Voraussetzung, die... oder Voraussetzung, welche.?

Hallo,

im Laufe letzter Wochen stoße ich immer wieder auf ein Dilemma, welches ich nicht lösen kann - auch Google hat mir in diesem Fall nicht helfen können…

Wann schreibt man „[…]…Voraussetzung, die […]“ und wann schreibt man „[…]…Voraussetzung, welche […]“? Wann muss nach dem Komman ein „die“ und wann „welche“ stehen? Und worin besteht der Unterschied?

Ich werde Euch für jede Erklärung dankbar sein.

Mit freundlichen Grüßen aus Saarbrücken, Vitaly Friedman,
http://www.alvit.de/vf/en/

Hi, Vitaly,

in meinen Augen gibt es keinen Unterschied. Das heißt, du kannst beide Wendungen gebrauchen.

Wenn ich mir deinen ersten Satz durchlese,

im Laufe letzter Wochen stoße ich immer wieder auf ein
Dilemma, welches ich nicht lösen kann

so hättest du hier auch schreiben können „…ein Dilemma, das ich nicht lösen kann“.

Also: Gehopst wie gedopst. Oder: Wie beim Schornsteinfeger, bei dem ist es auch egal, ob er links oder rechts vom Dach runterfällt.

Grüße aus Heidelberg

Baba

Hallo Vitaly,

„der; die; das“ sind als Relativpronomen synonym mit „welcher; welche; welches“. Allerdings ist der Gebrauch letztgenannter Formen seltener, da sie als gehobene Ausdrucksweise empfunden werden. In der gesprochenen Sprache würde ich bei „der; die; das“ bleiben, in der geschriebenen vor allem die anderen Formen wählen, wenn ein „der; die; das“ als nächstes Wort folgt („der Mann, der der Frau …“ vs. „der Mann, welcher der Frau …“).

Gruß
Christopher

hi,

„der; die; das“ sind als Relativpronomen synonym mit „welcher;
welche; welches“. Allerdings ist der Gebrauch letztgenannter
Formen seltener, da sie als gehobene Ausdrucksweise empfunden
werden.

würde nicht sagen „gehoben“, sondern „veraltet“.
sonst d’accord.
m.

Hallo
Es ist nicht immer nur die Frage alt/neu gehoben/alltäglich, sondern wie folgendes Beispiel zeigt auch „sowohl als auch“:
Bei einem Satz wie

… ein Bewerber, der der Frau den ersten Kuss gibt …

reklamiert Winword zu unrecht, weil es meint, es sei falsch; es ist aber nur schwer verständlich; deshalb schreibe ich in solchen Fällen

… ein Bewerber, welcher der Frau den ersten Kuss gibt …

Den Rest der Geschichte darfst du dir selbst ausmalen, darfst auch das Rezept auf andere einschlägige Fälle anwenden
Viel Spass
Erich