Vom Sprachgefühl auf ‚-ler‘
Ich denke, das ist Sprachgefühl.
Oh, Datafox, bleib uns doch weg mit deinem Sprachgefühl! 
Das haben wir doch schon längst feierlich zu Grabe getragen. Und in diesem Fall zeigst du selbst, wie wenig weit her es ist mit dem Sprachgefühl, wenn man den Blick über den Tellerrand vernachlässigt.
-ler ist ein Suffix mit dem man aus Nomen Personenbezeichnungen macht; eines unter anderen wie z. B. „-er“, „-iker“, „-ist“, „-ator“, „-frau/-mann“.
Wann welches in Verwendung kommt, entscheidet der ebenfalls weitbeschreite Sprachgebrauch.
Manche -ler sind über das läppische Stadium eben hinausgewachsen, zb. der Sportler.
Du tust so, als ob die Bildung mit „-ler“ einen depravierenden Sinn hätte. Dem ist nicht so. Erst die Verwendung kann einen negativen Aspekt zu einem Wort hinzufügen, also wieder der Sprachgebrauch.
Übrigens würde ich Wissenschafter und nicht Wissenschaftler schreiben.
Damit sagst du leider nichts semantisch Allgemeingültiges, sondern verrätst nur deine österreichische Herkunft und dein Sprachgefühl ist deine eingeschränkte eigene Sprachpraxis, der Sprachgebrauch, wie du ihn gelernt hast und kennst. Dort treten solche Bildungen ohne „l“ - z. Beispiel: Gewerkschafter, Wissenschafter - häufiger auf als im „reichs“-deutschen Sprachgebiet.
Dazu:
_ Wis|sen|schaf|ter , der; -s, - (österr., schweiz.): Wissenschaftler.
Wis|sen|schaft|ler , der; -s, -: jmd., der über eine abgeschlossene Hochschulbildung verfügt u. im Bereich der Wissenschaft tätig ist: ein namhafter, bedeutender W.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_
Wissenschaftler klingt so nach Gschaftlhuber, wenn du weißt, was das ist 
Für dich vielleicht und viele andere Austrazistler. 
Rechtshändler 
Wo hast du den her? Spaßbildung? Google? Dort gibt es 11 00 Treffer für Rechtshändler, aber google fragt: „Meinten sie Rechtshänder“. Der ergibt dann 228 000 Treffer.
Gruß
Fritz