Vorhaut-OP nötig, eventuell früher?

Liebe/-r Experte/-in,
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Asbach,

ich habe bereits gelesen, daß Sie hier keine Sprechstunden durchführen werden, das respektiere ich natürlich.
Ich wende mich trotzdem an Sie, weil ich folgendes Problem habe:
Der Vater meines 8-jährigen Sohnes, mit dem ich nicht mehr zusammenlebe, hat mir von einer bevorstehenden ‚Operation‘ erzählt. Leider ist er mit Informationen immer sehr zurückhaltend, so daß ich nicht genau erfahren konnte, was gemacht werden soll.
Ich weiß nur folgendes: Er kann seit einiger Zeit nicht richtig Wasser lassen, was dazu geführt hat, daß sein Bauch leicht aufgebläht ist, da ‚die Blase nicht richtig entleert werden kann‘. Das ist anscheinend die einzige Diagnose des Arztes, der danach einen OP-Termin für den 27. August angesetzt hat, bei dem unter Narkose die Vorhaut verkürzt werden soll und „richtig“ nachgeschaut werden soll, was da eigentlich los ist.
Ich frage mich nun, ob es nicht fahrlässig ist, solange zu warten, bis man überhaupt erst mal eine richtig Diagnose hat, ob es vielleicht Krebs oder etwas anderes schlimmeres sein könnte.
Ich sorge mich vor allem auch weil er sowieso nie schnell zum Arzt geht, sondern eher erst mal sehr, sehr lange abwartet.
Ich bin in der Regel keine Hypochonderin, aber je weniger Informationen ich habe, desto unwohler fühle ich mich. Von ihm selber kommt nichts mehr, aber ich möchte doch, daß unser Sohn noch lange etwas von seinem Vater hat und würde ihn gegebenenfalls drängen, eine 2. Meinung oder einen früheren Termin zu besorgen.

Können Sie mir weiterhelfen?
Ich wüßte sonst keinen anderen Weg, an Informationen zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen,

Nicole Podschadel

P.S.: Verzeihen Sie, daß es so lang wurde.

Hallo,

aus der Entfernung kann ich mich natürlich nur sehr
bedingt äussern: Nur, wenn die gestörte Blasenent-
leerung Folge einer Vorhautenge (Phimose) sein soll,
dann muss die Vorhaut ja fast zu sein und das klingt
irgendwie nicht sehr plausibel. Eher könnte es sein,
dass eine (angeborene) Harnröhrenenge vorliegt. Das
kann man ja kinderurologisch sehr rasch klären. Ich würde an Ihrer Stelle auf einer unverzüglichen kinder-
urologischen Untersuchung bestehen.

Gruss, HWA