Guten Tag,
meine Mam hatte vor 1 Jahr einen Vorderwandherzinfarkt.
40% Herzleistung, Herztasche gebildet, 30 Schläge pro Min.
Meine Fragen:
Die Ärzte möchten bei Ihr einen Herzschrittmacher,
einen Defibrilator und 4 Stents legen.
-Dachte wenn ein Schrittmacher impl. wird, bräuchte man keinen Defi.?
-Wie risikoreich ist diese Op?
-Wie schnell ist meine Mam auf den Beinen?
Hab Angst davor!
Vielen Dank im Voraus!
Liebe Grüsse
Nicole Haas
Hallo Nicole,
entschuldige die späte Antwort.
Kurz zu meinem Hintergrund. Ich habe Medizintechnik studiert und die letzten Jahre Stents für große Kunden mitentwickelt.
Grundsätzlich ist jede OP ein Risiko.
Beim Stent setzen gibt es nur einen Schnitt an der großen Beinarterie, bei der dann die Stents über einen Katheter eingeschoben werden. Stents öffnen das verengte Gefäß und halten es offen. Jedoch verschließt sich das Gefäß leider in ca. 30% der Fälle wieder, so dass evtl. eine Nachbehandlung ansteht. Das ist jedoch alles klinischer Alltag (was es nicht unbedingt besser macht…)
Die Herzschrittmacher haben in den letzten Jahren sehr an Qualität gewonnen und Deine Mam wird es sehr schätzen. Genauso der Defi. Er verhindert Herzkammerflimmern, bei dem das Herz kein Blut mehr fördert. Er gibt einen Stromschlag um dem Herz wieder die Möglichkeit zu geben seinen Rhythmus zu finden. Beide Geräte werden eher an der Hautunterseite implantiert und deren Kabel führen zum Herzen.
Der Defi wacht darüber, dass das Herz niemals flimmert, der Herzschrittacher sorgt dafür, dass der Rhythmus stimmt; nicht zu schnell und nicht zu langsam.
Es wird sicherlich eine Reha geben für Deine Mam, aber ich glaube, dass sie sich in ein paar Monaten daran gewöhnt hat.
Wichtig ist, dass die Gefäße offen bleiben, aber das haben die Ärzte auch nicht in der Hand.
Ich wünsche Deiner Mam viel Glück und gute Erholung.
Jürgen