Generell solltest du dir die Frage stellen, wieso jemand Zinsen auf dem Niveau einer brasilianischen Staatsanleihe zahlt.
Eigentlich ist die Begründung ganz einfach: Weil es eine mindestens genauso riskante Anlage ist, wobei ich mehr Vertrauen in einen Staat - selbst einen solchen - hätte als in ein Unternehmen.
Kein Mensch zahlt dir derzeit für so was 8,15% ohne dass ein entsprechendes Risiko da ist.
Es handelt sich ja auch um eine Branche, die extrem abhängig von der politischen Lage (Windkraft! Künstlich subventionierter Strompreis! usw.) ist. Sollte die Förderung von solchen Anlagen wegbrechen, dann sieht es ziemlich schlecht aus.
Außerdem sind die wirklich guten Standorte für Windkraftanlagen meist schon bebaut.
eine Anleihe garantiert Dir zwar einen festen Zins, Voraussetzung ist jedoch, dass das Unternehmen diesen Zins auch bezahlen kann! Bei Insolvenz des Unternehmens ist Dein Geld futsch! Daher ist eine Staatsanleihe natürlich viel sicherer, da der Staat in unserem Sinne nicht Pleite gehen kann. Gilt natürlich nicht für Schwellenländer
Gerhard
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Totalverlust ist bei Insolvenz den Unternehmens durchaus drin. Je höher der Zins über dem Marktzins desto wahrscheinlicher der Ausfall.
Solltest du vorzeitig an dein Geld wollen hast du ein Kursrisiko. Eventuell sogar ein Veräußerungsrisiko (Keine Nachfrage, Kein Börsenhandel, schlecht organisierter Graumarkt?)