Vom (Un-)Sinn Antibiotika

Hi,

die Tage kam ein Fernsehbericht in dem es darum ging, daß die Toten nicht so schnell wie gewünscht verwesenw würden. In diesem Zusammenhang hieß es auch, daß eben auch z.B. Herzschrittmacher, Amalganfüllungen und Antibiotika übrig blieben. Und Antibiotika könne beispielsweise auch ins Grundwasser gelangen.

Eine kleine Suche bei Google ergab beispielsweise
http://www.eawag.ch/publications/eawagnews/www_en53/…
http://www.zeit.de/2001/06/Wissen/200106_antibiotika…
http://www.bgr.de/oeffen/p010124_nlfb.htm
http://www.greenpeace-magazin.de/archiv/hefte01/5_01…

„…Antibiotika im Tierfutter
Doch die Ausscheidungen der Tiere verursachen nicht nur ein Nitratproblem. Eine neue Studie des Umweltbundesamtes ergab: Wirkstoffe von Tierarzneimitteln gelangen über die Gülle in die Umwelt. Die Wissenschaftler hatten bei Ihren Untersuchungen in der Weser-Ems-Region teilweise bedenklich hohe Werte von antibiotisch wirkenden Stoffen gefunden. Ein Tier, das sich permanent mit Parasiten auseinander setzen muss, kann seine Energie nicht voll in das Wachstum investieren. Also wird das Futter mit Zusatzstoffen und Medikamenten wie Antibiotika vermischt. Der Effekt: Die Mastdauer verkürzt sich, denn die Tiere legen bis zu 10 Prozent mehr Gewicht zu. Die Untersuchung des Umweltbundesamtes bewies nun, dass die Tiere die Antibiotika-Wirkstoffe nahezu unverändert wieder ausscheiden. Was dann über die Gülle in den Ackerboden gelangt, kann sogar Gemüse essende Vegetarier gefährden. Je öfter Antibiotika eingesetzt werden, desto häufiger entwickeln die attackierten Krankheitserreger Abwehrstrategien - sie werden resistent. Experten vermuten, dass resistente Keime bereits Tausenden von Menschen das Leben gekostet haben, weil die zur Krankheitsbekämpfung eingesetzten Antibiotika nicht mehr wirkten…“

Ist angesichts der (möglichen) Auswirkung von Antibiotika in Human- (Schul-) und Veterinärmedizin nicht dringend eine Alternative gefragt?

Ciao,
Romana

Ist angesichts der (möglichen) Auswirkung von Antibiotika in
Human- (Schul-) und Veterinärmedizin nicht dringend eine
Alternative gefragt?

Hallo Romana,

wie Du nach Schilderung des Sachverhalts auf die in eine Frage gekleidete Schlußfolgerung kommst, ist mir rätselhaft. Nicht die Antibiotika sind das Übel, sondern deren mißbräuchliche Verwendung.

Gruß
Wolfgang

Hallo Romana,

Ist angesichts der (möglichen) Auswirkung von Antibiotika in
Human- (Schul-) und Veterinärmedizin nicht dringend eine
Alternative gefragt?

Die zunehmende Resistenz der Erreger gegenüber den Antibiotika ist bereits heute ein ernstes Problem.
Um hier noch gegenlenken zu können müsste die Landwirtschaft weg von der die Tiere krankmachenden Massentierhaltung.
Es gibt auch bereits Versuche mit dem Einsatz homöopatischer Mittel in der Tierhaltung, die sehr gute Erfolge gezeigt haben.
Auch in der Humanmedizin müsste sorgfältiger mit den Antibiotika umgegangen werden, d.h. sie sollten echten Notfällen vorbehalten werden.
Das sind aber leider naive Wunschvorstellungen, denn die Pharmaindustrie wird weiterhin ihre Antibiotika in den Markt drücken und die Verordner in der Human und Tiermedizin entsprechend motivieren, solange es noch irgendein wirksames Antibiotikum gibt.
Was du angesprochen hast ist ein sehr ernstes Thema, das uns früher oder später alle betreffen wird.
Ich wundere mich nur, das all die lauten Schreihälse, die z.B. gern über die Hömopathie herfallen, sich hier gar nicht oder nur sehr knapp und müde dazu äußern.
Ist doch wirklich seltsam.
Gruß
Crotalus

Hi Wolfgang,

nicht die Dummheit ist das Übel, sondern deren mißbräuchliche Anwendung.

Ciao,
Romana

Hallo Romana,

wie Du nach Schilderung des Sachverhalts auf die in eine Frage
gekleidete Schlußfolgerung kommst, ist mir rätselhaft. Nicht
die Antibiotika sind das Übel, sondern deren mißbräuchliche
Verwendung.

Gruß
Wolfgang

Hi Crotalus,

in einem der Artikel hierzu habe ich gelesen, daß es in den skandinavischen Ländern gute Alternativen gibt bzw. wenigstens Antibiotika wesentlich geringer dosiert angewendet werden. Doch geringere Dosen sind für mich immer noch zu hohe Dosen. Es müßte 100prozentige Alternativen geben.

Erschreckend fand ich zu lesen, daß…

„Die Medizin hat inzwischen viel potentere Mittel“, sagt Irene Lukassowitz vom Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin. Doch die veralteten Mittel selektieren auch Bakterien, die gegen moderne Medikamente mit gleichem Wirkprinzip immun sind. Infektiologen bezeichnen diesen bedrohlichen Vorgang als Kreuzresistenz. Schlimmer noch: Die Keime können Resistenzen untereinander austauschen und anhäufen. Solche so genannten Multiresistenzen lassen ganze Arsenale im Schrank der Mediziner versagen."

„…Die Wirkung der verfütterten Hormone dagegen kann kaum abgeschätzt werden. Sie lagern sich nicht nur im Tier an, sondern können auch zu Erbgutschädigungen führen und stehen im Verdacht Krebs zu erregen…“

„Die landläufige Vorstellung, dass der Körper alle Medikamente knackt und dabei nur ungefährliche Reste überbleiben, ist falsch. „Pharmakokinetische Studien“ zeigen, dass ein großer Teil der geschluckten Wirkstoffe nur geringfügig oder gar nicht verändert vom Körper ausgeschieden werden und dann mit Stuhl oder Urin in die Kanalisation hinabrauschen. Ebenso wie ganze Packungen von Medikamenten, die nicht geschluckt wurden. „Ich möchte nicht wissen, was manche Leute alles in die Toilette werfen“, argwöhnt jedenfalls Andrea Wenzel vom Fraunhofer-Institut für Umweltchemie und Ökotoxikologie in Schmallenberg. Klärwerke können an dieser Flut nur wenig ändern, denn die Wirkstoffe werden – soweit bislang überhaupt untersucht – im Klärprozess offenbar nur kaum abgebaut.“

Tier- und Bodenschutz ist auch Schutz des Menschen.

Eigenartigerweise haben sich vorhin scheinbar schon alle von mir gesetzten Links geändert? Also, der erste Link, der nun leider nicht funktioniert, ist: http://www.eawag.ch/publications/eawagnews/www_en53/…

Ansonsten habe ich dieses Posting erst vor wenigen Stunden geschrieben. Also, lassen wir den Leuten hier doch Zeit zum Antworten. Manche haben auch Feiertag. :smile:

Geld regiert die Welt. Doch das was hier an Profiten gemacht wird, kostet später um ein Mehrfaches zur Schadensbehebung, die ohnedies nicht möglich ist. Maximal kann es eine Schadensbegrenzung geben. Wir sparen am falschen Ende.

Für mich ist dies eben auch ein Grund, mit Schulmedizin kritisch-er umzugehen. Folglich interessiert es mich, wie die Mediziner in diesem Forum dieses Problem sehen und was sie gegebenenfalls für Lösungswege vorschlagen?

Ciao,
Romana

Hallo Romana,

ich muß Wolfgang schon zustimmen, Antibiotika an sich sind nicht schlimm, sondern ihre Anwendung muß vernünftiger gestaltet werden.
Übrigens gehts uns im deutschsprachigen Raum relativ gut, hier ist (was die Anwendung am Menschen betrifft) die Gabe von Antibiotika relativ (zu anderen Industrieländern) selten, dann aber ausreichend hoch und lange genug. Daher haben wir hier auch weniger Resistenzen als in de USA, Spanien, Griechenland oder anderen Ländern. Was nicht heißt, das man es nicht verbessern könnte. Wenn man also sich aufregt über so manche überflüssige Antibiotikagabe, muß man doch bedenken das man oft genug dem Wunsch des Patienten damit folgt und das dies hierzulande immer noch klüger gehandhabt wird als anderswo.

Aber der Bereich der Tierantibiotika ist wirklich ein echtes Problem, letztlich sind wir aber selbst schuld. Was wäre denn, wenn wir den Einsatz stark einschränken würden: Das hier produzierte Fleisch wäre viel teurer, letzendlich würde es keiner kaufen. Nicht das wir uns dann stärker von pflanzlicher Nahrung ernähren würden, vermutlich würden die meisten wohl auf billige Fleischimporte umsteigen. Was wäre gewonnen: Nichts. Wer ist also schuld? Die bitterböse Pharmaindustrie oder wir selbst? Oder besser, unser Wunsch nach nach billigem Fleisch, koste es was es wolle.

Naja, Du fragtest nach Alternativen… also ich sehe leider keine, auch keine alternativmedizinischen. Außer weniger Fleich essen vielleicht.
Etwas ratlos
Michael
Michael

> Hallo Romana,
>
Hi Michael,

> ich muß Wolfgang schon zustimmen, Antibiotika an sich sind nicht
> schlimm, sondern ihre Anwendung muß vernünftiger gestaltet
> werden.

Das ist für mich eine Nullaussage, denn im Grunde ist somit nichts schlimm, es hängt immer nur davon ab, wie man etwas anwendet oder damit umgeht. Was ich daran bemängle, solche Aussagen mögen dem einen oder anderen einen Lacher wert sein, doch sie bieten leider keinerlei Lösungsansatz.

> Übrigens gehts uns im deutschsprachigen Raum relativ gut,

Wer kann das objektiv beurteilen?

hier
> ist (was die Anwendung am Menschen betrifft) die Gabe von
> Antibiotika relativ (zu anderen Industrieländern) selten, dann
> aber ausreichend hoch und lange genug. Daher haben wir hier auch
> weniger Resistenzen als in de USA, Spanien, Griechenland oder
> anderen Ländern. Was nicht heißt, das man es nicht verbessern
> könnte.

Andere sollten für einen selbst kein Maßstab sein. Nur weil anderswo möglicherweise weniger Mist gebaut wird, rechtfertigt das noch nicht den eigenen.

Wenn man also sich aufregt über so manche überflüssige
> Antibiotikagabe, muß man doch bedenken das man oft genug dem
> Wunsch des Patienten damit folgt und das dies hierzulande immer
> noch klüger gehandhabt wird als anderswo.

Soll nun der Patient „Schuld“ haben? Seit wann machen die Halbgötter in Weiß, das was ihnen die Patienten vorgeben? Abgesehen davon hat ein Arzt für mich die Pflicht seine Patienten aufzuklären, das Beste für sie zu wollen und dem entsprechend Alternativen anzubieten bzw. für deren Schaffung auch unterstützend beizutragen. Da erinnere ich mich doch mal an eine Grippe von mir, auf die hin ich gleich mal von meinem Arzt (ich war noch Jugendliche und Bedenken schmetterte ab, daß das nicht so schlimm sei) ein Breitband-Antibiotikum bekommen habe.
>
> Aber der Bereich der Tierantibiotika ist wirklich ein echtes
> Problem, letztlich sind wir aber selbst schuld. Was wäre denn,
> wenn wir den Einsatz stark einschränken würden: Das hier
> produzierte Fleisch wäre viel teurer, letzendlich würde es
> keiner kaufen. Nicht das wir uns dann stärker von pflanzlicher
> Nahrung ernähren würden, vermutlich würden die meisten wohl auf
> billige Fleischimporte umsteigen. Was wäre gewonnen: Nichts. Wer
> ist also schuld? Die bitterböse Pharmaindustrie oder wir selbst?

Jeder trägt seinen Anteil auf seine Weise dazu. Wie wäre es mit Alternativen in puncto Ernährung. 6 Milliarden Menschen ernähren sich nicht von einer Pfanne mit Spiegeleiern allein. :smile: Wie wäre es mit Soja als Alternative, gleichwohl hier es auch schon Schattenseiten gibt: Genmanipuliertes Saatgut, Abholzung. Ein Lösungsansatz könnte sein, siehe Link im ersten Posting: „…Dass es auch mit weniger Antibiotika geht, machen die Schweden vor. Schwedische Tierärzte dürfen überhaupt keine Antibiotika mehr prophylaktisch verabreichen. Zusammen mit dem Masthilfeverbot drückte diese Regelung den Antibiotikaeinsatz nach einigen Jahren um 30 Prozent. Um 50 Prozent gar reduzierten die Dänen die Menge der Mikrobenkiller, die sie an Tiere verabreichen. Dort müssen Landwirte sich die Antibiotika in der Apotheke besorgen - die Tierärzte verdienen nicht länger an den Mitteln, die sie verkaufen. Der Schweinegesundheit hat es nicht geschadet, dem Vieh sogar zu einer artgerechteren Haltung verholfen: Die Mäster dort servieren ihren Ferkeln nach der Milchnahrung erst einmal einen Brei aus Trockenfutter und Wasser. Bei uns müssen Jungschweine direkt trockene Pellets hinunterwürgen. Das aber verkraftet die Bakterienflora im Ferkeldarm nur entsprechend gedopt.“

> Oder besser, unser Wunsch nach nach billigem Fleisch, koste es
> was es wolle.
>
> Naja, Du fragtest nach Alternativen… also ich sehe leider
> keine, auch keine alternativmedizinischen.

Dafür hatte ich die Links gepostet. Siehe Auszug oben. Überdies sind offenbar auch Antibiotika die ihre Anwendung in der Schulmedizin finden, ein Problem, nicht nur daß Menschen versterben, weil sie resistent geworden sind, die Antibiotika werden wohl auch ausgeschwemmt bzw. bauen sich in der letzten Ruhestätte nicht entsprechend ab. Also, wohin damit? Was wenn diese Antibiotika ins Grundwasser gelangen und so im Kreislauf wieder zu uns kommen?

Außer weniger Fleich
> essen vielleicht.
> Etwas ratlos
> Michael

Einer kann hier keine Lösung für Alle finden und anwenden. Doch man kann ja mal anregen und anfangen etwas zu forschen was man tun kann und effiziente Alternativen dann auch umsetzen und anwenden.

Ciao,
Romana

Hallo Romana,

das mit der Nullausage kann ich nicht verstehen, es werden sich auch in diesem Forum Leute finden, die Antibiotika völlig und immer ablehnen, daher ist die Anwendung und nicht die Sache selber zu beurteilen. Aber was solls, wenns Dich zum Lachen gebracht hat wars ja auch so gut.

Bei der Sache mit der Resistenz im internationelen Vergleich habe ich aus einem Vortrag, wo über das sogenannte „Alexander-Projekt“ berichtet wurde. Das Projekt läuft noch, dabei werden die Anwendung der Antibiotika und ihre Folgen untersucht. Das läuft jetzt (glaub ich) seit etwa 6 Jahren.

Zu

Soll nun der Patient „Schuld“ haben? Seit wann machen die
Halbgötter in Weiß, das was ihnen die Patienten vorgeben?
Abgesehen davon hat ein Arzt für mich die Pflicht seine
Patienten aufzuklären, das Beste für sie zu wollen und dem
entsprechend Alternativen anzubieten bzw. für deren Schaffung
auch unterstützend beizutragen.

Vielleicht gibt es nicht immer „das Beste“. Entgegen den in diesem Forum üblichen Aufassungen gibt es reichlich Patienten, die man nur schwer überzeugen kann, das sie kein Antibiotikum brauchen. Die überflüssige Verschreibung gibt es natürlich auch. Zum Beispiel bei einer Viruserkrankung wie einem grippalen Infekt um eine bakterielle Superinfektion zu vermeiden. Sowas ist normalerweise nicht nötig, kommt aber oft vor. So wars wohl auch bei Dir.

Einer kann hier keine Lösung für Alle finden und anwenden.
Doch man kann ja mal anregen und anfangen etwas zu forschen
was man tun kann und effiziente Alternativen dann auch
umsetzen und anwenden.

So isset. Ciao

Michael

Hi Michael,

> Hallo Romana,
>
> das mit der Nullausage kann ich nicht verstehen, es werden sich
> auch in diesem Forum Leute finden, die Antibiotika völlig und
> immer ablehnen, daher ist die Anwendung und nicht die Sache
> selber zu beurteilen. Aber was solls, wenns Dich zum Lachen
> gebracht hat wars ja auch so gut.

Nun, die Aussage allein, sowie Wolfgang sie äußerte, der kann ich nichts abgewinnen, nicht mal ein Lächeln. Denn meiner Meinung nach ist diese Aussage auf alles anwendbar. Es hängt immer auch vom Umgang ab.

ung der Antibiotika und ihre Folgen
> untersucht. Das läuft jetzt (glaub ich) seit etwa 6 Jahren.

Wann werden hier Ergebnisse erwartet?
>
> Zu
> :Soll nun der Patient „Schuld“ haben? Seit wann machen die
> :Halbgötter in Weiß, das was ihnen die Patienten vorgeben?
> :Abgesehen davon hat ein Arzt für mich die Pflicht seine
> :stuck_out_tongue:atienten aufzuklären, das Beste für sie zu wollen und dem
> :entsprechend Alternativen anzubieten bzw. für deren Schaffung
> :auch unterstützend beizutragen.
>
> Vielleicht gibt es nicht immer „das Beste“. Entgegen den in
> diesem Forum üblichen Aufassungen gibt es reichlich Patienten,
> die man nur schwer überzeugen kann, das sie kein Antibiotikum
> brauchen.

Und was ist schlecht daran? Solange es auch noch eventuell anders geht und der Gesundheitszustand es zuläßt, möchte ich erstmal Alternativen ausschöpfen. Du nicht auch? Und werden hier alle Möglichkeiten immer bzw. wie oft angewendet?

De überflüssige Verschreibung gibt es natürlich auch.
> Zum Beispiel bei einer Viruserkrankung wie einem grippalen
> Infekt um eine bakterielle Superinfektion zu vermeiden. Sowas
> ist normalerweise nicht nötig, kommt aber oft vor. So wars wohl
> auch bei Dir.
>
> :Einer kann hier keine Lösung für Alle finden und anwenden.
> :smiley:och man kann ja mal anregen und anfangen etwas zu forschen
> :was man tun kann und effiziente Alternativen dann auch
> :umsetzen und anwenden.
>
> So isset. Ciao
>
> Michael

Ich wollte es einfach mal als überlegungswürdigen Punkt in die Runde geworfen haben. Vielleicht hat hier jemand ja eine glorreiche Idee für einen Lösungsansatz?

Ciao,
Romana

Alexander-Projekt
Hi Romana,

ich weiss nicht ob das Alexander-Projekt zeitlich begrenzt ist, jedenfalls werden laufend Zwischenergebnisse berichtet. Letzten Monat müßte wieder der Kongress der tropenmed. Gesellschaft gewesen sein, wahrscheinlich sind dort die neuesten Daten präsentiert worden. Schlußendlich ist das Resistentproblem global, besonders aus der asiatische Ecke wirds immer neue resistente Viecher geben. Der Grund ist oft simpel: Die „ordentliche Diagnostik“ und anschl. gezielter Therapie ist recht teuer, die Medikament mit dem Schrotschuss (4 verschiedene Antibiotika plus ein Pilzmittel) dagegen billig.

Aus Skandinavien hast Du von Gesetzesverschärfungen berichtet, das ist natürlich ein Weg, aber sicher kein ausreichendes Mittel. Eine weitere Möglichkeit könnten im Bereich der Tiermast gentechnische Veränderungen mit geringer Anfälligkeit gegen Antibiotika bringen, aber auch dagegen werden sich irgendwann Resistenzen bilden. Also auch nur bestenfalls ein Beitrag zur Lösung des Problem.

Eigentlich gibt es aber hinter allem ein prinzipielles Problem: Wir haben auf der einen Seite Menschen und Tiere als potentielle Wirte für Mikroben und auf der anderen Mikroben, die sich schnell jeder Situation anpassen können. DIE Lösung gibt daher sicher nicht. Aber man muß es den Bazillen ja nicht unnötig leicht machen…
Trozdem ein schönes Wochende, hoffentlich ohne Antibiotika

Michael

Hallo
Ich habe die anderen Artikel mit Interesse gelesen , und möchte auch was dazu sagen .

Herzschrittmacher, Amalganfüllungen und Antibiotika übrig
blieben. Und Antibiotika könne beispielsweise auch ins
Grundwasser gelangen.

Bei den Herzschrittmachern fällt mir ein , das es vor nicht allzu langer Zeit welche mit Isotopenbatterie gab , also Plutonium mit Thermoelement . Wurden die immer im Todesfall rausgenommen ?
Das bischen Antibiotika in den Leichen ist wohl egal , das verdünnt sich sehr stark bis zur Unwirksamkeit , also auch keine Resistenzbildung auf dem Friedhof . Das Amalgam kann ich sowieso nicht leiden , man sollte überall Kunststoff einsetzen . Nach meiner Meinung , eine Frage der Qualifikation der Zahnärzte .
Bei der Verbrennung von Leichen könnte das Quecksilber Ärger machen , weil das Quecksilber verdampft , ansonsten gibt das Amalgam nur sehr langsam , wenn überhaupt Quecksilber ab .

"…Antibiotika im Tierfutter

Das ist wohl die „Hauptschweinerei“ , aus ökonomischen Gründen Antibiotika zu verfüttern und Kreuzresistenzen zu riskieren .
Die Antibiotika allgemein sind wohl mit seiner beabsichtigten und auch erforderten starken Wirkung durch nichts zu ersetzen .

Ist angesichts der (möglichen) Auswirkung von Antibiotika in
Human- (Schul-) und Veterinärmedizin nicht dringend eine
Alternative gefragt?

Eine Auswirkung der Anwendung von Antibiotika bei Menschen sehe ich nicht direkt. Es können Resistenzen auf Antibiotika im Menschen entstehen , wenn es nicht sachgemäß angewendet wird . Zum Beispiel eine zu kurze oder zu geringe Dosierung , und das vielleicht noch dort , wo es viele Menschen gibt , nämlich im Krankenhaus .
Alternativen zum Antibiotika sind natürlich gefragt , und kommen wohl auch in Frage , wenn es sich nicht um lebensgefährliche Infektionen handelt . Bei den Antibiotika selbst gibt es aber auch Entwicklungen , als da zum Beispiel antibiotische Enzyme zu erwähnen sind . Ich glaube aber , die Mediziner wollen eine generell wirksame Substanz , welche eine gewisse Sicherheit über die Diagnose hinaus bietet , also ein Mittel , welche bei bakteriellen Infektionen vieler Art und in allen Gewebezonen wirkt . Ich bin übrigens kein Mediziner .

Mit freundlichen Grüßen
Matthias

Hallo,

Ist angesichts der (möglichen) Auswirkung von Antibiotika in
Human- (Schul-) und Veterinärmedizin nicht dringend eine
Alternative gefragt?

da frag´ ich mich doch, wie die aussehen soll. Wer mal eine zünftige Lungenentzündung hatte, vielleicht noch als Säugling oder älterer Mensch, wird für die Existenz und Wirksamkeit von Antibiotika durchaus dankbar sein.

Ich weiß nicht, was Du gegen Wolfgangs Aussage hast. Wenn Du sie nicht teilst, erwarte ich den Vorschlag, Automobile, Plastiktüten und jede Art von Messern zu verbieten.

Zunehmende Resistenzen sind durchaus ein Problem. Inzwischen gibt es sogar die ersten Bakterienstämme, die gegen die härtesten bekannten Antibiotika resistent sind.

Als Arzt steht man im Zweifel jedoch vor dem Problem, aus Angst vor Resistenzen einen Menschen leiden, wenn nicht sterben zu lassen, oder Resistenzen durch fehlerhafte Anwendung durch den Patienten zu riskieren.

Ganz klar ist mir Dein Anliegen daher nicht.

Gruß
Christian

Hi Chris,

Hallo,

Ist angesichts der (möglichen) Auswirkung von Antibiotika in
Human- (Schul-) und Veterinärmedizin nicht dringend eine
Alternative gefragt?

da frag´ ich mich doch, wie die aussehen soll. Wer mal eine
zünftige Lungenentzündung hatte, vielleicht noch als Säugling
oder älterer Mensch, wird für die Existenz und Wirksamkeit von
Antibiotika durchaus dankbar sein.

Es werden wahrlich nicht nur Lungenentzündungen mit Antibiotika behandelt. Ich möchte erst alle Alternativen ausgeschöpft wissen, bevor ich Antibiotika mir verabreichen lasse.

Ich weiß nicht, was Du gegen Wolfgangs Aussage hast.

Weißt Du sonst immer, wieso jemand für oder gegen etwas ist? Die Aussage gibt mir halt nichts. Er hätte sie machen können, was er ja hat, oder auch bleiben lassen. Die Aussage ist für mich auf alles anwendbar.

Wenn Du

sie nicht teilst, erwarte ich den Vorschlag, Automobile,
Plastiktüten und jede Art von Messern zu verbieten.

Es ist schön, daß Wolfgang seine Fangemeinde und Fürsprecher hat. Dennoch gehst Du hier zu weit. Wie kommst Du dazu von mir was erwarten zu wollen? Und Dein Bezug zu Plastiktügen und Messern jeder Art ist für mich nicht nachvollziehbar, denn das denke ich nicht. Gleichwohl natürlich ich weitestgehend auf Plastiktüten verzichte und mir dies auch von anderen wünsche: Jute statt Plastik. :smile:

Zunehmende Resistenzen sind durchaus ein Problem. Inzwischen
gibt es sogar die ersten Bakterienstämme, die gegen die
härtesten bekannten Antibiotika resistent sind.

Hier stellt sich schon mal die Frage, woher die zunehmenden Resistenzen kommen? Findest Du es nicht beängstigend, wenn Bakterien gegen die härtesten Antibiotika resistent geworden sind? Dann bräuchte es nicht mal eine Lungenentzündung um über den Jordan zu gehen.

Als Arzt steht man im Zweifel jedoch vor dem Problem, aus
Angst vor Resistenzen einen Menschen leiden, wenn nicht
sterben zu lassen, oder Resistenzen durch fehlerhafte
Anwendung durch den Patienten zu riskieren.

Ganz klar ist mir Dein Anliegen daher nicht.

Weder soll ein Mensch sterben müssen noch leiden. Die Aussagen sind hier nicht zu verallgemeinern, denn es gibt immer solche und solche Ärzte. Manche sind sehr schnell im Verschreiben von Antibiotika. So habe ich es wenigstens als Kind und Jugendliche erleben müssen. Sicherlich sind nicht alle so.

Was ich will? Wie wäre es mal um Alternativen zu kümmern, hier mehr zu forschen? Was bietet hier beispielsweise die Homöopathie oder „Sanfte Medizin“? Gleich was gemacht wird, doch über kurz oder lang, werden Alternativen geschaffen werden müssen.

Gruß
Christian

Ciao,
Romana

Hallo Romana,

ich würde mal darauf tippen, daß Du naturheilkundlichen Verfahren gegenüber aufgeschlossen bist. Denn: Warum eigentlich bei einem Harnwegsinfekt Pillen schlucken, wenn Bäretntraubenblättertee auch hilft?

Was dabei oft vergessen wird: Fast alle Antibiotika sind nichts anderes als Naturheilprodukte - sie wurden das erste mal in Pilzen oder Pflanzen entdeckt und werden heute lediglich ohne Zuhilfenahme von Pilz und Pflanze hergestellt. Es ist letztlich ja auch egal, ab der Wirkstoff von Pflanze, Peniculliumpilz oder Bayer fabriziert wurde - die Moleküle sind am Ende nun einmal ununterscheidbar.

Eine Pille bietet gegenüber Kräutern den Vorteil, daß der Wirkstoff in Reinform vorliegt, man hat also nicht das Risiko, sich unbekannte Stoffgemische in unbekannter Dosierung zuführen zu müssen. Außerdem wurde der Stoff systematisch auf seine Wirksamkeint und Nebenwirkungen getestet. Bei dem noch unbekannten Antibiotikum in Bärentraubenblättern hat man diese Sicherheit nicht. Zuende gedacht, läßt sich nicht sicher ausschließen bzw. scheint es sogar wahrscheinlich, daß mehr Leute an Naturmitteln als an Pillennebenwirkungen sterben (neulich der Fall einer Nonne mit Leberversagen - keine chronische Hepatitis durch Sex, kein Alkohol, nur Heilkräuter als einzige logische Erklärung…Johanneskraut in der Anamnese…)

Mengenmäßig kann man davon ausgehen, daß die meiste „Antibiotikaverschmutzung“ der Umwelt durch Pilze und Pflanzen entsteht, die solche Stoffe synthetisieren. Eigentlich wirkt ja fast jeder Stoff irgendwann hemmend auf das Bakterienwachstum, also antibiotisch, wenn man ihn nur konzentriert genug einwirken läßt… Wo ziehst Du die Grenze?

Aber gut, nehmen wir mal an, Antibiotika führen zu einer Umweltbelastung. Worin liegen die Probleme? Erstens: Aufnahme in den Körper. Hierbei sollte man bedenken, daß die Stoffe im Grammbereich vertragen werden, im Nanogrammbereich sollten sie weder auf den Menschen noch auf Bakterien irgendwelche Auswirkungen haben. Letzteres relativiert auch das zweite Problem, nämlich die Selektion resistenter Keime. Die kann aus rein prinzipiellen Überlegungen nur dann stattfinden, wenn der Stoff ausreichend konzentriert ist, um anfällige Keime im Wachstum zu hemmen, um eben dadurch jene resistenten zu selektieren.
Die meisten Resistenzen entstehen m.E. letztendlich dadurch, daß Patienten aus Unverträglichkeit oder weltanschaulichen Überlegungen Antibiotika inkonsequent anwenden oder zu früh absetzen. Außerhalb des Körpers sind die Konzentrationen schlicht zu gering.

Aber nehmen wir dennoch mal an, es entstünden tatsächlich umweltbelastungsbedingte Resistenzen. Hier ist es wichtig zu wissen, daß ein solcher Keim eben nicht virulenter, also gefährlicher ist, als ein nichtresistenter. Man kann ihn lediglich schwerer antibiotisch behandlen (ein Keim, der gegen wirlich alles Resistent ist, hätte ich persönlich dabei selbst im antibiotikaintensiven Krankenhausbetrieb noch kaum gesehen…). Man ist bezüglich dieses Keimes dann also zurückgeworfen auf die vorantibiotische Ära. Lehnt man daher Antibiotika ab, so hat man aber nicht nur für diesen einen, sondern für gar keinen Keim mehr eine antibiotische Alternative, was ein genereller Rücksprung in die vorantibiotische Ära wäre. Das wäre also so, als würde man einem fußkranken Menschen die Benutzung des Krankenrollstuhles verbieten, denn je häufiger er diesen benutze, desto eher ginge er irgendwanneinmal kaputt. Ich bin dafür, an immer neuen und besseren Krankenfahrstühlen zu arbeiten - selbst wenn auch diese früher oder später einmal den Geist aufgeben sollten…

Antibiotika werden heute eher zurückhaltend eingesetzt. So zurückhaltend, daß neulich eine großangelegte Studie zu dem Ergebnis kam, daß jährlich mehrere tausend Menschen daran sterben, daß die antibiotische Initialtherapie einer Lungenentzündung mittlerweile zu früh deeskaliert wird. Das sind zighundertmal soviele Menschen, wie sie an Nebenwirkungen einer fortgesetzten Antibiotikatherapie verstorben wären.

Wie sähe eigentlich die Alternative zu einem Pillenantibiotikum aus? Es müßte ein Stoff sein, der halt irgendwie die Bakterien abtötet - damit wäre es ja selbst wieder ein Antibiotikum. Immunstimulierung ist schön und gut, jedoch sind Interferone mit Nebenwirkungen behaftet und teuer, außerdem hat ein jedes immunstimulierendes Mittel - egal ob „künstlich“ oder „pflanzlich“ - zwangsläufig das Risiko, daß sich der Immunprozeß gegen den eigenen Körper wendet. Bedenke: Heute sterben mehr Leute an Autoimmunerkrankungen (z.B. Lupus, Diabetes Typ I etc.) und überschießenden Immunreaktinen (z.B. Asthma) als an Infektionen. Und selbst bei vielen Infektionen entsteht der Schaden nicht durch den Erreger selbst, sondern dadurch, daß das Immunsystem beim (vielleicht gar nicht nötigen) Abräumen des Erregers einen zu großen Flurschaden verursacht (z.B. die viralen Hirnhautentzündungen etc.)

Also: Antibiotika sind nicht „böse“. Sie sind lediglich eine willkürliche Bezeichnung fur Substanzen aus der Natur, die Mikroben im Wachstum hemmen können. Man muß sie halt nur einigermaßen überlegt einsetzen. Und da gibt es durchaus Stimmen, die mittels solcher Überlegungen aufzeigen, daß Antibiotika heute eher zuwenig als zuviel eingesetzt werden. Unter den Antibiotikakritikern vermißt man solch eine Überlegtheit jedoch gelegentlich :wink:

viele Grüße,

Oliver

Alternativen
Hallo Romana,
In vielen Fällen gibt es sinnvolle Alternativen zum Antibiotikum, ich will hier einige erwähnen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

  • Probiotika ( z.B. Symbioflor, Mutaflor etc.)
    Da 70 – 80 % unseres Immunsystems im Darm zu finden ist, ist hier ein guter Ansatzpunkt,
    um über eine Modulation des Immunsystems (nicht gleichzusetzen mit unspezifischer Stimulation), besonders bei chronischen Infekten eine Heilung zu erzielen.
  • Phytotherapeutika; hier gibt es einige, die in ihrer Wirkung den Antibiotika ebenbürtig sind.
  • Spenglersan Kolloide
  • Bakterien und Pilzpräparate der Firma Sanum
  • Homöopathika
  • Blutegel z.B. bei lokalen Entzündungen

Mit der richtigen Verwendung bzw. Kombination oben genannter Möglichkeiten
kann in den meisten Fällen auf die Gabe von Antibiotika verzichtet werden.
Antibiotika sollten wirklichen Notfällen vorbehalten bleiben.
Die Verordnung von Antibiotika bei banalen Infekten sollte als „Kunstfehler“ geächtet werden.
Mit Erstaunen habe ich hierzu die Bemerkungen von Oliver gelesen, der doch allen Ernstes behauptet, dass Antibiotika zu wenig verordnet würden. Ich werde das nicht weiter kommentieren, da bezügl. Oliver völlig sinnlos. Wenn er behauptet, dass Patienten sterben würden, weil sie zuwenig Antibiotika bekommen, dann mag das insofern stimmen, als das der jeweils behandelnde Arzt keine Alternative kennt und anwendet.
Aber was will man von einer Generation von Ärzten erwarten, die nichts anderes gelernt haben und oft auch nichts dazulernen wollen.

Nun zur Verwendung von Antibiotika in der Tiermast.
Hier haben sie nun wirklich nichts zu suchen und sollten schnellstens verboten werden.
Wenn dann das Schnitzel teurer wird, dann kann das nur von Vorteil sein für die Gesundheit der Verbraucher, denn die tägliche Eiweißmast begünstigt bekanntlich viele Erkrankungen, wie Gicht, Rheuma, Hypertonie, Arteiosklerose etc. etc.

PS. Ich habe jetzt einige Tage auf die Verlautbarungen der „ewigen Schreihälse“ gewartet.
Wirklich ernsthafte Themen scheinen sie nicht zu interessieren.
Gruß
Crotalus

Hi Crotalus,

ich bin hier Laie und mein „Wissen“ beruht hier eher auf einem Gefühl, einer Annahme, Intuition. Das mag in dieser unserer Welt wenig wert sein, möglicherweise sogar als falsch angesehen werden. Ich verlasse mich lieber auf mein Bauchgefühl, da es bekanntlicherweise viele Aspekte der Wahrheit gibt, die zudem keiner in Gänze kennt.

Hallo Romana,
In vielen Fällen gibt es sinnvolle Alternativen zum
Antibiotikum, ich will hier einige erwähnen (ohne Anspruch auf
Vollständigkeit).

  • Probiotika ( z.B. Symbioflor, Mutaflor etc.)
    Da 70 – 80 % unseres Immunsystems im Darm zu finden ist, ist
    hier ein guter Ansatzpunkt,
    um über eine Modulation des Immunsystems (nicht gleichzusetzen
    mit unspezifischer Stimulation), besonders bei chronischen
    Infekten eine Heilung zu erzielen.
  • Phytotherapeutika; hier gibt es einige, die in ihrer Wirkung
    den Antibiotika ebenbürtig sind.
  • Spenglersan Kolloide
  • Bakterien und Pilzpräparate der Firma Sanum
  • Homöopathika
  • Blutegel z.B. bei lokalen Entzündungen

Mit der richtigen Verwendung bzw. Kombination oben genannter
Möglichkeiten
kann in den meisten Fällen auf die Gabe von Antibiotika
verzichtet werden.

Das habe ich sehr gemutmaßt, auch wenn ich kein faktisches Hintergrundwissen habe. Ich kann nicht beurteilen wie effektiv Deine angegebenen Alternativen sind. Ich denke nur, daß es welche gibt und daß in diesem Bereich weiter geforscht werden sollte.

Antibiotika sollten wirklichen Notfällen vorbehalten bleiben.

Am besten gar nicht.

Die Verordnung von Antibiotika bei banalen Infekten sollte als
„Kunstfehler“ geächtet werden.

Sträflich ist es allemal.

Mit Erstaunen habe ich hierzu die Bemerkungen von Oliver
gelesen, der doch allen Ernstes behauptet, dass Antibiotika zu
wenig verordnet würden.

Nun, das habe ich noch nie gehört. Auch das was ich hierzu gelesen habe, unterstützt keineswegs die Aussage einer angemessenen oder gar geringen Anwendung an Antibiotika. Ganz im Gegenteil!

Ich habe begonnen Oliver zu antworten, doch die Antwort liegt erstmal im Ordner „Entwurf“, bastle gerade an etwas anderem.

Ich werde das nicht weiter

kommentieren, da bezügl. Oliver völlig sinnlos.

Niemand kann wissen, ob und was sinnlos ist. Vieles braucht seine Zeit, die Vorgehensweisen sind sehr unterschiedlich. Und das hat auch seine Berechtigung, solange es nicht auf Kosten anderer geht.

Wenn er

behauptet, dass Patienten sterben würden, weil sie zuwenig
Antibiotika bekommen, dann mag das insofern stimmen, als das
der jeweils behandelnde Arzt keine Alternative kennt und
anwendet.

Kann sein.

Aber was will man von einer Generation von Ärzten erwarten,
die nichts anderes gelernt haben und oft auch nichts
dazulernen wollen.

Mit dieser Unterstellung lädst Du allerdings auch nicht gerade ein, etwas (von Dir) dazulernen bzw. annehmen zu wollen. :smile:

Nun zur Verwendung von Antibiotika in der Tiermast.
Hier haben sie nun wirklich nichts zu suchen und sollten
schnellstens verboten werden.
Wenn dann das Schnitzel teurer wird, dann kann das nur von
Vorteil sein für die Gesundheit der Verbraucher, denn die
tägliche Eiweißmast begünstigt bekanntlich viele Erkrankungen,
wie Gicht, Rheuma, Hypertonie, Arteiosklerose etc. etc.

Seufz, bin auch einer dieser leidigen zuviel Fleischfresser.

PS. Ich habe jetzt einige Tage auf die Verlautbarungen der
„ewigen Schreihälse“ gewartet.

Wirklich ernsthafte Themen scheinen sie nicht zu
interessieren.

Ich mag hier nicht wertend unterwegs sein. Es gibt viele Wege und sind nicht Fehler dazu da, daraus zu lernen? Die Entwicklungsgeschichte ist eine lange.

Die Frage ist auch, wieviele Mediziner hier in diesem Forum sind? Wieviele Experten sind hier in diesem Brett und haben just diesen Artikel gelesen? Möglicherweise sind die LeserInnen hieran schon interessiert, fühlen sich nur eine Lösung betreffend hilf- und ratlos? Vielleicht sind manche mit ihrem Weg einfach zufrieden und wollen sich hier nicht auseinandersetzen. Mögliche Hintergründe für mangelnde Beteiligung gibt es genügend.

Gruß
Crotalus

Am besten ist es mit gutem Beispiel voranzugehen. So sollten Interessenten und Nachahmer (im besten Sinne) nicht ausbleiben.

Ciao,
Romana

Liebe Romana , ich möchte Diesen Artikel an der einen oder anderen Stelle kommentieren , weil es mir doch wichtig erscheint .

Ich verlasse mich lieber auf mein
Bauchgefühl, da es bekanntlicherweise viele Aspekte der
Wahrheit gibt, die zudem keiner in Gänze kennt.

Naja , hierzu kann ich sagen , das man von manchen Antibiotika Magenschmerzen bekommen kann , es gibt auch andere Nebenwirkungen , welche zum Teil individuell sind . Ich würde dazu sagen , das es wichtig ist , den Arzt Bescheid zu geben , denn es könnte ja zum Beispiel eine gefährliche Allergie enstehen . Wenn ich zum Beispiel Aus irgendeinem Grund Antibiotika einnehmen müßte und bekäme Bauchschmerzen , so frage ich den Arzt , was zu tun ist . Eine diffuse Abneigung gegen das Medikament kann unter Umständen lebensgefährlich sein , je nach dem , was es denn für eine Krankheit ist . Wenn der Doktor gefragt wurde , ja jeder Arzt ist wohl anders , wenn man mit ihm reden möchte , so sagt er dann zum Beispiel , man könne die Übelkeit hinnehmen , ob man es denn noch aushielte , oder er kann auch ein besseres verträglicheres Mittel wählen .

Antibiotika sollten wirklichen Notfällen vorbehalten bleiben.

Am besten gar nicht.

Die Verordnung von Antibiotika bei banalen Infekten sollte als
„Kunstfehler“ geächtet werden.

Sträflich ist es allemal.

Nun , von wegen Sträflichkeit , ein besonderer Aspekt ist auch , das man sich zum Beispiel überhaupt nicht leisten kann , eine Infektion auf einigermaßen natürlichem Wege auszuheilen .
Eine Unbehandelte Infektion kann sehr viele Nachteile haben , und zwar auch im besonderen bei der Ansteckung der Mitbürger .
Irgendwo habe ich etwas gelesen , wobei Magenkrebs durch unbehandelte Magengeschwüre (vermehrt) entstünde .
Eine andere Rolle spielen auch Sachen wie abgrundhäßliche entzündete Akne und ähnliches . Meine Meinung : Zum Arzt gehen , Tabletten rein und fertig . Besser als Verschleppung und Induzierung von Folgekrankheiten .

Mit meinen besten Grüßen
Matthias

Antibiotika als solche
Hallöchen,

Es werden wahrlich nicht nur Lungenentzündungen mit
Antibiotika behandelt. Ich möchte erst alle Alternativen
ausgeschöpft wissen, bevor ich Antibiotika mir verabreichen
lasse.

tja, das magst Du so sehen. Man kann natürlich auch darauf warten, daß eine Entzündung der Kiefermuskulatur von selbst ausgeheilt ist, was praktischerweise aufgrund der Unfähigkeit zur Nahrungsaufnahme auch zu Gewichtsreduktion führt. Ähnliches gilt für Zungenmandelentzündungen, Rachenentzündungen und diverse andere Krankheiten des Mund-/Rachenraumes. Man kann natürlich auch abwarten, ob es nach einer Trommelfelloperation zu Entzündungen kommt, bevor man ein Antibiotikum verabreicht (und nicht einfach mal prophylaktisch). Das sind so die Erkrankungen, bei denen ich bisher Antibiotika bekommen habe. Was Ärzte außer den 3 oder 4, die mir bisher Antibiotika verschrieben haben, so machen, kann ich nicht sagen. Ich meine mich aber erinnern zu können, daß Ärzte für solche Zwecke in Deutschland irgendwie ausgebildet werden würden. Witzigerweise, das nur nebenbei bemerkt, hat mich die Verabreichung während der Kiefermuskelsache vor eine ekligen Zahnfleischbehandlung bewahrt. Da sind die Biester in meinem Zahnfleisch einfach daran zugrunde gegangen, was für ihre Kollegen etwas was weiter rechts gedacht war. Will sagen: Gegen die Zahnfleischgeschichte hätte der Arzt kein AB gegeben, die Heilung an der Stelle war eine Nebenwirkung. Ich habe jedenfalls, bei recht geringer Ärztefrequetierung, bisher nicht den Eindruck, daß AB gedankenlos unter das Vok gebracht werden. Nun gehe ich auch nur zum Arzt, wenn ich dem Tode nahe bin, sozusagen.

Es ist schön, daß Wolfgang seine Fangemeinde und Fürsprecher
hat. Dennoch gehst Du hier zu weit. Wie kommst Du dazu von mir
was erwarten zu wollen? Und Dein Bezug zu Plastiktügen und
Messern jeder Art ist für mich nicht nachvollziehbar, denn das
denke ich nicht. Gleichwohl natürlich ich weitestgehend auf
Plastiktüten verzichte und mir dies auch von anderen wünsche:
Jute statt Plastik. :smile:

Ich erwähnte dies, weil man mit Messern und Plastiktüten durchaus auch Leben gefährden kann, obwohl sie dafür eigentlich nicht gedacht sind. Im übrigen kommt Wolfgang nach meiner Erfahrung ganz gut ohne Fürsprecher aus. Ich bin nur häufig seiner Meinung, wobei ich mir schon ganz gut vorstellen kann, woran das liegt. Aber das möchte ich nicht weiter ausführen.

Hier stellt sich schon mal die Frage, woher die zunehmenden
Resistenzen kommen? Findest Du es nicht beängstigend, wenn
Bakterien gegen die härtesten Antibiotika resistent geworden
sind? Dann bräuchte es nicht mal eine Lungenentzündung um über
den Jordan zu gehen.

Nicht so hektisch. Die resistenten Stämme lauern nicht hinter jeder Tür. Um welche Art Bakterien es ging, weiß ich aber nicht mehr. Ich müßte den Artikel erst raussuchen, was mir aber im Augenblick nicht opportun erscheint. Resistent heißt ja nicht, daß der Mensch gleich tot umfällt. AB werden verabreicht, wenn das eigene Immunsystem mit den Erregern nicht mehr klarkommt. Somit wäre der betroffene Mensch eh hin, wenn es AB nicht gäbe.

Weder soll ein Mensch sterben müssen noch leiden. Die Aussagen
sind hier nicht zu verallgemeinern, denn es gibt immer solche
und solche Ärzte. Manche sind sehr schnell im Verschreiben von
Antibiotika. So habe ich es wenigstens als Kind und
Jugendliche erleben müssen. Sicherlich sind nicht alle so.

Das ist das Problem, wenn von Einzelfällen auf ganze Berufsgruppen/Branchen geschlossen wird. Ich zum Beispiel würde das Gegenteil behaupten. Die einzige Behandlung als Kind, bei der mir der Einsatz von AB überliefert ist, war die genannte Lungenentzündung. Ohne den Einsatz von AB würde ich wohl diese Zeilen nicht schreiben. Zu vermuten, daß mich dieses Erlebnis im Hinblick auf AB geprägt hat, wäre allerdings voreilig. Interessanterweise wäre ich seinerzeit nämlich wohl eher an dem AB gestorben, als an der Lungenentzündung. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß ich auf dieses spezielle AB allergisch reagiere. Muß für alle Beteiligten wohl weniger witzig gewesen sein, wie mir erzählt wurde. Ich war damals nämlich noch im weniger zurechnungsfähigen Alter.

Was ich will? Wie wäre es mal um Alternativen zu kümmern, hier
mehr zu forschen? Was bietet hier beispielsweise die
Homöopathie oder „Sanfte Medizin“? Gleich was gemacht wird,
doch über kurz oder lang, werden Alternativen geschaffen
werden müssen.

Einerseits läßt sich mit AB gutes Geld verdienen. Die Preise beginnen bei 25 Euro (hab´ aber auch schon 70 Euro bezahlt) und enden wahrscheinlich im 5stelligen Bereich. Andererseits läßt sich mit der Position, die Du hier vertrittst (die absichtlich nicht benenne), auch gutes Geld verdienen. Insofern wird die entsprechende Forschung in Richtung auf Alternativen schon stattfinden.

Ich für meinen Teil habe meinen Weg gefunden: Wenn es mir richtig schlecht geht, werfe ich lieber regelkonform 3-5 Tage Pillen ein, als daß ich mich mit irgendwelchen Alternativen beschäftige, deren Wirksamkeit nicht erwiesen ist. Ich vertrage AB wunderbar und bei mir scheinen sie auch sonst wahre Wunder in Bezug auf mein Allgemeinbefinden zu bewirken. Ich fühle mich regelmäßig 2 Tage nach Therapiebeginn wie neugeboren und könnte Bäume ausreißen. Daß ich Resistenzen ausbrüte kann, ich für mich ausschließen, weil ich die Behandlung an diesem Punkt nicht, wie evtl. andere, abbreche. Schön zu Ende gefuttert, richten sie ja keinen Schaden an.

Zu der Theorie, daß unvollkommen verweste Leichen Resistenzen fördern, sei noch folgendes gesagt: Wenn die Leute trotz der Antibiotika (offensichtlich zeitnah, denn länger als 2 Wochen halten sich AB im Menschen nicht) gestorben sind, ist es für die Welt nicht schade drum, wenn Bakterien sich an dieses spezielle AB gewöhnen. Viel getaugt zu haben scheint ja offensichtlich nicht.

Mit diesem, nicht ganz ernst gemeinten Absatz, möchte ich meinen langen, langen Artikel beenden und wünsche allerseits ein angenehmes Restwochenende.

Gruß
Christian

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Hi Matthias,

Liebe Romana , ich möchte Diesen Artikel an der einen oder
anderen Stelle kommentieren , weil es mir doch wichtig
erscheint .

Ich verlasse mich lieber auf mein
Bauchgefühl, da es bekanntlicherweise viele Aspekte der
Wahrheit gibt, die zudem keiner in Gänze kennt.

Naja , hierzu kann ich sagen , das man von manchen Antibiotika
Magenschmerzen bekommen kann , es gibt auch andere
Nebenwirkungen , welche zum Teil individuell sind . Ich würde
dazu sagen , das es wichtig ist , den Arzt Bescheid zu geben ,
denn es könnte ja zum Beispiel eine gefährliche Allergie
enstehen .

Ich habe eine ziemlich hohe Medikamentenunverträglich. Damit mag ich sagen, daß ich beispielsweise einmal eine Nacht verbrachte, heulend, in der ich dachte, jede Sekunde würde ein Hammer auf meinen Kopf einschlagen. Das war die schlimmste Nacht meines Lebens und das aufgrund von Tabletten, die mein damaliger Arzt verordnet hatte. Da war ich ziemlich angefressen. Gereicht hatte es mir, als er mir dann bei trockenem Husten etwas Schleimlösendes verschrieben hatte. Mag sein, daß ich das öfter zu der Zeit war, doch just in dem Moment war es halt nicht so. Doch das hatte er offenbar gar nicht registriert.

Wenn ich zum Beispiel Aus irgendeinem Grund

Antibiotika einnehmen müßte und bekäme Bauchschmerzen , so
frage ich den Arzt , was zu tun ist .

Der Körper reagiert halt nur nicht immer „laut genug“, wenn ihm was nicht paßt. :frowning:

Eine diffuse Abneigung

gegen das Medikament kann unter Umständen lebensgefährlich
sein , je nach dem , was es denn für eine Krankheit ist . Wenn
der Doktor gefragt wurde , ja jeder Arzt ist wohl anders ,
wenn man mit ihm reden möchte , so sagt er dann zum Beispiel ,
man könne die Übelkeit hinnehmen , ob man es denn noch
aushielte , oder er kann auch ein besseres verträglicheres
Mittel wählen .

Antibiotika sollten wirklichen Notfällen vorbehalten bleiben.

Am besten gar nicht.

Die Verordnung von Antibiotika bei banalen Infekten sollte als
„Kunstfehler“ geächtet werden.

Sträflich ist es allemal.

Nun , von wegen Sträflichkeit , ein besonderer Aspekt ist auch
, das man sich zum Beispiel überhaupt nicht leisten kann ,
eine Infektion auf einigermaßen natürlichem Wege auszuheilen .
Eine Unbehandelte Infektion kann sehr viele Nachteile haben ,
und zwar auch im besonderen bei der Ansteckung der Mitbürger .

Eine Infektion muß nicht unbehandelt bleiben. Früher hatte ich alle zwei Jahre einmal bis zweimal im Jahr ein üble Grippe bzw. Infektion der Atemwege (vom Feinsten). Und ich lag immer 14 Tage im Bett. Bin ich mal versuchsweise früher aufgestanden kam ein Rückfall, der es noch mehr in sich hatte. Als ich 94 mit Homöopathie begann, änderte sich hier einiges. Erstens hatte ich seither fast nie mehr eine Grippe oder Erkältung (wenn man mal von etwas anderem in diesem Jahr absieht, doch das war mehr psychosomatisch), und wenn ich krank war, dann im Schnitt 1 - 3 Tage. Ich habe es die paarmal in denen ich spürte da ist was im Anzug, mir CeTeBe, Sankt Johanser Kräuteröl, reingezogen und habe dann entweder die Sache binnen eines Tages abwehren können oder ich war nach spätestens 3 Tagen, in denen es mir durchaus auch lausig hat gehen können, wieder gesund. Seit dem Beginn homöopathischer Behandlungen war ich nie mehr 14 Tage vergrippt, wie gesagt maximal 3 Tage. Früher bekam ich von Ärzten bei meinen grippalen Infekten schon öfter mal Antibiotika verschrieben.

Irgendwo habe ich etwas gelesen , wobei Magenkrebs durch
unbehandelte Magengeschwüre (vermehrt) entstünde .
Eine andere Rolle spielen auch Sachen wie abgrundhäßliche
entzündete Akne und ähnliches . Meine Meinung : Zum Arzt gehen
, Tabletten rein und fertig . Besser als Verschleppung und
Induzierung von Folgekrankheiten .

Man kann auch zu einem Heilpraktiker gehen. Hier z.B. die Erfahrung eines Betroffenen (Akne): http://www.derminfo.de/anyboard/haut/hautprobleme/po…

Mit meinen besten Grüßen
Matthias

Ciao,
Romana