Vorschlag zur Unfallversicherung

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt.
Meine Frau (34), meine zwei Mädchen (2 und 4 Jahre) und ich (37) haben eine Unfallversicherung, die ich nun aus verschiedenen Gründen verändern bzw. wechseln möchte. Wir sind beide auf Lebenszeit verbeamtet (Lehrer), und haben uns aus diesem Grund und aus finanzieller Hinsicht gegen eine BUV entschieden. Der zuständige Versicherungsvertreter hat mir nun folgende zwei Angebote für die Unfallversicherung unterbreitet:

  1. Grundsumme 228.000 für meine Frau und mich, 200.000 für die Kinder, Progression 225%, Todesfallleistung 18.000 bzw. 20.000, inkl. beitragsfreien Bergungskosten und Kurleistung, Kosten pro Jahr: 675.12€ (mtl. 56,26)
  2. Grundsumme, Progression und Todesfallleistung wie oben, Unfallrente für meine Frau und mich 1520 mtl., Kosten pro Jahr: 821,04 (mtl. 68,42)
    Nun frage ich mich, ob die Grundsumme wirklich so hoch sein muss, eine 350%-Progression nicht grundsätzlich besser wäre, und ob Leistungen wie kosmetische Operationen, Unfälle nach Herzinfarkt bzw. mit Alkohol (bis ca. 1,2 Promille) etc. nicht sinnvoll wären. Und natürlich, was ihr vom Preis-Leistungsverhältnis der beiden Angebote haltet. Ich hoffe, die Infos sind ausreichend und freue mich auf eure ehrliche Meinung, vielen Dank, gunlo

Guten Tag gunlo,
aus der 225%-Progression schließe ich ungefähr genau, dass es sich
um einen Anbieter aus dem Großraum Koblenz handelt.
Weil der die besagte Progression im Köcher hat und das Preis-Leistungs-Verhältnis ungefähr dort liegt, wo es liegt.
Daran ist nichts Verkehrtes. Zumal er Ihnen - so steht zu hoffen -
den B-Tarif angeboten hat. Den hat nämlich längst nicht jede Versicherung. Dass Sie 50 oder 70 Euro im Monat latzen sollen,
hat seinen Grund. Als Doppelverdiener im Beamtenverhältnis weiß
der Vertreter genau, was möglich ist, bevor die Leute aus den
Latschen kippen.
Also kurz und knapp: Objektiv betrachtet haben Sie - wenn Sie das eine
oder das andere Angebot annehmen - eine herausragend gute Absicherung
gegen die finanziellen Folgen von Invalidität. So herausragend gut wie nur sehr wenige Menschen in Deutschland. Der Preis dafür ist durchschnittlich bis günstig. Das heißt, es gibt jede Menge andere Anbieter, die noch bedeutend mehr für die Leistung kassieren würden.
Aber auch eine ganze Reihe Anbieter, die Ihnen ein besseres
Preis-Leistungsangebot machen können.

Die Gimmicks, die Sie darüber hinaus noch ansprechen, sind bei jedem
Anbieter anders gestrickt und man kann sagen, dass sie nicht entscheidend sind für eine Vergleichbarkeit.

Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Günther,
Glückwunsch, hervorragend kombiniert und absolut richtig gelegen. Da fühlt man sich als Neuling ‚blind‘ verstanden. Außerdem ist die Antwort grundsätzlich auch beruhigend. Könnten Sie vielleicht noch einen Satz zur Grundsumme bzw. der Progression sagen. Ich weiß, das ist eine sehr individuelle und persönliche Grundsatzfrage, aber wenn ich sehe, dass vergleichbare Anbieter eine maximale Grundsumme von 160.000€ anbieten, frage ich mich, ob die Grundsumme (und damit auch die Beiträge) nicht zu hoch angesetzt ist. Ebenso die Progression: sollte man nicht eher Richtung 350% (was dieser Anbieter nicht hat) oder sogar 500% (was dieser Anbieter eigentlich nur zu Vergleichszwecken hat) tendieren? Vielen Dank noch einmal, gunlo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

  1. Grundsumme 228.000 für meine Frau und mich, 200.000 für die
    Kinder, Progression 225%, Todesfallleistung 18.000 bzw.
    20.000, inkl. beitragsfreien Bergungskosten und Kurleistung,
    Kosten pro Jahr: 675.12€ (mtl. 56,26)

Grundsumme für die Erwachsenen zu hoch, für die Kinder bei dieser Progression oK. Ich würde für kidner eher 100.000 x 4 oder 5 nehmen. Die 225 Progression verteuert die Sache unnötig.

Für einen B-Tarif einer B-Versciherung komtm mir der Beitrag sehr hoch vor, das geht preiswerter.

  1. Grundsumme, Progression und Todesfallleistung wie oben,
    Unfallrente für meine Frau und mich 1520 mtl., Kosten pro
    Jahr: 821,04 (mtl. 68,42)

Ist eine Unfallrente für Euch wirklich notwendig ?, Eine BUV wollt Ihr nicht, dann ist eine Unfallrente Unsinn.

Nun frage ich mich, ob die Grundsumme wirklich so hoch sein
muss, eine 350%-Progression nicht grundsätzlich besser wäre,

Das finde ich auch. eine 400 oder 500 ist sogar noch besser, nur die 1000 finde ich übertrieben.

und ob Leistungen wie kosmetische Operationen, Unfälle nach
Herzinfarkt bzw. mit Alkohol (bis ca. 1,2 Promille) etc. nicht
sinnvoll wären.

Darüber kann man streiten.

Und natürlich, was ihr vom
Preis-Leistungsverhältnis der beiden Angebote haltet. Ich

Ohne selber nachgerechnet zu haben, erscheinen mir die Angebote recht teuer, was wahrscheinlich an der 225 % progression liegt, diese erfordert nämlich hohe Grundsummen und treibt die Prämie in die Höhe.

hoffe, die Infos sind ausreichend und freue mich auf eure
ehrliche Meinung, vielen Dank, gunlo

Merke: Für Beamte gibt es nicht nur die Versicherung mit dem H oder dem D !!

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt.
Meine Frau (34), meine zwei Mädchen (2 und 4 Jahre) und ich
(37) haben eine Unfallversicherung, die ich nun aus
verschiedenen Gründen verändern bzw. wechseln möchte. Wir sind
beide auf Lebenszeit verbeamtet (Lehrer), und haben uns aus
diesem Grund und aus finanzieller Hinsicht gegen eine BUV
entschieden. Der zuständige Versicherungsvertreter hat mir nun
folgende zwei Angebote für die Unfallversicherung
unterbreitet::::1) Grundsumme 228.000 für meine Frau und mich, 200.000 für die
Kinder, Progression 225%, Todesfallleistung 18.000 bzw.
20.000, inkl. beitragsfreien Bergungskosten und Kurleistung,
Kosten pro Jahr: 675.12€ (mtl. 56,26)
2) Grundsumme, Progression und Todesfallleistung wie oben,
Unfallrente für meine Frau und mich 1520 mtl., Kosten pro
Jahr: 821,04 (mtl. 68,42)
Nun frage ich mich, ob die Grundsumme wirklich so hoch sein
muss, eine 350%-Progression nicht grundsätzlich besser wäre,
und ob Leistungen wie kosmetische Operationen, Unfälle nach
Herzinfarkt bzw. mit Alkohol (bis ca. 1,2 Promille) etc. nicht
sinnvoll wären. Und natürlich, was ihr vom
Preis-Leistungsverhältnis der beiden Angebote haltet. Ich
hoffe, die Infos sind ausreichend und freue mich auf eure
ehrliche Meinung, vielen Dank, gunlo

Guten Tag gunlo,
aus der 225%-Progression schließe ich ungefähr genau, dass es
sich
um einen Anbieter aus dem Großraum Koblenz handelt.
Weil der die besagte Progression im Köcher hat und das
Preis-Leistungs-Verhältnis ungefähr dort liegt, wo es liegt.
Daran ist nichts Verkehrtes. Zumal er Ihnen - so steht zu
hoffen -
den B-Tarif angeboten hat. Den hat nämlich längst nicht jede
Versicherung. Dass Sie 50 oder 70 Euro im Monat latzen sollen,
hat seinen Grund. Als Doppelverdiener im Beamtenverhältnis
weiß
der Vertreter genau, was möglich ist, bevor die Leute aus den
Latschen kippen.
Also kurz und knapp: Objektiv betrachtet haben Sie - wenn Sie
das eine
oder das andere Angebot annehmen - eine herausragend gute
Absicherung
gegen die finanziellen Folgen von Invalidität. So herausragend
gut wie nur sehr wenige Menschen in Deutschland. Der Preis
dafür ist durchschnittlich bis günstig. Das heißt, es gibt
jede Menge andere Anbieter, die noch bedeutend mehr für die
Leistung kassieren würden.
Aber auch eine ganze Reihe Anbieter, die Ihnen ein besseres
Preis-Leistungsangebot machen können.

Die Gimmicks, die Sie darüber hinaus noch ansprechen, sind bei
jedem
Anbieter anders gestrickt und man kann sagen, dass sie nicht
entscheidend sind für eine Vergleichbarkeit.

Gruß
Günther

Hallo Günther,
Glückwunsch, hervorragend kombiniert und absolut richtig
gelegen. Da fühlt man sich als Neuling ‚blind‘ verstanden.
Außerdem ist die Antwort grundsätzlich auch beruhigend.
Könnten Sie vielleicht noch einen Satz zur Grundsumme bzw. der
Progression sagen. Ich weiß, das ist eine sehr individuelle
und persönliche Grundsatzfrage, aber wenn ich sehe, dass
vergleichbare Anbieter eine maximale Grundsumme von 160.000€
anbieten, frage ich mich, ob die Grundsumme (und damit auch
die Beiträge) nicht zu hoch angesetzt ist. Ebenso die
Progression: sollte man nicht eher Richtung 350% (was dieser
Anbieter nicht hat) oder sogar 500% (was dieser Anbieter
eigentlich nur zu Vergleichszwecken hat) tendieren? Vielen
Dank noch einmal, gunlo

Hallo gunlo,
Sie sind auf der richtigen Spur. Mit Ausnahme des Propoportionaltarifes ohne Progression dienen alle Progressionstarife dieser Welt genau einem Zweck: Die Kunden sollen so verblödelt werden, dass sie nicht mehr wissen, wo unten und oben ist und gleichzeitig wird dadurch eine so große Variantenzahl bei den Angeboten möglich, dass nix mehr mit gar nix mehr vergleichbar wird. Denn wenn U-Versicherer eines hassen, so ist es die Transparenz für den Kunden bei identischen Kernleistungen in Verbindung mit - bewahre - außerdem noch identischen Gimmicks.
Gehen Sie mit kühlem Kopf vor und überlegen Sie, welche Geldsumme vorhanden sein muss, um bei einem Invaliditätsgrad, der vermutlich verhindert, dass überhaupt ein Beruf ausgeübt wird, ein einigermaßen
auskömmliches Leben zu führen. Rechentipp: Für 100 T€ Anlagekapital
können Sie auf 10-Jahres-Frist gegenwärtig ca. 4500 € mündelsicheren
Zinsertrag ohne Kapitalverzehr pro Jahr bekommen.

Und noch eine Überlegung: Ist es notwendig, bei vergleichsweise
geringer Invalidität bereits eine hohe Geldsumme zur Verfügung zu haben? Wenn Sie das bejahen, brauchen Sie einen Proportionaltarif
bzw. einen 200er oder einen 225er Tarif.
Wenn Sie meinen, es ist hinreichend, dann einen großen Betrag zur Verfügung zu haben, wenn wirklich erst ein hoher Invaliditätsgrad
erreicht ist, der starke Beeinträchtigungen im Freizeit- und Erwerbsverhalten nach sich zieht, dann gibt es die 300er, die 330er, die 350er, die 500er, die 800er oder die 1000er Tarife.
Gruß
Günther

Hey Gunlo,
Grundsumme ist wichtig für kleine UV-Schäden, Progression setzt bei
21% (Regelfall) bleibender Köperschaden ein. Kann auch früher oder später beginnen. Bitte in die Progressionstaffel des Anbieters schauen. Bsp. linke Hand minus zwei Finger nach Unfall = ca.15% dauerhafte Köperschädigung 15X200.000 = 30.000 € Entschädigung der Versicherung.
Bei 4 Finger wird die Rechnung komplizierter: durch Gutachter festgestellter Köperschaden ca.37% bis 20% einfache Entschädigung =
40.000€ 21-35% 1,5 fache Entschädigung= 45.000€ 36-37% doppelte
Entschädigung = 8.000€ GS 93.000€ - wo welche Steigerung der
Leistungen beginnt entscheidet der Anbieter.(eine 1000er Progression,
gibt es, die bei 90 % beginnt kann man nicht gebrauchen)
Ohne Progression als ein UV mit s.g. Mehrleistung würden 37%
37X200.000=74.000€ Entschädigung ergeben.
Die Unfallrente hat den Vorteil, sie wird ein Leben lang gezahlt.
Nachteil erst bei 50%?!(bitte fragen,Anbieterabhängig)
Bei dieser guten/hohen würde ich einen Mehrleistungsvertrag empfehlen,(würde den Preis deutlich reduzieren)
Vorraussetzung ist dass 400.000-600.000€ (200/300 Mehrleistung , bitte Vertreter fragen,da Anbieterabhängig)als Höchstentschädigung reichen.
Für den einen viel, für den anderen zu wenig.
Mal ein Bsp., wenn ich gestern einen Autounfall gehabt hätte der als
Folge zum Verlust meine Augen geführt hätte, wovon lebe ich danach:
400.000€x5%Zinsen=1.666€ +?+? reicht mir das?
Gruß Alex

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Hallo nordlicht,
auch dir vielen Dank für deine Hilfe, zwei Fragen noch:

Ich würde für kidner eher 100.000 x 4
oder 5 nehmen. Die 225 Progression verteuert die Sache
unnötig.

Für mich als Laie: du meinst eine 400er oder 500er Progression, richtig?

Ist eine Unfallrente für Euch wirklich notwendig ?, Eine BUV
wollt Ihr nicht, dann ist eine Unfallrente Unsinn.

Die BUV bzw. DUV wollen wir nicht, da sie uns zu teuer ist und wir die kritischen ersten Jahre bis zu unserem Mindestruhegehalt überstanden haben. Aber was spricht gegen die zusätzliche Unfallrente?

Danke und Gruß, gunlo

Für mich als Laie: du meinst eine 400er oder 500er
Progression, richtig?

Richtig.

Die BUV bzw. DUV wollen wir nicht, da sie uns zu teuer ist und
wir die kritischen ersten Jahre bis zu unserem
Mindestruhegehalt überstanden haben. Aber was spricht gegen
die zusätzliche Unfallrente?

Dass sie nur einen kleinen Aspekt der Berufsunfähigkeit versichert, nämlich die unfallbedingte BU (6 % aller Fälle). Wenn Ihr keine BUV wollt, wozu wollt Ihr dann eine Unfallrente ? Die BUV wäre das sinnvollere, falls Ihr nicht üebr den Dienstherrn versorgt seid.

Dass sie nur einen kleinen Aspekt der Berufsunfähigkeit
versichert, nämlich die unfallbedingte BU (6 % aller Fälle).
Wenn Ihr keine BUV wollt, wozu wollt Ihr dann eine Unfallrente
? Die BUV wäre das sinnvollere, falls Ihr nicht üebr den
Dienstherrn versorgt seid.

Ich darf kurz anmerken, dass der Fragende 34 bzw. dessen Frau 32 Jahre alt sind. Somit sind sie weniger als 20 Jahre verbeamtet und befinden sich in der Region, die bei Diensunfähigkeit (Ausnahme Dienstunfall) vereinfacht 35% der letzten Bezüge oder 1291€ als Pension bietet. Leider hält sich bei Beamten immer noch das Ammenmärchen, ab dem sechsten Jahr wäre eine gute Absicherung da. Leider sind durch diese Fehleinschätzung schon einige Häuser und Schicksale dank einer DU über die Wupper gegegangen.

Also,
wer glaubt, als Beamter abgesichert zu sein, liegt falsch.
Angenommen, ein Elterneil wird BU (meist nicht wegen eines Unfalls!!!), dann wird sich das andere Elternteil um die Kinder kümmern müssen / dürfen. Da ist also nichts mehr mit Geld verdienen.
Zumindest eine BU mit einer Laufzeit von 20 Jahren, dann sind die Kinder aus dem Gröbsten raus. Als Lehrer sollte so eine BU drin sein.
tommyboy