vorstellungsgespräche - trotz neuen arbeitgeber

hallo,
hatte finanziell nicht die möglichkeit auf meinen traumjob zu warten und daher den erst besten angenommen - nun frage ich mich bei einem vorstellungsgespräch wie ich das verbal meinem gegenüber erläutere?
leider geht mein ehrlichkeits prinzip nicht immer auf und hatte daher was die unverblümte wahrheit betrifft schon so meine schwierigkeiten - ist hier ein diplomat der mir hierzu einen rat geben kann?

danke

Hallo,

hatte finanziell nicht die möglichkeit auf meinen traumjob zu
warten und daher den erst besten angenommen -

Legitim.

nun frage ich
mich bei einem vorstellungsgespräch wie ich das verbal meinem
gegenüber erläutere?

Genau das eher nicht.

Wichtige Fragen:

  • Wie alt bist du?
  • wie lange arbeitest du schon (überhaupt und bei dem jetzigen AG)?
  • Was hast du gelernt?

Gruss,
TR

Hallo Manuela,

nun frage ich
mich bei einem vorstellungsgespräch wie ich das verbal meinem
gegenüber erläutere?

gar nicht.
Warum Du den jetzigen Job genommen hast, interessiert den potentiell neuen Arbeitgeber in keiner Weise.
Er will von Dir nur erklärt kriegen, warum sein Stellenangebot genau das richte für Dich ist bzw. warum Du genau die richtige für diese Stelle bist.

Beispiel:
Du hast Dich in einen Typen verknallt und möchtest bei ihm landen.
Erklärst Du ihm lang und breit, warum Du mit Deinem jetzigen Freund unzufrieden bist und daß Du ihn ja sowieso nur genommen hast, um nur nicht allein zu sein?

Wohl kaum - oder?!

Gandalf

Hallo Manuela!

Ich persönlich halte von Diplomatie nicht besonders viel. Für mich ist und bleibt die Diplomatie Unehrlichkeit. Aber manchmal ist die Wahrheit auch nicht immer richtig und man fährt dann gewaltig ein.
Ich habe auch Stellen, die ich nicht gerne gemacht habe zum Beispiel die Arbeit als Telefonistin. Da ich aber single war und das Geld brauchte, habe ich auf Anfrage dies auch ehrlich gesagt.

In deinem Fall würde ich ehrlich sagen, dass du zuerst eine Stelle annehmen musstest, da du ja laufend Ausgaben hast und diese bezahlt werden mussten. Das ist logisch für jeden Menschen einleuchtend. Außerdem demonstrierst du damit, dass du arbeitswillig bist. Nun ist es heute ja nicht mehr üblich 20 Jahre in der gleichen Firma zu arbeiten, obwohl dies die Meisten von uns möchten. Und sich beruflich zu verändern zeigt dem zukünftigen Chef auch, dass man als Mensch beweglich (dynamisch) ist. So hat man den Vorteil, sich neuen Herausforderungen zu stellen und wird nicht betriebsblind, weil man 20 Jahre den gleichen Trott gemacht hat. Also nur Mut. Wenn der Chef dich haben will, wird er dafür bestimmt Verständnis aufbringen. Nicht alle Chefs sind studiert und waren so begütet, dass sie alles vom Elternhaus mitbekommen haben. Es gibt auch heute noch viele Chefs die früher einmal einfache Arbeiter waren und den Weg nach oben geschafft haben.

Gruss

Petra

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]