Ich weiß nicht so recht, wie ich es formulieren soll…
Eine Freundin fragt, ob es wohl Vorgaben gibt für die Väter, wenn sie einmal pro Monat ihre Kinder (Zwillinge, 5) bei sich schlafen lassen?
Fall: sie schlafen auf dem Sofa, im Wohnzimmer wird geraucht. Auf einem Sofa, wohlgemerkt.
Die Eltern sind geschieden.
Habe ich mich verständlich ausgedrückt? Ich hoffe…
Hallo Carmen!
Verstehe ich das richtig: die Kinder schlafen in einem verqualmten Zimmer?! Das wäre unverantwortlich!
Das Sofa wäre nicht das Problem, meiner Meinung nach. Allerdings sollte gewähleistet sein, dass für die Kinder ein separates, gut gelüftetes Zimmer zur Verfügung steht, in das sie sich bei Bedarf zurückziehen können.
Wird das Wohnzimmer denn abends nicht vom Vater genutzt?
soweit ich weiss ist die Privatsphäre geschützt wie kaum etwas anderes und man mag über solche Geschehnisse denken wir man will (das mit dem Rauch halte ich auch für schädlich) aber unter dem Strich ist es wohl für alle besser wenn der Staat nicht in alles reinschauen & vorschreiben darf.
Da ist die Eigenverantwortung der richtige Hebel an dem man ansetzen sollte.
Viele Grüße
Me
(körperliche und seelische Gewalt, Verwahrlosung etc. explizit ausgenommen)
Ich dachte mehr so Richtlinien/Vorschriften, wie man Kinder
unterbringen soll (muß?) Vom Jugendamt oder so.
Nein, glücklicherweise gibt es so etwas noch nicht. Das mag im Einzelfall (wie hier) bedauerlich sein. Aber wenn ich mir vorstelle welche Folgen es hätte, dürfte der Staat solche Vorschriften machen, bin ich wirklich froh daß der private Bereich weitestgehend vor dem Staat geschützt ist.
zunächst mal dieses: Ich halte es für unverantwortlich in der Gegenwart von Kindern zu rauchen oder diese in einem verqualmten Zimmer schlafen zu lassen. Ich selbst habe so damals zu Zivizeiten meine lieben Kollegen bekehrt, als ich recht deutliche Worte dazu fand, mir zum Feierabend das Erzieherzimmer vor meiner Nachtbereitschaft einzuräuchern.
Jetzt aber das andere: Es ist leider in der Realität so, dass vielen Menschen ihre Sucht wichtiger als die Gesundheit ihrer Mitmenschen (und auch der eigenen Kinder) ist. Schau mal an der Ampel in das Auto neben dir. Da wird oft genug auf engstem Raum mit Kindern geraucht. Geh auf beliebige Feiern mit teilweise auch kleinen Kindern, wage es eine Eisdiele mit Kindern zu besuchen, … Glaube doch nicht, dass in erkennbarer Zahl Leute auf die Kippen verzichten würden. Verboten gehört es, ist es aber weder bislang, noch ist dies in Sicht. Und insoweit ist der Vater hier nicht besser und nicht schlechter als viele andere Raucher. Du kannst es mit nachvollziehbaren Argumenten versuchen, die Du auch bei jedem anderen Raucher anbringen würdest, solltest aber vermeiden es auf eine spezifische „Getrenntlebender-Vater“-Schiene zu bringen.