bei meinem Mann wurde Anfang des Jahres ein Vorhofflimmern festgestellt. Der Kardiologe vermutete als Auslöser eine Überfunktion der Schilddrüse.
Nach einer anfänglichen Medikation von Carbimazol, Belok Zok und ASS 100 erfolgte eine Kardioversion. Seit dem schlägt das Herz regelmäßig.
Durch eine Blutuntersuchung konnte keine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt werden, allerdings unter Carbimazol-Einnahme.
Der Ruhepuls, welcher vor der Kardioversion bei 100-120 lag, ist nun bei 80.
Nun meine Frage: Besteht längerfristig die Chance, komplett ohne Medikamente auszukommen?
Die Belok Zok wurden gegen den zu hohen Puls verschrieben, das ASS gegen die Gefahr einer Blutgerinselbildung infolge des Vorhofflimmerns und das Carbimazol aufgrund der angenommenen Schilddrüsenüberfunktion.
Sind ALLE Medikamente nach erfolgreicher Kardioversion sinnvoll?
Ich denke dass die alle drei Medikamente noch eine ganze Zeit weiter genommen werden müssen. Interessant wären auch noch die Dosierungen gewesen, aber ich kann Sie ungefähr abschätzen. Am ehesten wird man wohl noch das ASS absetzen können. Dies vorallem wegen der Magenverträglichkeit. Wenn das ASS jetzt schon Probleme bereitet, sollte ein zusätzlicher Magenschutz in Form von Pantoprazol oder Omeprazol (je 20 mg) mit eingenommen werden. Sie sollten keinesfalls die Medikamente eigenmächtig absetzen, alle drei sind zum jetzigen Zeitpunkt absolut sinnvoll und nötig. Ich denke ihr Mann wird in einigen Wochen bei Ihrem Kardiologen zur Kontrolle vorstellig werden. Anhand der neuen Werte, wird wahrscheinlich zunächst einmal die Dosierung der drei Medikamente angepasst werden. In ca. frühestens einem halben Jahr, wird sich zeigen ob eines der drei Medikamente abgesetzt werden kann. Warum sind Sie überhaupt so besorgt? Verträgt ihr Mann die Medikamente schlecht? Wenn dies der Fall ist, sollten Sie schnellstmöglich erneut bei Ihrem Kardiologen vorstellig werden. Werden die Medikamente aber gut vertragen, besteht überhaupt kein Anlass zur Sorge.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Mann alles Gute!
ich rate dringend davon ab ohne ärztliche Betreuung Medikamente abzusetzen! Manche muss man langsam ausschleichen, andere haben mehrere gewünschte Wirkungen, wovon vielleicht ihnen gegenüber nur eine einzige erwähnt wurde, weil sie im Vordergrund stand!
Vorhofflimmern kann schnell zum Schlaganfall führen!
Diese Gefahr ist nun dank erfolgreicher Kardioversion gebannt!
Trotzdem wenden sie sich bezüglich der Medikamente bitte an einen Arzt ihres Vertrauens oder ggf. holen sie
Zweitmeinungen ein!
Ich bin Physiotherapeutin. Medikamentenkunde
gehört leider nicht zur Ausbildung!
Hallo Sandra, es tut mir leid aber ich kann Dir da leider nicht weiter helfen. Ich habe eine Prinz-Metall-Angina. Mit Herzkrankheiten kenne ich mich überhaupt nicht aus. Vielleicht sucht ihr mal eine Uni-Klinik auf und laßt euch mal einen Termin geben. Ist manchmal kein Fehler.
Hallo Sandra,
bei mir wurde die Sd nuklear ausgestrahlt und arbeitet nur noch ca. 30 %. Damals war ich froh, sonst hätte ich mich einer Op. unterziehen müssen, also raus. Nun muss ich leider immer ein Medikament einnehmen.
Für Euer Problem weiß ich zu wenig.
Trotzdem alles Gute und gute Besserung!
LG
kurz gesagt wird ASS und Belok zok wahrscheinlich dauerhaft genommen werden müssen, da Vorhofflimmern wiederkommen kann und es sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch gegeben wird. Das ist u.a. abhängig von sog. Risikofaktoren, die man zusätzlich haben kann, wie z.B. Bluthochdruck, hohes Körpergewicht, Diabetes. Die Schilddrüsenmedikamente sind abhängig von den Schilddrüsen-Werten im Blut. Daher kann das nur der behandelnde Arzt entscheiden. Es ist aber gut möglich, dass sie nach gewisser Zeit abgesetzt werden können.
Mein Mann leidet sehr unter Abgeschlagenheit, Frösteln, kalten Händen und Füßen, kühler Nierengegend und plötzlichen Müdigkeitsanfällen. Außerdem hat er in den letzten Monaten erheblich zugenommen. Auch seine sexuelle Lust ist am Nullpunkt.
Der Plutdruck liegt momentan bei 135/90.
Wir erwägen kein Absetzen der Medikamente ohne ärztlichen Rat, das wäre fahrlässig.
Uns interessiert nur, ob mein Mann sein Leben lang mit den Tabletten und damit mit den Nebenwirkungen leben muss oder ob längerfristig die Chance besteht, ein mehr oder weniger „normales“ Leben zu führen. Vielleicht gibt es ja auch Alternativen zur bisherigen Medikation!?
Mein Mann war immer ein sehr aktiver, sportlicher und optimistischer Mensch. Davon ist leider nicht mehr viel übrig.
Das durch die Kardioversion Gott sei Dank behobene Vorhofflimmern wird wie gesagt auf eine angenommene Schilddrüsenüberfunktion ODER auf massiven Stress geschoben. Hat jemand damit Erfahrungen?
Vielen Dank nochmal für die vielen Meinungen und Ratschläge.