hallo anonymuslein (wie nett!
)
ich bin mir nicht sicher, ob der chef urlaub ablehnen darf, wenn du noch urlaubsanspruch hast und keine dringenden betrieblichen gründe (abgabetermine, keine vertretung, viele krank und jede menge arbeit, wichtige besprechungen etc.) vorliegen.
mir ist aufgefallen, als ich in einer grossen firma arbeitete, dass kollegen, die eher viel trara um ihre urlaubsanträge machten eher abgelehnt, bzw. lieber länger in ungewissheit gehalten wurden oder sich in verhandlungen bis hin zu betteln und lügen verstricken mussten viel schwerer an den wunschurlaub kamen, als jene die kommentarlos ihren zettel ins fach des chefs legten.
ich glaube, wenn du es erst mal ohne angabe von gründen versuchst, wie es eigentlich normal sein sollte, riecht er nicht so schnell lunte, wie wenn du mit tod-, hochzeits- und anderen geschichten daher kommst.
und wenn’s nicht anders geht und du unbedingt lügen musst, dann möglichst wenig ausführlich und unverfänglich. wenn dir - was wir nicht hoffen - was unterwegs passiert und sich dann herausstellt, dass du nicht dort warst, wo du es deinem chef erzählt hast, ist es ganz blöd. kommt nat. auch drauf an, wie das verhältnis sonst zu deinem chef ist. ich nehme aber an, es ist nicht üblich, dass ihr euch locker in der kaffeeküche alles, was bei euch privat läuft erzält.
lg
ama
ps: hatte auch schon mal samstag ein vorstellungsgespräch, weil ich die ganze woche über kundentermine an diversen orten hatte und die dauer derselbigen nicht voraussehbar war. mein gegenüber hat das sehr geschätzt, dass ich so loyal war und mich nicht unter einem vorwand verdrückt hatte um zum vorstellungsgespräch zu kommen, sondern die belange meines noch-arbeitgebers sowie nat. meinen job sehr ernst nahm (was er ja dann auch von mir erwarten konnte). sprich doch auch mit den anderen ganz offen und frag mal nach, ob es möglich wäre sich samstags auch mal zu treffen, weil du aus dringenden betrieblichen gründen nicht weg kannst. das verstehen die doch, wenn du nicht gleich um die ecke wohnst.