Vor- und Nachteile Elektroheizung

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu Elektroheizungen. Es gibt ja inzwischen viel beworbene moderne Elektroheizungen, die weniger Platz wegnehmen als die altbekannten wuchtigen Nachtspeicheröfen. Kann mir jemand die Funktionsweise dieser modernen Elektroheizungen erklären?

Mich würde dabei vor allem interessieren, ob diese neuartigen Elektroheizungen anders funktionieren, eher spontan und besser reguliert werden können als die Nachtspeicheröfen. Hintergrund ist dass wir einen Hauskauf erwägen, wo Nachtspeicheröfen sind und wir uns nun fragen, ob Umrüstung auf moderne Elektroöfen eine Alternative zur Gas- oder Ölheizung wären. Wir haben nämlich keinen Bock, dann die Heizung nicht nach Bedarf regulieren zu können sondern legen Wert auf eine konstante gleichbleibende Temperatur in den Räumen.

Und sind Elektroheizungen wirtschaftlich gesehen in der heutigen Zeit eigentlich immer noch der Gau gegen Gas/Öl, wenn man die immer weiter steigenden Ölpreise, schwindende Ressourcen, Lebensdauer und Wartungskosten solcher Heizsysteme auf lange Sicht gesehen betrachtet?

Über Euren Rat und evtl. selbst gemachte Erfahrungen hierzu würden wir uns sehr freuen!

LG
Claudia

Hallo Claudia,

ich kenne keine Vorteile der E-Heizung, außer bei ganz kurzzeitig eingesetzen Ersatz/Zusatzheizung, da sind sie flexibel und universell.

Schau aber mal in´s Archiv, diese Frage ist schon mehrfach besprochen worden.

Wenn die Firmen damit werben, dass eine E-Heizung die zugeführte Energie zu 100% in Wärme umwandeln haben sie sogar recht. Aber das ist ein „schöngeredeter“ Vorteil. Der Strom muss ja auch erzeugt werden, auf dem Transportweg geht Energie verloren.

Wie wird der Strom erzeugt, wenn Du das eingesetzte Gas, die Kohle oder was auch immer, direkt bei Dir verbrennst hast Du dir höhere Ausbeute, trotz des Transportes.

Überlegt euch das wirklich gut.

Ein schönes WE

Gruß Volker

Hallo Volker,

unser Problem ist, dass uns der rechte Überblick fehlt, um zu entscheiden, welche Kosten für die Heizungs- und Gebäudesanierung auf uns zukämen, je nachdem, für welche Heizungsart wir uns entscheiden. Ich habe hier schon gestöbert und auch gegoogelt, wobei ich den Eindruck bekam, dass eine Elektroheizung sich dann lohnt, wenn das Haus ausreichend wärmegedämmt ist, heißt, man hat wenig Verbrauch durch gute Isolierung, damit schlägt dann die Wartungsfreiheit, Wegfall Schornsteinfeger etc. der Elektroheizung ordentlich zu Buche.

Da es sich um ein Reihenmittelhaus handelt, dürfte sich das vergünstigend auf die Kosten für eine ordentliche Wärmedämmung auswirken, sodass dies tatsächlich eine Lösung in Kombination mit Elektroheizung für uns sein könnte. Aber auch hier wissen wir nicht, wie teuer sowas genau wäre. Auch die Kombination Elektroheizung mit Solarenergie wäre dann denkbar. Auch hier fehlen uns wieder Kosteninfos und ob das überhaupt geht. Und welche Fördergelder uns da evtl. zustünden und wo man sie beantragen muss.

Alles in Allem könnten wir „nur“ 40.000 EUR für die Modernisierung und Renovierung des Hauses investieren, wissen eben nicht, ob damit eine Wärmeisolierung, Heizungserneuerung und Renovierung abgedeckt wäre. Wie kann man sowas wohl rausfinden VOR dem Hauskauf? Denn es ist ja schon wichtig, vorher zu wissen,was man noch reinstecken muss, je nachdem muss mand ann entsprechend noch en Preis drücken, damit man nicht am Ende für Kauf und Sanierung mehr zahlt als das Haus neu gekostet hätte.

LG
Claudia

Hallo Claudia,

leider bin ich kein Baufachmann, vielleicht kann Dir jemand anderes da kompetenten Rat geben, aus einer Billanzierung muss ich mich raushalten, da würde ich „Kaffesatz lesen“, das hilf Dir nicht.

Befrag mal die Nachbarn, dann weißt Du auch gleich mit welchen Leuten ihr es zu tun haben werdet, es kann auch nervig sein, wenn die Nachbarn nicht stimmen.

Gruß Volker

Hallo!

Eine elektroheizung ist sehr teuer.
Die Umrüstung alte Nachtspeicher auf moderne Elektroöfen macht überhaupt keinen Sinn -das nimmt sich nichts.
Was oft vergessen wird: Elektroheizung hat keine Kosten für Schornsteinfeger, Heizungswartung, Kaminkehren. Und sie ist langlebiger als eine Öl oder Gasheizung, es geht nichts kaputt dran.
Vielleicht macht es Sinn die elektroheizung zu belassen und zusätzlich in Kaminofen/Kachelofen/Solar und Gebäudeisolierung zu investieren, so das man die Elektroheizung nicht nutzen muss. Dann sollte man aber Zugriff auf billiges Holz haben und Lagerfläche dafür. Ist das nicht gegeben ist eine Umrüstung auf Gas oder Öl eher sinnvoll.
Wenn man viel mit Holz heizen kann und die elektroheizung nur für einzelne Zimmer und/oder Übergangsperioden nutzt kann das auch sinnvoll sein.
Gruß elmore

Zu teuer!
Hi,

das Haus meiner Eltern hatte Elektroheizung.

Selbst in einer Zeit in der der Strom sehr viel billiger war als heute, hat es sich nicht gelohnt - meine Eltern haben sich damals eine Ölheizung nachgerüstet.

Ich würd wegkommen von der E-Heizung!

Hallo,
die Menge elektrische Energie, die Du im Haus verheizen willst, muss erst hergestellt werden, mit Abwaermeverlusten im Kraftwerk. So etwa ein Drittel kommt bei Dir an, zwei Drittel (bestenfalls die Haelfte) geht als Abwaerme vorher in die Umwelt.
Gruss Helmut

Hallo Claudia,

wir standen vor dem gleichen Problem. Und versuchen gerade über die KfW zwei Programme zu finanzieren. Mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm kämst Du schon recht weit. Zusätzlich kann man Modernisieren Öko Plus damit kombinieren. Das Geld ist sehr zinsgünstig und kann über jede Hausbank finanziert werden. Man kann sogar diese beiden Programme mit der Eigenheimförderung der Kfw kombinieren.

Wir wollen umrüsten und würden lt. Energieberaterin (ohne einen solchen Menschen geht das alles nicht) satte 5000 € an Heizkosten sparen, wenn wir von NAchtspeicher auf Erdwärme umrüsten. Mal abgesehen von der Energieverschwendung.

Energieberater bekommst Du auch bei deinem Stromversorger.

Viel Glück

LG Tibas

Hallo,

unser Problem ist, dass uns der rechte Überblick fehlt, um zu
entscheiden, welche Kosten für die Heizungs- und
Gebäudesanierung auf uns zukämen, je nachdem, für welche
Heizungsart wir uns entscheiden.

Kann ich bzgl. Heizung nicht ganz nachvollziehen.

  • Brennstoff:
    was wieviel in Zukunft exakt kostet, weiß heute keiner. Da müsst ihr eigene Annahmen treffen. Der verbrauchte Strom wäre dann ja euer „Brennstoff“. Bei Gas nicht die monatlichen Fixkosten vergessen. (Je weniger Energie man verbraucht, desto teurer wird die KWh Gas)

  • Heizung selbst:
    Komplettangebot von Heizungsbauer einholen. Vorsicht: keine zu große Heizung andrehen lassen, da sonst die technischen Vorteile nicht ausgenutzt werden können

  • Zusatzkosten:
    Wartungskosten und Schornsteinfeger fallen mir da ein - das ist auch einigermassen gut kalkulierbar (es gibt bei Heizungen bestimmte regelmäßige Wartungsintervalle, bei denen dann bestimmte Teile ausgetauscht werden müssen)

… wobei ich den Eindruck bekam, dass eine
Elektroheizung sich dann lohnt, wenn das Haus ausreichend
wärmegedämmt ist

„Ausreichend“ ist nicht bewertbar. Glaube den anderen Forumsteilnehmern

Auch die Kombination
Elektroheizung mit Solarenergie wäre dann denkbar.

Wenn du Fotovoltaik (Stromerzeugung) meinst, dann machst du hier einen Denkfehler.
Wenn du Thermosolar meinst dann hilft das nur im Sommer und in der Übergangszeit. Die Hauptkosten fallen im Verhältnis im Winter an.
(habe selber Thermosolar und bin sehr zufrieden, aber es gibt halt technische Grenzen)

Auch hier
fehlen uns wieder Kosteninfos und ob das überhaupt geht.

Und
welche Fördergelder uns da evtl. zustünden und wo man sie
beantragen muss.

Hausbank, BAFA (http://www.bafa.de/bafa/de/energie/index.html) und KfW (http://www.kfw.de/) helfen da weiter

Alles in Allem könnten wir „nur“ 40.000 EUR für die
Modernisierung und Renovierung des Hauses investieren

Dann reduziert euch thematisch auf den Kern.
Thermosolar etc. kosten erst einmal richtig Geld. Evtl. kann man für kleines Geld entsprechend vorrüsten/vorplanen.

, wissen
eben nicht, ob damit eine Wärmeisolierung, Heizungserneuerung
und Renovierung abgedeckt wäre. Wie kann man sowas wohl
rausfinden VOR dem Hauskauf? Denn es ist ja schon wichtig,
vorher zu wissen,was man noch reinstecken muss, je nachdem
muss mand ann entsprechend noch en Preis drücken, damit man
nicht am Ende für Kauf und Sanierung mehr zahlt als das Haus
neu gekostet hätte.

Na ja, das kommt auf den Zustand des Hauses an. Wendet euch an einen Energieberater (auch da gibt es Zuschüsse) - besser noch einen Gutachter.
Das mit „vorher zu wissen,was man noch reinstecken muss“: vergesst es. Keine Chance. Ihr müßt euch damit abfinden, dass so ein Haus auch erhebliche Risiken beinhaltet. Auch mit Gutachter lässt sich nicht alles aufdecken. (ich habe es leider selbst erfahren müssen.)
Grüße
Michael