moin gaby!
habe kommenden Montag ein Vorstellungsgespräch.
glückwunsch!
sondern die mich angerufen haben
beste voraussetzungen!
Die Runde beim Vorstellungsgespräch besteht aus 4 Personen
das ist knackig, aber nicht unlösbar. wenn du weißt oder in erfahrung bringen kannst, um welche vier leutchen es sich da handelt, dann kannst du dich besser drauf einstimmen und vorbereiten.
ggfs. einfach nachfragen bei dem potentiellen zukünftigen arbeitgeber, um wen es sich handelt.
Würdet ihr jedem eine vollständige Mappe mitbringen, oder reicht eine?
kommt auf den „teilnehmerkreis“ an. vier mappen finde ich etwas „üppig“, zumal die dinger letztendlich eh nur in der pa abgelegt werden. und es kann auch übertrieben wirken, mit einem „stapel“ dort aufzulaufen.
ich würde spontan sagen: der dinger zweie. dann ist eine für den möglichen zukünftigen chef, und die andere für die pa. der rest kann sich das bei interesse durchblättern.
Außerdem bin ich bei sowas immer ziemlich nervös.
das ist normal und auch gut so - ein zeichen, daß dir daran liegt. kannst du am besten bewältigen durch gute und intensive vorbereitung, z.b. checkliste machen:
was kannst du alles besonders gut und warum? worauf bist du „stolz“ und warum?
welche konkreten stärken bringst du für deinen neuen arbeitgeber und die position mit? aber auch: welche „schwächen“ (=potentiale) siehst du bei dir und wie könntest du die beheben?
was hast du bisher im arbeitsleben geleistet und welche konkreten erfolge kannst du vorzeigen? was hast du selbst getan, um dich „fit“ zu halten (weiterbildungen, seminare, …)
wie sieht´s mit deiner teamfähigkeit und -begeisterung aus? bist du einzelkämpfer oder teamworker?
was erwartest du von deiner neuen position, von deinem vorgesetzten, von deinen kollegen (alles natürlich geschlechtsneutral gemeint von mir)?
welche perspektiven erwartest/erhoffst du dir von deinem neuen job (i.s.v. "wo möchte ich in 5 oder 10 jahren stehen?)
wenn du kundenkontakt haben solltest: wie gehst du mit kunden um, wie ist deine serviceorientierung? wie verhältst du dich bei renitenten oder querulierenden kunden? (die fragen können durchaus kommen - wenn nicht, dann würde ich zwar darauf eingehen, aber nicht in epischer breite)
ehrliches und gezieltes interesse für den neuen job und den arbeitgeber (firma): was ist in job und unternehmensumfeld beinhaltet? was macht der ag? wie sieht die entwicklung der firma aus? (kann man sich ggfs. aus dem internet ziehen). wenn man nix darüber weiß: fragen, fragen, fragen - getreu dem motto: wer fragt, führt.
ganz wichtig: authentisch bleiben. es muß nicht alles „passen“ wie deckechen auf töpfchen - das kann es auch gar nicht. wichtig ist, das der arbeitgeber den eindruck gewinnst, daß du selbstkritisch, pragmatisch, erfolgs- und zielorientiert bist, daß du ehrlich bist und ihm nicht „tolle geschichten“ auftischst. natürlichkeit und auch die fähigkeit, einzugestehen, daß man selbst etwas nicht weiß oder (noch) nicht kann, ist allemal besser als ein verschwurbeltes könnte-sollte-müßte.
im gespräch möglichst alle teilnehmer einbeziehen (anschauen, blickkontakt). das macht nicht nur guten eindruck, sondern hilft dir selbst auch für „rückmeldungen“ (positiv, fragend, unklar,…). du wirst schon selbst ganz schnell rausfinden, wer da das alphatierchen spielt und wer den „frager aus dem hinterhalt“. damit kann man aber gut klar kommen.
was immer gut kommt, als einstieg (wird oft gefragt): sich im vorfeld schon mal gedanken machen über die wichtigsten stationen seines lebens (bitte nicht „mein 18ter geburtstag“
) und wie man die „knackig“ (also kurz, präzise, pointiert) darstellen kann (flipchart oder verbal). das hilft über die ersten unsicherheiten des einstiegs hinweg. selbst ein zeitlimit setzen und einhalten: für diesen „selbstvortrag“ max. 10min! wenn die mehr wissen wollen, fragen die schon.
wenn du die möglichkeit hast: mit einem menschen deines vertrauens vorher so ein gespräch / eine vorstellung / … mehrmals üben. das fietbäck, das du dabei bekommst (auch wenn das kein personaler oder chef ist), ist mehr als gold wert!!!
Unter dem Gehalt will ich auch nicht unbedingt arbeiten.
solange du nicht weißt, was du verdienen wirst, würde ich mir darüber erstmal keine sooo großen gedanken machen. wichtig ist als erstes, daß du gut ankommst. wenn die dich wirklich wollen, dann gibt es mit einem mal etliche mittel und wege (es muß nicht immer ein nettes brutto sein - da gibt´s auch kompensationen mit zulagen, weiterbildungen etc.)
im ersten gespräch ist das gehalt selten ein wirklicher diskussionspunkt. du mußt dir selbst ja erstmal darüber klar werden, ob du den job machen willst, ob du das risiko des wechsels eingehen willst. und die, ob sie dich wollen.
gehalt ist nur einer der wichtigen vertragsbestandteile.
gut ist, wenn du dir dann - für ein weiteres gespräch - klar darüber bist, was du auf alle fälle „brauchst“ (schmerzgrenze) und was du „eigentlich“ verdienen willst. die differenz dazwischen ist deine verhandlungsmasse.
wenn der ag unter deiner schmerzgrenze liegt, wird jeder verstehen, daß du „bedenkzeit“ brauchst, um für dich auszuloten, ob du wirklich auch soviel geld verzichten willst.
wenn dir am job viel gelegen ist, kannst du deinem neuen ag signalisieren, daß du ggfs. auch mit anderen kompensationen leben könntest (wenn du kannst). er wird dann zumindest versuchen, einen weg zu finden.
bleib ehrlich und realistisch bei den gehaltsvorstellungen. zu hoch ist genauso schädlich wie zu niedrig („aha, hält sich selbst nicht für wertvoll genug“).
wenn es geht, kannst du ja mal googlen oder bei bekannten herumfragen, wie das gehaltsniveau i.a. so ist.
Aber ich würde gerne wechseln. ich weiß, eine Zwickmühle.
schon. aber wenn du obiges beherzigst und dir im vorfeld zielführende gedanken machst, ist die zwickmühle durchaus zu bewältigen.
ich wünsch dir viel glück!!!
saludos, borito