Hallo Ihr lieben,
ich habe folgende außergewöhnliche Frage an Euch:
Ein Hund den ich in Pflege genommen hatte, hat wie sich später herausgestellt hat, Flöhe und Wurmbefall.
Ich habe es beim Umgang mit dem Hund oftmals mit der Hygiene nicht so ganz genau genommen, da ich davon ausgegangen bin, dass der Hund gesund ist.
Bei Tieren gibt es eine vorbeugende Wurmkur, gibt es soetwas auch für Menschen? Ich will wirlich alles tun um einer möglichen Infektion so schnell wie möglich Einhalt zu gebieten.
Eine Zusatzfrage: Der durch Flöhe übertragene Bandwurm kann bekanntlich auch den Menschen befallen. Wie wird die Diagnose gestellt und wie sind die Symptome hierbei?
Vielen Dank
Daniel
Hallo Daniel,
in der Regel ist es so, dass die tierpathogenen Wurmparasiten beim Menschen als sog. Zoonose gelten, d. h., oftmals können sich aus deren Wurmeiern bei der Aufnahme durch den Menschen zwar noch Larven bilden, die aber nicht über dieses Stadium hinaus kommen, sodass sich keine adulten Würmer im Darm ausbilden, deren Eier dann mikroskopisch per Anreicherungsverfahren nachgewiesen werden könnten. Diese tierpathogenen Würmer sind dann auch noch tierartspezifisch, wie z. B. bei den Ascariden. Also, der spezielle Bandwurm oder Ascaris canis des Hundes kann beim Menschen nicht nachgewiesen werden.
Es genügt im Grunde, den Hund oder die Katze, da sie manches fressen, was sie draußen finden und sich so regelmäßig infizieren können, regelmäßig vorbeugend zu behandeln.
Es gibt für den Menschen Mebendazol- oder Pyrantel-haltige Antihelminthika (Vermox, Helmex) aus der Apotheke, die aber rezeptpflichtig sind, und vorbeugend werden die im Allgemeinen nicht verschrieben, was in diesem Fall ja auch gar nicht nötig wäre. Wenn man sich gruselt und nur sicher gehen will, lässt man über den Hausarzt eine Stuhlprobe zur parasitologischen Untersuchung an ein entsprechendes Labor einsenden.
Gruß, Renate