Von seinen Zinsen Leben !

Hallo, ich hoffe dass ich hier unter den richtigen Experten bin mit meinem Thema.

  • Ich wollte gerne wissen, wie dieses „Zenario“ aussehen könnte. - Und ob es realistisch ist

Angenommen, man ist zwanzig, hat seine erste Berufsausbildung
fertig, kann sofort arbeiten und hat geringe Lebenskosten.
Zusätzlich hat man Geld im Rahmen von 2000 € sicher auf dem
Konto angelegt, wie kann man es schaffen so viel Geld damit zu
erwirtschaften um sicher von seinen Zinsen leben kann ???
Mit wie viel €’s ist das möglich ???

Ich kann Dir nur sagen, daß ich das auch durchgerechnet habe und es bei mir definitiv nicht geklappt hat :smile:
Man bräuchte ungefähr eine Million an Kapital. Realistisch wäre eine Rendite von 4 bis 10% p.a., wenn man nicht auf risikoreiche Investments setzen will.

Hallo,

Angenommen, man ist zwanzig, hat seine erste Berufsausbildung
fertig, kann sofort arbeiten und hat geringe Lebenskosten.
Zusätzlich hat man Geld im Rahmen von 2000 € sicher auf dem
Konto angelegt, wie kann man es schaffen so viel Geld damit zu
erwirtschaften um sicher von seinen Zinsen leben kann ???
Mit wie viel €’s ist das möglich ???

Zunächst einmal ist es gut, dass hier erwähnt wird, dass man von einem 20 jährigen ausgeht. Dies ist keinesfalls negativ gemeint, kann aber erklären, warum die Frage in der Form gesellt wurde. Dabei unterstelle ich jetzt einmal, dass nach der Sit. gefragt wird, die es ermöglicht, gar nicht mehr arbeiten zu müssen und nur noch von den Zinsen zu leben.

Jetzt zur Lösung: Man sollte sich dieser Frage mala aus der anderen Richtung nähern. Was braucht man denn zum leben ? Tja, da geht es schon los. Höchst unterschiedlich. Sagen wir mal für einen Single 1.500 Euro.

D.h., jeden Monat brauchen wir 1.500 Euro. Im Jahr sind das dann 18.000 Euro Zinsertrag NACH Steuern wohlgemerkt. Ich unterstelle einmal die künftige Abgeltungssteuer i.H.v. 25 %. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer lasse ich mal weg. Unerheblich fürs Beispiel.

18.000 Euro Zinsertrag nach Steuern macht 22.500 Euro Zinsertrag vor Steuern.

Jetzt die Frage: Wo kommen die 22.500 Euro her ?? Unterstellt man einmal eine sehr sichere Anlage eines Betrages x zu sagen wir 3 %, so folgt daraus, dass man einen Anöagebetrag i.H.v. 750.000 Euro benötigt.

Geht man etwa auf Unternehmensanleihen und würde hier z.B. eine Verzinsung, je nach Risikograd, von 5,5 % erhalten, so müsste man immer noch über einen Anlagebetrag i.H.v. von mindestens 400.000 Euro verfügen.

Fazit: Lieber arbeiten und sinnvoll „dazusparen“ :wink:

VG
Sebastian

hallo
In dem Taschenbuch"Investieren statt Sparen"wird behauptet das ein 20jähriger,wenn er monatlich mind.150€(gut)anlegt mit 50jahren Millionär ist…also,viel Glück ,in den nächsten 30Jahren

Angenommen, man ist zwanzig, hat seine erste Berufsausbildung
fertig, kann sofort arbeiten und hat geringe Lebenskosten.
Zusätzlich hat man Geld im Rahmen von 2000 € sicher auf dem
Konto angelegt, wie kann man es schaffen so viel Geld damit zu
erwirtschaften um sicher von seinen Zinsen leben kann ???
Mit wie viel €’s ist das möglich ???

Ist eine Frage des persönlichen Lebensstiles… ich würd´ mit € 1.500 nicht auskommen (abzgl. Lebenshaltungskosten bleibt da nix)

Meine persönliche Faustregel - ab € 2.000.000,-- bei 3% netto überleg´ ich langsam nicht mehr allzu früh aufzustehen! :wink:

War zwar keine Hilfe aber vielleicht ein Dämpfer - schönen guten Morgen, es ist Montag und noch 59 statistische Jahre vor dir!

Morgen!

18.000 Euro Zinsertrag nach Steuern macht 22.500 Euro
Zinsertrag vor Steuern.

Du hast die Inflation vergessen, man benötigt jedes Jahr mehr Geld,
daher muß auch das Kapital um die Inflationsrate weiter angespart
werden.

Gruß
Stefan

Hallöchen,

18.000 Euro Zinsertrag nach Steuern macht 22.500 Euro
Zinsertrag vor Steuern.

Du hast die Inflation vergessen, man benötigt jedes Jahr mehr
Geld,
daher muß auch das Kapital um die Inflationsrate weiter
angespart
werden.

gängiger ist eigentlich, daß man den Inflationsanteil aus den Zinsen herausrechnet bzw. den Inflationsanteil der Erträge angelegt läßt (läuft letztlich aufs gleiche hinaus).

Gleichzeitig zu entnehmen und anzusparen ist dagegen irgendwie sinnfrei.

Gruß
Christian

Gleichzeitig zu entnehmen und anzusparen ist dagegen irgendwie
sinnfrei.

Wäre vermutlich auch keiner außer dir auf die Idee gekommen, muss ich mal anmerken. Der Bedeutungsraum des Worts „Ansparen“ ist für mich und wie ich unterstelle für die meisten flexibel genug, um „Stehenlassen statt Auszahlen von Zinsen“ mit zu umfassen.

Zurück zum Topic: der OP, der sich von seinem Ersparten einen schönen Lenz machen möchte, hat eher Chancen das zu schaffen, wenn er einen gewissen Kapitalverzehr miteinplant. Kapitalerhalt nach Inflation setzt schon sehr harte Anforderungen, wenn man weniger die Erben und mehr sich selbst finanziert, klappt es etwas leichter mit der Selbstverrentung.

Grüße,
Sebastian

1 „Gefällt mir“

gängiger ist eigentlich, daß man den Inflationsanteil aus den
Zinsen herausrechnet bzw. den Inflationsanteil der Erträge
angelegt läßt (läuft letztlich aufs gleiche hinaus).

Falsch!
Der zu versteuernde Gewinn verringert sich nicht um die Inflation.
Die Vorgehensweise, die ich eher für sinnvoll erachte:
Man überlegt, wieviel Geld man im Jahr heute braucht.
Rechnet diesen Murks mit der Inflation hoch und hat dann den Betrag, den man als Nachsteuerertrag pro Jahr erreichen muss.
Nehmen wir doch die 1.500€ monatlich mal an. Aufgezinst mit 3% Inflation in 40 Jahren ergibt das 4.893€. Im Jahr also 58.716€. mit Steuer 25% also 73.395€ Zinsertrag. Bei einer Anlage in 5,5% benötigen wir also 1.334.454€, um die Kaufkraft von heute 1.500€ auch in 40 Jahren aufzubringen.
Übrigens sind diese 4.893€ im Jahr 41 schon wieder etwas weniger wert, man sollte also auch hier etwas mehr erwirtschaften, um später nicht vor einem leeren Topf zu sitzen.

Gleichzeitig zu entnehmen und anzusparen ist dagegen irgendwie
sinnfrei.

Wäre vermutlich auch keiner außer dir auf die Idee gekommen,
muss ich mal anmerken. Der Bedeutungsraum des Worts „Ansparen“
ist für mich und wie ich unterstelle für die meisten flexibel
genug, um „Stehenlassen statt Auszahlen von Zinsen“ mit zu
umfassen.

Flexibilität und Irrtum liegen hier nahe beieinander. In einer Rubrik, in der gerne mal Lastschriften mit Überweisungen und Sparbücher mit Sparkonten verwechselt werden, halte ich eine präzise Ausdrucksweise für durchaus hilfreich.

Zurück zum Topic: der OP, der sich von seinem Ersparten einen
schönen Lenz machen möchte, hat eher Chancen das zu schaffen,
wenn er einen gewissen Kapitalverzehr miteinplant.
Kapitalerhalt nach Inflation setzt schon sehr harte
Anforderungen, wenn man weniger die Erben und mehr sich selbst
finanziert, klappt es etwas leichter mit der Selbstverrentung.

Nur führen Entnahmen auch zu einer Reduzierung der Zinserträge.

Gruß
Christian

gängiger ist eigentlich, daß man den Inflationsanteil aus den
Zinsen herausrechnet bzw. den Inflationsanteil der Erträge
angelegt läßt (läuft letztlich aufs gleiche hinaus).

Falsch!

Was?

Der zu versteuernde Gewinn verringert sich nicht um die
Inflation.

Hab ich auch nicht behauptet.

Man kann die Zinssätze betrachten oder man kann sich die Nettozinsen anschauen, also Zinsen abzgl. Inflation, die über lange Zeiträume deutlich stabiler sind als Inflationsrate oder Zinssätze.

Die Vorgehensweise, die ich eher für sinnvoll erachte:
Man überlegt, wieviel Geld man im Jahr heute braucht.
Rechnet diesen Murks mit der Inflation hoch und hat dann den
Betrag, den man als Nachsteuerertrag pro Jahr erreichen muss.

Und mit welcher Inflationsrate rechnest Du?

Gruß
Christian

Angenommen, man ist zwanzig, hat seine erste Berufsausbildung
fertig, kann sofort arbeiten und hat geringe Lebenskosten.
Zusätzlich hat man Geld im Rahmen von 2000 € sicher auf dem
Konto angelegt, wie kann man es schaffen so viel Geld damit zu
erwirtschaften um sicher von seinen Zinsen leben kann ???
Mit wie viel €’s ist das möglich ???

Hi,
schlage vor, Du wählst die erste Stelle nach der Ausbildung danach aus, ob es die Firma schon lange gibt, ob es der Firma schon lange gut geht und ob der alleinige Firmeninhaber eine Einzelkind-Tochter hat, in deren Beutschema Du fallen könntest…

Dann Wäre nur das Thema „Ehevertrag“ noch irgendwie abzubügeln…

:wink:

Viel Glück und Erfolg wünscht der Money-Schorsch

Diese Artikelbäume …
… sind schon eine lustige Sache. Ehe man sich versieht, ist eine ganz neue Diskussion entstanden.
Allerdings bemerkt man recht schnell, sofern man diese „Entwicklungen“ einige Mal beobachtet hat, dass sie immer wieder nach dem gleichen Muster ablaufen und in der Mehrheit der Fälle darauf zurückzuführen sind, dass entweder nicht richtig gelesen wurde, oder aber nicht „richtig gelesen werden wollte“. Man könnte dies auch mit „Kritikdrang“ bezeichnen.

Eine Frage an die Inflationsdiskutanten:

Wenn bereits in einem ganz vereinfachten Beispiel die Erkenntnis der „Unmöglichkeit“ das Ergebnis ist, dann frage ich mich, warum man dann noch eine Diskussion über die Inflation - und alles was sich daran anschließt - führen muss ???

Diese Frage strotzte doch nur so vor Naivität. Zugegeben, von vielen wird dieser Gedanke gesponnen. Aber wenn man etwas bereits mit wenig „Einsatz“ entkräften kann, dann macht man es doch nicht gleich mit dem größtmöglichen Aufwand. Inwiefern die Inflation hier eine Rolle spielt, spielt überhaupt keine Geige. Natürlich müsste sie beachtet werden. Aber doch nur in einem realistischen Szenario. Wo ist ein solches hier gegeben ???

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Die Vorgehensweise, die ich eher für sinnvoll erachte:
Man überlegt, wieviel Geld man im Jahr heute braucht.
Rechnet diesen Murks mit der Inflation hoch und hat dann den
Betrag, den man als Nachsteuerertrag pro Jahr erreichen muss.
Nehmen wir doch die 1.500€ monatlich mal an. Aufgezinst mit 3%
Inflation in 40 Jahren ergibt das 4.893€. Im Jahr also
58.716€. mit Steuer 25% also 73.395€ Zinsertrag. Bei einer
Anlage in 5,5% benötigen wir also 1.334.454€, um die Kaufkraft
von heute 1.500€ auch in 40 Jahren aufzubringen.

Wenn man Deinem ersten Gedankengang folgt, dann ist die Inflation zu berücksichtigen. Schön. Aber was rechnest Du denn hier ?

Du zinst den Betrag von monatlich 1.500 mit der IR i.H.v. 3% über 40 Jahre auf. Dann multiplizierst Du diesen Betrag mit 12 Monaten und rechnest die Steuer i.H.v. 25% drauf. Jetzt wird bei einem Anlagezins von 5,5 % nach dem Kapitalanlagebetrag gesucht.

Bei dieser Rechnung wird ja dann unterstellt, dass die nötige Steigerung, um in 40 Jahren auch noch „gut leben zu können“, bereits heute „vereinnahmt“ wird. Schließlich werden der Ermittlung des gesamten Anlagebetrags ja die aufgezinsten 1.500 zugrundegelegt. Was ist denn aber jetzt, wenn die IR innerhalb der nächsten 40 Jahre phasenweise so gut wie gar nicht schwankt ? Wenn es der EZB gelingt, ihr Ziel von unter aber nahe bei 2% zu halten ? Im Vergleich zu meinem Beispiel sehe ich hier keinen größeren „Realitätsgewinn“.

VG
Sebastian

Was?

Das:
Der Anleger hat 1.000.000€ auf dem Konto und erzielt 8% Gewinn, abzüglich 3% Inflation also 5%: 50.000€.
Darauf zahlt er seine 25% Steuer, also 12.500€, bleiben gefühlte 37.500€ übrig.
Schöner:
Der Anleger hat 1.000.000€ auf dem Konto und erzielt 8% Gewinn: 80.000€.
Darauf zahlt er seine 25% Steuer: 20.000€ (den Finanzminister wird es freuen), bleiben 60.000€. Abzüglich 3% Inflation, 1.800€ gefühlte 58.200€

Der zu versteuernde Gewinn verringert sich nicht um die
Inflation.

Hab ich auch nicht behauptet.

Sicher?

also Zinsen abzgl. Inflation, die über …

Ich habe nicht die Anlagesumme ausgerechnet, die der Anleger braucht, sondern die Summe, die er am Ende haben muss, um diese 1.500€ zuzüglich Inflation von 3% haben muss. Klar kann man auch mit 2% rechnen, da hätte ich aber alle Weltuntergangsverschwörer gegen mich.
Also vereinfacht gesagt:
auf der Kante liegen 1,3 Mio, darauf kommen 5,5% Gewinn, der sich um 25% Steuern verringert. Übrig bleiben muss der Betrag, der früher einmal 1.500€ war und mit der IR von 3% aufgezinst wurde.
So!

Was?

Das:

Deine Rechnung ist weder falsch noch interessiert sie mich. Mir ging es um das Rechenkonzept wie man vernünftigerweise mit der Inflation kalkuliert. Die Rechnung mit dem Nettozins schließt ja nicht notwendigerweise aus, daß man die Steuer berücksichtigt.

Gruß
C.

… sind schon eine lustige Sache. Ehe man sich versieht, ist
eine ganz neue Diskussion entstanden.
Allerdings bemerkt man recht schnell, sofern man diese
„Entwicklungen“ einige Mal beobachtet hat, dass sie immer
wieder nach dem gleichen Muster ablaufen und in der Mehrheit
der Fälle darauf zurückzuführen sind, dass entweder nicht
richtig gelesen wurde, oder aber nicht „richtig gelesen werden
wollte“. Man könnte dies auch mit „Kritikdrang“ bezeichnen.

Hallo, TraderS,
das hast Du sehr gut beobachtet und formuliert.Von mir erhältst Du ein Sternchen.
In weit schlimmeren Maße gilt Deine Beobachtung z. B. im Para- Brett.
Dort zerfasert nach kürzester Zeit jede Diskussion und gleitet ins Unsachliche ab.
Gruß:
Manni

Hallo,

ich dachte schon mal, ich wäre soweit. Nach dem Verkauf meines Geschäftes hatte ich 3 schuldenfreie Wohnungen und zusätzlich ca 1,4 Millionen DM gut angelegt. Ich habe nie auf großem Fuß gelebt, aber nach 5 Jahren Weltreise mußte ich erkennen, daß es doch nicht reicht. Dann habe ich wieder ganz klein angefangen und bin gerade dabei, mich wieder langsam hochzuraffen. Jetzt glaube ich, daß Deine Gedanken nur ein schöner Traum sind. Das Finanzamt, die Inflation und das Leben an sich sorgen schon dafür, daß so ein Traum keine Realität werden kann.

Trotzdem wünsche ich Dir weiterhin schöne Träume.

Gruß Ebi