Biester, geschunden und besternt
Ansonsten kann ich nur zustimmen, dass „das Biest“ umgsprl.
eigentlich nur für Frauen benutzt wird.
Nur weil Ende des 20. Jhdts so eine Engführung sich breit
gemacht hat in der Umgangssprache, wird aus einem Biest noch
lange kein weibliches Phänomen.
Im Grimm wird ein Mann als Biest und Beispiel für das Wort
genannt!
Biester sind männlich und weiblich!
Ich lasse das Zitat stehen, was ich normalerweise nicht täte.
Mir ist es schleierhaft, warum die Bestätigung meiner Aussage
über die derzeitige Verwendung des Wortes Biest
Hier schon, liebes Incognito, bist du einem Missverständnis zum Opfer gefallen. Ich bestätige deine Aussage nicht, sondern spreche ihr eine begrenzte Gültigkeit zu.
Die längste Zeit seiner Vorhandenseinheit in der deutschen Sprache meinte es Männer wie Frauen und dazu noch Tiere.
Erst in jüngerer und jüngster Zeit ist „Biest“ den Frauen vorbehalten.
soviel Sternchen anzieht. (Neid macht sich breit)
Da rühst du an eines der Mysterien des Forums: Fritz und seine Anziehungskraft auf stellare Objekte. Ist inzwischen ein eigenes Forschungsgebiet. Die erste Dissertation dazu ist fast fertig.
Ich darf mich wohl bestätigt fühlen,
Neinnein, darfst du nicht!
auch wenn es merkwürdig anders klingt.
Freilich anders, ganz anders und gar nicht merkwürdig!
Klingt so, als ob Du die deutsche Sprache derzeit nicht magst
Vieles von dem, was heute unter der Bezeichnung „Deutsche Sprache“ umgeht, hat mit dieser wenig zu tun.
Ein Beispiel: In der Krimiserie vom Kommisar Beck aus Schweden gab es beim letzten Mal eine gruselige Mordtat, bei der dem Opfer auch noch die gesamte Kopf- und Gesichtshaut abgezogen wurde.
Die Synchronisation nannte dies „schänden“. Schänden ist aber was anderes, obwöhl es dieselbe Etymologie hat.
Was gemeint war, was „schinden“!
DatafOx hat weiter oben schon darauf hingewiesen, dass dem Titel „Die Schöne und das Biest“ keineswegs eine gute Vertrautheit mit der deutschen Sprache zu Grund liegt, die die Wortbedeutung genau kennt, sondern eine Übersetzerfaulheit!
Aus „the beauty and the beast“ wird „die Schöne und das ´Biest“; satt „Die Schöne und das Ungeheuer/Monster“!
und lieber zu Grimm’s Zeiten gelebt hättest.
Genauso ist es! Vielviel lieber! Oder noch fünfzig Jahre früher!
Dass „das Biest“ auch anders verwendet wurde in der
anno-dazumal Vergangenheit mag sein, aber ist es relevant für
die Beantwortung der Ausgangsfrage?
Ei freilich doch! Wie denn wohl nicht?
Ralf kannte - wie du - nur die beschänkte Verwendung und fragte, ob er einen beschränkten Begriff des Begriffes habe.
Genau dies ist der Fall und das sagte ich und belegte es mit Grimm, der zwar kein etymologisches Wörterbuch ist - obwohl es viel Etymologie enthält, Tychi! -, dafür aber DAS WÖRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE ist!
Gruß Fritz