Vorstellungsgespräch - was sollte diese Frage?

Hallo,

ich hatte gestern ein Vorstellungsgespräch mit einigen Stressfragen, u.a. mit einer, deren Hintergrund bzw. Bedeutung ich nicht deuten kann.

Die Frage bzw. Situation war: "Ich nenne Ihnen jetzt 3 Begriffe, sie kommentieren diese bitte jeweils mit einem kurzen Satz:

  • Geld
  • Karriere
  • Erfolg"

Was wollte der Interviewer hier hören bzw. mit damit bezwecken?

Danke für Infos!

Hi,

Was wollte der Interviewer hier hören bzw. mit damit
bezwecken?

eigentlich recht einfach, er wollte sicher deine Motivation herausfinden, warum du dich auf die Stelle bewirbst:

  • Geld

Ich mach die Stelle nur wegen dem Geld, wenn ich was Besseres finde, bin ich wieder weg. Oder: Geld ist nötig, aber nicht wichtig, Bezahlung sollte angemessen sein, aber Hauptsache, der Job macht Spaß.

  • Karriere

Mein Ziel ist der Stuhl des Gegenübers. Oder: Ich möchte mich weiterentwickeln. Oder: Is mir alles egal, Hauptsache ich hab einen Job.

  • Erfolg"

Ist mir wurscht. Oder: Ich möchte die Firma voran treiben.

Capice?

Gruß
Cess

Was wollte der Interviewer hier hören bzw. mit damit
bezwecken?

Auf was für eine Position in welcher Branche hast Du Dich beworben ? Davon hängt die Deutung dieser Frage ab.

Capice?

Joh, das liegt einleuchtend. Dann hab ich mit zumindest mit 2 Antworten nicht ganz daneben gelegen :wink: Danke!

Branche ist übrigens IT (Software), Position: Vertriebs-Support (upper Level).

Hi,

Was wollte der Interviewer hier hören bzw. mit damit
bezwecken?

eigentlich recht einfach, er wollte sicher deine Motivation
herausfinden, warum du dich auf die Stelle bewirbst:

richtig

  • Geld

Es ist eine gängige Sache nach Geld zu fragen, denn der Personaler möchte wissen, was du wert bist und inwieweit das auch Auswirkungen haben kann bei eventuellen Provisionszahlungen

Ich mach die Stelle nur wegen dem Geld, wenn ich was Besseres
finde, bin ich wieder weg. Oder: Geld ist nötig, aber nicht
wichtig, Bezahlung sollte angemessen sein, aber Hauptsache,
der Job macht Spaß.

Sehe ich anders, Geld ist wichtig, weil es das wert ist, was du machst und somit auch deine Arbeitskraft und deine Person.

  • Karriere

Menschen, die sich nicht entwickeln wollen sind auf Dauer für ein Unternehmen nicht tragbar. Dann macht Karierre der, der sich engagiert, der motiviert arbeitet und schon mal das eine oder andere Persönliche zurückstellt. Auf dem Neuesten Stand zu sein heißt auch Karriere, denn nur wenn man auf dem neuesten Stand ist, gewinnt man Wettberwerbsvorteile. Jemand, der keine Karierre machen möchte,der ist nicht hinreichend motiviertund sitzt seine Zeit im Job ab

Mein Ziel ist der Stuhl des Gegenübers. Oder: Ich möchte mich
weiterentwickeln. Oder: Is mir alles egal, Hauptsache ich hab
einen Job.

  • Erfolg"

Was habe ich für Ziel, habe ich überhaupt welche?

Du bist dann erfolgreich, wenn es Dir gelingt deine Ziele zu erreichen, dazu gehört dazu, dass man strukturiert und zielstrebig arbeitet und natürlich möglichst effektiv.

Ist mir wurscht. Oder: Ich möchte die Firma voran treiben.

Capice?

Gruß
Cess

Übrigens Motivation wäre noch eine Frage die fehlt. Denn wusstest Du, dass den deutschen Firmen jährlich ein Schaden von 270 Mio Euro entsteht, weil nur 12% richtig motiviert sind.

leicht off topic
Hallo,

Stern von mir.

Das hier allerdings passt nicht zur Qualität deiner restlichen Antworten:

(…) Denn
wusstest Du, dass den deutschen Firmen jährlich ein Schaden
von 270 Mio Euro entsteht, weil nur 12% richtig motiviert
sind.

Statt 270 könnten da auch 10 oder 1000 stehen, und statt 12% irgendein Wert zwischen 0% und 100%.
Da stecken so viele Annahmen drin, dass eine Angabe von der gegebenen Genauigkeit pauschal als Murks zu werten ist.

Gruss,
TR

Karrerie, was heißt das?
Hallo Peter,

  • Karriere

Menschen, die sich nicht entwickeln wollen sind auf Dauer für
ein Unternehmen nicht tragbar. Dann macht Karierre der, der
sich engagiert, der motiviert arbeitet und schon mal das eine
oder andere Persönliche zurückstellt. Auf dem Neuesten Stand
zu sein heißt auch Karriere, denn nur wenn man auf dem
neuesten Stand ist, gewinnt man Wettberwerbsvorteile. Jemand,
der keine Karierre machen möchte,der ist nicht hinreichend
motiviert und sitzt seine Zeit im Job ab

Ich halte die obige Aussage für Müll. Ich habe im Verlauf meines Arbeitsleben viele gute, hochqualifizierte und gut motivierte Kollegen kennengelernt. Die Triebkraft dieser Kollegen war und ist Verantwortungsgefühl, Stolz und Freude an einer anspruchsvollen Tätigkeit.
Ich kann aber deine Einstellung verstehen. Immerhin lebt die Branche der Headhunter von veränderungswilligen Angestellten.

Was heißt nun Karriere?

1.) Eine Leitungsposition bekommen oder in eine höhere Leitungsposition aufsteigen.
Wie kommt man in eine Leitungsposition? In dem man Führungsqualitäten, Soziale Kompetenzen, Planungsfähigkeiten und Organistionstalent vorweist? Manchmal auch.
Es gibt keinen Mangel an unfähigen Vorgesetzten, und die Ursache hat damit zu tun, dass es häufig psychosoziale Mechanismen sind, nach denen Menschen in Hierachien aufsteigen und weniger die reale Eignung

Weiterhin wird ein nennenswerter Anteil der Ressourcen dafür verschwendet Karriere zu machen oder die eigene Position zu halten. Man arbeitet nicht selten im Konkurrenzkampf gegen den Kollegen, gegen andere Abteilungen oder gegen andere Standorte und nicht für die gemeinsamen Ziele der Firma.

Schließlich sind Führungspositionen rar gesät. Was macht ein karriegetriebener Angestellter, wenn eine Führungsposition nicht innerhalb Sichtweite ist? Er wechselt oder macht sich selbstständig.
Was passiert aber, wenn es auch mit dem Wechsel nicht klappt?
Wenn dann die Karriere die Hauptmotivation für gute Leistungen ist, was bleibt dann?

2.) Mehr Verantwortung, größere Projekte.
Für einen engagierten Mitarbeiter ist das ein schönes Ziel, nur gibt es irgendwann ein Ende der Fahnenstange. Die Projekte werden nicht größer. Er hat die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit erreicht.
Was dann?

3.) Mehr Geld.
Der Arbeitsmarkt hat für bestimmte Positionen einen Bereich. Man kann mit persönlicher Fortbildung oder besonderen Erfolgen etwas erreichen. Aber auch hier ist irgendwann das Limit erreicht.

4.) Einen schönen Titel.
Wenn man jung und unerfahren ist reizen solche Titel, ab er nach einigen Jahren weiß man den Wert solcher Titel zu bemessen. Dann weiß man, daß sich hinter dem Senior Chief Facilty Manager der Hausmeister verbirgt.

Kurzum, auf Karriere als Motivation zu setzen ist eine gefährliche Sache. Das kann man mit jungen unerfahrenen Mitarbeiter für einige Jahre machen. Danach kommt die Desillusionierung.

Gruß
Carlos

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Hallo TR,

Statt 270 könnten da auch 10 oder 1000 stehen, und statt 12%
irgendein Wert zwischen 0% und 100%.
Da stecken so viele Annahmen drin, dass eine Angabe von der
gegebenen Genauigkeit pauschal als Murks zu werten ist.

Exakt. Nebenbei würde mich ebenfalls interessieren, ob das je anders war und ob überhaupt die Möglichkeit bestände, an diesem Zustand etwas bleibend zu ändern.
Wenn nicht, wäre nach dieser Statistik jede Normalität ein „Schadensfall“:wink:

Grüße
Jürgen *auch nicht immer motiviert:wink:*