Hi,
Die meisten Vegetarier, die ich kenne (mich eingeschlossen)
haben erst mit etwa 17-20 aufgehört Fleisch zu essen, da sie
zu dem Zeitpunkt unabhängiger vom Elternhaus sind als noch in
der Adoleszenz.
mitunter kann es allerdings auch geschehen, dass das eine oder andere Elter dann dem Weg des vegetarisch lebenden ‚Kindes‘ folgt.
Jedenfalls wenn man ,Eating Animals´´ gelesen oder ,The
Earthlings´´ gesehen hat.
Und manchmal reicht sogar der Trailer … ;o)
Beste Grüße
=^…^=
*mitfastveganertochter*
Hi Gandalf,
wenn Du mit
Argumenten wie ‚ethisch‘ kommst, musst Du Argumente wie ‚es
schmeckt‘ akzeptieren, weil sie die gleiche Basis haben.
ich persönlich sehe einen gewaltigen qualitativen Unterschied zwischen ethischen Überlegungen und einem unreflektierten „es schmeckt eben“.
Grüße
=^…^=
Diese Antwort würde auch zu seinem „Milch-Thread“ und den dort gestellten Fragen und Kommentaren passen. 
Mahlzeit Katze,
ich persönlich sehe einen gewaltigen qualitativen Unterschied
zwischen ethischen Überlegungen und einem unreflektierten „es
schmeckt eben“.
Dein persönliches Empfinden sei Dir ja gegönnt, aber es ist formal nicht mehr oder nicht weniger wert als ein ‚es schmeckt‘.
Woher willst Du denn wissen, wie reflektiert oder nicht reflektiert es ist?!
Gandalf
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Hallo Gandalf,
Woher willst Du denn wissen, wie reflektiert oder nicht
reflektiert es ist?!
vielleicht habe ich ja noch zu viele rote Blutkörperchen in meinem Koffein - aber wie kommt man denn durch Reflektieren zu der Erkenntnis ‚Es schmeckt!‘?
Müde Grüße
=^…^=
*nachkaffeetassesuch*
Moin,
ich würde gerne wissen, warum es ehemalige Vegetarier gibt,
die wieder zum Fleischesser geworden sind. Welche Gründe gab
es dafür?
bei mir: Ich mochte damals kein Fleisch, und irgendwann dann halt doch wieder.
Mir erschließt sich nämlich nicht, wieso man wieder damit
anfängt, wenn man aus ethischen Gründen (keine Tiere töten)
kein Fleisch isst.
Ich könnte mir vorstellen, dass man beispielsweise nur dann Fleisch isst, wenn man sich Biofleisch oder Fleisch vom Hof nebenan leisten kann. Und in Zeiten, wo das nicht geht, drauf verzichtet.
Nicht jeder Vegetarier isst kein Fleisch, weil er gegen das Töten von Tieren ist. Es gibt welche (wie mich damals), die es einfach nicht mögen. Und andere, die gegen Massentierhaltung sind. Und andere, die gegen bestimmte Tötungsmethoden sind. Etc. pp …
Gruß
Cess
Berechtigter Einwand. Ich denke allerdings, dass Genuss keine
angemessene Erklärung bietet, warum man Fleisch essen
,darf´´.
Nein, die angemessene Erklärung liefert unsere Geschichte, die besagt, dass wir Omnivoren sind und damit u.a. Fleischfresser. Es liegt in unserer Natur, Fleisch zu essen - dass wir uns auch anders behelfen können, wenn wir möchten, ist schön. Natürlich ist Fleischessen und dafür Tiere töten trotzdem.
Gruß
Cess
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Umami
Mir erschließt sich nämlich nicht, wieso man wieder damit
anfängt, wenn man aus ethischen Gründen (keine Tiere töten)
kein Fleisch isst.
Aus ethischen Gründen ist es eh wurscht. Dürfte eher moral sein oder da will einer was für sein Karma tun.
Geschmacksreize und -bedürfnisse sind auch starke Triebe: http://de.wikipedia.org/wiki/Umami
Gruß
Stefan
Hi Cess,
Natürlich ist Fleischessen und dafür Tiere töten trotzdem.
wobei allerdings zu bedenken ist, dass noch niemals zuvor der Durchschnittsverbrauch an Fleisch so hoch war wie heute.
Entgegen landläufigen Vorstellungen hatte selbst bei steinzeitlichen Jägern und Sammlern Fleisch nur einen vergleichsweise geringen Anteil an der Gesamternährungsmenge, wie archäologische und anthropologische Untersuchungen inzwischen ergeben haben.
Beste Grüße
=^…^=
Ich habe neulich mal diesen Artikel gefunden - und fand ihn sehr interessant:
http://www.originalhealth.net/ernaehrung/mythos-vege…
Mahlzeit,
aber wie kommt man denn durch Reflektieren zu
der Erkenntnis ‚Es schmeckt!‘?
‚es schmeckt‘ oder ‚es schmeckt nicht‘ sind Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Mit schmeckt Blumenkohl nicht, das habe ich für mich entschieden, was einen Prozess der Reflexion voraussetzt. Genauso schmeckt mir aber Fleisch, was ich auch durch Versuch und Auswertung dieses Versuchs festgestellt habe. wie sonst sollte das passieren?
Gandalf
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Tach,
Entgegen landläufigen Vorstellungen hatte selbst bei
steinzeitlichen Jägern und Sammlern Fleisch nur einen
vergleichsweise geringen Anteil an der Gesamternährungsmenge,
wie archäologische und anthropologische Untersuchungen
inzwischen ergeben haben.
leider find ich das Buch nicht mehr. Es war eine Untersuchung der Essgewohnheiten von Mönchen und Bauern um das Jahr 1000 (Mittelalterliche Warmzeit).
Mönche lebten dereinst wie die Maden im Speck und haben in Winterzeiten bis zu 7000 Kalorien pro Tag verspeist, zu einem nicht geringen Teil aus Fleisch bestehend und auch in der Bauersschicht war der Fleischkonsum zu dieser Zeit sehr hoch, mindestens so hoch wie heute. Das änderte sich erst durch die großen Rodungsaktionen des Hochmittelalters und die kleine Eiszeit, als das Futter für die Tiere (und auch für die Menschen) knapp wurde.
Man hat auf einem Friedhof, der seit etwa dieser Zeit belegt wurde feststellen können, daß vor tausend Jahren der allgemeine Zustand, auch der Ernährungszustand (Gebisszustand, Knochenzustand), recht gut war und sich in den nächsten Jahrhunderten rapide verschlechterte. Auch die durchschnittliche Körpergröße war damals größer als die Jahrhunderte später.
Den Tiefpunkt erreichte das Klima und der Allgemeinzustand dann zu Anfang des 19. Jahrhunderts, wo dann noch der Ausbruch des Tambora 1816 dazukam (Jahr ohne Sommer).
Gandalf
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Hi,
nun, Adlige und anderes wohlhabende Leutchen haben sich auch in der Zeit zwischen Mittelalter und heute sehr fleischlastig ernährt, was aber noch lange nichts darüber sagt, ob das gut und sinnvoll war. Tatsächlich wird die Gicht nicht ohne Grund die Krankheit der Könige genannt - hoher Fleischkonsum ist eine ihrer Ursachen.
Grüße
=^…^=
Mahlzeit,
hoher Fleischkonsum ist
eine ihrer Ursachen.
eine Ursache vielleicht, aber es gibt Völker, die sehr viel tierische und nach ‚modernen‘ Ernährungserkenntnis sehr ungesunde Nahrung zu sich nehmen, die Inuit nämlich. Mongolen und andere Hirtenvölker der kalten Hemisphäre leben ähnlich überwiegend carnivor.
Gicht, Bluthochdruck und andere Pein sind dort nicht verbreiteter als in Europa oder anderen Teilen Asiens.
Es muss also noch andere Gründe geben.
Wobei mir eine ausgewogene Nahrung mit sowohl pflanzlichen wie auch tierischen Bestandteilen am besten gefällt und schmeckt.
Gandalf
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Hi,
andere Ethnien wiederum leben seit Jahrtausenden vegetarisch, ohne dass es zu gravierenden Gesundheitsschäden kommt. ;o)
Grüße
=^…°=
PS: Vegetarier nehmen im Gegensatz zu Veganern durchaus tierische Produkte zu sich - nämlich in Form von Milchprodukten und Eiern.
Hi,
Mit schmeckt Blumenkohl nicht,
das habe ich für mich entschieden, was einen Prozess der
Reflexion voraussetzt. Genauso schmeckt mir aber Fleisch, was
ich auch durch Versuch und Auswertung dieses Versuchs
festgestellt habe. wie sonst sollte das passieren?
ich habe den Eindruck, wir verstehen unter dem Begriff zwei unterschiedliche Dinge.
Eine reflektierte Handlung wäre für mich, wenn ich Blumenkohl zum Speien widerlich fände und nach Abwägen der Argumente mich dazu entscheiden könnte, dass er mir jetzt schmeckt.
Grüße
=^…^=
Moin,
andere Ethnien wiederum leben seit Jahrtausenden vegetarisch,
ohne dass es zu gravierenden Gesundheitsschäden kommt. ;o)
ich habe nie das Gegenteil behauptet.
Menschen sind Allesfresser, die Fleisch essen können, es aber nicht müssen.
Etwas anderes wirst Du von mir nicht hören/lesen.
PS: Vegetarier nehmen im Gegensatz zu Veganern durchaus
tierische Produkte zu sich - nämlich in Form von
Milchprodukten und Eiern.
nö das sind dann Ovo- oder Lacto- oder Ovolactovegetarier.
Ein Freund meines Vaters war rund fünfzig Jahre Vegetarier, also ohne jede Form von tierischen Produkten.
Den Begriff Veganer oder vegan fand er so nötig wie einen Kropf. Klingt halt seeehr modisch und hip vegan zu sein, im Gegensatz zum doch schon arg altbackenen Vergetarier.
Aber das ist wohl doch wieder nur Wortklauberei.
Gandalf
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Hi,
Ein Freund meines Vaters war rund fünfzig Jahre Vegetarier,
also ohne jede Form von tierischen Produkten.
Den Begriff Veganer oder vegan fand er so nötig wie einen
Kropf. Klingt halt seeehr modisch und hip vegan zu sein, im
Gegensatz zum doch schon arg altbackenen Vergetarier.
Begrifflichkeiten können sich in fünfzig Jahren ändern. Heute wird eben zwischen Vegetariern und Veganern unterschieden - und dass letzterer Begriff nur deshalb benutzt würde, weil er ‚hip‘ sei, ist eine Unterstellung Deinerseits.
Grüße
=^…^=
Also, … ich war über 17 Jahre Vegetarier. Damals, als Kind kam mir so die Idee kein Fleisch mehr essen zu wollen. Klar, war es wegen der Tiere. Nach 17 Jahren habe ich einfach gemerkt mir oder besser gesagt meinem Körper fehlt etwas. Außerdem, fehlt einem als Vegetarier irgendwie das geschmackliche Highlight.