Hi,
ich hatte einige Zeit mal ähnliche Probleme mit Provisionszahlungen.
Zwei MA stritten sich darum, wer die Provision erhalten sollte.
(Hinweis: Beide MA haben den gleichen Kund beraten. Beide haben also dafür gearbeitet- es ging also nur darum wer die „Hauptarbeit“ geleistet hatte, dass es zum Vertrag kam)
Dieser Streit beeinflusste das Betriebsklima und senkte gleichzeitig die Arbeitsleistung.
Jeder achtete nur noch darauf was der andere machte.
Das konnte ich nicht hinnehmen.
Ich nahm mir die beiden Streihähne einzeln vor und sprach mit ihnen. Ich bot beiden das an, was ich auch in diesem Fall glesen habe:
Einigt euch und/oder teilt es doch einfach.
Wenn ihr euch nicht einigen könnt, ziehe ich die Provision ein und das ganze Team geht davon einen „Trinken“.
Die Firma hätte die Provision also nicht einbehalten, sondern nur der Teamgemeinschaft als Gesamtes ausgezahlt.
Hintergrund dieser „Aktion“:
Egal wie: Das Team muss zusammen halten und darf sich nicht zerstreiten.
Um dieses Ziel zu erreichen muss notfalls ein „gemeinsamer Feind“ her… und der war ich dann.
Die Streithähne einigten sich. „Komischerweise“ gab es ab diesem Tag nie wieder Streitigkeiten um Provisionen. 
OK —
In diesem Fall KÖNNTE der Hintergrund (nämlich Konflikte zwischen den Mitarbeitern um jeden Preis zu vermeiden) der Gleiche sein…
… inkorrekt ist aber, dass die Firma das Geld behalten will.
Damit profitiert sie sogar noch von diesem Streit.
Was macht man als AN nun?
„Die sollen nix bekommen. Wenn ich nicht akzeptiert werde, dann die auch nciht“ = nur böses Blut - bringt nix… nicht einmal Genugtuung
Man sollte die Kohle teilen und „Axxxxlecken“ denken. Beim nächsten Mal dann etwas vorsichtiger sein und sich die Eingabe bestätigen lassen.
Da wird niemeand, der die Vorgeschichte kennt, etwas dagegen haben können.
Zum Hinweis der Kalkulation:
Es gibt Verbesserungen, bei denen der Vorteil nicht sofort in € zu errechnen ist.
Erst die Zeit bringt es , wieviel Material und/oder Arbeitszeit dadurch wirklich eingespart werden kann.
Manche Vorschläge müssen erst in die Realität umgesetzt werden um Berechnugnen anstellen zu können.
Beispiel:
Eine besondere Hebevorrichtung erspart Menschenkraft.
Erhöht sich dadurch die Produktionsgeschwindigkeit nur marginal oder auch effektiv ?
Sinkt dadurch eventuell auch der Krankenstand an diesem Arbeitsplatz ?
Eine Minutenberechnung der erhöhten Produktivität wäre Nonsens. Es muss ein längerer Zeitraum beobachtet und berechnet werden.
Das gleiche gilt für den Krankenstand.
Eine Quartalsübersicht wäre als Grundlage für die Produktivitätserhöhung anzusetzen und ein Jahreszeitraum für den Krankenstand.
Die effektive Ersparnis läge also spätestens nach einem Jahr vor.
Das war mein verspäteter „Meinungsbeitrag“ zu diesem fiktiven Fall
Gruß
BJ