Hallo an alle,
schon Stunden brachte ich damit zu, sämtliche Foren im Internet zu durchforsten, doch da alle Fälle immer unterschiedlich sind, wende ich mich mal selber an euch.
Also:
Vor ca 3 Wochen habe ich mein Sofa von der Wand abgezogen, und kreischte auf. Alles saß voll Schimmel, grün, eklig. Das Wasser stand auf der Steckdose, als mein Hausmeister die Tapete an der Stelle herunterriss, hatte er nasse Hände. Sofort machte er Fotos von allem, auch hinter meinem Bett entdeckte ich Schimmel.
Der Vermieter bzw. unsere Verwaltung (wohne in einer WG) meldete sich relativ schnell und der Verwaltungsfuzzi sah sich mit einem „Gutachter“, den eine meiner WG-Bewohnerinnen bereits kannte, um. Der Gutachter fühlte ein bisschen, irrte durch die Wohnung, auf dem Balkon, wieder durch die Wohnung und schließlich in die Wohnung über uns, in der eine meiner Mitbewohnerinnen auch mal gewohnt hatte.
Pünktlich zu Weihnachten flatterte ein Brief der Verwaltung herein, die mich beschuldigte, den Schaden selbst verursacht zu haben, blabla, Lüften Heizen etc, kennt ihr ja. Zudem sei ja erheblich viel Kondenswasser am Fenster gewessen.
Dabei ist in der Wohnung über uns Schimmelbefall, deswegen zogen die Mädels auch damals in diese ein, komischerweise mussten die nichts zahlen und bekamen noch Umzugskosten erstattet. Zuerst hatte der Vermieter es bei ihnen aber auch mit der Heizen-Lüften-Masche probiert.
In der Nachbarwohnung schimmelte es auch schon- dort wurde allerdings saniert. Das Regenrohr auf dem Balkon ist kaputt und die Wand an der es hier schimmelt ist die Außenwand zum Balkon.
Darüber hinaus bin ich nicht blöd und weiß sehr wohl wie man richtig lüftet und heizt. Was anderes bleibt mir hier auch nicht übrig, denn sonst erfriere ich in diesem Zimmer ja im Winter. Das Kondenswasser ist immer da, egal was ich tue. Die Außenwand scheint so voll Wasser zu sitzen, dass ich das nicht ausgleichen kann. Klar versucht der Vermieter, MIR das anzuhängen.
Dann noch dieser Sachverständige. Er hatte weder ein Messgerät dabei noch hat er sich Notizen gemacht oder sonst was, das „Gutachten“ was der geschrieben haben soll möchte ich ja gerne mal sehen. Ohne Messgerät kann der doch auch gar nicht irgendwelche Einschätzungen äußern, oder? Oder misst er mit seinen Adleraugen? Der war auch nicht unabhängig, das ist immer der gleiche Typ der sich hier die Wohnungen ansieht wenn es wieder Schimmelärger gibt. Daher kannte meine Mitbewohnerin ihn ja noch.
Das sind so nun alle Randgegebenheiten die man kennen sollte. Ich weiß es war etwas ausschweifend, aber bevor eine Information fehlt, gebe ich lieber zu viele.
Ich habe vor, nachher zur Öffentlichen Rechtsauskunft zu gehen.
Meine Frage an euch : Wie seht ihr meine Chancen, ohne großen Aufwand den Vermieter dazu zu bewegen, endlich was zu machen? Wird der Vermieter bei der Beweislast sich schnell ergeben oder wird er sich querstellen? Reichen die beschriebenen Sachen als Beweis, dass es am Baumangel liegt?
Mit Frist setzen und Mietminderung drohen habe ich schon es schon versucht, dem hat er nur widersprochen in dem Brief mit den Worten, die Einschätzung von Herrn XX sei genauso, und ich soll auf eigene Kosten fachgerecht den Schaden beseitigen.