich glaube,
dass jeder seine Rezension waehrend oder kurz nach der Lektuere
schrieb. Deshalb wollte ich alle einmal anschreiben mit der Frage
„Hat euch das Buch - jetzt, im Abstand von einigen Monaten oder
Jahren - wirklich geholfen?“ Leider sind die E-Mail-Adressen nicht zu
finden. Ich glaube, dass jeder schnell gemerkt haben wird, dass kaum
eine der Methoden, die in dem Buch beschrieben und empfohlen sind,
funktioniert. Es ist eben alles nur eine verlockende Theorie.
Und so ist es wohl mit den meisten Ratgebern. Was meint ihr?

Vielen Dank fuer Antworten, Tychi

Hallo Tychi

ohne das Buch gelesen zu haben, glaube ich, dass Ratgeber allenfalls Verständnis für unsere Umwelt liefern. Innere Knöpfe können sich lösen, wenn man andere Sichtweisen aufnimmt.
Das funktioniert immer nach dem selben Prinzip: Wir sind in unserer Person eine Art „Gefangene“ und der Schlüssel zur Befreiung kann durch die Erkenntnis kommen, dass unsere lieben Mitmenschen manchmal anders ticken.
Dabei geht es in den meisten Fällen nicht darum, dass wir unsere Persönlichkeit verändern, sondern einfach die „Andersartigkeit“ akzeptieren lernen.

Um ein Beispiel von Dir aufzunehmen: Wenn ich eifersüchtig bin, kann ich lernen, diese Eifersucht in einen für die Umwelt erträglichen Rahmen zu bringen. D.h. ich muss die Eifersucht nicht niederknüppeln und verdrängen, aber ich kann lernen, damit zu leben ohne überflüssigen Schaden anzurichten.

Diese Selbsterkenntnis, die wir durch andere (auch in der Therapie oder hier im Psycho-Brett) gewinnen, hilft uns, das Leben besser zu meistern.

Gruss
Heinz

Hallo Tychi,

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1870845242/qid…
Dieses Buch wird von den Lesern in den hoechsten Toenen
gelobt. Als ich es las, empfand ich auch eine gewisse Euphorie
und ich glaube, dass jeder seine Rezension waehrend oder kurz
nach der Lektuere schrieb.

Das erinnert mich an den „kleinen Muck“. Es ist die Hoffnung
auf den „Kaufmann der das Glück zu verkaufen hat“, die ihn
anfangs am Leben erhält. Nichts und niemand ist besser und
wichtiger, als der „Kaufmann der das Glück zu verkaufen hat“,
wenn man es eben am nötigsten braucht …

Das ist es. Das Buch funktioniert durch „Hoffnungmachen“
durch ‚obvious truth‘ im Rahmen des kuturspezifischen
Problemkreises. Mehr (imho) nicht.

Übrigens: Viele Millionen Deutsche fanden Hoffnung und Ziel
in den Reden (Handlungsanweisungen!) ihres Führers.

Es ist eben alles nur eine verlockende Theorie.
Und so ist es wohl mit den meisten Ratgebern.
Was meint ihr?

Es ist die „Hoffnung“ auf die Lösung, imho.

Grüße

CMБ

Das Erfolgsrisiko bei Therapien trägt ausnahmslos der Patient. Der Therapeut kassiert für völlig unverbindliche Ratgeberei. Ist das nicht skandalös?

guvo

Lieber Tychi,
anders als in diesem Brett gibt ein guter Therapeut keine Ratschläge.
Er verabreicht in der Regel auch keine Medikamente (das machen eher klinische Therapeuten und Psychater)

Nun gibt es verschiedene Therapieformen, manchmal auch Kombinationen.
Ich will aber nicht mit Fachchinesisch langweilen, dafür gibt es diverse Links.

Was macht ein Therapeut?
1.) eine gründliche Problemanalyse des Patienten
2.) eine gemeinsame Absprache über Ziele, die erreicht werden sollen
3.) gemeinsames Ausprobieren, ob man miteinander arbeiten kann

Es sind seltener die schweren pathologischen Fälle, die in den Medien gern behandelt werden (ich habe eine forensische Psychologin in der Familie):

In vielen Fällen geht es nicht unbedingt um eine Veränderung des eigenen Verhaltens,
sondern darum, dass man vermeintliche eigene Schwächen als Charakterzüge wert zu schätzen lernt:
lernt, damit zu leben.

In anderen Fällen geht es darum, dass der Patient eine Entscheidung nicht fällen kann,
weil er in jeder Richtung der Entscheidung schmerzhafte Folgen erwartet.
Hier rät der Therapeut nicht. Er hilft dem Patienten (v.a. durch Zuhören und genauem Nachfragen) den Knoten zu entwirren, damit der Patient selbst zu einer Entscheidung kommen kann.

Manchmal muss ein „Rüstzeug“ zur eigenen „Psychohygiene“ vermittelt werden,
damit man bei immer wiederkehrenden (z.B. beruflichen) Belastungen nicht innerlich einknickt, damit man psychisch belastbarer wird.

Dies wird in unserer Gesellschaft bei immer mehr Menschen notwendig, weil der Stress durch Verdichtung der Arbeit (Produktivitätssteigerung) enorm zugenommen hat.

Dies geschieht nie durch Ratschläge und nur ganz selten auf der Couch, sondern am häufigsten in einer lockeren, entspannten Gesprächssytuation.

Anders als hier im Brett wird sich stets die Zeit genommen, dass der Patient SELBST zu Erkenntnissen kommt.

Nur die helfen.

Vielleicht muss aber eine Weile noch die Umsetzung der im Kopf erreichten Erkenntnisse begleitet werden, bis der Patient die Muster, auf die er vorher ungünstig reagiert hat, selbst erkennt und seine Reaktion verändert.

Wir nehmen uns alle (hoffentlich) viel Zeit für Körperhygiene, für Psychohygiene nehmen wir sie uns zu selten.

Natürlich lässt sich diese „Bleiwüste“ (Jurnalistenjargon) beliebig weiter mit Text zupflastern. Was ich Dir und einigen Anderen sagen möchte ist,

1.) Hier im Brett kann man nicht therapieren oder therapiert werden, man kann sich vielleicht rückversichern, ob andere die eigene Sicht teilen. Manchmal bekommt man von anderen eine andere Sichtweise des Problems.
2.) Bei psychologischen Problemen helfen keine Ratschläge sonder professionelle Therapeuten.
3.) Man ist nicht verrückt oder minderwertig, nur weil einem gesagt wird, man solle sich therapeutische Hilfe suchen.
4.) Nicht jeder gute Therapeut ist zugleich gut für jeden Patienten. Misserfolge in Therapien haben in der Regel damit zu tun.
5.) Weil Du ein Buch erwähnt hast: Man kann sich nicht selbst therapieren - es fehlt der innere Abstand zu sich selbst.

In diesem Bord wird oft zu schnell geraten und zu wenig gefragt: Jeder Fall ist anders. In einigen Fällen hier schienen mir Ratschläge eher aus Projektionen des Schreibers zu kommen: Da wurde die eigene Situation des Schreibers auf den Ratsuchenden übergestülpt.

Herzlichst
Ole

Hallo Ole

In diesem Bord wird oft zu schnell geraten und zu wenig
gefragt: Jeder Fall ist anders. In einigen Fällen hier
schienen mir Ratschläge eher aus Projektionen des Schreibers
zu kommen: Da wurde die eigene Situation des Schreibers auf
den Ratsuchenden übergestülpt.

Du hast ja Recht mit Deinem Statement, jedoch würde ich nicht
vergessen, dass hier ab und zu richtiggehende Hilfeschreie auftauchen
und dann doch meist zum Therapeuten bzw. professioneller Hilfe
geraten wird.
Wer in einem Forum seine ernsten Probleme öffentlich macht, wünscht
sich Hilfe bei seiner Entscheidung für die nächste Zukunft. Hier
kommen die Antworten schnell.
Natürlich sind häufig die Nicht-Profis unter den Antwortenden von
ihren eigenen Situationen oder Erfahrungen geprägt und lassen das
auch einfliessen. Schädlich finde ich das nicht, solange der
Ratsuchende im Mittelpunkt bleibt.

Dass es unmöglich ist, mit 20 Zeilen ein Problem zu beschreiben,
geschweige denn zu lösen, ist hier wohl den meisten klar. Manchmal
hilft doch schon der Gedanke, nicht allein zu sein mit seinen Sorgen
und dazu reicht ein Forum allemal.

Für idiotische oder gar gefährliche Antworten gibt es ja Mods, die
eingreifen können.

Grüsse
Heinz

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Lieber Heinz,
man könnte ellenlang auch darüber schreiben.

Du hast für mich auf den Punkt gebracht, wozu das Brett da ist!

Herzlichst
Ole

Hallo Ole,

so schön es sich liest, aber es beschreibt nur das Ideal.

Therapeuten nutzen ihre vorteilhafte Position meist schamlos aus.
Es kann ihnen nicht mal zugebilligt werden, dass sie nicht wüssten was sie da tun. Moralisch gesehen treten sie durch beliebige Floskeln („Selbsterkennung des Patienten“) hinter den Anspruch an eine verbindliche, dh. respektvolle Patientenbeziehung und Aufteilung des Therapierisikos deutlich zurück.

Gerade weil sich Therapiefehler so gut wie nie, weil zu spät nachzuweisen lassen, sind Maßnahmen notwendig, welche die Rechtspostion der Patienten erheblich stärken.

So sollte z.B. die von Dir beschriebene Therapieanbahnung

Was macht ein Therapeut?
1.) eine gründliche Problemanalyse des Patienten
2.) eine gemeinsame Absprache über Ziele, die erreicht werden
sollen
3.) gemeinsames Ausprobieren, ob man miteinander arbeiten kann

gesetzlich unbedingt reglementiert werden.

Ansonsten hängt allen Therapien nur der schändliche Makel des Gaukler-, Esoteriker- oder modernen Pfaffentums an.

guvo

Danke fuer die Erklaerungen owT
.

In einigen Fällen hier
schienen mir Ratschläge eher aus Projektionen des Schreibers
zu kommen: Da wurde die eigene Situation des Schreibers auf
den Ratsuchenden übergestülpt.

Ja, wie wahr…
Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen:
wenn du wirklich tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt eines Menschen und in seine verschütteten Probleme haben möchtest, frage ihn/sie in einer schwierigen Situation um Rat.

Der Wert eines Ratschlags in „Lebensfragen“, die ja eher Sinnfragen sind, geht gegen Null(Der Sinn des Lebens?..42?).
Hilfreich(und meines Erachtens hier in erster Linie von den Fragern erwünscht) ist Präsenz, Empathie, Zuhören, Spiegeln, Fragen und eventuell des vorsichtige Einbringen eigener Erlebnisse ohne daraus irgendetwas für den anderen ableiten zu wollen/zu können.

Therapie heißt SICH mit Hilfe eines möglichst neutralen Gegenübers seiner psychischen Abläufe BEWUSST zu werden, um daraus idealerweise ein(nur für sich selbst stimmiges) Lebensmodell zu gewinnen.
Ratschläge gibt´s da nicht…leben, erleben, handeln, fühlen und dem eigenen Leben einen Sinn geben, muss jeder für sich selbst und das sieht beim jedem anders aus.

Was ich sehr spannend finde, manchen Überstülpern aber anscheinend ein Dorn im Auge ist, wenn jemand einen so ganz anderen Weg jenseits aller Ratschläge wählt…weil er eben nur Austausch, Info, Bestätigung etc. wollte und keinen RATSCHLAG.

Ich selbst rate übrigens immer wieder gerne zu einer Therapie bei einem lang und sorgfältig ausgebildetem Menschen, woraus man letztendlich auch nur folgern kann, dass MIR das geholfen hat…und viel mehr auch nicht :wink:

LG
Anna

Lieber guvo,
ich stimme Dir zu, dass sich unter manchen Therapeuten auch

Gaukler-, Esoteriker- oder modernes Pfaffentum

befinden. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie Patienten von verantwortlichen Ärzten überwiesen bekommen.

Ich bin erschrocken, dass solche Therapeuten eine Mehrheit sein sollen, die nicht so vorgehen:

1.) eine gründliche Problemanalyse des Patienten
2.) eine gemeinsame Absprache über Ziele, die erreicht werden
sollen
3.) gemeinsames Ausprobieren, ob man miteinander arbeiten kann

Allerdings sind viele Menschen schon zu wenig aufgeklärt, wie man einen guten Allgemeinmediziner oder Facharzt findet. Die Aufklärung, woran man einen FÜR EINEN SELBST GEEIGNETEN Psychotherapeuten findet, ist noch geringer, weil immer noch potentielle Patienten es unnötigerweise als Schande empfinden, einen suchen zu müssen.

Natürlich konnte ich in meinem Text nur einen allgemeinen Überblick geben, die Schwierigkeiten stecken im Detail.

Ich persönlich schicke Menschen, die mir beruflich anvertraut sind, stets nur zu Therapeuten, die mir für den jeweiligen Fall geeignet erscheinen und die mir persönlich bekannt sind. Anschließend lasse ich mir ein feed back geben. Bisher sind Fehler, wie Du sie beschrieben hast, nicht aufgetreten.

Du hast eine wichtige Frage aufgeworfen:
Wie erkenne ich einen für mich geeigneten Therapeuten?
Ich werde sofort dafür einen neuen Thread aufmachen.
Viele Menschen haben viele Erfahrungen: Da kommen sicher gute Ideen zusammen.

Herzlichst
Ole

Liebe Anna,

Hinter und zwischen Deinen Zeilen steht viel Lebenserfahrung, das macht Menschen Hoffnung, die sich vor dem Gang zum Therapeuten scheuen.

Ich wollte aber nur mal 'ne launige Bemerkung zu Deiner Anspielung auf „Per Anhalter …“ machen:

Der Sinn des Lebens ist das einfachste von allem:

Wachsen (auch geistig, wenn der Körper groß ist) und sich Vermehren,
wie alles in der Natur - und mehr sind wir nicht.

Herzlichst
Ole

Besten Dank auch von mir.

Schönen Gruß
guvo

Kriterien
Hi Ole,

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass sie
Patienten von verantwortlichen Ärzten überwiesen bekommen.

Die Zeit, in der Psychotherapiesuchende eine ärztliche Überweisung brauchen, ist lange vorbei.

Und außerdem: Wie sollen Ärzte die Fähigkeiten und Kompetenzen eines Psychotherapeuten einschätzen können, selbst, wenn sie ihn persönlich kennen sollten?

Ich persönlich schicke Menschen, die mir beruflich anvertraut
sind, stets nur zu Therapeuten, die mir für den jeweiligen
Fall geeignet erscheinen …

Und woher hast du die Kriterien für die Eignung für den „jeweiligen Fall“? Machst du vorher eine „gründliche Problemanalyse des Patienten“?

Anschließend lasse ich mir ein feed back geben. Bisher sind
Fehler, wie Du sie beschrieben hast, nicht aufgetreten.

Was schließt du denn aus dem feedback? Was sind deiner Meinung nach Kriterien für „Fehler“? Natürlich werden manchmal Fehler gemacht, ohne Zweifel. Aber wie kann ein Patient, der sich selbst zum ersten Mal mit einem Psychotherapeuten konfrontiert sieht, das beurteilen? Außer vielleicht, wenn er merkt, daß er nach geraumer Zeit immer noch nicht weitergekommen ist? Unangenehme Gefühle oder ähnliches sind ja keineswegs allein schon grundsätzlich ein Kriterium für Fehler des Therapeuten … manchmal gerade im Gegenteil.

Gruß

Metapher

3 „Gefällt mir“

Hallo Ole,

anders als in diesem Brett gibt ein guter Therapeut keine
Ratschläge.

es gibt durchaus Therapieformen, in denen „Ratschläge“ gegeben werden. Sicher unterscheiden sich diese Ratschläge von denen, die Du meinst.

Was macht ein Therapeut?
1.) eine gründliche Problemanalyse des Patienten
2.) eine gemeinsame Absprache über Ziele, die erreicht werden
sollen
3.) gemeinsames Ausprobieren, ob man miteinander arbeiten kann

Richtig. Das ist aber lange nicht alles. Nach dem „Ausprobieren“ kommen weitere wichtige Teile, beispielsweise das Miteinanderarbeiten, um die abgesprochenen Ziele zu erreichen.

Es sind seltener die schweren pathologischen Fälle

Das kommt auf die Patienten und Probleme, Beschwerden, Störungen an, die ein Therapeut in Behandlung nimmt.

In vielen Fällen geht es nicht unbedingt um eine Veränderung
des eigenen Verhaltens,

Auch das kommt auf den Patienten und seine Beschwerden / Probleme an. Mit Sicherheit spielt die Änderung des Verhaltens eine bedeutende Rolle und deshalb kann man nicht sagen, es ginge vor allem

darum, dass man vermeintliche eigene Schwächen als
Charakterzüge wert zu schätzen lernt:

Grüße,

Oliver Walter

Hi Oliver, schön wieder von Dir zu lesen.

So wollte ich auch verstanden werden: Es kommt darauf an!

Das Allgemeine ist sicherlich einfach,
die Schwierigkeiten ergeben sich,
Du hast es deutlich gemacht,
im Detail.

Hilfst Du als Fachmann oben mit?
(Wie findet man einen für sich geeigneten Therapeuten?"

Da gibt es schon einige Beiträge,
wo Du aus anderer Perspektive Stellung nehmen kannst.

Ich will mich selbst erstmal raushalten,
vielleicht später zusammenfassen,
falls das sinnvoll sein sollte.

Mich interressiert diese Fragestelung natürlich auch,
weil ich da,
wo Pädagogik (und Schulorganisation)
ihre natürlichen Grenzen findet,
an FÜR DEN EINZELNEN MENSCHEN GEEIGNETE
Fachleute abgeben muss.

Danke im Voraus
Ole