Hallo,
Mir ist schon klar, daß
man wohl am besten „vermeintliche“ Schwächen aufzählen sollte,
die auch gut als Stärken ausgelegt werden können, aber was???
Habt ihr irgendwelche Vorschläge oder Erfahrungen mit solchen
Situationen?
Richtig erkannt. Ich habe seinerzeit gesagt daß ich es manchmal ein bißchen zuuuuu genau mit irgendwelchen Dingen nehme und daß ich manchmal 10x „ja“ sage wo man schon 5 mal hätte „nein“ sagen müssen.
Das ist durchaus ehrlich gewesen, waren aber andererseits Dinge, die nicht wirklich „schlimm“ sind. Sowas paßt natürlich nur wenn man dann auch wirklich den Gesamteindruck eines um Korrektheit gemühten Menschen macht. Wer chrakterlich eher „künstlerisches Chaos“ signalisiert wird mit so einer Aussage schnell unglaubwürdig.
Deine Angaben sollten also nicht zu gekünstelt „eigentlich positiv“ wirken, dürfen logischerweise aber auch nicht wirklich schlimm sein.
Vielen Dank für alle Tips und Vorschläge!
Ansonsten habe ich seinerzeit diverse Bücher und Quellen gelesen und glaube eine Strategie erkannt zu haben: im Grunde geht’s „einfach“ darum alles und jedes zu einem Vorteil zu drehen, d. h. auch Dinge, bei denen Dein Lebenslauf nicht logisch ist, Dinge schief gegangen sind, etc. Jedes noch so heikle Thema ist prima erklärt wenn Du immer nur herausstellst was Du aus den Fehlern oder Umständen gelernt hast, was es Dir gebracht hat, welche positiven Erfahrungen und Lehren Du aus diesen „Pannen“ gezogen hast. So wird aus JEDEM Minus- ein Pluspunkt. Überleg’ Dir zu allen kritischen Punkten eine positive Sache, die Du dabei gelernt hast.
Antworte niemals mehr auf eine Frage als überhaupt gefragt wurde. Gib keine Antworten, die nicht erfragt wurden. Lies keine spekulativen Zwischentöne aus einer Frage raus, das nennt man wohl offenbar „second guessing“ und führt schnell zu einem Fettnäpfchen.
Wenn sie also fragt „Herr/Frau Raven, sagen Sie mir doch mal, was haben Sie denn überhaupt die ganze Zeit so gemacht?“ heißt das nur, was Du die Zeit gemacht hast und nicht daß Du zuwenig, zuviel, die falschen Sachen, doofe Sachen gemacht hast, es heißt nicht daß sie zweifelt, selbst wenn bei einem schwierigen Interview evtl. die Stimme streng und zackig ist, dann ist es nur die pure Frage „Was haben Sie gemacht.“ Und da brauchst Du überhaupt nicht defensiv zu plaudern, daß es „ja nur … war“, sondern es war halt eine Arbeit als … Warum? Weil Du Dich dabei sehr wohl gefühlt hast, viel dabei gelernt hast, sie sehr abwechslungsreich und nützlich war etc. etc., Du hast ja Deine Gründe, warum Du es gemacht hast.
Immer positiv beschreiben, was Du dabei rausgezogen hast. So bekommt man jede Lücke weg im Lebenslauf. Und dann erzähl über Deinen
Lebenswandel sowas wie, daß Du in Deinen jungen Jahren viele Sachen
ausprobiert hast, und nun die Zeit gekommen sei, daß Du an eine feste,
bodenständige, langfristige Arbeit denkst, und dafür ist diese Firma ja soooo ideal, weil sie ja soundso ist, da hast Du Dir sicherlich auch ein paar Dinge zurechtgelegt. Das ist gut nachvollziehbar, ehrlich und macht Dich nicht zu einem Übermenschen. Immerhin bewirbst Du Dich ja nicht um einen Managerposten, wo Du ein angeschlossenes Studium für brauchst oder so.
Auf die Fragen warum Du dich gerade dort bewirbst und welche Gehaltsvorstellung Du hast solltest Du Antworten wissen, weil danach wird man Dich in jedem Fall fragen. Es kommt dann nicht so gut wenn Du sagt „Och, ich hab’ mich halt in Zeiten wie heute überall beworben und hier hat man mich eben eingeladen…“ - auch wenn das de facto vielleicht genauso war. Die Leute wollen lieber irgendeinen Stuß hören warum gerade sie eine so geile Firma wären, auch wenn sie wahrscheinlich genauso gut oder schlecht sind wie alle anderen auch.
Und wenn jemand am
Donnerstag ab 9:15 Uhr den einen oder anderen Daumen frei hat,
kann er/sie ihn mir gerne drücken! ;o)
Wird gemacht!
Schreib mal wie es gelaufen ist!
Gruß,
MecFleih