Vormärz:Romane des Nebeneinanders; warum?

hallo,
in der epoche des vormärz sind „romane des nebeneinanders“ entstanden,die sich durch parallel verlaufende handlungsstränge auszeichnen; was ist jedoch dessen sinn solcher romane zur damaligen zeit gewesen?kann ich nicht nachvollziehen

LG
kassiopeia

Hallo, Kassiopeia,

in der epoche des vormärz sind „romane des nebeneinanders“
entstanden,die sich durch parallel verlaufende
handlungsstränge auszeichnen; was ist jedoch dessen sinn
solcher romane zur damaligen zeit gewesen?kann ich nicht
nachvollziehen

der Begriff „Roman des Nebeneinanders“ stammt aus dem Vorwort von Gutzkows „Die Ritter vom Geiste“:

Der neue Roman ist der Roman des Nebeneinanders. Da liegt die ganze Welt! Da ist die Zeit wie ein ausgespanntes Tuch! Da begegnen sich Könige und Bettler! Die Menschen, die zu der erzählten Geschichte gehören, und die, die ihr nur eine widerstrahlte Beleuchtung geben. Der Stumme redet nun auch, der Abwesende spielt nun auch mit. Das, was der Dichter sagen, schildern will, ist oft nur Das, was zwischen zweien seiner Schilderungen als ein Drittes, dem Hörer Fühlbares, in Gott Ruhendes, in der Mitte liegt…
http://gutenberg.spiegel.de/gutzkow/ritter/ritt0011.htm

Weitere Links:

http://www.sml.ex.ac.uk/german/gutzkow/Novellen/Ster… (1. Abschnitt)

http://karlmay.leo.org/kmg/seklit/JbKMG/2000/271.htm (-> Referenzebene 3: Der »Roman des Nebeneinander«)

Gruß
Kreszenz

Hallo Kassiopeia und Kreszenz,
vielleicht sollte man den „Roman des Nebeneinanders“ eher dem „Nachmärz“ zuordnen oder ihn als Übergang zum Realismus einordnen. Einmal weil die genreprägenden Großromane Gutzkows erst nach 1848 erschienen sind. Und zum anderen weil in der aufgeregten Zeit des Vormärz ein ganz anderer Tonfall vorherrschte.
Gruß - Petra