Vor / nachteile ETW ?

hallo

nachdem wir lange nach einen haus gesucht haben, sind wir nun auch ( nach anregungen von freunden ) an einer ETW interssiert.

was denkt ihr sind vor und nachteile von ETW ? vorteil ist mit sicherheit der preis gegenüber einem haus. was sonst noch ?

wenn ihr eine ETW habt, würdet ihr es nochmal machen ? oder eher negative erfahrungen ?

es soll auch maximal ein 3 parteilenhaus sein.

mfg

Hm, das könnte ein längerer Tread werden…

Die Entscheidung für eine Gemeinschaft mit wenig Parteien ist schon mal ganz gut wenngleich WEG für mich nie in Frage käme. Eine Eigentumswohnung ist für mich nichts halbes und nichts ganzes. Man muss sich verinnerlichen dass Wohnungseigentum rein rechtlich bedeutet, dass einem in der Hauptsache ein ideeller Anteil an einem Grundstück nebst dem dazugehörigen Gebäude sowie als Anhängsel das Sondereigentum an der Wohnung, ggf, Sondernutzungsrechten an Gartenflächen, Parkplatz etc gehört.

Der Eigentümer ist Teil der Wohnungseigentümergemeinschaft und an deren Mehrheitsbeschlüsse gebunden. Mit der neueren WEG Gesetzgebung wurden der Gemeinschaft erhebliche Rechte zuerkannt. So kann die Gemeinschaft zulasten des Vermögens ihrer Mitglieder z.B. Beschlüsse fassen über Zukauf von Grundstücken etc. Das fände ich schon bedenklich.

Und das mit der gesparten Miete ist auch so eine Sache. Klar - Miete fällt nicht an, wohl aber das Hausgeld - die von der Gemeinschaft zu bildenden Rücklagen und die sind je nach Objekt nicht ohne.

So, jetzt höre ich aber erstmal auf. Bestimmt gibt es hier auch etliche die WEG ganz toll finden.

ml.

ja, klar. ist immer so ne sache mit mehreren parteien im haus.

aber der vorteil ist ganz klar der preis.

als vergleich. hier bei uns im ort kostet ein haus, BJ 90 bis 95 ca 260 bis 280.000 euro.

eine vergleichbar ausgestattete ETW im 3 parteinhaus kostet in eta 180 bis 200.000 euro.

das ist schon ein wort. von den gesparten 80.000 kann man ne menge machen.

nur die neue gesetztgebung kenn ich noch nicht.

was hat sich da geändert gegenüber vorher ?

mfg

was hat sich da geändert gegenüber vorher ?

hab ich gerade über Meister google gefunden…

http://www.gansel-rechtsanwaelte.de/artikel/A176-Die…

Wichtig wäre natürlich auch das die Gemeinschaftsornung und die bislang gefassten Beschlüsse bekannt sind. Der „Neue“ tritt ggf. voll in diese Bedingungen mit ein und muss sie gegen sich gelten lassen. Das kleingedrukt also genau durchlesen und beim Notar ggf. sofort nachfragen wenn was unklar ist.

ml.

ml

Servus, Schmuffel,

eine ETW kam für mich nie in Frage, obwohl man mir dazu geraten hat.

Erstens muß ich mich mit einer Eigentümergemeinschaft rumschlagen, die mir vorschreibt, wann ich was am Haus zu machen und zu bezahlen habe.
Zweitens habe ich wie in einer Mietswohnung i.d.R. eine Hausordnung, an die ich mich zu halten habe.
In meinem eigenen Haus kann ich Wäsche waschen und duschen wann ich will, mir schreibt keiner vor, wann z.B. der Rasen zu mähen ist, und ich muß mich auch nicht erst anziehen, wenn ich Kartoffeln aus dem Keller holen will.
Das wiegt für mich die leichten finanziellen Vorteile einer ETW auf jeden Fall auf.

LG Manu

Hallo,

letztendlich lebt es sich in einer ETW wie ein Mieter und genau das wollten wir nicht, deshalb DHH.

Außerdem gibt es recht wenige ETW mit 144 qm Wohnfläche + 70 qm beheiztem Keller und 29 qm ausbaureserve unterm Dach
und noch knapp 50qm doppelgarage…

Wer allerdings keine Haus- und Gartenarbeit machen möchte, ist natürlich mit einer ETW besser bedient.

Grüße
miamei

Werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen?

Das Wesentliche eines Hauses ist das Grundstück. Bei einer ETW habe ich nur Miteigentumsanteile, dass bedeutet, dass Grundstück gehört allen Eigentümern (Sondereigentum ausgenommen).

Die Wertsteigerung liegt im wesentlichen im Grundstück, da das Haus oder die Wohnung mit zunehmender Restlaufzeit an Wert verliert.

Bei einer Eigentumswohnung habe ich neben den Betriebskosten, Wohngeld zu zahlen, da Rücklagen zu bilden sind. Über die Verwendung entscheidet die Eigentümer-Versammlung. Wenn die Rücklagen für eine Reparatur (zum Beispiel für eine Dachsanierung)nicht ausreichen, dann sind Umlagen zu bilden.

Das kann teuer werden. Bei einem Haus kann ich frei darüber verfügen, wann ich was mache oder machen lassen will.

Was ist mit der Lebensqualität? Etagen? Kinder? Kinderwagen? Musik, Garten, Terrasse usw. Ein Haus bietet die höhere Lebensqualität.

Preise kann ich nur vergleichen, wenn ich gleiche Baujahre, gleiche Lagen, gleiche Ausstattungen habe und dann den Preis pro qm Wohnfläche berechne.

Dann ist der Wert des Grundstücks zu vergleichen, Größe und Preis pro qm. Wenn ich so verfahre, dann stellt sich sehr schnell heraus, dass die ETW gar nicht preiswerter ist.

Wenn jedoch das Grundstück vom Haus größer ist, dann muss ich es auf die Größe des Miteigentumsanteils verkleinern und den Rest gesondert bewerten und dem Haus hinzu rechnen.

Beste Grüße aus Hamburg
Peter Baumgarten