Vorfußschmerzen - kompliziert+lang

Hallo,

also vorweg: war schon beim Arzt und gehe auch „gern“ wieder, möchte aber Unnötiges vermeiden und daher Rat!

Ich habe seit einigen Monaten zunehmende Vorfußschmerzen. Und zwar eher in Richtung Fußrücken als -sohle und immer „zwischen den Zehen“ bzw. da wo der m. extensor digitorum brevis verläuft. Angefangen hat es zwischen DI und II li., inzwischen ist es aber überall.
Der Schmerzcharakter ist stechend und vom Zehengrundgelenk nach proximal ziehend bis ca. Höhe os naviculare.

Abhängig ist der Schmerz schon von Belastung, aber wie Muskelkater kommt er verzögert - wenn ich an einem Tag mehr laufe als sonst (und das ist nicht viel, weil ich inzwischen so wenig wie möglich laufe wegen der Schmerzen), habe ich so 8 Stunden später höllische Schmerzen. Die bessern sich, sobald ich mich „warm laufe“ und sind immer am schlimmsten, wenn ich eine Weile gesessen oder gelegen habe - also maximal morgens nach dem Aufstehen, aber eine halbe Stunde sitzen reicht auch schon. Dann schone ich wieder, und im Verlauf von 3-4 Tagen werden die Schmerzen weniger bis zu einem basalen und fast erträglichen Level, das jetzt immer bleibt (anfangs waren die Schmerzen nur am Morgen nach stärkerer Belastung da und gingen ganz wieder weg).

Als ich vor einigen Wochen zum Orthopäden ging - da waren die Schmerzen nur einseitig! - meinte der, ohne mich ausreden zu lassen, ich hätte Spreizfüße und bräuchte Einlagen. Gesagt-getan, ich trug also eine Woche später Einlagen mit der Auflage, eine Weile zu warten, bis es sich bessert. Tja, leider wurde es immer schlimmer (jetzt bds und nicht nur zwischen zwei Zehen, sondern quer über den Ganzen Vorfuß), also bin ich zwei Monate später wieder hin und habe das erklärt.

Antwort: „Suchen Sie sich eine sitzende Tätigkeit“!

Dazu muß ich mal sagen, daß ich noch keine 30 bin, aber laufe wie eine 85jährige Omi, weil beide Vorfüße weh tun und ich mein Gewicht deswegen nach hinten verlagere.

Ich habe ein Hochbett, das mit vier Leitersprossen erreichbar ist - abends mit Zähne-Zusammenbeißen noch, aber wenn ich nachts mal zur Toilette muß, tut der Abstieg so weh, daß ich danach auf dem Sofa weiterschlafen muß, weil ich die Leiter nicht mehr hochkomme.

Als ich (zur sitzenden Tätigkeit) erstaunt meinte, das das ja wohl nicht die Lösung sein könne, verordnete der Orthopäde widerwillig und unter ständigem „Geldverschwendung“-Gemurmel Röntgenaufnahmen. Die waren dann auch ohne Hauptbefund (Nebenbefunde: Os naviculare cornutum + bds. jew. 3 Sesambeine).
Immerhin verordnete man mir neue Einlagen mit einer extrem hohen Pilotte und Vorfußweichbettung. Tja, und die kann ich absolut nicht anziehen, weil sie mir solche Schmerzen machen, daß ich gar nicht merke, ob die eigentlichen besser werden!

Wiederum der Rat: „Hab ich mir gedacht, daß die zu hoch für Sie sind. Suchen Sie sich ne sitzende Tätigkeit“.

Tja, lange Rede, kurzer Sinn - hat jemand eine Idee, wie ich jetzt günstigerweise verfahren kann? Macht es Sinn, meinen Hausarzt um eine zweite Überweisung zu einem (anderen) Orthopäden anzuflehen, oder sagt der mir wieder das Gleiche? Geht dann wieder die Messen-Warten-Einlagen holen-Probieren-Hingehen-usw.-Geschichte los?
Oder lieber Uniklinik? Da bekomme ich allerdings keine Überweisung hin, und soweit ich weiß behandeln die nur auf Ü-Schein.
Oder hat jemand gute Erfahrung mit Osteopathen gemacht? Da sind die „Erstgeschprächs-Gebühren“ halt relativ hoch und so auf Verdacht will ich das nicht machen…

Also ich wäre dankbar für Eure two cents!!
L.Weipert

Hallo,

also bei einem Osteopathen anzufragen kostet nie was!
Und ich kenn auch keinen, der beim ersten Mal mehr Geld nimmt, als bei nachfolgenden Terminen.
Gerade in München gibts einige sehr gute.
Der eine heißt Michel Puylaert. Ich habe grad bei Telefonbuch.de gesehen, das seine Frau anscheinend Physiotherapeutin ist! Und sich auch mit Osteopathie auskennt.
Mein Tip also: Physiotherapierezept holen und sich einen Physiotherapeuten suchen, der sich evtl. auch damit auskennt.
Unter den Medizinstudenten kenne ich auch einen sehr guten Osteopathen! :wink:) Er heißt Dominic Taylor. Engländer, der schon lange fertig Osteopathie studiert hat und jetzt bei Euch noch Medizin obendrauf macht.

Beides Dozenten von mir, sehr gute.

Vielleicht haben die beiden ja auch noch einen Tip für einen Orthopäden, bei dem es sich lohnt, den Hausarzt noch mal zu bequatschen.
Was für bildgebende Verfahren gemacht werden müssten, um evtl noch genauer eine Ermüdungsfraktur oder ein beginnendes Neurinum zu erkennen, weißt Du ja auch, wenn Du also meinst, das es sein muß, sprich offen mit dem jeweiligen Arzt.
Für mich hörne sich Deine Beschwerden doch eher funtionell an, gerade der m.dig.ext.min. kann herrlich Schmerzen machen.
Physiotherapeuten nach Brügger können da auch was mit anfangen! bruegger-therapie.de
Meine Fragen wären auch: Was für Schuhe trägst Du, kannst Du irgendwie ienen Auslöser feststellen, machst Du Sport? Dehnst du danach…
Ich habe diese Schmerzen nach einem bestimmten Paar Schuhen und ich walke dann meine Fußflexoren mit einem Tennisball durch, im Stehen. Und tupfe mit einer ganz heißen Wärmflasche die Fußsohle, Wade und oben die shcmerzenden Stellen ab und dehne Fuß und Waden!

Viel Glück weiterhin, und kannst ja mal bescheid sagen, ob Du einen von beiden kontaktiert hast.
Gruß
Kathy

also vorweg: war schon beim Arzt und gehe auch „gern“ wieder,
möchte aber Unnötiges vermeiden und daher Rat!

Ich habe seit einigen Monaten zunehmende Vorfußschmerzen. Und
zwar eher in Richtung Fußrücken als -sohle und immer „zwischen
den Zehen“ bzw. da wo der m. extensor digitorum brevis
verläuft. Angefangen hat es zwischen DI und II li., inzwischen
ist es aber überall.
Der Schmerzcharakter ist stechend und vom Zehengrundgelenk
nach proximal ziehend bis ca. Höhe os naviculare.

Abhängig ist der Schmerz schon von Belastung, aber wie
Muskelkater kommt er verzögert - wenn ich an einem Tag mehr
laufe als sonst (und das ist nicht viel, weil ich inzwischen
so wenig wie möglich laufe wegen der Schmerzen), habe ich so 8
Stunden später höllische Schmerzen. Die bessern sich, sobald
ich mich „warm laufe“ und sind immer am schlimmsten, wenn ich
eine Weile gesessen oder gelegen habe - also maximal morgens
nach dem Aufstehen, aber eine halbe Stunde sitzen reicht auch
schon. Dann schone ich wieder, und im Verlauf von 3-4 Tagen
werden die Schmerzen weniger bis zu einem basalen und fast
erträglichen Level, das jetzt immer bleibt (anfangs waren die
Schmerzen nur am Morgen nach stärkerer Belastung da und gingen
ganz wieder weg).

Als ich vor einigen Wochen zum Orthopäden ging - da waren die
Schmerzen nur einseitig! - meinte der, ohne mich ausreden zu
lassen, ich hätte Spreizfüße und bräuchte Einlagen.
Gesagt-getan, ich trug also eine Woche später Einlagen mit der
Auflage, eine Weile zu warten, bis es sich bessert. Tja,
leider wurde es immer schlimmer (jetzt bds und nicht nur
zwischen zwei Zehen, sondern quer über den Ganzen Vorfuß),
also bin ich zwei Monate später wieder hin und habe das
erklärt.

Antwort: „Suchen Sie sich eine sitzende Tätigkeit“!

Dazu muß ich mal sagen, daß ich noch keine 30 bin, aber laufe
wie eine 85jährige Omi, weil beide Vorfüße weh tun und ich
mein Gewicht deswegen nach hinten verlagere.

Ich habe ein Hochbett, das mit vier Leitersprossen erreichbar
ist - abends mit Zähne-Zusammenbeißen noch, aber wenn ich
nachts mal zur Toilette muß, tut der Abstieg so weh, daß ich
danach auf dem Sofa weiterschlafen muß, weil ich die Leiter
nicht mehr hochkomme.

Als ich (zur sitzenden Tätigkeit) erstaunt meinte, das das ja
wohl nicht die Lösung sein könne, verordnete der Orthopäde
widerwillig und unter ständigem „Geldverschwendung“-Gemurmel
Röntgenaufnahmen. Die waren dann auch ohne Hauptbefund
(Nebenbefunde: Os naviculare cornutum + bds. jew. 3
Sesambeine).
Immerhin verordnete man mir neue Einlagen mit einer extrem
hohen Pilotte und Vorfußweichbettung. Tja, und die kann ich
absolut nicht anziehen, weil sie mir solche Schmerzen machen,
daß ich gar nicht merke, ob die eigentlichen besser werden!

Wiederum der Rat: „Hab ich mir gedacht, daß die zu hoch für
Sie sind. Suchen Sie sich ne sitzende Tätigkeit“.

Tja, lange Rede, kurzer Sinn - hat jemand eine Idee, wie ich
jetzt günstigerweise verfahren kann? Macht es Sinn, meinen
Hausarzt um eine zweite Überweisung zu einem (anderen)
Orthopäden anzuflehen, oder sagt der mir wieder das Gleiche?
Geht dann wieder die Messen-Warten-Einlagen
holen-Probieren-Hingehen-usw.-Geschichte los?
Oder lieber Uniklinik? Da bekomme ich allerdings keine
Überweisung hin, und soweit ich weiß behandeln die nur auf
Ü-Schein.
Oder hat jemand gute Erfahrung mit Osteopathen gemacht? Da
sind die „Erstgeschprächs-Gebühren“ halt relativ hoch und so
auf Verdacht will ich das nicht machen…

Also ich wäre dankbar für Eure two cents!!
L.Weipert

Hallo Kathy,

erstmal vielen Dank für den guten Rat! Ich werde es mal mit einem Osteopathen versuchen. Chancen auf ein Physiotherapie-Rezept habe ich wohl nur, wenn ich vorher zu einem anderen Orthopäden wechsle - meiner hat ja schon beim Röntgen geschimpft und hält alles außer der „sitzenden Tätigkeit“, die natürlich kurzfristig sehr krankenkassenschonend ist, für Geldverschwendung.

Für mich hörne sich Deine Beschwerden doch eher funtionell an,
gerade der m.dig.ext.min. kann herrlich Schmerzen machen.

Tja ich bin da ein bißchen unsicher, weil ich den schmerzlos bewegen kann, also z.B. keine Probleme damit habe, die Zehen hochzuziehen. Meinst Du, das könnte trotzdem der Übeltäter sein?

Meine Fragen wären auch: Was für Schuhe trägst Du, kannst Du
irgendwie ienen Auslöser feststellen, machst Du Sport? Dehnst
du danach…

Ich trage fast nur Sportschuhe (also im Winter auch Stiefel und im Sommer flache Sandalen - zumindest früher, ging dieses Jahr wegen der Einlagen nicht, hat sich jetzt mit den neuen untragbaren aber wohl erledigt). Alle halbe Jahre mal Pumps am Abend, aber sonst keine Absätze mehr - mußte ich früher beruflich, aber seit meinem Wechsel zur Medizin bin ich „runter“…

Einen einzigen Auslöser sehe ich, abgesehen von Belastung allgemein, nicht. Angefangen hat das Ganze im September 06, als ich mal eine total hektische Woche hatte und nur auf den Beinen war - damals dachte ich an eine Marschfraktur, weil der Schmerz noch sehr lokal begranzt war und plötzlich kam. Ein paar Wochen später mußte der Fuß wegen eines Kapsel- und eines Bandrisses im USG eh ruhiggestellt werden, da ging ich davon aus, die anderen Schmerzen würden sich da mit auskurieren.
Hat leider nicht funktioniert. Sobald ich wieder auf den Füßen war, kamen sie zurück und wurden dann eben stärker, bis ich im Februar zum Arzt ging…

Sport mache ich eigentlich seit Herbst letzen Jahres nicht mehr - wegen der Füße. Jetzt gehe ich höchstens noch schwimmen, weil selbst Radfahren zuviel Vorfußbelastung bedeutet. Ich habe aber auch vorher nur mäßig viel Sport gemacht und auch nichts sehr Gelenk- oder fußbelastendes wie Joggen, Tennis o.ä. Leider zeigt sich meine Sportabstinenz inzwischen auf der Waage und auch in der Kondition…

Ich habe diese Schmerzen nach einem bestimmten Paar Schuhen
und ich walke dann meine Fußflexoren mit einem Tennisball
durch, im Stehen. Und tupfe mit einer ganz heißen Wärmflasche
die Fußsohle, Wade und oben die shcmerzenden Stellen ab und
dehne Fuß und Waden!

Werde ich versuchen!

Viel Glück weiterhin, und kannst ja mal bescheid sagen, ob Du
einen von beiden kontaktiert hast.

Mach ich! Danke!

Hallo,
das ist echt ein blöder Spruch mit der sitzenden Tätigkeit! Da bekomm ich ja sooo nen Hals.
Aber was solls.

Manchmal kan es sein, das Muskeln auf Konzentrik keine Schmerzen macht, sondern eher beim „nachgeben“, also in exzentrischer Arbeit. Und es kann vom Zusammenspiel des Muskels bei der Belastung abhängen und somit evtl nicht beim isolierten Anspannen zu merken sein.

Dein Bänderriß sollte auch behandelt werden. Auch wenn der erst nach den ersten Beschwerden war kann er an der Erhaltung der Beschwerden beteiligt sein!
Mit den Maßnahmen wie Wärmflasche und Dehnung und Tennisball hast Du da erst mal einen guten Anfang. Alles weitere ist individuell anzustimmen und gehört in Fachhände, aber „umgeknickte“ Füße zu behandeln gehört zumindest für mich zum täglichen Brot!

Naja, wenn Du magst, kannst Du mich ja auf dem laufenden halten!
Gute Nacht!
Kathy

erstmal vielen Dank für den guten Rat! Ich werde es mal mit
einem Osteopathen versuchen. Chancen auf ein
Physiotherapie-Rezept habe ich wohl nur, wenn ich vorher zu
einem anderen Orthopäden wechsle - meiner hat ja schon beim
Röntgen geschimpft und hält alles außer der „sitzenden
Tätigkeit“, die natürlich kurzfristig sehr
krankenkassenschonend ist, für Geldverschwendung.

Tja ich bin da ein bißchen unsicher, weil ich den schmerzlos
bewegen kann, also z.B. keine Probleme damit habe, die Zehen
hochzuziehen. Meinst Du, das könnte trotzdem der Übeltäter
sein?

Ich trage fast nur Sportschuhe (also im Winter auch Stiefel
und im Sommer flache Sandalen - zumindest früher, ging dieses
Jahr wegen der Einlagen nicht, hat sich jetzt mit den neuen
untragbaren aber wohl erledigt). Alle halbe Jahre mal Pumps am
Abend, aber sonst keine Absätze mehr - mußte ich früher
beruflich, aber seit meinem Wechsel zur Medizin bin ich
„runter“…

Einen einzigen Auslöser sehe ich, abgesehen von Belastung
allgemein, nicht. Angefangen hat das Ganze im September 06,
als ich mal eine total hektische Woche hatte und nur auf den
Beinen war - damals dachte ich an eine Marschfraktur, weil der
Schmerz noch sehr lokal begranzt war und plötzlich kam. Ein
paar Wochen später mußte der Fuß wegen eines Kapsel- und eines
Bandrisses im USG eh ruhiggestellt werden, da ging ich davon
aus, die anderen Schmerzen würden sich da mit auskurieren.
Hat leider nicht funktioniert. Sobald ich wieder auf den Füßen
war, kamen sie zurück und wurden dann eben stärker, bis ich im
Februar zum Arzt ging…

Sport mache ich eigentlich seit Herbst letzen Jahres nicht
mehr - wegen der Füße. Jetzt gehe ich höchstens noch
schwimmen, weil selbst Radfahren zuviel Vorfußbelastung
bedeutet. Ich habe aber auch vorher nur mäßig viel Sport
gemacht und auch nichts sehr Gelenk- oder fußbelastendes wie
Joggen, Tennis o.ä. Leider zeigt sich meine Sportabstinenz
inzwischen auf der Waage und auch in der Kondition…

Werde ich versuchen!
Mach ich! Danke!