Vorhautverengung

Hallo,
unser Kind ( fast 3 ) hat eine Vorhautverengung und unter der Eichel sieht man so ein Weises Zeug. Das hatte sich auch schon entzündet und da haben wir eine Gelbliche Lösung bekommen,die Ärzte wollen wenn keine Narbenbildung bleibt erst in 2 Jahren die Vorhautverengung behandeln. Muss ich das so hinnehmen, oder kann man etwas dagegen tun?
Liebe Grüße

Hi,

wie, da hat sich schon was entzündet und die Ärzte wollen erst in 2 Jahren etwas machen?
Bei wie vielen Ärzten bist du schon gewesen? Bei was für Ärzten bist du gewesen?

mfg,

Hanzo

Hallo,

bei Kleinkindern ist noch gar nicht vorgesehen, die Vorhaut zurückzuschieben meist ist sie eh noch mit der Eichel verklebt weshalb es durchaus sein kann, dass das bei einem 3 Jährigen noch nicht so ohne weiteres geht.
Manipulationen, wie das oft empfohlene fast schon trainingsmäßige Zurückschieben der Vorhaut kann zu Mikrorissen führen, die narbig verheilen und dann eine dauerhafte behandlungsbedürftige Phimose zur Folge hätten.
Das weisse Zeug was Du da siehst ist Smegma
http://de.wikipedia.org/wiki/Smegma
Meist gibt sich eine Vorhautverengung oder auch Verklebung wenn das Kind in die Schule kommt. Sollte das nicht der Fall sein, oder wenn sich häufiger Entzündungen bilden, dann müsste man reagieren.
Es spricht nichts dagegen eine zweite Meinung einzuholen, dennoch würde ich erstmal behandeln und dann abwarten, ob es sich nochmal entzündet.
Wenn da allerdings wirklich operativ was gemacht werden müsste, würde ich das in einer Jahreszeit machen, in der er ein paar Tage bequem ohne Höschen laufen kann.

Gruß
Maja

Ein Professor, bei dem ich einst Vorlesungen in Kinderheilkunde hatte, pflegte, wen die Eltern mit diesem Problem zu ihm kamen, zu fragen:
„Kann es pinkeln?“
„Ja“
„Und was denken Sie, soll es sonst noch können?“

Ansonsten hat Montanus recht. Wenn es unbedingt sein muß: Beschneidung. Und da ist die Jahreszeit egal. Jüdische Kinder pflegen das ganz gut zu überleben.

Hallo.
Mein Sohn ist jetzt bald 8 und hat eine Vorhautverengung.
Das erst Mal beim Kinderchirurgen waren wir auch zwischen 3-4 Jahren.
Ich habe grosses Vertrauen zu unserem Arzt. Dieser signalisiert mir immer wieder, dass wir Zeit haben.
Mein Sohn hatte auch schon zwei Entzündungen. Das war jeweils zu Zeiten, bei denen ich die Reinlichkeit nicht beaufsichtigen konnte. (Ferien woanders)
Mit täglicher Reinigung kann man in den meisten Fällen solche Entzündungen verhindern.
Im Moment wäscht er sich am Abend gründlich (unter der Dusche) und trägt dann eine, vom Arzt verschriebene Salbe auf. (Panthenol-Salbe Lichtenstein) Dann zieht er die Vorhaut so gut es geht zurück. Nicht gewaltsam oder bis zu Schmerzen. Sondern nur soweit, wie es für ihn angenehm ist. Die Salbe soll die Haut weich machen und mit andauerndem Zurückschieben erweitern. (Wie gut das wirkt, würde ich Euch gerne sagen, aber dafür ist es noch nicht lange genug angewendet worden.)
Unser Chirurg wartet tatsächlich bis er in die Pupertät kommt und ich finde das gut. Man sollte einem Kind eine Operation ersparen, solange es geht.
Wenn sich in Eurem Fall natürlich immer wieder Entzündungen einstellen trotz gründlicher Pflege, solltet Ihr noch einen anderen Arzt befragen. Wenn Ihr die Beschneidung (Oder Teilbeschneidung) wünscht, bekommt Ihr sie auch.
Bei Fragen zum Austauschen kontaktiert mich gerne.
Lieben Gruss

Hallo,

Wenn da allerdings wirklich operativ was gemacht werden müsste, würde ich das in einer Jahreszeit machen, in der er ein paar Tage bequem ohne Höschen laufen kann.

Ich kann nichts dazu sagen, ob man oder wie lange man warten sollte usw.

Wollte nur kurz aus meiner Erfahrung berichten:
Mein Ältester wurde wegen einer Vorhautverengung teilbeschnitten, als er ca. 3 Jahre alt war. Für mich war das fürchterlich…
Für ihn überhaupt nicht: er wurde an einem Tag operiert, hatte überhaupt keine Schmerzen… am nächsten Morgen gingen wir wieder nach Hause. Danach musste er mit einem Badezusatz baden, hatte aber (trotz Winter…) wirklich keine Beschwerden.
(ok, das ist jetzt 23 Jahre her… und bis jetzt habe ich nichts von ihm gehört, dass er irgendwie unzufrieden ist)

Wollte das nur zur Beruhigung hier rein schreiben, falls eine Operation notwendig sein sollte. Denn wenn es wirklich so „einfach“ ist, könnte man sich ja nach Absprache mit einem 2. Arzt überlegen, ob man so eventuell Entzündungen usw. umgehen und die ganze Geschichte abkürzen kann.
(und nein, ich plädiere eigentlich generell nicht dafür, sich mal einfach so unters Messer zu legen :wink: das wollte ich auch mit diesem Beitrag nicht sagen! )+

Gruß in die Runde,
Shannon

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Hallo,

das Problem habe ich immer selbst geregelt. Nach dem Baden, wenn die Haut geschmeidig ist, die Haut erst auf einer Seite stark zurückschieben und dadurch ein bis zwei Millimeter lösen.
Nach 2-3 Tagen, wenn die rote Stelle geheilt ist, die andere Seite, bis Du nach 2-3 W. am Ziel bist.
Sicher gibts jetzt im Forum einen empörten Aufschrei, aber es half. Meinen Kindern ersparte ich eine OP und alles überlebten es ohne Probleme.

Gruß Rosa