Vorschlag aus Trotz ablehnen?

Hallo Leute,
ich hoffe Ihr könnt mir bei diesem komplizierten Fall ein paar gute Ratschläge geben.

Also:Ein Mitarbeiter hat in einer Firma (schriftlich)einen Verbesserungsvorschlag eingereicht.Die Firma kann dadurch eine erhebliche Summe an Kosten einsparen.Vier Wochen später haben zwei weitere Mitarbeiter den selben Vorschlag eingereicht.Da nun zwischen den einen und den anderen beiden unklarheiten bestehen,weil die beiden behaupten das sie ihre Idee schon vorher mündlich mit dem Chef besprochen hätten bestehen sie nun auf eine teilung der Prämie die es für diesen Vorschlag gibt.Da der eine aber damit nicht einverstanden ist und auf sein Recht besteht, da er der erste schriftliche einreicher war will die Firma nun versuchen den Vorschlag als keine neue Idee zu belegen und somit evtl.beide Seiten leer ausgehen würden.
Meine Frage. Ist sowas möglich? Ist sowas Rechtens? Kann man sich dagegn wehren,und wie würden die Chancen dabei sein?

Ich hoffe Ihr könnt mir weiter helfen
Danke

Hallo,

Ist sowas möglich? Ist sowas Rechtens? Kann man
sich dagegn wehren,und wie würden die Chancen dabei sein?

Dazu müsste man schon mehr wissen als nur, dass ein Verbesserungsvorschlag gemacht wurde. Waren diese Mitarbeiter tätigkeitsmäßig dazu aufgefordert bzw. gehört sowas zu ihren Arbeitsaufgaben? Oder haben sich da Mitarbeiter einfach mal (unaufgefordert) in ihrer Freizeit Gedanken gemacht und das Ergebnis, dann dem AG vorgeschlagen, was angenommen und umgesetzt wurde?

Hat denn der AG schon eine „Belohnung“ irgendwem zugesagt?

MfG

Also:Ein Mitarbeiter hat in einer Firma (schriftlich)einen
Verbesserungsvorschlag eingereicht.Die Firma kann dadurch eine
erhebliche Summe an Kosten einsparen.

Nur so gefragt: Ist bei betrieblichen Verbesserungsvorschlägen keine Verfahrensweise geregelt? Bekommt der Eingebende keine Eingangsbestätigung? Sonst könnte ja jeder eine Idee klauen, zumal der Einreichende wohl mit Stolz geschellter Brust, herumerzählen wird, dass es die zündende Idee hatte?!

zwei weitere Mitarbeiter den selben Vorschlag eingereicht.Da
nun zwischen den einen und den anderen beiden unklarheiten
bestehen,weil die beiden behaupten das sie ihre Idee schon
vorher mündlich mit dem Chef besprochen hätten

Was sagt denn da der angeblich wissende Chef dazu? Wusste er es oder wusste er es nicht?

nun auf eine teilung der Prämie die es für diesen Vorschlag
gibt.Da der eine aber damit nicht einverstanden ist und auf
sein Recht besteht, da er der erste schriftliche einreicher
war will die Firma nun versuchen den Vorschlag als keine neue
Idee zu belegen( heißt das, dass es einen Eingansbeleg üblicher Weise gibt? und somit evtl.beide Seiten leer ausgehen
würden.Vielleicht kommt er Vorschlag nun vom Chef, der vielleicht auch noch einen Chef über sich hat?
Meine Frage. Ist sowas möglich? Ist sowas Rechtens? Kann man
sich dagegn wehren,und wie würden die Chancen dabei sein?

Ein Unternehmen, das ein Vorschlagswesen hat, hat gewiss auch einen BR? Und es ist anzunehmen, dass so etwas über eine Vereinbarung geregelt ist, man sollte dort nachlesen, wie der normale Verfahrensweg gewesen wäre, und im Zweifel beim nächsten Mal sich genau danach richten, um Missverständnisse und Irrtümer auszuschließen.

Grüße

Hallo,
die Verfahrensweise ist so geregelt,das dem ersten schriftlichen Einreicher die Prämie zusteht.Nach einreichen des Vorschlages bekommt der Einreicher eine schriftliche Benachrichtigung mit Stempel das der Vorschlag eingegangen ist.Der BR ist der Meinung das wegen des friedens willen der eine Einreicher doch bitte teilen solle,und auch zu verstehen gegeben hat, das es bei keiner Einigung, die Firma diesen Vorschlag auf
null Prämieren wird. Die Vorgehensweise ist ganz einfach.

Hat man eine Idee,schreibt man sie nieder und gibt diese an die Kommission für Vorschlagwesen ab.

Hallo,
jeder in dieser Firma kann einen Vorschlag schreiben.
Sei es zur Unfallverhütung , Kosteneinsparung usw.

Bis jetzt wurde noch keinem eine Prämie zugesagt.

die Verfahrensweise ist so geregelt,das dem ersten
schriftlichen Einreicher die Prämie zusteht.

Und wieso macht man in diesem Fall bei so einem zeitlichen Abstand (der 1. war ja immerhin 4 Wochen vor dem 2. Mitarbeiter mit seinem Vorschlag da) einen Unterschied zur regulären Vorgehensweise? Oder hab ich was überlesen?

Hi,
wenn ich ehrlich bin, weiss es keiner von uns so genau.

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Und wieso macht man in diesem Fall bei so einem zeitlichen
Abstand (der 1. war ja immerhin 4 Wochen vor dem 2.
Mitarbeiter mit seinem Vorschlag da) einen Unterschied zur
regulären Vorgehensweise? Oder hab ich was überlesen?

Hi,
wenn ich ehrlich bin, weiss es keiner von uns so genau.

Vielleicht wird die Prämie zu teuer, vielleicht. Ich würde da aber nicht nachgeben, denn sonst könnte es beim nächsten Mal wieder zu Verstrickungen kommen. Und wer spart und gewinnt dann gleichzeitig? Genau! Der AG.

grüße

Hallo,
jeder in dieser Firma kann einen Vorschlag schreiben.
Sei es zur Unfallverhütung , Kosteneinsparung usw.

Bis jetzt wurde noch keinem eine Prämie zugesagt.

Ja jetzt komm ich nimmer mit!
Warum diskutieren wir über des Kaisers Bart? Dann ist das auch nicht fix geregelt, ich kenn das von einem großen deutschen Elektrounternehmen, ich sage jetzt nicht Siemens, da ist das genau geregelt, aufs Itüpfelchen und %tuale Beteiligung.

Grüße

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Hallo,
leider verstehe ich diese Aussage nicht.Kannst Du es ein bisschen anders beschreiben,was Du meinst.

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Hallo,
leider verstehe ich diese Aussage nicht.Kannst Du es ein
bisschen anders beschreiben,was Du meinst.

Gern. Kurz und präzise. Ich entnehme der letzten Eingabe, dass es nicht üblich ist, Prämien zu zahlen, also nehme ich an, dass es dem AG überlassen ist, etwas zu zahlen oder eben nicht. Darum habe ich die anfängliche Aufregung nicht mehr verstanden, damit war des Kaisers Bart gemeint.
Wie geschrieben, es stellt für mich einen großen Unterschied dar, ob soetwas in Normen fest geregelt ist oder es je nach belieben frei angewandt wird. Du hast geschrieben, dass bis dato niemand eine Prämie gezahlt wurde, um was ging es denn dann? Ruhm, Ehre etz? Von dem kann man sich bekanntlicher Weise nichts kaufen. Sind rein emotional Werte, das ist der Trotz aber auch, nur hald die dunke Seite des Antriebs (um nicht zu sagen, der Macht).

Grüße

Hallo,
da wurde vielleicht etwas falsch verstanden oder falsch ausgedrückt.
Es wurde noch keine Prämie gezahlt,weil die Versuche noch nicht ganz abgeschlossen sind und die höhe der Ersparnisse für die Firma noch nicht errechnet wurden damit eine Anteilsmässige Prämie für den Einreicher errechnet werden kann.

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da wurde vielleicht etwas falsch verstanden oder falsch
ausgedrückt.
Es wurde noch keine Prämie gezahlt,weil die Versuche noch
nicht ganz abgeschlossen sind und die höhe der Ersparnisse für
die Firma noch nicht errechnet wurden damit eine
Anteilsmässige Prämie für den Einreicher errechnet werden
kann.

Ach so! Du arbeitest in einer Firma/Abteilung, die ihr erstes Bilanzjahr noch nicht beendet hat. Jetzt verstehe ich.

Grüße

Hi,

ich hatte einige Zeit mal ähnliche Probleme mit Provisionszahlungen.
Zwei MA stritten sich darum, wer die Provision erhalten sollte.
(Hinweis: Beide MA haben den gleichen Kund beraten. Beide haben also dafür gearbeitet- es ging also nur darum wer die „Hauptarbeit“ geleistet hatte, dass es zum Vertrag kam)

Dieser Streit beeinflusste das Betriebsklima und senkte gleichzeitig die Arbeitsleistung.
Jeder achtete nur noch darauf was der andere machte.
Das konnte ich nicht hinnehmen.

Ich nahm mir die beiden Streihähne einzeln vor und sprach mit ihnen. Ich bot beiden das an, was ich auch in diesem Fall glesen habe:
Einigt euch und/oder teilt es doch einfach.
Wenn ihr euch nicht einigen könnt, ziehe ich die Provision ein und das ganze Team geht davon einen „Trinken“.

Die Firma hätte die Provision also nicht einbehalten, sondern nur der Teamgemeinschaft als Gesamtes ausgezahlt.

Hintergrund dieser „Aktion“:
Egal wie: Das Team muss zusammen halten und darf sich nicht zerstreiten.
Um dieses Ziel zu erreichen muss notfalls ein „gemeinsamer Feind“ her… und der war ich dann.

Die Streithähne einigten sich. „Komischerweise“ gab es ab diesem Tag nie wieder Streitigkeiten um Provisionen. :wink:

OK —
In diesem Fall KÖNNTE der Hintergrund (nämlich Konflikte zwischen den Mitarbeitern um jeden Preis zu vermeiden) der Gleiche sein…
… inkorrekt ist aber, dass die Firma das Geld behalten will.
Damit profitiert sie sogar noch von diesem Streit.

Was macht man als AN nun?
„Die sollen nix bekommen. Wenn ich nicht akzeptiert werde, dann die auch nciht“ = nur böses Blut - bringt nix… nicht einmal Genugtuung

Man sollte die Kohle teilen und „Axxxxlecken“ denken. Beim nächsten Mal dann etwas vorsichtiger sein und sich die Eingabe bestätigen lassen.
Da wird niemeand, der die Vorgeschichte kennt, etwas dagegen haben können.

Zum Hinweis der Kalkulation:
Es gibt Verbesserungen, bei denen der Vorteil nicht sofort in € zu errechnen ist.
Erst die Zeit bringt es , wieviel Material und/oder Arbeitszeit dadurch wirklich eingespart werden kann.
Manche Vorschläge müssen erst in die Realität umgesetzt werden um Berechnugnen anstellen zu können.

Beispiel:
Eine besondere Hebevorrichtung erspart Menschenkraft.
Erhöht sich dadurch die Produktionsgeschwindigkeit nur marginal oder auch effektiv ?
Sinkt dadurch eventuell auch der Krankenstand an diesem Arbeitsplatz ?

Eine Minutenberechnung der erhöhten Produktivität wäre Nonsens. Es muss ein längerer Zeitraum beobachtet und berechnet werden.
Das gleiche gilt für den Krankenstand.
Eine Quartalsübersicht wäre als Grundlage für die Produktivitätserhöhung anzusetzen und ein Jahreszeitraum für den Krankenstand.

Die effektive Ersparnis läge also spätestens nach einem Jahr vor.

Das war mein verspäteter „Meinungsbeitrag“ zu diesem fiktiven Fall

Gruß
BJ

Nähkästchen?
Hi!

…und was bitte hat Deine salomonische Anekdote mit dem Thema ArbeitsRECHT zu tun?

Gruß Guido

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