Vorlauftemperatur

Hallo,

bei einer Gasheizung (ohne Kessel, nur Erhitzung und Umwälzung des Wassers) mit ca. 18kW Leistung, wie verhält sich die Erhöhung der Vorlauftemperatur zur Heizleistung für die Räume in Abhängigkeit zum Gasverbrauch? Alles geht über Flächenheizkörper für eine Wohnung in einem leider unsanierten Fachwerkhaus (relativ zugig, kein Keller, na ja, ist nun mal so). Zur Zeit habe ich 55°C eingestellt, Rücklauf kommt mit ca. 40°C an. Draußen sind *nachgugg*, 8°C, drinnen habe ich jetzt 20°C. Gut, sagt jetzt nicht viel für eine Berechnung der Heizleistung (Raumgröße, Isolierung, Heizfläche…). Aber mal grundsätzlich: Wie ist das nun? Ab einer bestimmten Temperatur heizt es sich ja nicht mehr sinnvoll, also ich könnte auf 75°C gehen, würde das aber als unsinnig abtun. Außer das man sich die Finger an den Heizkörpern verbrennt. Kann man allgemein was dazu sagen? Genaue Daten über die Heizung liegen mir nicht vor.

Gruß
André

Hallo André,

Kann man allgemein

was dazu sagen? Genaue Daten über die Heizung liegen mir nicht
vor.

Eigentlich nicht.

Das erste Problem entsteht ja schon im Heizkessel, der kühlt schon mal durch den Zug im Kamin ab, das versucht man mit Kamin-Klappen zu verhindern. Zudem geht auch noch etwas durch die Kesselisolation verloren, die Kesselverluste steigen also mit der Temperatur.

Dann kommen die Leitungen ins Spiel. Hier stellt sich die Frage wieviel Raum beheizt wird, obwohl es gar nicht nötig ist. Besonders Schlecht wird es, wenn die Rohre in den Aussenwänden verlegt sind. Bei Innenwänden wirkt dann die Wand einfach als zusätzlicher Heizkörper.

Das Hauptproblem ist, dass bei der Heizung ja nur die Differenz zwischen Vor- und Rücklauf eigentlich zum Heizen + Verluste verwendet wird.

Also, etwas vereinfacht, wenn der Vorlauf 75°C und der Rücklauf 60°C hat, hast du die selbe Heizleistung wie bei 55°C/40°C, allerdings sind die Verluste bei 75°C/60°C höher.

MfG Peter(TOO)