Angenommen, jemand wohnt innerorts nahe am Ortsausgang an einer Kreisstraße, Tempolimit 50 km/h. Die Straße ist ein Schulweg. Täglich rasen PKW und LKW mit sehr stark erhöhter Geschwindigkeit vorbei, LKW oft 80 km/h, PKW teils über 100 km/h. Es sind oft immer die gleichen Leute.
Blitzen bringt wenig, spricht sich schnell rum, am nächsten Tag wird wieder gerast.
Wie könnte der Anwohner, dessen Kinder gefährdet werden und der den Lärm ertragen muss, wehren?
Wie könnte der Anwohner, dessen Kinder gefährdet werden und
der den Lärm ertragen muss, wehren?
Umziehen.
Wenn selbst regelmäßiges Blitzen nicht hilft, was sollte die Autofahrer dann zu langsameren Fahren veranlasssen. Ich glaube kaum, dass die Gemeinde die Straße umbauen wird.
Wie könnte der Anwohner, dessen Kinder gefährdet werden und
der den Lärm ertragen muss, wehren?
Gar nicht. Ausser natürlich umziehen, wie bereits vorgeschlagen.
Wir wohnen gleich nähe einer bekannten Rennstrecke und die PKW oder LKW Faher rasen hier Innerorts mit 200 Sachen durch. Viele Anwohner haben durch diese Raser Tiere und Mitmenschen verloren.
Aber sämtliche Beschwerden als auch Anträge wurden von allen Behörden abgewiesen. Da unsere Gegend von dem Rasertourismus lebt und so mancher Raser ein hohes Tier (irgendein Dorf Vorsteher oder Vereinsmitglied) aus unserer Gegend ist.
Ein Familienvater stellte daraufhin eine Blitzattrappe auf. Diese wurde entfernt und er musste eine Geldstrafe bezahlen.
Dabei könnte unsere Gegend ein Vermögen an den Geschwindigkeitsüberschreitungen verdienen. Wir könnten unsere Strassen mit Gold statt Teer pflastern…
Angenommen, es besteht weder ein Halt noch ein Parkverbot. Wenn dann auf jeder Straßenseite in bestimmten Abständen ein Kfz, geparkt werden würde dann…
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Antrag auf verkehrsberuhigende Maßnahmen
Da wir in Deutschland immer noch in einem Rechtsstaat leben, bleiben halt „nur“ die rechtlichen Mittel, und wenn kurzfristige Maßnahmen nicht helfen da Gesetze nicht eingehalten werden, bleibt nur die Möglichkeit, dem „Rasen“ den Reiz zu nehmen oder es für den Fahrzeughalter selbst zu riskant zu machen.
Ohne daß sich daraus für die zuständigen Behörden ein unmittelbarer Handlungsbedarf ergibt, können die Bürger einen Antrag auf Durchführung verkehrsberuhigender straßenbaulicher Maßnahmen stellen, die bei einer signifikanten Geschwindigkeitsüberschreitung einen hohen Schaden am Fahrzeug verursachen, ohne die sonstige Verkehrssicherheit zu gefährden.
Hierbei können konkrete Hinweisen auf Referenzmodelle, welche in anderen Orten zum Einsatz kommen, das Ganze praktikabler gestalten als nur die theoretische Bitte um ein „Macht mal was…“
All dies muß erst von der Gemeindeverwaltung erwünscht, dann von den Verkehrsbehörden genehmigt und schlußendlich noch irgendwie finanziert werden - was mit Sicherheit nicht „von jetzt auf gleich“ umgesetzt wird.
Hallo,
es gibt eine neue Verkehrsphilosophie namens ‚shared Space‘ (http://de.wikipedia.org/wiki/Shared_Space). Vielleicht wäre das was für Deinen Wohnort. Nicht kurzfristig, aber auf Dauer (weil man nicht alles auf einmal umbauen kann - das kostet schließlich Geld) kann man damit erwiesenermaßen:
die Sicherheit erhöhen
die maximale Geschwindigkeit der Autos erniedrigen
die durchschnittliche Geschwindigkeit der Autos erhöhen
die gegenseitige Rücksichtnahme der Autofahrer ganz wesentlich verbessern
langfristig Kosten senken
Optik und Zufriedenheit verbessern.
Ich fahre täglich durch einen derartigen Bereich. Genial. Was auch alle Kritiker nach und nach zugeben mussten. Sogar nach Verlassen des Bereiches wirkt es noch nach - es hat halt niemand mehr das ‚Grün-Gefühl‘ der letzten Ampel im Hinterkopf, sondern das ‚Vorsicht und Rücksicht‘, das er grad erlebt hat.
Und es soll bald Nachahmer geben (siehe auch Wiki, Hamburg und Bremen werden da noch gar nicht genannt, wollen aber auch). Alle zwei Tage wird eine andere Abordnung irgendeiner Gemeinde über den Platz geführt und alles erklärt. Mach doch eine Eingabe an Deine Verwaltung. Manchmal fehlt nur der zündende Gedanke, um etwas auszulösen.
Gruß
loderunner
interessantes Konzept, war mir bis dato unbekannt, scheint
aber sehr gut zu sein.
Ist es. Vorher war an dieser vielbefahrenen Ampelkreuzung regelmäßig (täglich außer am Wochenende) Stau. Und auch nachts stand man oftmals vor einer roten Ampel, obwohl kein Mensch zu sehen war. Trotzdem diese Ampel schon relativ modern mit mehreren Sensoren in jeder Fahrtrichtung ausgestattet war und sich der Verkehrslage angepasst hat, zudem auch auf keine weitere Ampelanlage synchronisiert werden musste. Ein weiteres Problem waren die Schulkinder, die morgens einfach diagonal zu Fuß oder mit Fahrrad die Kreuzung überquert haben. Völliges Chaos.
Nun passt jeder automatisch auf und achtet auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Es hat seit Bestehen erst einen Unfall mit zwei Fahrzeugen gegeben, vorher war das einmal pro Monat. Die Staus sind kaum noch zu beobachten und lösen sich in maximal 2Minuten wieder auf. Langsam sich einfädelnd über die Kreuzung rollen ist eben immer noch schneller als an einer roten Ampel anhalten zu müssen und dann mit Vollgas loszubrettern. Und, wie gesagt, wer eine grüne Ampel im Hinterkopf hat, fühlt sich vorfahrtberechtigt und nimmt weniger Rücksicht. Es hat früher deshalb nie so viele Autos gegeben, die an den folgenden Zebrastreifen anhalten wie jetzt nach dem Umbau. Die Auswirkungen merkt man tatsächlich bis zum Ortsausgang.
Angenommen, jemand wohnt innerorts nahe am Ortsausgang an
einer Kreisstraße, Tempolimit 50 km/h. Die Straße ist ein
Schulweg. Täglich rasen PKW und LKW mit sehr stark erhöhter
Geschwindigkeit vorbei, LKW oft 80 km/h, PKW teils über 100
km/h.
Meistens verschätzen sich Laien in solchen Fällen gewaltig. Vermutlich geht es um 70-80 Km/h. Da muss man dann als Anwohner wohl durch. Man möge bedenken, dass man möglicherweise auch entsprechend günstig die Immobilöie gekauft hat.
Es sind oft immer die gleichen Leute.
Dann spreche sie doch mal darauf an.
Blitzen bringt wenig, spricht sich schnell rum, am nächsten
Tag wird wieder gerast.
Böse Welt.
Wie könnte der Anwohner, dessen Kinder gefährdet werden und
der den Lärm ertragen muss, wehren?
Antrag bei der Gemeinde auf stationären Blitzer stellen.
Umzieen.