Von angestellt zu selbständig

Hallo,

ich arbeite gerade in England als Spezialist im Finanzbereich und ziehe aus pers. Gründen bald nach Austria.

Jetzt wuerde ich gern meinem Arbeitgeber, bei dem ich demnächst kündigen werde, vorschlagen, mich als externen Unternehmensberater zu beschäftigen, auf Fall zu Fall Basis.

Was muss ich dabei beachten? Welchen Stundensatz kann ich verlangen?
In meiner Abwesenheit würde die Firma sonst verstärkt externe Rechts/Fachberatung benötigen, was ja ziemlich ins Geld geht.

Ich möchte der Firma das Angebot so professionell wie möglich unterbreiten. Dass ich die fachlich beste Lösung für das Unternehmen darstelle wäre unbestreitbar.

Sollte ich versuchen mir allein da etwas „aufzubauen“ oder bestehende Unternehmensberatungsgesellschaften in Austria informieren, welche durch mich eventuell einen Grosskunden für das Austria-Geschäft an Land ziehen könnten.

Vielen Dank
Eencockniedo

PS: Bin noch in der Brainstorming-Phase, daher liest sich das noch nicht druckreif. :wink:

Hi,
bevor du kündigst, informiere dich, welche Stundensätze bei deinem „noch“ Arbeitgeber als normal gelten.
Da kannst du dich dann orientieren.

Wenn du einem bestehenden Großunternehmen deinen aktuellen Arbeitgeber als „Geschenk“ überreichen willst ? *g*
Egal welches Land und welches Recht:
Wenn du einen Kunden mitbringst, wird er automatisch mit übernommen. Wenn du dann gekündigt wirst, kannst ihn nicht mehr mitnehmen. Deshalb war er dann ein Geschenk.

Wenn du wirklich bei einem solchen Unternehmen anfangen möchtest:
Requiriere ihnals Neukunden. Vereinbare aber vorher im Arbeitsvertrag, dass dir für Neuaquise ein bestimmter Prozentsdatz des Umsatzes gezahlt wird… und zwar so labnge der Kunde mit diesem unternehmen zusammen arbeitet
Dann können sie dich zwar immer noch rauswerfen… aber du hast weiterhin einen Anspruch aus dem Umsätzen = kleine Rente ? *g*

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Hallo,

das war schon ziemlich hilfreich.

Habe gleich gemerkt, wie ich im Angestellten-Denken noch drin bin.

Dass ich einen Kunden evtl. mitbringe, hatte ich erst als Pfand für eine Einstellung gesehen. Aber sicher ist Deine Überlegung besser.

Hier fehlt mir einfach das verkäuferische Denken, noch.

Eencockniedo

Wenn du wirklich bei einem solchen Unternehmen anfangen
möchtest:
Requiriere ihnals Neukunden. Vereinbare aber vorher im
Arbeitsvertrag, dass dir für Neuaquise ein bestimmter
Prozentsdatz des Umsatzes gezahlt wird… und zwar so labnge
der Kunde mit diesem unternehmen zusammen arbeitet
Dann können sie dich zwar immer noch rauswerfen… aber du hast
weiterhin einen Anspruch aus dem Umsätzen = kleine Rente ? *g*

Hi nochmals,

zu deiner Info. Ich bin gelernter Kaufmann.

Deine Idee mit dem „Pfand“ ist grundsätzlich nicht falsch.
Du hattest nur den falschen Anfang gewählt.

Wenn du eigene Firma aufmachen willst:
Werbe in Auistria mit deinem aktuellen Chef :
Langjährige Erfahrung mit Großkunden aus GB
Das weckt Vertrauen und zeugt von deiner Professionalität
(Großkunden nehmen keine Anfänger)
Das brint dich auch an Firmen aus dem Import/Exportbereich. Für die kannst du dann auch Aufträge abwickeln.

Bevor du Firma aufmachst:
Du musst zuerst deine wirklichen Kosten berechnen. Das machen viele Leute falsch !!!

  1. Welche Fixkosten hast du jeden Monat (Büromiete, Telefon, Miete,Kfz, Werbung) ?

  2. Welche Materialkosten hast du jeden Monat ? Vergiss die UST. und MwSt. nicht !

  3. Welche Umsatzsteuervorauszahlungen hast du jeden Monat ?
    WENN DU HIER EINEN FEHLER MACHST… m,achst du nach spätestens einem Jahr den Laden dicht, weil dir die Steuerbehörden alles „wegnehmen“.

  4. Wie lange brauchst du für ein Projekt ?

  5. Was bringt das Projekt ein ?
    Hier entscheidet sich jetzt, ob du von „Sekt oder Selters“ leben musst.

Nun kommt der Marktvergleich:
Schreibe Firmen aus der gleichen Branche an und lass dir schriftliche nachvollziehbare Angebote erteilen. (mindestens 30% aus der Branche und Region anschreiben)
Frag telefonisch noch mal nach und versuch den Preis zu drücken.

Nicht faul sein. Das entscheidet letztendlich ob sich deine Firma halten wird.

Nun der Vergleich:
Deine Fixkosten + Steuern + Gewinn (für Lebenshaltung) gegen
niedrigstes Angebot von „Mitbewerbern“

Würdest du alle deine Kosten mit diesem Angebotsbetrag abdecken können ?
Wenn ja… ist noch genug Luft drin, um die anderen zu unterbieten (bis 100.000 € mindestens -20%)

Hast du genug Kapital um die Zeit bis zum ersten Geld (Projektzeit+Rechnungstag+30Tage) zu überbrücken ?
Ist die Kapitaldecke hoch genug um auch 6 Monate ohne Geldeingang überbrücken zu können oder ist der Gewinn so hoch ?

Wenn ja, steht einer Gründung rechnerisch nichts entgegen.

Wie ist deine kaufmännische Ausprägung ?
a) Ich setze mich hinter bis alles klappt /fertig ist
b) Mach ich immer wenn ich Luft habe
c) Mach ich regelmäßig einmal im Monat

a) ist gut - b) nicht gut. Wenn der Laden brummt hast du keine Zeit und deshalb wäre c) auch nicht gut.

Wie ist dein Umgang mit Fremden ?
a) jeden Tag neue Gesichter
b) Stammkunden sind mir die liebsten
c) Ich mache Werbung und die melden sich schon

a) ist super
b) treibt dich in den Bankrott. Wenn du einen Stammkunden verlierst, verlierst du vielleicht am Anfang gleich deine gesamte Grundlage.
Außerdem bist du erpressbar. Wenn du nicht meinen Preis akzeptierst, gehe ich woanders hin.
c) na dann warte mal.

Du musst deinen Service outbound verkaufen können.
Outbound ist ein sooo schönes Wort. Klinkenputzen, telefonisch auf den Geist gehen, Vertreter… das sind die älteren Begriffe dafür
Dein erstes Ziel muss sein, so viekle Kuinden wie möglich zu gewinnen !!!
Viele Kunden, viel Arbeit (24 Std sind schon ok *g*), aber auch viel Geld.
Als >Untzernehmer hast du in den ersten 3 Jahren keine Wochenenden oder Freizeit.

Du musst dich in der Anfangszeit auch darauf konzentrieren, möglichst viele Kontakte zu bekommen.
Woche1
Erst einmal Mails an alle möglichen Firmen versenden (BRIEFE, E-Mails sind in Ösiland schon lange verboten)
Woche 2
Dann jede Firma anrufen, ob sie die Post bekommen haben und ansch dem Ansprechpartner für den Bereich fragen. Anéruf nicht später als 1 Woche nach Briefsendung
Woche 3
Erneuter Brief an Ansprechpartner
Woche 4
Mit Ansprechpartner telefonieren Interesse wecken (wenn es im Papierkorbn gelandet ist) und Temin vereinbaren um persönlich zu erläutern.
Für Termine nützlich: Schränk ihn ein. „Passt es Ihnen besser am xxx oder am xxx“. Er wird dann nicht nein sagen können, sondern nur an die entsprechenden tage denken.

Da du in der ersten Zeit nur wenige Auftraggeber hast, musst du es weiter durchziehen. Je nach Branche wirst du länger nicht von den einzelnen Firmen hören.
Du brauchst ein hohes Kundenpotential. Und es macht sich auch nicht schlecht, wenn du irgendwann mal sagen musst: Tut mir leid, ich bin bis zum xxx ausgebucht. Ich melde mich sofort bei Ihnen wenn ich Sie zwischenschieben kann".

Hey. Ich habe diesen ganzen Zinnober schon mitgemacht.
Dui musst dich da wirklich ganz reinhängen und Geduld haben.
Habe Firmen erlebt, die nach den ersten Aufträgen aufgehört haben zu werben. Die sind einige Jahre „rumgedümpelt“§ und dann pleite gegangen.

Andere haben nicht weit genug gerechnet - zuviele Entnahmen und Ausgaben. Am jahresende war die Bilanz zwar gut… aber Geld war keins da. Und dann kommt die Einkommesnsteuer. Das hält keine Firma lange aus.

Wenn du kein „Verkäufer“ bist und auch nicht die Ambitionen hast, such dir als Angestellten einen Neueinsteiger, der den Verkauf für dich macht.Oder wende dich an Handelsvertreter mit kontakten.

Ohne „Vekauf“ bekommst du keine Aufträge.

Wenn du zu allem bereit bist und immer gut rechnest, wirst du ein gut laufendes Unternehmen aufziehen, das auch Krisenzeiten wegstecken kann.

Habe mich beruflich und auch privat immer wieder mit Neugründugnen beschäftigt.
Selbst musste ich jeweils Rückzieher machen, da die Anfangskalkulation
(siehe 6. ganz oben) nicht stimmig war oder mein Eigenkapital zu gering.
Habe aber immer gerne bei neu gegründeten Firmen angefangen. Da gibts noch viel zu tun. Man kann noch was fördern und auch selbst was werden.

Habe so schon als Angestellter die höchsten Positionen in größeren Firmen inne gehabt.
Habe mich aber auch selbst abgesetzt wenn die Firmenpolitik langfristig auf einen Konkurs rausläuft und ich privat nicht gegensteuern konnte.
Was nutzt es, wenn die Firma Millionengewinne (nach Steuern und Ausgaben) macht, aber am HJahresende muss immer wieder einj Kredit aufgenommen werden… weil der Firmeninhaber in Saus und Braus lebt ?

Genug abgeschreckt ? Wenn nicht dann los.

Uiuiuiuiui - neeeeee das ist zuviel ?
OK. Dann bewirbst du dich. Erwähne deine Kontakte zu GB-Gtroßunternehmen und vereinbare Arbeitsvertrag wie schon mal angesprochen.

Mail mich mal an und sag mir wie dzu dich entrschieden hast.

mailto:[email protected]

BigJohn

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