Von Mutter zur Homosexualität 'getrieben'?

Gibt es so etwas???
Das Homosexualität genetisch bedingt ist hat man ja herausgefunden aber da gibt es doch sicherlich Ausnahmen oder?
Frage wegen meinem Kollegen der 30 Jahre alt und seiner Mutter wirklich hörig ist.

Er hat noch 3 weitere Geschwister(2 Brüder und 1 Schwester)alle haben von klein auf an von der Mutter immer das gleiche zu hören bekommen.

Niemand ist so eine gute Mutter wie ich!!!
Niemand führt eine so gute Ehe wie eure Eltern!!
Niemand hat Sex besser drauf als eure Mutter!!!
u.s.w

Die Frau ist absolut krank!!!
Sie spielt immer ihre Machtspielchen mit ihrem Sohn(meinem Kollegen)
Der lebt mit einem Mann zusammen den er in der öffentlichkeit verleugnet,weil seine Mutter es so will.

Sie hat zu mir gesagt er wäre nur deshalb mit einem Mann zusammen weil er noch nicht die richtige Frau gefunden hat,die es in ihren Augen ja auch niemals geben wird.

Wenn ich mit ihm unterwegs war,klingelte mind. 6 mal sein Handy und sie wollte wissen wo wir sind,was wir machen u.s.w.
Er rasiert sich die Brust weil seine Mutter es so will,er macht alles was seine Mutter verlangt.

HÖRIGKEIT PUR!!!
Er war früher mit Frauen zusammen aber sogar in den Discos hat sie ihm aufgelauert um zu gucken mit wem er zusammen war und laut seiner Aussage gab es niemals eine Frau die Gnade in ihren Augen gefunden hat.

Mich hat sie einmal mit einem Wahnsinnsblick angeschaut und gemeint ich soll die Hände von ihrem Sohn lassen.Darauf sagte ich im Scherz das sie es ohnehin nicht verhindern könnte.
Sie verlies das Restaurant in dem wir beide Jobben,lief nach Hause um dann von dort aus im Restaurant anzurufen und ihn vor mir zu warnen.

Diese kranke Hexe hat ihn doch zu Männern getrieben oder nicht??

Hallo Xenia,

worum geht es Dir genau? Die Frage, ob es möglich ist, daß jemand eine homosexuelle Beziehung eingeht, weil seine Mutter ihm keine heterosexuelle Beziehung möglich macht, würde ich bejahen. Nicht nur aufgrund des von Dir geschilderten Falles, sondern auch aus der Kenntnis mir bekannter Fälle heraus, bei denen Männer in bestimmten Situationen homosexuelle Beziehungen hatten und dann sich Frauen zugewandt haben, nachdem diese Situationen nicht mehr bestanden. Leider kann ich aus Gründen der Schweigepflicht nicht mehr dazu sagen.

Im allgemeinen nimmt man an, daß Homosexualität auf einer genetischen Komponente beruht. Das bedeutet aber nach heutigem Kenntnisstand nicht, daß alle, die diese Komponente haben, homosexuell werden, bzw. daß Männer ohne diese Komponente sich nicht homosexuell verhalten können. Umweltfaktoren spielen höchstwahrscheinlich auch eine Rolle - und ein solcher Faktor könnte eine Mutter sein, wie Du sie beschreibst.

Ich möchte Dich darauf hinweisen - so verständlich Deine Empörung über diese Mutter und die damit verbundene Situation auch ist -, daß Dein Kollege wegen seiner Mutter nicht homosexuell sein muß , aber es sein kann. Worauf eine homosexuelle Haltung in diesem Fall zurückzuführen ist, ist meines Erachtens mit letzter Sicherheit nicht feststellbar. Falls Dein Kollege irgendwann von seiner Mutter loskommen sollte und dann kein Interesse mehr an Männern hat, dann hätte man einen starken Hinweis darauf, daß die jetzt vorliegende Homosexualität wohl auf das Verhalten der Mutter zurückzuführen ist.

Wie sieht es eigentlich mit den Geschwistern aus? Du erwähntest, daß die Mutter auch sie seit ihrer Geburt mit bestimmten Aussagen traktiert. Haben die anderen Brüder heterosexuelle Beziehungen?

Du bist sehr empört über die Verhältnisse zwischen der Mutter und ihren Kinder, speziell zu Deinem Kollegen. Hast Du vor, irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen oder sagst Du, daß die Situation Dich zwar aufregt und verärgert, Du Dich aber heraushalten willst, weil es die Sache Deines Kollegen und seiner Mutter ist?

Gruß,

Oliver Walter

Hallo!
Selbst wenn ich wollte könnte ich absolut nichts dagegen unternehmen weil mein Kollege seiner Mutter total hörig ist.
Ich wollte einfach nur wissen ob es an seiner Mutter liegen kann.
Die Geschwister sind so weit ich weiss Hetero aber normal keinesfalls.
Ich vermute noch mehr und zwar Inzest!!!
Es gibt ein Bild das einen Bruder von ihm mit seiner Schwester züngelnd zeigt und der andere Bruder hat mal geäussert das wenn er von seiner Schwester verlangen würde mit ihm in den Swinger Club zu gehen sie dieses auch tun würde.
Die Mutter kann ganz speziell diesen einen Sohn nicht loslassen,eben meinen Kollegen.

Sie erzählte mir mal das sie eine Frau kannte die es mit ihrem Sohn getrieben hätte und dabei habe ich meinen Kollegen beobachtet der in dem moment schlucken musste.

Was muss im Leben dieser Frau bloss passiert sein das sie so KRANK hat werden lassen???

Hallo Xenia,

Sie erzählte mir mal das sie eine Frau kannte die es mit ihrem
Sohn getrieben hätte und dabei habe ich meinen Kollegen
beobachtet der in dem moment schlucken musste.

damit ist es dann ja höchstwahrscheinlich so, daß die „Homosexualität“ Deines Kollegen eine durch die Familiensituation hervorgerufene ist.

Was muss im Leben dieser Frau bloss passiert sein das sie so
KRANK hat werden lassen???

Das ist schlecht vorstellbar.

Gruß,

Oliver Walter

hallo xenia,

Sie erzählte mir mal das sie eine Frau kannte die es mit ihrem
Sohn getrieben hätte und dabei habe ich meinen Kollegen
beobachtet der in dem moment schlucken musste.

ich müßte auch schlucken (mindestens), wenn meine mutter oder sonst wer, den es nichts angeht, mein sexualleben in der öffentlichkeit auswalzt.

vielleicht hat dein kollege ein böses wort (zurechtweisung) an seine mutter, das er der zunge hatte, heruntergeschluckt (leider) - anscheinend kann er seine mutter auch bei anderen gelegenheiten nicht in ihre grenzen weisen.

das schlucken muß nicht bedeuten, daß ihm sex mit einer frau peinlich ist, oder daß ihn seine mutter in die homosexualität getrieben hat. diese interpretation würde die beobachtung sehr überstrapazieren.

im übrigen ist man nicht nur dann homosexuell, wenn man ausschließlich gleichgeschlechtlichen sex hatte. gerade bei jungen menschen gibt es phasen der unsicherheit und des ausprobierens, und zwar sowohl bei später homo- wie auch heterosexuellen. wahrscheinlich hat dein kollege durch seine beziehung mit einer frau gemerkt, daß frauen nichts für ihn sind. jetzt mag er halt männer. möglich, daß er aus irgendwelchen gründen, bei denen seine mutter eine rolle spielt, frauen nicht als partner möchte. aber er würde sicher nicht eine beziehung mit einem mann eingehen, wenn ihm das total widerlich wäre.

aber warum interessiert es dich überhaupt, aus welchem grund dein kollege homosexuell ist? dieses wissen würde überhaupt nichts bringen. außer du willst die mutter zb. wegen mißbrauch anzeigen? oder willst du in quasi umpolen, wenn du sein verhältnis zu seiner mutter änderst? fragst du eigentlich um sorge oder fragst du, um in den firmentratsch wissenschaftlich beleuchten zu können?

wenn du aus sorge fragst: die ursache der homosexualität deines kollegens ist nebensächlich. ein sehr viel größeres problem ist, daß er sich gegen seine mutter nicht abgrenzen kann.

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Hallo,

das schlucken muß nicht bedeuten, daß ihm sex mit einer frau peinlich ist, …

die naheliegenste Reaktion (wenn man in diesem Fall überhaupt so denken kann) wäre wohl, daß ihm der Auftritt seiner Mutter peinlich war.

Gruss
Enno

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Hallo,

aus dem heraus, was Xenia berichtet hat, ist die Vermutung, daß ihr Kollege aufgrund der Familiensituation eine sexuelle Beziehung zu einem Mann hat, gut belegbar und besitzt eine recht hohe Wahrscheinlichkeit. Natürlich ist diese Vermutung nicht mit Sicherheit zu beweisen genauso wenig wie die Deine, daß die Familiensituation eine untergeordnete Rolle spielt. Selbstverständlich kann sich die Präferierung von Männern bei Xenias Kollegem nach einer Phase des Ausprobierens ohne den bzw. nur mit geringem mütterlichen Einfluß entwickelt haben.

Jedoch spricht IMHO mehr für Xenias Vermutung als für Deine, weil es deutliche Anzeichen für einen starken mütterlichen Einfluß gibt, der auch das Beziehungsleben ihres Sohnes betrifft. In diesem Zusammenhang kann auch das Schlucken des Kollegen als stützender Hinweis für den starken Einfluß der Mutter herangezogen werden. Das alles macht den einen wichtigen Punkt aus, der gegen Deine Hypothese der relativ unbeeinflußten Sexualentwicklung spricht.

Der zweite wichtige Punkt, der gegen Deine Vermutung spricht bzw. mit dem Du Deine Hypothese nicht stützen kannst, bezieht sich auf Deine Meinung, daß Menschen keine Arten von Sexualbeziehungen eingehen würden, die ihnen widerlich sind und daß deshalb das homosexuelle Verhalten von Xenias Kollegen eher „natürlich“ als induziert sei. Diese Meinung kann man IMHO nicht aufrechterhalten. Unter zahlreichen Umständen (beispielsweise im Gefängnis, in bestimmten Familiensituationen, materielle Notlagen, bei psychischen Schwierigkeiten und Störungen) kann es dazu kommen, daß Menschen Sexualbeziehungen eingehen, die sie sonst nicht eingehen würden. Nicht nur, daß solche Fälle in der Literatur gut beschrieben sind, mir sind solche Fälle auch in der „Praxis“ bekannt geworden.

Gruß,

Oliver Walter

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hallo oliver,

daß die sexualentwicklung des genannten total unbeeinflußt war oder daß personen unter bestimmten umständen auch im bezug auf sexualverhalten ganz anderer meinung sind als im „normalen“ leben, habe ich nicht behauptet.

vielmehr geht es mir darum, zu zeigen, daß es hier eine überbewertung von „anzeichen“ gibt bzw. eine tendenz, verhalten und tatsachen immer in eine bestimmte weise zu interpretieren.

und das finde ich nicht besonders gesund oder auch fair, wenn ich vermutungen anstelle, welchen zweck xenias anfrage hat.

will sie es nur für sich wissen, will sie ihrem kollegen helfen, oder wird damit der firmentrasch angeheizt?

im prinzip ist es doch egal, warum der man homosexuell geworden ist! in diesem punkt kann man ihm nicht „helfen“!

Hallo,

ich sehe schon, daß es Dir mehr darum geht, ein potentielles Helfersyndrom einzudämmen. Allerdings habe ich Xenia direkt gefragt, was genau ihre Frage ist und ob sie sich einmischen will, weil ich mir ja auch den einen oder anderen Gedanken abseits dessen, was schwarz auf weiß in ihrem Posting steht, machte. Meine Frage nach der Einmischung hat sie allerdings verneint mit der Begründung, daß sie gar keine Möglichkeit dafür sieht. Damit ist die Sache für mich (vorerst) erledigt. Deshalb weiß ich nicht, auf welchen Tatsachen Du Deine Interpretation von Xenias Postings stützt? Ich lese nichts von „Firmentratsch“ und nichts von einer Frage, wie sie ihm helfen könnte, sondern nur davon, daß sie die Familiensituation ihres Kollegen unmöglich findet und wissen will, ob die Homosexualität des Kollegen durch die Mutter induziert sein kann. Ich denke, daß diese Frage höchst verständlich ist. Deshalb bekam sie von mir die Antwort: „Ja, möglich.“ Nach weiteren Informationen: „Ja, hoch wahrscheinlich.“ Von irgend einem Eingreifen („Helfen“) hat niemand etwas geschrieben bzw. dazu Vorschläge unterbreitet. Das ist Deine Interpretation.

Verstehe mich richtig: Was das Einschreiten anbelangt, so sehe ich es ähnlich wie Du. Allerdings war bis jetzt nichts von Intentionen zum „Helfen“ zu lesen. Meine direkte Frage danach wurde nicht bejaht. Deshalb sehe ich keinen Anlaß, in dieser Richtung etwas zu schreiben.

Kollegialen Gruß,

Oliver Walter

PS: Heißt Du eigentlich Linda? Ich würde ja gern einen Namen in die Anrede integrieren, aber bei „Schokolinda“ denke ich immer an den Milka Schmunzelhasen oder dergleichen. :wink: Soll keine Beleidigung sein.

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hallo oliver,

2 leute, 2 interpretationen.

auch wenn xenia dir geschrieben hat, sie möchte nicht helfen bzw. sich einmischen: irgendetwas muß sie mit ihrer anfrage doch bezwecken.

mir scheint die sexuelle komponente des problems das wichtigste für die schreiberin zu sein - die sexuelle komponente ist spektakulär, aber eigentlich doch unwichtig (wie schon mehrfach geschrieben: läßt bzw. muß sich an der sexualität des betroffenen noch etwas ändern?). daher denke ich, daß es hier hauptsächlich um tratsch (1) geht, bzw. um die bestätigung, daß homosexualität etwas unnatürliches, perverses ist (2), das immer durch mißbrauch/ perversion entsteht, oder weil keine andere frau es mit mama aufnehmen kann.

diese beiden möglichkeiten finde ich schlimm, besonders wenn ich sie mir in kombination vorstelle, nämlich als pausengespräch in der firma.

daher möchte ich lieber glauben, die schreiberin treibt eine andere motivation, nämlich die, zu helfen.

sollte die schreiberin dem betroffenen wirklich helfen wollen, dann weiß ich allerdings nicht, wieso sie es unbedingt im bezug auf seine sexualität tun will! diese ist doch nicht sein dringlichstes „problem“! nach meiner meinung wäre es sogar kontraproduktiv, wenn man den betroffenen mit den vermeintlichen ursachen seiner sexualität konfrontiert: möglicherweise stellt er seine jetzige beziehung in frage und der betroffene hat schon genügend konflikte mit seiner mutter auszuhalten. da kann er ein weiteres, in meinen augen gemachtes problem nicht brauchen.

ich bezweifle nicht die richtigkeit deiner ausführungen, sonst hätte ich konkret zu einigen passagen etwas geschrieben.

mir ging es darum, der schreiberin einen denkanstoß zu geben.

  1. was ist ihre motivation? möchte sie ihrem kollegen helfen bzw. hat sie für ihre hilfe wirklich die passende ansatzstelle? ist ihr engagement (kontra-)produktiv? - ich glaube, sie betätigt sich an der falschen stelle.

  2. hat sie vorurteile? interpretiert sie belangloses wie zum beispiel das schlucken immer im selben licht der anscheinend von der mutter induzierten homosexualität? - ich glaube, das tut sie, und ich halte dies für schädlich, da es den betroffenen in eine ecke drängt.

viele grüße, schokolinda.