Kann eine Mutter im Testament die Vormundschaft
über ihre nicht ehelichen Kinder an einen Fremden
sozusagen am Vater vorbei bestimmen ?
Hallo!
Ein Testament ist in erster Linie eine Willenserklärung. Demnach kann man so ziemlich alle seine Wünsche darin aufführen. Ein Testament ist aber nicht zwangsläufig rechtlich bindend und rechtliche Aspekte bleiben unberührt! Heißt hier: Wenn eine totkranke Mutter das Sorgerecht eines nicht volljährigen Kindes per Testament an den Vater (warum auch immer) vorbei jemanden anderen übertragen will, tritt nach dem Tod der Mutter sowieso erstmal das Vormundschaftsgericht als Vormund ein.
Andreas
Hallo,
man kann im Testament Wünsche äussern, das Gesetz geht aber vor.
Hier gilt § 1680 Absatz 2 Satz 2 BGB, das Familiengericht hat die Sorge auf den Vater zu übertragen, wenn dies dem Kindeswohl dient,
ansonsten muss das Gericht einen Vormund bestimmen, das Familiengericht kann dann die Wünsche der Mutter berücksichtigen, muss aber nicht.
Hierzu auch eine gute Übersicht:
http://www.fb1.uni-essen.de/schwedhelm/materialien/F…
grüsse
dragonkidd