Vor dem Konklave. Zweiter Anlauf!

Hallo, Leute!

Falls sich wirklich jemand dafür interessiert:

http://www.swr.de/imperia/md/content/swr2/blickindie…

Die Herren und Damen Bedenkenträger können sicher auch erklären, was den Unterschied zwischen dem Posten des Linkes hier und dem Posten des Textes im inzwischen gelöschten Artikel vorher ausmacht.

Ich kenne ein Wort für solche Bedenkenträgerei.

Fritz

Moin

Die Herren und Damen Bedenkenträger können sicher auch
erklären, was den Unterschied zwischen dem Posten des Linkes
hier und dem Posten des Textes im inzwischen gelöschten
Artikel vorher ausmacht.

Etwa 1200 Euro an Abmahngebühren.

cu

[offtopic] Paperboy
Hallo Fritz,

ohne da eine Riesendiskussion draus machen zu wollen, beantworte ich gerne Deine Frage.

Die Herren und Damen Bedenkenträger können sicher auch
erklären, was den Unterschied zwischen dem Posten des Linkes
hier und dem Posten des Textes im inzwischen gelöschten
Artikel vorher ausmacht.

Diesen Unterschied erklärt Dir der Bundesgerichtshof, siehe unten.

Ich kenne ein Wort für solche Bedenkenträgerei.

Ich auch: Rechtskenntnis.

Es geht dabei nicht darum, Korinthen zu kacken, päpstlicher als der Papst (HA HA) zu sein oder Dir ans Bein zu pinkeln. Es ist schlicht Fakt, daß Vollzitate ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors nicht zulässig sind und solcherlei Delikte empfindlich geahndet werden - derzeit werden bspw. gerade Webseiten kostenpflichtig abgemahnt, die die Texte von Liedern zur Verfügung stellen. Die Betreiber dieser Seiten sollen 1600 EUR pro Songtext bezahlen!

Daß ein direkter Link auf einen urheberrechtlich geschützten Inhalt uneingeschränkt erlaubt ist, musste btw. auch erst mühsam erkämpft werden - der Verlag, der das Handelsblatt herausgibt, hatte damals dagegen geklagt, daß Artikel direkt verlinkt werden, anstatt nur einen Link auf die Startseite des Webangebotes zu setzen. Dieser Fall ging bis vor den BGH und wurde erst dort im sogen. „Paperboy-Zrteil“ zugunsten solcher „Deep Links“ entschieden.

Der BGH hat dort genau diesen Unterschied zwischen Vollzitat und Link festgestellt, wie Du in dem Urteilstext nachlesen kannst:

http://www.beckmannundnorda.de/bghdeeplinks.html

Du musst Dir nicht den ganzen Text reinziehen, überfliegen reicht, das Urteil ist deutlich.
Was ich schade, aber typisch finde, ist, daß Du offenbar hoffnungslos uneinsichtig bist.

Gruß,

Malte.

Etwa 1200 Euro an Abmahngebühren.

cu

meeeeeeehr

ebenfalls cu

Falls sich wirklich jemand dafür interessiert:
http://www.swr.de/imperia/md/content/swr2/blickindie…

Hallo, Fritz
Um zu verhindern, dass vor lauter Rechtsbelehrungen (die m.E. allerdings nötig waren) die eigentliche Frage untergeht:

Nein eigentlich geht es mir völlig am unteren Rücken vorbei, wer in Zukunft Vereinsvorsitzender in Rom wird.
Aber Herr Leicht hat wohl bestimmte Wünsche, welche Neuerungen er gern umgesetzt sähe, deren Zeit er dringend für gekommen hält.

Nichts davon. Diese Wünsche hatten viele bereits vor 27 Jahren, wo man hoffte, dass der polnische Papst die Erneuerung der Vereinssatzung weiterführen würde, die so hoffnungsvoll unter seinem Vorgänger begonnen wurde. Aber offenbar gingen der Kurie diese zaghaften Änderungen bereits zu weit. Und wenn auch die Führungsriege unter JPII fast vollkommen ausgetauscht wurde, flammende Progressivität kann man denen allen bestimmt nicht vorwerfen.

Fazit: Es wird mehr oder weniger alles beim Alten bleiben. Wenn überhaupt wird ein wenig Kosmetik aufgetragen und weiße Salbe auf die schlimmsten Wunden gestrichen. Aber ansonsten wird es auch dort, wo es m.E. am dringendsten wäre, weil es da die entsetzlichsten Auswirkungen hat - in der Sexualmoral (Präservativverbot, Negierung der Problematik Aids) leider keine Änderung geben, denn da würde man sich ja selbst widersprechen, bzw. Fehler eingestehen.

Für mich ist dies allerdngs auch das ko-Kriterium. Denn ob die Kirche den Zölibat aufhebt oder Frauen zum Priesteramt zuläßt, die gemeinsame Kommunion erlaubt - das sind Dinge, die die nur die Kirche selbst betreffen.

Die Sexual-Morallehre jedoch hat unmittelbaren Einfluß und Auswirkungen auf die Bevölkerung der ärmsten Staaten der Welt und da übt die Kirhe eine Macht aus, die ihr nicht zusteht.

Gruß
Eckard

Aber Eckard!

Nein eigentlich geht es mir völlig am unteren Rücken vorbei, wer in Zukunft Vereinsvorsitzender in Rom wird.

Ich hab das doch nur für wirklich Interessierte gepostet! :wink:

Fritz

Ich hab das doch nur für wirklich Interessierte gepostet! :wink:

Schon klar, mein Lieber,
und an der Personalie bin ich wirklich uninteressiert. Wenn sie wenigstens Einfluß auf die Politik hätte, was sie aber wohl eher nicht hat, dann allerdings wäre mein Interesse groß.

Was allerdings das genannte Themenfeld angeht, so sehe ich da wirklich dringenden Handlungsbedarf. Jegliche positive Bewegung in dieser Richtung könnte erhöhtes und ernstes Interesse bei mir hervorrufen.

Gruß
Eckard

Ich sehe das wie du, lieber Eckard!

Also bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass sich nichts ändern wird und damit alles noch schlechter werden wird.

Denn wer sich nicht mit der Zeit verändert, geht zurück. Da haben wir Beispiele aus der jüngeren Geschichte.

Und so bleibt die Hoffnung, dass der Verein einmal geschlossen wird.

Gruß Fritz

Servus,

korrekte Rechtsbelehrungen gab es inzwischen ja zur Genüge, hier noch meine
Meinung zu der Link: Im Prinzip sagt der Autor alles in seinem letzten Satz aus,
sinngemäß: „Erstmal abwarten, wer Papst wird“.

Und so sehe ich das auch. Wie soll ich schon jetzt Erwartungen an einen noch
nicht gewählten Papst stellen? Bei einigen pababile ist jetzt schon klar, dass
sie in sie gesetzte Erwartungen nicht erfüllen könnten - und dann setze ich diese
Erwartungen auch nicht in sie.

Trotzdem wünsche ich mir für meine Kirche durchaus einige Punkte. Einer der
Wesentlichen: eine weitere Annäherung in der Ökumene und die Möglichkeit eines
gemeinsamen Abendmahles.

Und dann hoffe ich, dass die Kirche auch weiterhin als Bewahrerin von Traditionen
bestehen bleibt und eine klare Richtung in einer globalisierten Fortschrittswelt
bleibt. Vielleicht ist nicht jeder Fortschritt ein Schritt in die richtige
Richtung und dann bin ich froh, wenn eine Instanz bestehen bleibt, die vielleicht
nicht so schnell mitrennt, dafür aber den Kurs beibehält und die Richtung weist.

Und nochwas, Fritz: Wieder mal kokettierst Du damit, dass Du die Kirche lieber
heute als morgen abgeschafft sehen würdest. Ich weiß nicht, was Du damit
bezwecken willst, aber es wäre wirklich schön, wenn Du einmal versuchen würdest,
auch die positiven Seiten der Kirche zu sehen, so wie ich als Katholik durchaus
bereit bin, auch negative Seiten zu sehen (ansonsten hat das hier wirklich nichts
mehr mit Diskussion im Sinne von Dialog zu tun und ich kann mich auch direkt vor
eine Wand stellen).
Gerade eben habe ich begonnen, in meiner Pfarrei eine Jugendgruppe zu betreuen,
die sich zum Theater trifft, mit der ich eine Sternenwarte besuche, die ab und zu
mal Partys macht und und und - die Jugendlichen würden sonst wahrscheinlich auf
der Straße hocken, denn vom Staat gibt es immer weniger Geld für Jugendliche, wie
ich aus leidvoller Erfahrung als Jugendleiter in einem e.V. weiß.

Gruß
Christian

Ich sehe das wie du, lieber Eckard!

Also bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass sich nichts
ändern wird und damit alles noch schlechter werden wird.

Denn wer sich nicht mit der Zeit verändert, geht zurück. Da
haben wir Beispiele aus der jüngeren Geschichte.

Und so bleibt die Hoffnung, dass der Verein einmal geschlossen
wird.

Hallo Fritz!

Na, ich hoffe nicht! Der „Verein“ hat ja nicht nur seine schlechten Seiten, die zum Gaudium aller am nämlichen Verein nicht Interessierten immer wieder mit wachsender Begeisterung breit getreten werden.

Meister Leicht hat es erwähnt: Warum ist z.B. ein Hans Küng noch nicht aus der Katholischen Kirche ausgetreten? Da muss doch noch irgendwas sein, was ihn (und mehr als eine Milliarde Andere auf der ganzen Welt, die wenigsten davon Europäer und ihrer Kirche gegenüber kritisch eingestellt) davon abhält, dem ganzen „Verein“ den Rücken zu kehren.

Wenn ich mal spekulieren darf (und dabei - in aller Bescheidenheit - von mir selbst ausgehen): Wenn man mal aus einem „Verein“ wie der KK ausgetreten ist, kann man ihn auch nur noch als Aussenseiter kritisieren, der vielleicht - weil er ja kein „Insider“ mehr ist - wichtige interne Entwicklungen nicht mehr mitkriegt. Noch schwerer wiegt, dass man als Nichtmehr-Mitglied auch die Möglichkeit verliert, den „Verein“ zu verändern!

Am wichtigsten aber: Was mach ich dann? Mir einen anderen „Verein“ suchen? Der dann auch wieder seine Licht- und Schattenseiten hat? Von dem dann wieder gefordert wird, ihn zu schließen? Und ich hechte dann wieder der öffentlichen Meinung nach? Nee du, so beliebig ist die Vereinszugehörigkeit dann doch nicht!

Als Aussenseiter muss ich schon sehr genau hinsehen, um anschliessend mit Fug und Recht behaupten zu können, an diesem oder jenem „Verein“ sei dieses oder jenes falsch oder wahr. Vom Stammtisch aus geht das bestimmt nicht!
Hinter einem Artikel wie dem von Herrn Leicht steckt sicherlich mehr Recherche und Information wie hinter der Forderung, den „Verein“ doch einfach zu schließen.
Auch die Kritiker hätten dann ja ein Problem: Wen sollen sie denn dann noch kritisieren? Sucht man sich dann einen neuen „Verein“, an dem man dann nach Leibeskräften herummäkeln kann?
Ich hätt da einen Vorschlag: Sich vor den Fernseher hocken, sich einen beliebigen Fußballverein suchen und den dann in die Pfanne hauen. In diesem Metier sind solche Forderungen wie

die Hoffnung, dass der Verein einmal geschlossen wird.

angebracht.
Bestimmt aber nicht in einem Bereich wie Weltanschauung, Religion und Kirche!

VG
Christian

Hallo Fritz!

Und so bleibt die Hoffnung, dass der Verein einmal geschlossen
wird.

Glaubst du das wirklich? Ich gehe davon aus, dass du die jüngsten Geschehnisse verfolgt hast. Hattest du den Eindruck eine sterbende Gemeinschaft vor dir zu haben?

Gruß
HC

Hallo,

Also bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass sich nichts
ändern wird und damit alles noch schlechter werden wird.

Wobei mich schon die Gründe dieser Einschätzung interessieren würden: Was heißt, „nichts ändern“ und warum wird alles schlechter, wenn sich nichts ändert???
Merkt hier eigentlich niemand, daß er sich in dieselbe Position erhöht, die hier dem Vatikan / der Kirche etc. vorgeworfen wird: Apodiktisch wíßt ihr es besser. So, wie es ist, ist es schlecht, es muß alles anders werden.

Denn wer sich nicht mit der Zeit verändert, geht zurück. Da
haben wir Beispiele aus der jüngeren Geschichte.

Es gibt einen Unterschied zwischen einer ‚Zwangsmitliegschaft‘ und einer freiwilligen.

Und so bleibt die Hoffnung, dass der Verein einmal geschlossen
wird.

Hoffnung, aha. Die Christen hoffen auf ein Leben nach dem Tod, Du darauf, daß die rk Kirche (oder alle?) mal geschlossen wird.
Du wurdest schon hier zu Recht gefragt, was dann sein soll? Oder ist es einfach nur das Revolutionäre, was schon in sich gut ist? Hautpsache, daß, was Du als sich nicht ändernd definiert hast - und damit schlechter werdend, ist weg?
Vielleicht habe ich aber auch noch nicht genug nachgedacht und die WElt wäre besser, wenn wir einfach alles, was sich nicht genug verändert, schließen…

Grüße,
Taju