Guten Morgen liebe Forumer,
meine neue Brauchwasser-Wärmepumpe im Heizungskeller darf nur mit einem Sicherheitsventil von lediglich 6 bar Ansprechdruck abgesichert werden. Nun liegt aber der Wasserdruck am Hausanschluss zwischen 8 und 10 bar. Hinter dem Druckminderer sind es ca. 4 bar (einstellbar). Was nun, wenn der Duckminderer ausfällt? Im Aufstellraum ist kein Bodenablauf vorhanden und läßt sich auch nicht nachträglich einrichten. Bevor der ganze Keller unter Wasser steht, hat mein Installateur empfohlen, den Auslauf des Sicherheitsventils mit einem Schlauch in Bodennähe durch die Wand ins Freie zu führen. Aber gibt es da nicht technisch elegantere Lösungen ?
Hallo
Da müßte aber fast alles schiefgehen das plötzlich der Druckminderer ausfällt; zudem sollte die Funktion 1x jährlich überprüft werden und ein Druckminderer und Filter unterliegen ja auch bestimmten Wartungsintervallen. Werden die eingehalten sollte eigentlich nichts passieren.
Wenn ein Sicherheitsventil anspricht heisst das nicht das da unbedingt hunderte Liter an Wasser auslaufen. Im Normalfall spricht es nur kurz an und gibt den Überdruck ab und schließt dann wieder. Es kann aber auch passieren (je nach Alter) das das SV nicht mehr richtig schließt , weil sich z.B. etwas Dreck oder Kalk zwischen der Membran fest setzt, aber dann tröpfelt es nur leicht. Dann sollte es getauscht werden.
Wenn es vorschriftsmäßig installiert ist, d.h. oberhalb von der Wärmepumpe, dürfte der Austausch auch schnell gehen, denn dann muß nicht der gesamte Inhalt der WP entleert werden; Absperrungen vor dem Sicherheitsventil sind nicht zulässig.
Zu 90% alller Anlagen die ich betreue oder im Rahmen meiner Arbeiten sehe verfügen heizungs- sowie trinkwasserseitig über keinen Ablauf, da wurde einfach ein Rohr bis knapp über den Boden geführt und das war´s dann.
Um das eventuell austretende Wasser doch ableiten zu können und einem die Kosten dafür nicht zu hoch sind, könnte man entweder eine Kleinhebeanlage montieren (keine Kondensatpumpe, die schafft das Volumen nicht) die im Fall des Abblasen des Sicherheitsventil das austretende Wasser in einen naheliegenden Kanal fördert.
Oder man hebt einen kleinen Schacht aus in dem man eine Tauchpumpe mit Schwimmerschlater montiert und verfährt genauso mit der Ableitung wie bei der Kleinhebeanlage.
MFG
Nelsont
Hallo Nelsont,
danke für Deine ausführliche Antwort.
Also das mit dem Ausfall des Druckminderers soll wirklich nicht so selten sein, zumal wenn dieser in die Jahre gekommen oder die Wasserqualität schlecht ist (Kalk, Schmutz). Außerdem merken dies viele Leute gar nicht, bei denen der Ansprechdruck immer größer ist.
Und sein wir doch mal ehrlich, wer läßt schon jedes Jahr seine Gerätschaften überprüfen?
Ich gehe daher nach wie vor von einem Versagen des Druckminderers aus.
Wenn das z. B. zu Beginn eines 3-wöchigen Urlaubs passiert, dann strömt 3 Wochen lang ungehindert Wasser aus dem Ablauf des Sicherheitsventils. Mal ganz abgesehen von der Wasserrechnung, das kanns doch nicht sein, oder? Da muss es doch technisch irgendeine Vorbeugemaßnahme dagegen geben!
Grüße Holdrio
Hallo,
welches Sicherheitsventil ist es denn?
Heizungsanlage?
Solekreis?
Wärmeträgerkreis?
Wärmetauscherkreis?
Brauchwasser?
Das Brauchwasserventil muss beim Aufheizen sowieso tropfen, wo läft denn das Wasser hin?
MfG
Uli
Wenn das z. B. zu Beginn eines 3-wöchigen Urlaubs passiert,
dann strömt 3 Wochen lang ungehindert Wasser aus dem Ablauf
des Sicherheitsventils. Mal ganz abgesehen von der
Wasserrechnung, das kanns doch nicht sein, oder? Da muss es
doch technisch irgendeine Vorbeugemaßnahme dagegen geben!
Hallo,
nicht wirklich. Wir mussten vor wenigen Tagen den Keller leerpumpen, weil das Manometer nach dem Druckminderer defekt war, allerdings ist das nicht soo erstaunlich, da der Hausbesitzer Wartungsarbeiten generell ablehnt, und an der Wasserinstallation wurde wohl seit 20 Jahren nichts mehr gemacht. Wollte damit nur sagen, das kommt durchaus mal vor. Aber irgendwas am Wasser kann ja überall passieren, wo immer im Haus eine Wasserleitung liegt. Warngeräte kann man auch nicht überall aufstellen, dazu sind Katastophen doch wieder zu selten, und gewartet müssen die noch viel öfter werden. Ausserdem hatten wir mal eins, das hat unsere Putzfrau völlig entnervt, weil es immer losgeheult hat, wenn feucht gewischt wurde.
Eigentlich kann man nur Bekannte bitten, mal vorbeizusehen, aber dass Wasser ein paar Tage wo rausläuft, kann man nicht sicher verhindern.
Gruss Reinhard
Hallo Reinhard,
guck mal unter Holdrio bei Sonstiges im Forum von HaustechnikDialog. Da hab ich praktisch das gleiche Thema angesprochen und es hat eine lebhafte Diskussion mit vielen Tipps gegeben.
Grüße Holdrio
Hallo Uli,
guck mal unter dem Tipp, den ich Reinhard gegeben habe.
Gruß Holdrio