Vorratsdatenspeicherung

In Bezug auf die Vorratsdatenspeicherung frage ich mich, wie sich der Gesetzgeber das bei öffentlichen Wlan und I-Cafées vorstellt.

So praktisch in jedem I-Cafée ist die einzigste Identifizierungsmassnahme die Euro-Münze und es wird nach keinem Ausweis und Registrierung gefragt. Das gleiche gilt bei vielen Terminals bei der Touristikinfo oder Terminals in öffentlichen Gebäuden. Ebenfalls gibt es schon sehr viele City-Wans die frei zugänglich sind.

Kann mir jemand sagen, wie sich die Politiker und die Exekutive die Kontrolle darüber vorstellen ?

Hallo,

Kann mir jemand sagen, wie sich die Politiker und die
Exekutive die Kontrolle darüber vorstellen ?

Bin leider kein Politiker oder dergleichen. Da müsstest Du entweder Deinen lokalen Politikerstamm oder die Leute von www.vorratsdatenspeicherung.de oder www.ak-vorrat.de mal fragen.

Gruß
h.

Hi,

In Bezug auf die Vorratsdatenspeicherung frage ich mich, wie
sich der Gesetzgeber das bei öffentlichen Wlan und I-Cafées
vorstellt.

Mit der Vorratsdatenspeicherung werden ja „nur“ Verbindungsdaten erfasst, das wird den Ermittlern aber nicht reichen…

Was Du meinst, wie man Internet-Cafes etc überwachen kann. Das ist technisch machbar, aber (auch rechtlich) nicht ganz so einfach.

Der Provider für Internet-Cafes ist bekannt, die IP-Adressen sind bekannt. Notfalls wird der gesamte Datenstrom aufgezeichnet oder die Überwacher klinken sich beim Provider direkt ein und loggen alles mit. Dies macht aber nur Sinn, wenn Sie bestimmte Leute schon im
Verdacht haben.

Kann mir jemand sagen, wie sich die Politiker und die
Exekutive die Kontrolle darüber vorstellen ?

Politiker und Internet? Schreib Deinen Bundestagsabgeordneten,
mal an, dann wirst Du sehen, ob überhaupt und kompetent antwortet.

http://www.abgeordnetenwatch.de/

gruss,
vordprefect

Moien

Kann mir jemand sagen, wie sich die Politiker und die
Exekutive die Kontrolle darüber vorstellen ?

Diese Anschlüsse sind von Identifizierungspflicht ausgenommen und es bleibt alles beim alten. Das ist wie bei Telefonzellen: es gibt keinen festen, dauerhaften Vertragspartner und damit auch keine Aufzeichnung.

Sprich: wer was plant stellt sich an einen Hotspot.

cu

Politiker und Internet? Schreib Deinen Bundestagsabgeordneten,
mal an, dann wirst Du sehen, ob überhaupt und kompetent
antwortet.

http://www.youtube.com/watch?v=C0Q41F6m1_E

Gruß Johannes

Der Provider für Internet-Cafes ist bekannt, die IP-Adressen
sind bekannt. Notfalls wird der gesamte Datenstrom
aufgezeichnet oder die Überwacher klinken sich beim Provider
direkt ein und loggen alles mit. Dies macht aber nur Sinn,
wenn Sie bestimmte Leute schon im
Verdacht haben.

Na klar ist technisch alles machbar, das war aber auch nicht die Frage. Sondern was nützt es, wenn die Verbindungsdaten bekannt sind, wenn der ‚Bezieher‘ unerkannt bleibt.

Teilweise werden mit Gemein- oder Staatsgelder öffentliche City-WLANs etc. aufgebaut, die aber genau diese Anforderung an Verbindungsdaten nicht erfüllen.

Hi Joe,

Na klar ist technisch alles machbar, das war aber auch nicht
die Frage. Sondern was nützt es, wenn die Verbindungsdaten
bekannt sind, wenn der ‚Bezieher‘ unerkannt bleibt.

Nicht viel :wink:, da hast Du recht. Ausser man kann über die mitgeschnittenen Logs (Proxy) Anhaltspunkte über die Identität des Benutzers finden.

Teilweise werden mit Gemein- oder Staatsgelder öffentliche
City-WLANs etc. aufgebaut, die aber genau diese Anforderung an
Verbindungsdaten nicht erfüllen.

Da müßte man mehr Einzelheiten wissen (Registrierung / Authentifizierung). Zumindest die MAC-Adresse(Netzwerkkarten-Adresse) ist dem WLAN-Router bekannt, oder?

gruss,
vordprefect

Na klar ist technisch alles machbar, das war aber auch nicht
die Frage. Sondern was nützt es, wenn die Verbindungsdaten
bekannt sind, wenn der ‚Bezieher‘ unerkannt bleibt.

Nicht viel :wink:, da hast Du recht. Ausser man kann über die
mitgeschnittenen Logs (Proxy) Anhaltspunkte über die Identität
des Benutzers finden.

das reicht aber dann noch nicht als Beweis und auch eine Hausdurchsuchung könnte fraglich sein

Teilweise werden mit Gemein- oder Staatsgelder öffentliche
City-WLANs etc. aufgebaut, die aber genau diese Anforderung an
Verbindungsdaten nicht erfüllen.

Da müßte man mehr Einzelheiten wissen (Registrierung /
Authentifizierung). Zumindest die
MAC-Adresse(Netzwerkkarten-Adresse) ist dem WLAN-Router
bekannt, oder?

Weisst du wie lange ein WLAN-Router die Mac-Adresse behält ?
Genau bis er mal abgeschaltet wurde. Also wenn die irgendwo
nen WLAN-Router rausreissen, dann sind idR die Verbindungsdaten weg.
Und was nützen die MAC-Adressen eines WLAN-Routers ?
Erst müsste man mal wissen, wem gehört welche MAC-Adresse. Und
überhaupt verwenden Hacker den promiscuous Mode, den praktisch jede Netzwerkkarte eingebaut hat. Erstens bist du damit realtiv unsichtbar und zweitens lässt sich dort die MAC-Adresse maskieren. (Wenn du dich dafür interessierst - einfach danach googlen -)

Wie du sagtest, technisch ist alles machbar. Ich fragte mich nur, wie
wollen die die Vorratsdatenspeicherung wirklich durchsetzen und etwas profitieren, wenn schon die einfachsten I-Netzugänge (ob CityWAN oder
nicht geschlossener privater AP) nicht zu überwachen sind. Viel Gerede um Nichts, nur dass der relativ unbescholtene Kleinbürger besser überwacht werden kann und der Staat noch etwas mehr Macht hat, um zu Schnüffeln und sich selber zu verwalten.