Vorsorge für das Kind

Liebe WWW’ler und vor allem erfahrene Mütter und Väter,

wie kann/muß ich den für mein gerade 3 Monate altes Baby vorsorgen? Was für Versicherungen sind da unbedingt empfehlenswert? (Genaueres frag ich dann natürlich im Versicherungsbrett, aber ich bräuchte erstmal eine Grundahnung)

Ich höre immer wieder eine Unfallversicherung ist absolut notwendig?
Was trifft man denn für eine Vorsorge bzgl. Ausbildung? Eine spezielle Ausbildungsversicherung? Oder gibt es da spezielle Kindersparbücher mit bestimmten Konditionen?
Es sieht so aus, als ob ich demnächst einen Osteopathen zu Rat ziehen muß (den muß ich erstmal selbst zahlen, da ich nur gesetzlich versichert bin) - wie sieht es denn mit Baby-Zusatzversicherungen aus? Ist das ratsam, um auch den Heilpraktiker, Homöopathen etc. abzusichern?

Was gibt es noch, was man unbedingt haben sollte?
Ich schwimme nicht im Geld (eher im Gegenteil:wink:, möchte aber zumindest die notwendigsten Sachen abdecken. Vielleicht gibt es auch etwas, woran ich noch überhaupt nicht gedacht habe (muß nicht Versicherung sein)?

Bin auf jeden Fall dankbar über alle möglichen Tipps.

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo Christiane,

also, der Versicherungsumfang eines Kindes hängt zum Großteil vom „Sicherheitsbedürfnis“ der Eltern ab.

Unfallversicherung: macht Sinn, vor allem wenn man darauf achtet, wie hoch die Summe der Auszahlung bei bleibenden Behinderungen nach einem Unfall sind, denn ein behindertes Kind bedeutet außer den emotionalen Belastungen auch enorme Kosten.

Ausbildungsversicherungen gibt es bei so ziemlich jeder Bank, d.h. monatlich wird ein individuell festgelegter Betrag eingezahlt(wir haben dabei die Paten unserer Kinder um Unterstützung gebeten), der dann von der Bank mit Prozenten und zusätzlichen Zuwendungen aufgestockt wird, so daß nach einem gewissen Zeitpunkt (in der Regel 15 - 20 Jahre) eine gewisse Geldsumme zur Verfügung steht.
Zusätzlich gibt es auch diverse Formen der Sparbücher, die bei den Banken erfragt werden können.

Zusätze zur allgemeinen Krankenversicherung gibt es schon recht günstig, man kann inzwischen fast alle weiteren Behandlungsmöglichkeiten dazu versichern, Heilpraktiker und Homöopathiezusatzversicherungen sind schon für ca. 3,50 Euro im Monat machbar.

Zusätzlich empfiehlt sich eine allgemeine Haftpflichversicherung für die Eltern, die die Kinder mit versichert, allerdings gibt es da immer wieder Neuerungen was die Haftung anbetrifft, also unbedingt vorher mit der Versicherung abklären, ob die Schramme an Nachbars Auto(kommt meist mit dem ersten Roller oder Fahrrad) auch bezahlt wird (Kinder unter 8 Jahren sind angeblich nicht regresspflichtig, aber unsere Versicherung hat dann doch gezahlt!!)

Mehr Versicherungen haben wir nicht, ich weiß aber dass es in Germany keine Lebensversicherungen für Kinder gibt.(Wohl damit den Kiddies nichts zustößt, wenn die Eltern knapp bei Kasse sind!!!)

Hoffe dir geholfen zu haben

Gruß
Iris

Hallo Christiane,

wie Iris schon sagt, kommt es auf das Sicherheitsbedürfnis der Eltern an. Ich habe deshalb eine Risikolebensversicherung auf mich abgeschlossen. Das macht Sinn, wenn man auf absehbare Zeit der alleinige Familienernährer ist, aber auch besonders dann, wenn man alleinerziehend ist und für sein Kind nach dem eigenen Tod eine Absicherung möchte. Risikolebensversicherungen über 50.000 Euro sind eigentlich ganz günstig zu bekommen, wenn man nicht gerade zu einer Risikogruppe gehört.

Ansonsten kann man sich statt einer Ausbildungsversicherung auch die Alternative des Bausparvertrages überlegen. Der läuft auch langfristig und kann für den Berufsstart herangezogen werden (und muss natürlich nicht zum Bauen verwendet werden). Bei uns haben meine Eltern für unsere Tochter einen abgeschlossen.

Mir persönlich war es auch wichtig, dass meine Haftpflichtversicherung durch meine Kinder verursachte Schäden abdeckt. Die Meinungen sind hier aber geteilt: In diesem Forum gibt es viele, die die allgemeine Rechtsprechung für richtig halten, dass durch Kinder verursachte Schäden zum allgemeinen Lebensrisiko für den Geschädigten gehören. Mir wäre dabei allerdings nicht wohl.

Viele Grüße,

Matthias

Hallo Matthias,

Mir persönlich war es auch wichtig, dass meine
Haftpflichtversicherung durch meine Kinder verursachte Schäden
abdeckt.

ich nehme an, dass die Haftpflichtversicherung durch „Kinder unter 7 Jahren verursachte Schäden“ ohne Prüfung ob die Aufsichtspflicht verletzt wurde, abdeckt. Das ist nochmal etwas anderes als „durch Kinder verursachte Schäden“. Zu der Zeit, als meine Tochter unter diesem Alter war, gab es sowas zum Beispiel nicht.

Die Meinungen sind hier aber geteilt: In diesem Forum
gibt es viele, die die allgemeine Rechtsprechung für richtig
halten, dass durch Kinder verursachte Schäden zum allgemeinen
Lebensrisiko für den Geschädigten gehören.

Was soll daran falsch sein?

Mir wäre dabei allerdings nicht wohl.

Ich hätte auch die andere Art der Versicherung abgeschlossen, wenn es diese gegeben hatte. Bei uns hieß damals das Zauberwort: „Wir werden das schon so hinkriegen, dass ich die Aufsichtspflicht da leider verletzt habe.“ Allerdings hat meine Tochter glücklicherweise weder unter noch über 7 Jahren jemanden geschädigt.

Gruß, Karin

Hallo Matthias,

Mir persönlich war es auch wichtig, dass meine
Haftpflichtversicherung durch meine Kinder verursachte Schäden
abdeckt.

ich nehme an, dass die Haftpflichtversicherung durch „Kinder
unter 7 Jahren verursachte Schäden“ ohne Prüfung ob die
Aufsichtspflicht verletzt wurde, abdeckt. Das ist nochmal
etwas anderes als „durch Kinder verursachte Schäden“. Zu der
Zeit, als meine Tochter unter diesem Alter war, gab es sowas
zum Beispiel nicht.

Das stimmt. Ganz korrekt heißt es wohl, dass die Versicherung „für von deliktunfähigen Kindern“ verursachte Schäden einspringt. Viele Haftpflichtversicherungen bieten das heute an.

Die Meinungen sind hier aber geteilt: In diesem Forum
gibt es viele, die die allgemeine Rechtsprechung für richtig
halten, dass durch Kinder verursachte Schäden zum allgemeinen
Lebensrisiko für den Geschädigten gehören.

Was soll daran falsch sein?

Ich bin in diesem Punkt der Meinung, dass es nicht richtig sein kann, dass unter Umständen Menschen durch einen durch ein Kind verursachten Schaden ein Leben lang leiden oder wirtschaftlich ruiniert werden und dann eben niemand haftet. Ich kenne einen Fall, in dem eine Autofahrerin einem Kind auf der Straße auswich, dabei einen Unfall baute, sich schwer verletzte und dann weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz bekam. Das finde ich einfach nicht richtig. Und ich meine auch, dass es Eltern zumutbar ist, so etwas abzusichern. Ich gebe zu, dass meine Versicherung hier auch nur bis 100.000 Euro haftet und das einer Autofahrerin im Rollestuhl vermutlich auch nichts nützt.

Grüße,

Matthias

Hallo
empfehle einen ergänzenden Schutz im Falle Krankheiten d.h. Spezialist ,Unfall wichtig und dann ein Sparmodell für das Babay . Da gibt es die Ausbilungsversicherung ( Schutz für Ernährer ,Beiträge werden bei versterben oder Berufsunfähigkeit gezahlt,gern auch mehr .Viele Grüße Susi

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Hallo Matthias,

Ich kenne einen Fall, in dem eine Autofahrerin einem Kind auf
der Straße auswich, dabei einen Unfall baute, sich schwer
verletzte und dann weder Schmerzensgeld noch Schadensersatz
bekam.

aber den § 3 Geschwindigkeit Ziffer 2a aus der StVO kennst Du schon?

Das finde ich einfach nicht richtig.

Ich finde nämlich auch nicht richtig, das Autofahrer in Gegenden, wo Kinder auftreten können, zu schnell fahren und dann wegen er bösen Kinderchen Unfälle bauen. Wer also in Deinem Beispiel wirklich die Schuld gehabt hat, ist aus der Ferne sowieso nicht zu erkennen.

Gruß, Karin

Ich finde nämlich auch nicht richtig, das Autofahrer in
Gegenden, wo Kinder auftreten können, zu schnell fahren und
dann wegen er bösen Kinderchen Unfälle bauen. Wer also in
Deinem Beispiel wirklich die Schuld gehabt hat, ist aus der
Ferne sowieso nicht zu erkennen.

Es ist völlig Wurst, wie die Schuld hier zu sehen ist. Fakt ist, dass deliktunfähige Kinder schwerste Schäden verursachen können, die Menschen auf Lebenszeit zeichnen können. Ich persönlich finde, dass man dies nicht einfach als Naturkatastrophe abtun sollte, sondern dass es dafür eine verpflichtende Absicherung geben sollte.

Der ADAC empfiehlt z.B. bei einem vors Auto springenden Reh nicht in den Graben zu fahren, sondern das Reh voll umzufahren. Der entstehende Sachschaden und das Risiko für den eigenen Leib ist viel geringer als ein Ausweichen in den Graben. Da ich nicht möchte, dass das jemand bei meinem Kind macht, weil er weder Schadensersatz noch Schmerzensgeld bekommt, bin ich gerne bereit, eine entsprechende Versicherung zu haben.

Gruß,

Matthias

Eine Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung gibt es günstiger als Familienpaket.
Ob Deine Krankenversicherung Heilpraktikerleistungen bezahlt, kannst Du dort erfragen. Einige Krankenversicherungen bezahlen homöopatische Medikamente für Kinder. Ansonsten ist eine Zusatzversicherung sinnvoll, da gerade Kinder gut auf naturheilkundliche Methoden ansprechen.

Ich halte es für wenig sinnvoll eine Ausbildungsversicherung oder einen Bausparvertrag zum jetzigen Zeitpunkt abzuschließen. Du brauchst das Geld im Moment nötiger für andere Dinge.

Hallo Kerstin,

Eine Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung gibt es
günstiger als Familienpaket.

Eine Haftpflicht besteht schon (für mich), nehme an, das Kind ist da mit drinnen. Mal sehen, was da nachträglich bzgl. Paket und so zu machen ist.

Ob Deine Krankenversicherung Heilpraktikerleistungen bezahlt,
kannst Du dort erfragen.

Schon geschehen - zahlt leider nicht.

Einige Krankenversicherungen bezahlen

homöopatische Medikamente für Kinder. Ansonsten ist eine
Zusatzversicherung sinnvoll, da gerade Kinder gut auf
naturheilkundliche Methoden ansprechen.

Erstens dies und zweitens möchte ich im ersten Lebensjahr nicht impfen und schon aus diesem Grund möchte ich, daß sich jemand mal „ganzheitlich“ das Baby anschaut. Allerdings hab ich gehört, daß ich, wenn ich das Baby versichern möchte auch dort versichert sein muß und schon wird’s kompliziert (und teurer). Aber dies muß wohl nun wirklich ins Versicherungsbrett:wink:

Ich halte es für wenig sinnvoll eine Ausbildungsversicherung
oder einen Bausparvertrag zum jetzigen Zeitpunkt
abzuschließen. Du brauchst das Geld im Moment nötiger für
andere Dinge.

Wie wahr:wink: Weiß im Moment nicht mal wie ich meine Miete bezahlen soll. Aber die Frage war die des Vaters (wir wohnen nicht zusammen), der monatlich gerne einen bestimmten Betrag für das Kind anlegen möchte.

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Christiane

Hallo Matthias,

wie Iris schon sagt, kommt es auf das Sicherheitsbedürfnis der
Eltern an.

Na ja, bis jetzt ging das gegen Null bei mir; ich hab selbst erst vor einigen Jahren eine Haftpflicht abgeschlossen (nach dem Schock eines Beinahe-Schadens in irrer Höhe). Aber mit Kind bin ich eben nicht mehr nur für mich selbst verantwortlich und somit steigt das Sicherheitsbedürfnis.

Ich habe deshalb eine Risikolebensversicherung auf

mich abgeschlossen. Das macht Sinn, wenn man auf absehbare
Zeit der alleinige Familienernährer ist, aber auch besonders
dann, wenn man alleinerziehend ist und für sein Kind nach dem
eigenen Tod eine Absicherung möchte.

Puh, das auch noch? Aber es hört sich so an, als ob das bei mir Sinn machen würde!

Ansonsten kann man sich statt einer Ausbildungsversicherung
auch die Alternative des Bausparvertrages überlegen. Der läuft
auch langfristig und kann für den Berufsstart herangezogen
werden (und muss natürlich nicht zum Bauen verwendet werden).
Bei uns haben meine Eltern für unsere Tochter einen
abgeschlossen.

Danke für den Tipp!

Mir persönlich war es auch wichtig, dass meine
Haftpflichtversicherung durch meine Kinder verursachte Schäden
abdeckt. Die Meinungen sind hier aber geteilt: In diesem Forum
gibt es viele, die die allgemeine Rechtsprechung für richtig
halten, dass durch Kinder verursachte Schäden zum allgemeinen
Lebensrisiko für den Geschädigten gehören. Mir wäre dabei
allerdings nicht wohl.

Aha, das heißt ich muß da nachfragen, ob sie das abdecken? Wußte ich nicht, dachte mein Kind wäre automatisch mitversichert.

Liebe Grüße,
Christiane

Ich finde nämlich auch nicht richtig, das Autofahrer in
Gegenden, wo Kinder auftreten können, zu schnell fahren und
dann wegen er bösen Kinderchen Unfälle bauen. Wer also in
Deinem Beispiel wirklich die Schuld gehabt hat, ist aus der
Ferne sowieso nicht zu erkennen.

Es ist völlig Wurst, wie die Schuld hier zu sehen ist.

wenn Dir das völlig wurst ist, frage ich mich, warum Du diesen Fall oaben als Grund für eine Haftpflicht mit Zusatz angebracht hast. Wenn nämlich die Autofahrerin selber schuld war, hätte auch diese Haftpflicht nicht gezahlt.

Fakt ist, dass deliktunfähige Kinder schwerste Schäden verursachen
können, die Menschen auf Lebenszeit zeichnen können.

Du meinst eher, dass im Zusammenhang mit… Schäden entstehen können. Das „Verursachen“ hat ja schon mit einer Schuld zu tun.

Ich persönlich finde, dass man dies nicht einfach als
Naturkatastrophe abtun sollte, sondern dass es dafür eine
verpflichtende Absicherung geben sollte.

Nun ja, da bist Du halt anderer Ansicht als der Gesetzgeber.

Der ADAC empfiehlt z.B. bei einem vors Auto springenden Reh
nicht in den Graben zu fahren, sondern das Reh voll
umzufahren.

Da würde ich auch eher für den Fuß vom Gas in entsprechend gefährdeten Gegenden plädieren. Und wenn man zu unkonzentriert ist, das rechtzeitig zu tun, dann gleich das Autofahren sein zu lassen.

Aber das ist ein weites Feld und hat mit dem Thema des Brettes inzwischen fast gar nichts mehr zu tun.

Grüße, Karin

Hallo Christiane,
eine gute Frage, die du da gestellt hast. Ich bin nämlich bisher noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass es vielleicht wichtig wäre, jetzt schon bestimmte Versicherungen für unseren zwei Monate alten Sohn abzuschließen. Haftpflicht besteht ja mit über die Eltern, und eine Krankenversicherung, die wohl erstmal die wichtigste Versicherung ist, ist ja ebenfalls durch die Eltern gegeben.
Deine Frage kann ich somit leider nicht beantworten. Mich würde aber stattdessen interessieren, warum du euer Baby nicht impfen lässt? Sicher gibt es durch die Impfung an sich bedingt ein gewisses Risiko, aber ist dieses nicht geringer und weniger schlimm in den Auswirkungen als eine Erkrankung an Keuchhusten, Diphterie oder sonstigem?
Gruß von la gioia

Hallo la gioia (was bedeutet das? - nur neugierig…),

eine gute Frage, die du da gestellt hast. Ich bin nämlich
bisher noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass es
vielleicht wichtig wäre, jetzt schon bestimmte Versicherungen
für unseren zwei Monate alten Sohn abzuschließen.

Ich bin eigentlich gar nicht so der „Versicherungstyp“. Hatte lange nur eine KV und bin durch einen Fastschadensfall dazu gekommen endlich mal eine Haftpflicht abzuschließen. Aber für ein Kind hat man halt sofort eine Verantwortung, die man nicht so leicht herunterspielen kann wie wenn es um einen selbst geht.

besteht ja mit über die Eltern, und eine Krankenversicherung,
die wohl erstmal die wichtigste Versicherung ist, ist ja
ebenfalls durch die Eltern gegeben.

Das schon, aber meine gesetzliche KV zahlt weder Heilpraktiker, Homöopathen noch ähnliches. Und gerade Säuglinge sind erstmal die idealen Patienten für so ganzheitliche Dinge. Zumindest überzeugen mich da die Erfolgsquoten von Müttern mit Erfahrung.

Mich
würde aber stattdessen interessieren, warum du euer Baby nicht
impfen lässt? Sicher gibt es durch die Impfung an sich bedingt
ein gewisses Risiko, aber ist dieses nicht geringer und
weniger schlimm in den Auswirkungen als eine Erkrankung an
Keuchhusten, Diphterie oder sonstigem?

Puhh, wenn ich das wirklich wüßte… Wie geschrieben, ich war bei einem wirklich überzeugendem Impfvortrag und alleine die Tatsache, daß die gängigen Gründe warum die meisten Kleinkinder eine Kinderarztpraxis aufsuchen mit einer Irritation des Immunsystems zu tun haben (Chronisches Asthma, Neurodermitis, Heuschnupfen, Autoimmunerkrankungen…) überzeugt mich ziemlich. Das Immunsystem eines 3 Monate alten Kindes wird einfach nicht fertig mit diesen Zigfach-Impfungen. Und dann wußte ich ja gar nicht was in diesen Impfstoffen noch alles drinnen ist (z. B. Nervengift, welches seit 30 Jahren in D verboten ist, Formaldehyd, etc., ganz zu schweigen von den Antibiotika, die ja wiederum das Immunsystem durcheinanderbringen). Und wie soll sich bitte ein Säugling mit Hepatitis B infizieren (durch Blut und Sperma)? Und dann Thema Keuchhusten: tödlich kann die Krankheit in den ersten 6 Monaten sein, aber die Impfung wirkt eben erst wenn das Baby 6 Monate alt ist. Meine Frage ist: ich (ungeimpft gegen Keuchhusten) hatte mit Anfang 30 Keuchhusten - hat mein Kind jetzt dadurch diesen Nestschutz durch’s Stillen?? Hier streiten sich Pro- und Contra-Leute.

Wie Du siehst, ich bin immer noch dabei mich damit zu beschäftigen. Schreib mir doch, was Dich überzeugt, wenn Du Lust hast. Ob ich es ganz sein lasse, weiß ich nicht, aber im ersten Jahr trau ich mich einfach nicht zu impfen (ein weiteres Argument: plötzlicher Kindstod - bei entfernten Bekannten ist 2 Tage nach dem Impfen der Säugling daran gestorben).

Liebe Grüße und alles Gute Dir und dem Baby,
Christiane

Gruß von la gioia

Liebe Christiane,

Hallo la gioia (was bedeutet das? - nur neugierig…),

Lo gioia ist italienisch und heißt „die Freude“ :0)

… meine gesetzliche KV zahlt weder
Heilpraktiker, Homöopathen noch ähnliches. Und gerade
Säuglinge sind erstmal die idealen Patienten für so
ganzheitliche Dinge. Zumindest überzeugen mich da die
Erfolgsquoten von Müttern mit Erfahrung.

Da gehen unsere Ansichten dann schon auseinander. Ich bin kein Verfechter von Homöopathie und alternativen Heilpraktiken. Bisher vertraue ich eigentlich lieber auf die Schulmedizin. Daher bin ich auch eher dafür, die von der Impfkommission empfohlenen Impfungen machen zu lassen.
Allerdings möchte auch ich natürlich nur das beste für unseren Kleinen und habe auch mächtig Angst vor dem ersten Impftermin übermorgen. Nach dem Lesen deiner Antwort hier ist diese Angst auch noch viel größer geworden (wenngleich du das sicher nicht beabsichtigt hast…). Vor allem deine Anmerkung mit dem plötzlichen Kindstod hat mir richtig Herzklopfen beschert. Der Gedanke daran ist so furchtbar!
Aber ich möchte ja auch nicht, dass mein Baby schlimm krank wird, und da Impfungen das verhindern können, halte ich sie schon für sinnvoll. Dazu kommt, dass unser Kleiner eventuell schon Ende des Sommers in die Krippe gehen wird, wo unter Umständen alle möglichen Krankheitserreger lauern. Sicher kann es dann passieren, wie du ja in dem Vortrag hörtest, dass er dann öfter mal mit Infekten zu kämpfen hat, aber das muss ja nicht eintreten, und wenn, ist es immer noch erträglicher als eine einzige ernsthafte Erkrankung.

Und dann wußte ich ja gar nicht was in diesen Impfstoffen noch
alles drinnen ist (z. B. Nervengift, welches seit 30 Jahren in
D verboten ist, Formaldehyd, etc., ganz zu schweigen von den
Antibiotika, die ja wiederum das Immunsystem
durcheinanderbringen).

Wissen tue ich natürlich auch nicht, was so alles drin ist in diesen Impfstoffen. Aber einen Anhaltspunkt habe ich immerhin. Im „Ökotest Sonderheft Kleinkinder“ wurden unter anderem auch Impfstoffe getestet, und der Stoff, den unsere Kinderärztin verwendet - habe mich danach erkundigt; er heißt infanrix hexa - schneidet dort sehr gut ab, enthält kein Nervengift und nur eventuell Spuren von Formaldehyd und Antibiotika.

Und dann :Thema Keuchhusten: tödlich kann die Krankheit in den ersten 6 :Monaten sein, aber die Impfung wirkt eben erst wenn das Baby 6
Monate alt ist.

Das mit den ersten 6 Monaten wusste ich nicht. Und dass die Krankheit danach nicht mehr tödlich verlaufen kann, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Einen Grund muss es ja dafür geben, dass man mit der ersten Impfung schon beginnen sollte, wenn das Baby 8 Wochen alt ist. Und selbst wenn Keuchhusten nicht lebensgefährlich sein soll - eine Erkrankung kann aber immerhin gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Und auf die sollte man es ja eigentlich auch nicht ankommen lassen.

Wie Du siehst, ich bin immer noch dabei mich damit zu
beschäftigen.

Das geht mir nicht anders. Nur ist es bei mir eher ein „erst jetzt“ statt ein „immer noch“. Und wenn ich am Freitag zum Impftermin gehe und vor allem auch die Tage danach, werde ich sicher weiche Knie haben.
Aber würde ich unseren Kleinen nicht impfen lassen und er wird deswegen eines Tages doll krank, könnt ich mir das wohl nicht verzeihen.

Dir und deinem Baby auch alles Gute und vor allem Gesundheit!
Gruß von la gioia

Mut machen
Liebe la gioia,

ich möchte dir etwas Mut machen und dich auch etwas beruhigen, was den Impftermin am Freitag betrifft. Meine beiden Kinder sind entsprechend den Empfehlungen der Stiko geimpft und haben das auch gut vertragen. Mal etwas erhöhte Temperatur, mehr nicht. Wenn das Kind gerade einen Infekt ausbrütet, dann wird der sicher auch durchkommen (hatten wir auch mal, aber eine Erkältung ist nicht so schlimm, nur lästig).
Gehäufte Infekte gab es bei der Großen, bei der Kleinen war alles im Rahmen (wobei auch die Große noch innerhalb der „Norm“ war, nur eben am oberen Rand).
Ja, die Sache mit dem Kindstod, die Christiane beschrieben hat, ist natürlich schrecklich. Nur kann keiner wissen, ob das wirklich von der Impfung kam oder ob es auch so passiert wäre.
Es stimmt, dass Keuchhusten innerhalb der ersten 6 Lebensmonate besonders häufig schwere Verläufe nimmt, kann hinterher aber auch noch sein. Vor allem: Wenn wir unsere Kinder nicht impfen lassen würden, würden mehr, auch ältere, Kinder an Keuchhusten erkranken und damit die schutzlosen Kleinen anstecken. Somit ist die Impfung nicht nur Eigenschutz, sondern auch Fremdschutz aus einer sozialen Verantwortung heraus.
Nur Mut! Wenn du noch Fragen hast, dann nutze auch die Möglichkeit, mit eurem Kinderarzt darüber zu sprechen. Unsere Ärztin informiert und berät die Eltern sehr gut und impft auch nur richtig gesunde Kinder.

Viele Grüße, Heike

Hallo,

ich lass das mal so stehen von Heike denn ich finde es richtig.

Einzigst angemerkt sei das es nur eine Impfung gab bei der ich erst mal nachgedacht habe und zwar schon während der Schwangerschaft. Dies war die Impfung gegen TBC die meine beiden im Alter von 3 Tagen bekommen haben.
Warum? Nun meine Tante hatte in den 60’er eine offene TB und nach dem was ich an Informationen bekam/habe ist es so das Menschen die eine offene TB hatten diese auch immer noch weitergeben können selbst wenn sie ausgeheilt ist.
Die möglichen Impfnebenwirkungen haben mich schon ein wenig verschreckt, aber letztlich sind meine Kinder gegen alles geimpft und haben eigentlich nur einmal eine kleine Spur von Impfnebenwirkung gezeigt.

Ach ja auch ich halte die Homöopathie für gut und habe sie bei meinen auch angewendet aber immer mit schulmedizinischer Begleitung. Ich halte nichts davon sich hier auf eine Richtung festzulegen. Mittlerweile gibt es auch Kinderärzte die eine entsprechende Zusatzausbildung haben.
Trotzdem immer mit offenen Ohren und offenen Verstand durch das Leben gehen.
Ich habe nämlich leider auch schlechte Erfahrungen mit Kinderärzten gemacht. Als junge Mutter mit erstem Kind war ich zu vertrauensseelig.
Ein Kinderarzt ist nichts anderes für Kinder wie ein Hausarzt für uns Erwachsene, ergo sollte ein Kinderarzt auch wenn nötig überweisen und nicht erst wenn er nicht mehr weiterkommt. Wir lassen uns ja auch zum HNO-Arzt schicken wenn wir etwas mit den Ohren haben oder zum Orthopäden wenn wir Schmerzen in der Hüfte haben.

Also bitte immer mit offenen Augen und Verstand, seit ruhig kritisch und lasst euch alles erklären. Und fordert auch ruhig mal die Meinung eines Spezialisten ein.

Schöne Grüße
Andrea

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Andrea,

eines hatte ich vergessen zu erwähnen: Auch ich behandle meine Kinder homöopathisch und schulmedizinisch (bzw. lasse sie behandeln) in Kombination. Homöopathie ist toll, aber sie hat mE Grenzen. Eine schwere Mittelohrentzündung oder gar Lungenentzündung würde ich nicht mehr ausschließlich homöopathisch behandeln.
Unserer Kinderärztin (die ich als Hausärztin für unsere Kinder sehe) vertraue ich deshalb, weil sie ihre Grenzen gut kennt und auch notfalls mal überweist. Sie ist sehr erfahren und fürsorglich.
Ich gebe dir aber recht: Notfalls lieber eine 2. Meinung einholen.
Hm, gegen TBC sind meine Kinder nicht geimpft, da werde ich mich mal informieren. Ansonsten haben sie alle Impfungen, auch gegen Meningokokken Typ C (wird seit diesem Jahr sogar von der Kasse getragen).

Viele Grüße, Heike

liebe heike,
vielen dank für deine aufbauenden worte.
gruß la gioia