Hallo,
kurze Frage und Bitte um Hilfe (am besten mit $$$ und Urteilen).
Mein AG hat seit x Jahren eine Firmenwagen Policy, die etliche Autos zulässt. Im Prinzip sieht es so aus, dass ein A3 ohne extra Zuzahlung - größere Autos geben entsprechende Zuzahlungen gefahren werden konnten. Die Zuzahlungen waren teilweise happich - auch für die Extras dann entsprechend. Schnell waren hier neben der üblichen Versteuerung einige hundert Euro pro Monat drin.
Nun meint die Firma plötzlich Kosten einsparen zu müssen und gestattet nur noch GOLF oder Passat. Ohne flexible Extras!
Geht das?
Ich habe zwar laut Vertrag ein Anrecht auf einen Firmenwagen für die Ausendiensttätigkeit, aber da steht nichts von der Klasse.
Ich bin 10 Jahre E-Klasse gefahren und soll nun auf einen Gold umsteigen müssen! Ich bin immer Automatik gefahren und war 50-80 tkm unterwegs pro Jahr. Auch fühle ich mich seit Jahren mit meiner Standheizung wohl … . All das soll wegfallen, obwohl ich ja eigentlich dafür bezahlt habe.
Geht das?
Um Kosten geht es der Firma offensichtlich nicht - sondern darum, Mitarbeiter schnell loszuwerden.
Es wird eine Pauschale von 200 Euro brutto angeboten, wenn man einen privaten PKW nutzt (0,30 E pro km dann).
Hat man nicht sowas wie ein Gewohnheitsrecht??? Das ist ein klarer Fall von unfreiwilliger Gehaltskürzung. Kann man das in D einfach so???
Hallo Jacob,
natürlich gibts Gewohnheitsrechte. Ob du die für Luxusautos beim Arbeitsgericht durch bekommst, kann ich nicht beurteilen. Ich kenne auch keine Gerichtsurteile dazu. Und natürlich gibt es unternehmerische Freiheiten des Arbeitgebers. Ich weiß nur, dass viele Unternehmen aus kosten und fiskalischen Gründen keine Firmenwagen mehr zur Verfügung stellen, sondern auf Km-Pauschalen umgestiegen sind. Warum fragst du nicht einfach mal „ganz sachlich“ nach dem Grund der Umstellung? Wenn die Veränderung auf Durchschnittsautos im Unternehmen Arbeitsplätze sichert, würde ich als BR auch nicht gegen die Veränderung wettern.
Gruß, Daniela Weber
„dass viele Unternehmen aus kosten und fiskalischen Gründen keine Firmenwagen mehr zur Verfügung stellen, sondern auf Km-Pauschalen umgestiegen sind“ … wir machen jedes Jahr Recordgewinne und sind eh die Größten …
„Wenn die Veränderung auf Durchschnittsautos im Unternehmen Arbeitsplätze sichert, würde ich als BR auch nicht gegen die Veränderung wettern.“ … einen bullshit sichern die zu. Im Gegenteil … soll noch weiter richtig abgebaut oder nach nearshore verlagert werden.
Reine Willkür des AG um Leute zu verkraulen. Das kann doch nicht Rechtens sein oder???
Hallo Jacob,
wenn du dich derart darüber ärgerst und dich als Arbeitnehmer ungerecht behandelt fühlst, dann verhandle mit deinem Arbeitgeber (über Gehaltssteigerung wegen Verschlechterung der Bedingungen) und/oder schalte die Gewerkschaft ein. Ob es Rechtens ist, was dein Arbeitgeber tut, kann ohne nähere Infos nicht beantwortet werden (z.B. deines Arbeitsvertrages, was steht denn da drin? Was wurde dir wie, wann mitgeteilt usw). Das wird wohl nur ein Fachanwalt für Arbeitsrecht auf Grundlage der Unterlagen wirklich beantworten können.
Beste Grüße, Daniela
Sorry hab da leider noch keine Erfahrungen in dem Bereich gemacht, aber denke wenn das nicht Vertraglich festgelegt ist kann der Arbeitgeber das machen. Ist leider so das die Gesetzgebung meist zu gunsten des AG ausfällt. Hoffe trotzdem auf einen zufriedenstellenden Ausgang für Dich.