beim planlosen Surfen habe ich eine (von wahrscheinlich vielen Milliarden) Seite mit „Bewerbungstips“ gefunden. Nun hat mich da was erstaunt. Der Autor schreibt von „Fangfragen zum Web 2.0“ Als Beispiel nennt er „Im Lebenslauf schreiben Sie, dass sie sich von Januar bis Mai als … weitergebildet haben. In Ihrem Facebook-Profil sehe ich aber in dem Zeitraum Surfbilder aus Timbuktu.“
Nun stellen sich mir zwei Fragen:
Hat das jemand schonmal so erlebt? Oder macht das von Euch Personalern jemand?
Was wenn der „übliche“ Personaler auf einen Namensvetter stösst? Und gerade die üblichen Netzwerke spucken ja durchaus viele Namensvettern aus, zumindest wenn man nun nicht gerade „Zarelda Chi Xantippe Pfarzta-Wan“ heisst Nein, Ihr braucht’s nicht ausprobieren, dazu findet Google wirklich nix, ausser vielleicht in Zukunft mal diesen Artikel fg
Es stellt sich mir hier übrigens nicht die Frage, ob es schlau oder unschlau ist, seine Surfbilder aus Timbuktu in Facebook oder sonstwo einzustellen und das für jedermann frei zu geben…
erlebt habe ich diese Situation noch nicht persönlich. Ich würde eine Überprüfung jedoch nicht zwingend ausschließen. Zwar nicht in der ersten Bewerbungsrunde, aber wenn es in die letzte entscheidende Phase geht würde ich als Personaler schon einmal die bekannten Profile wie Facebook oder Xing auf Übereinstimmung mit dem Lebenslauf hin überprüfen. Daher sollte man sich tunlich überlegen, was man ins Netz stellt und nicht.
Hat das jemand schonmal so erlebt? Oder macht das von Euch
Personalern jemand?
Ja. Ich mache das. Es gibt hier so ein regionales Dingsbums, das nennt sich wer-kennt-wen. Bewerber, die in der engsten Auswahl sind, gucke ich da schomal nach. Ich sehe da natürlich nicht, wie er ist, aber wie er sich zeigt und gesehen werden möchte. Meistens ist es völlig belanglos, manchmal ist es sogar von Vorteil für den Bewerber, aber wenn ich eine verantwortungsvolle Stelle zu besetzen hätte und im Profil hunderte von besoffen-an-der-Stange-Hula-tanzen-Bildern sähe, würde ich Abstand von der Bewerbung nehmen.
Mich störte in dem Falle nicht das besoffene Hula-Tanzen, sondern die öffentliche Zurschaustellung desselben. Das gehört sich meiner Meinung nach in manchen Positionen nicht.
Was wenn der „übliche“ Personaler auf einen Namensvetter
stösst?
In der Regel kenne ich den Bewerber dann schon und kann ihn anhand des Fotos identifizieren.
„Online-Checks sind nicht Teil unseres Standard-Beurteilungsprozesses. Lediglich in Fällen, in denen die Unterlagen oder E-Mail-Anschreiben etc. auffällig scheinen, […] prüfen wir Angaben im Lebenslauf auch stichprobenartig online nach.“
„Unsere Rekruiter prüfen gemachte Angaben im Lebenlauf stichprobenartig online auf den Web-Seiten vorheriger Firmen sowie auf Profilen in professionellen Netzwerken wie Linked In oder Xing.“
Quelle: Zeitschrift W&V, Ausgabe 44/2009, Seite 78
herzlichen Dank für Eure Antworten *freu* War mir echt schwer gefallen zu glauben, dass sich Personaler wirklich diese Mühe machen, da verschiedene Netzwerke abzuklappern um mehr über einen Bewerber rauszufinden. Aber es hat ja nun auch jeder selber in der Hand, was man im Internet über ihn findet, gelle? *fg* Ich frag mich bloss, wann mich jemand zur Züchterei von Wellensittichen (das macht nämlich eine Namensschwester von mir sehr öffentlich *fg*) befragt. DANN werde ich zumindest wissen, woher diese Frage kommt…