im Augenblick ist wegen des Hochwassers die Stadt Wittenberge im Gespräch, nicht zu verwechseln mit der Lutherstadt Wittenberg. Daneben gibt es noch Wittenbeck, Wittenbergen, Wittenborn, Wittenburg, Wittenhofen, Wittendün, Wittenförden, Wittenau, Wittensee - und ganz einfach Witten.
„witt“ ist niederdeutsch für „weiß“. Das hochdeutsche „s/ß“ oder „z/tz“ findet sich regelmäßig im Niederdeutschen (und Niederländischen und Englischen) als „t/tt“ wieder. Das hat mit der „hochdeutschen Lautverschiebung“ zu tun, einem Sprachwandel in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung (sie betraf auch „p“ => „f/pf“).
Witten hieß einmal niederdeutsch : Weißer Pfennig.
Also hat das Witten schon eine Verbindung zu „Weiß“.
Aber - warum sollen soviele Ortschaften irgendetwas mit „weiß“ zu tun haben?
Die Stadt Wittenberg war zu Beginn wettinisch. Das heißt, sie gehörte dem Grafengeschlecht der Wettiner, von denen sämtliche sächsischen Regentenhäuser abstammen.