Antibiotika als solche
Hallöchen,
Es werden wahrlich nicht nur Lungenentzündungen mit
Antibiotika behandelt. Ich möchte erst alle Alternativen
ausgeschöpft wissen, bevor ich Antibiotika mir verabreichen
lasse.
tja, das magst Du so sehen. Man kann natürlich auch darauf warten, daß eine Entzündung der Kiefermuskulatur von selbst ausgeheilt ist, was praktischerweise aufgrund der Unfähigkeit zur Nahrungsaufnahme auch zu Gewichtsreduktion führt. Ähnliches gilt für Zungenmandelentzündungen, Rachenentzündungen und diverse andere Krankheiten des Mund-/Rachenraumes. Man kann natürlich auch abwarten, ob es nach einer Trommelfelloperation zu Entzündungen kommt, bevor man ein Antibiotikum verabreicht (und nicht einfach mal prophylaktisch). Das sind so die Erkrankungen, bei denen ich bisher Antibiotika bekommen habe. Was Ärzte außer den 3 oder 4, die mir bisher Antibiotika verschrieben haben, so machen, kann ich nicht sagen. Ich meine mich aber erinnern zu können, daß Ärzte für solche Zwecke in Deutschland irgendwie ausgebildet werden würden. Witzigerweise, das nur nebenbei bemerkt, hat mich die Verabreichung während der Kiefermuskelsache vor eine ekligen Zahnfleischbehandlung bewahrt. Da sind die Biester in meinem Zahnfleisch einfach daran zugrunde gegangen, was für ihre Kollegen etwas was weiter rechts gedacht war. Will sagen: Gegen die Zahnfleischgeschichte hätte der Arzt kein AB gegeben, die Heilung an der Stelle war eine Nebenwirkung. Ich habe jedenfalls, bei recht geringer Ärztefrequetierung, bisher nicht den Eindruck, daß AB gedankenlos unter das Vok gebracht werden. Nun gehe ich auch nur zum Arzt, wenn ich dem Tode nahe bin, sozusagen.
Es ist schön, daß Wolfgang seine Fangemeinde und Fürsprecher
hat. Dennoch gehst Du hier zu weit. Wie kommst Du dazu von mir
was erwarten zu wollen? Und Dein Bezug zu Plastiktügen und
Messern jeder Art ist für mich nicht nachvollziehbar, denn das
denke ich nicht. Gleichwohl natürlich ich weitestgehend auf
Plastiktüten verzichte und mir dies auch von anderen wünsche:
Jute statt Plastik. 
Ich erwähnte dies, weil man mit Messern und Plastiktüten durchaus auch Leben gefährden kann, obwohl sie dafür eigentlich nicht gedacht sind. Im übrigen kommt Wolfgang nach meiner Erfahrung ganz gut ohne Fürsprecher aus. Ich bin nur häufig seiner Meinung, wobei ich mir schon ganz gut vorstellen kann, woran das liegt. Aber das möchte ich nicht weiter ausführen.
Hier stellt sich schon mal die Frage, woher die zunehmenden
Resistenzen kommen? Findest Du es nicht beängstigend, wenn
Bakterien gegen die härtesten Antibiotika resistent geworden
sind? Dann bräuchte es nicht mal eine Lungenentzündung um über
den Jordan zu gehen.
Nicht so hektisch. Die resistenten Stämme lauern nicht hinter jeder Tür. Um welche Art Bakterien es ging, weiß ich aber nicht mehr. Ich müßte den Artikel erst raussuchen, was mir aber im Augenblick nicht opportun erscheint. Resistent heißt ja nicht, daß der Mensch gleich tot umfällt. AB werden verabreicht, wenn das eigene Immunsystem mit den Erregern nicht mehr klarkommt. Somit wäre der betroffene Mensch eh hin, wenn es AB nicht gäbe.
Weder soll ein Mensch sterben müssen noch leiden. Die Aussagen
sind hier nicht zu verallgemeinern, denn es gibt immer solche
und solche Ärzte. Manche sind sehr schnell im Verschreiben von
Antibiotika. So habe ich es wenigstens als Kind und
Jugendliche erleben müssen. Sicherlich sind nicht alle so.
Das ist das Problem, wenn von Einzelfällen auf ganze Berufsgruppen/Branchen geschlossen wird. Ich zum Beispiel würde das Gegenteil behaupten. Die einzige Behandlung als Kind, bei der mir der Einsatz von AB überliefert ist, war die genannte Lungenentzündung. Ohne den Einsatz von AB würde ich wohl diese Zeilen nicht schreiben. Zu vermuten, daß mich dieses Erlebnis im Hinblick auf AB geprägt hat, wäre allerdings voreilig. Interessanterweise wäre ich seinerzeit nämlich wohl eher an dem AB gestorben, als an der Lungenentzündung. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß ich auf dieses spezielle AB allergisch reagiere. Muß für alle Beteiligten wohl weniger witzig gewesen sein, wie mir erzählt wurde. Ich war damals nämlich noch im weniger zurechnungsfähigen Alter.
Was ich will? Wie wäre es mal um Alternativen zu kümmern, hier
mehr zu forschen? Was bietet hier beispielsweise die
Homöopathie oder „Sanfte Medizin“? Gleich was gemacht wird,
doch über kurz oder lang, werden Alternativen geschaffen
werden müssen.
Einerseits läßt sich mit AB gutes Geld verdienen. Die Preise beginnen bei 25 Euro (hab´ aber auch schon 70 Euro bezahlt) und enden wahrscheinlich im 5stelligen Bereich. Andererseits läßt sich mit der Position, die Du hier vertrittst (die absichtlich nicht benenne), auch gutes Geld verdienen. Insofern wird die entsprechende Forschung in Richtung auf Alternativen schon stattfinden.
Ich für meinen Teil habe meinen Weg gefunden: Wenn es mir richtig schlecht geht, werfe ich lieber regelkonform 3-5 Tage Pillen ein, als daß ich mich mit irgendwelchen Alternativen beschäftige, deren Wirksamkeit nicht erwiesen ist. Ich vertrage AB wunderbar und bei mir scheinen sie auch sonst wahre Wunder in Bezug auf mein Allgemeinbefinden zu bewirken. Ich fühle mich regelmäßig 2 Tage nach Therapiebeginn wie neugeboren und könnte Bäume ausreißen. Daß ich Resistenzen ausbrüte kann, ich für mich ausschließen, weil ich die Behandlung an diesem Punkt nicht, wie evtl. andere, abbreche. Schön zu Ende gefuttert, richten sie ja keinen Schaden an.
Zu der Theorie, daß unvollkommen verweste Leichen Resistenzen fördern, sei noch folgendes gesagt: Wenn die Leute trotz der Antibiotika (offensichtlich zeitnah, denn länger als 2 Wochen halten sich AB im Menschen nicht) gestorben sind, ist es für die Welt nicht schade drum, wenn Bakterien sich an dieses spezielle AB gewöhnen. Viel getaugt zu haben scheint ja offensichtlich nicht.
Mit diesem, nicht ganz ernst gemeinten Absatz, möchte ich meinen langen, langen Artikel beenden und wünsche allerseits ein angenehmes Restwochenende.
Gruß
Christian