Hallo Leute,
ich habe eben in der Schule einen vielleicht 3 Minuten Vortrag halten müssen. Nach 1 Minute versagt alles, sodass mein Freund weiter machen musste.
Ok…vor der Präsentation habe ich tief Luft geholt, es ging alles, habe die ersten Sätze noch sagen können aber danach immer schlechter, ich verspreche mich, weiß nicht mehr was ich sagen soll und dann der totale Blackout. Ich kann keinen einzigen Satz bilden, gibst doch nicht…Ich bin schüchtern und melde mich im Unterricht nur wenns nötig ist, habe aber ein relativ gutes Verhältniss zur Klasse und Lehrern, bin aber zu blöd en 3 Minuten Vortrag zu halten. Fließend reden ist bei mir nicht Wenn ich nur 1 Satz falsch sage war’s das… Vielleicht liegt es auch daran das ich der deutschen Sprache nicht soo mächtig bin, viele grammatikalischen Fehlern, aber trotzdem in die Oberstufe geschafft*lach+
Im Großen und Ganzen ich kann keine Vorträge halten…und nach der Präsentation könnte ich heulen =(
du könntest solche Vorträge (falls Du’s so noch nicht gemacht hast) erst im kleinen Kreis unter z.B. Freunden halten, also für den Ernstfall üben.
Rhetorikkurse (z.B. über VHS) können auch hilfreich sein, weil man dort unter „Gleichgesinnten“ lernt, wie man Vorträge stressfreier abhalten kann.
Du könntest auch (zur Übung des freien Sprechens) bei bestimmten Gelegenheiten „laut denken“, z.B. beim Spazierengehen, in der Badewanne oder bei anderen Gelegenheiten, die nicht so mit Stress verbunden sind; scheu Dich nicht davor, es hört ja niemand zu außer Du selbst (und das kann ganz witzig sein, wenn man erstmal ins Reden kommt).
Was grammatikalische Schwierigkeiten betrifft: Sooo schlecht kann Deine Sprache nicht sein, sonst wärst Du ja nicht in der Oberstufe gelandet, oder?
Wenn es wirklich „auffällig“ ist, dann kannst Du beim nächsten Vortrag in der Vorbereitung darauf achten, dass Deine Sätze „richtig rüber kommen“ und Dir auch jemanden dafür ranholen, der es gezielt auf die Grammatik mit Dir vorab durchgeht.
Kommt Deine Schüchternheit dadurch zustande, dass Du Dich sprachlich nicht so sicher fühlst? Dann trainiere es, indem Du Dich z.B. bewusst im Unterricht meldest… was hast Du zu verlieren?
Wissen Deine Lehrer davon? Wenn nicht, vielleicht sagst Du es ihnen. Sie könnten Dich dann auch gezielter unterstützen.
Gruß - iceage
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Im Großen und Ganzen ich kann keine Vorträge halten…und nach
der Präsentation könnte ich heulen =(
wenn Du kein ganz hartnäckiger ja krankhafter Fall bist, hilft übenübenüben. Rhetorikkurse wurden schon angesprochen und sind in den meisten Fällen hilfreich, Übungsvorträge vor kleinem Publikum wurden auch schon erwähnt, vor einem Spiegel sprechen ist auch nicht schlecht.
Du scheinst das Gefühl zu haben, Dich bei einem Hänger oder Versprecher lächerlich zu machen oder bei Verlust des Fadens diesen nicht mehr aufgreifen zu können.
Folgende Tipps:
a) Vorträge müssen/sollen nicht vollständig frei gehalten werden. Ein Medieneinsatz kann hier eine große Hilfe sein, da Du Dich anhand des gezeigten oder gemalten wieder fangen kannst.
b) Wenn Du in die Politik o.ä. schaust, haben alle Redner ein Skriptum mit dabei. Viele lesen schlicht geschickt ab. Immer noch besser, als abzubrechen und „wegzurennen“.
c) Mache Dir bewußt, dass keine Pause lang genug sein kann, dass es den Zuhörern unangenehm auffällt. Zuhörer werden abgehängt durch Reden ohne Pause. Sie sind um Pausen häufig froh, um die Informationen verarbeiten zu können. Du kannst Dir also Zeit lassen mit dem Wiederfinden des Fadens im Falle des Falles. Dir wird di Pause deutlich länger erscheinen als den Zuhörern.
d) Mach unbedingt ein Kommunikationstraining mit Videoaufzeichnung. Als ich mich das erste Mal gesehen habe, war ich verblüfft, dass ich vollständige gut artikulierte Sätze mit durchaus logischem Inhalt von mir gebe. Ich dachte, dass ich keinen einzigen Satz zu Ende bringe und vor mich hinstammele. Hat mir für mein Selbstbewußtsein extrem geholfen.
es wurden dir schon einige sehr gute Tipps gegeben.
Zusätzlich möchte ich dir noch etwas über mich erzählen, vielleicht baut dich das wieder auf. Grundsätzlich muss aber erst einmal gesagt werden, dass es Menschen gibt die totale Naturtalente sind was das Präsentieren angeht und dann gibt es Menschen wie Du und ich, die nicht mit diesem Talent gesegnet sind. Das macht aber nichts, denn durch üben, üben, üben wird das Präsentieren mit der Zeit immer selbstverständlicher und dadurch fehlerfreier. Wie du üben kannst, wurde von meinen Vorschreibern schon gesagt.
Nun eine kleine Anekdote von mir. Mir ging es früher in der Schule ähnlich wie dir. Wenn ich vor der Klasse einen Vortrag halten sollte, und war er auch noch so kurz, klopfte mein Herz wie verrückt. Ich bekam nur schwer die Worte heraus und war froh, wenn alles vorbei war. Ich habe dann später eine Ausbildung gemacht, in der viel Wert auf Rhetorik gelegt wurde. Ich bin in dieser Ausbildung glücklicher Weise in den Genuss gekommen ein paar Rhetorik Kurse zu belegen. Das war ein guter Schritt das Präsentieren als selbstverständlicher zu betrachten, eigene Fehler auszumerzen und dadurch sicherer zu werden. Später habe ich dann einen Beruf ergriffen, in dem ich ab und zu kleine Schulungen halten musste. Und was soll ich sagen … inzwischen bin ich neben meinem normalen Job Dozentin an einer Fachhochschule. Das hätte ich mir früher nie träumen lassen ) Du siehst also es geht, wenn man etwas gegen seine Unsicherheit tut
Vielen Dank für die Antwort, naja mir fällt es persönlich schwer mich auszudrücken.
Was vielleicht mein Problem ist, ich habe viele (Stich)Wörter im Kopf weiß aber nicht was mit den zu tun ist, d.h aus denen Wörtern ist es schwer ein anständiges Wort zu bilden. Im Fach Deutsch war ich nicht immer der hellste, gleiche es mit anderen Fächern aus, aber naja Angst habe ich jetzt vor der Klasse nicht, das Problem besteht darin mich auszudrücken, vor der Präsentation alles in Ordnung, aber dann blackout
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Genau dieses Gefühl habe ich ein Hänger und das wars ich komme nicht mehr wieder rein, auch wenn da der Satz stehen soll, den ich sagen müsste, bleibe ich wie versteinert stehen.
Aber deine Ratschläge scheinen durchaus hilfreich zu sein Vielen Dank
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
wenn du einen Overheadprojektor einsetzen darfst nimmste den!
Folie mit irgendwas "ganz wichtigem"gemacht und weil man sonst nix sieht wird es dunkel gemacht
wobei der Oberheadprojektor ansich reicht^^
du stehst dahinter zum Folienwechsel,kann dich keiner mehr angucken.
In Erdkunde durften wir keine Notizen dabeihaben für mindestens 10 Minuten Text…also hab ich viel auf der Folie in Bildern untergebracht und mir einen Zettel hingelegt(ohne Text!!!),der allein hat mich ruhiger werden lassen…
Hallo,
ich habe die anderen Antworten nur überflogen und denke dass du schon sehr gute Tipps bekommen hast, dennoch möchte ich auch meinen Senf dazugeben
Was du auf jeden Fall mal versuchen solltest, sind verschiedene Arten von „Notizen“ die dir beim Vortrag helfen, wenn du da das richtige gefunden hast, wird es dir leichter fallen.
Einen Vortrag auch wenn er nur drei Minuten ist, ohne Notizen zu halten ist schrecklich, weil man ständig Angst hat etwas zu vergessen.
Mal ein paar Möglichkeiten:
Kärtchen mit Stichwörtern (Auch verschiedene grössen von Kärtchen ausprobieren), Kärtchen mit ausformulierten Sätzen, einen komplett getippten Vortrag (den man vorher dann 3x durchgelesen hat) DinA4 Zettel mit Stichworten… Dabei kann man dann jeweils noch die wichtigsten Sachen anstreichen. Versuch mit verschiedenen Notizarten mal zu üben, ich denke du wirst sehr schnell merken womit es dir am leichtesten fällt.
Mir persönlich geht es so, das ich mit Kärtchen gar nicht klar komme und ich DIN A4 Zettel, Computergeschrieben, mit Stichworten und Anstreichungen verwende… anfangs dachte ich, weil „jeder“ Kärtchen verwendet, das müsste ich auch machen und kam gar nicht klar, weil ich nie das richtige zur Hand hatte und ewig suchen musste, mitden Zetteln ist es für mich übersichtlicher.
Probier es mal, das wird schon
Backs
die anderen haben es bestimmt schon erwähnt: üben, üben, üben. Laut(!) alleine vortragen, einen Probevortrag vor einer Gruppe machen, wenn es geht auch mal alles aufzeichnen und dann sehen und hören, wie man so rüberkommt. Dann alles noch mal von vorne und darauf achten, dass man nicht zu schnell / langsam redet, laut genug, aber nicht schreit, deutlich aber nicht überakzentuiert.
Wenn du dann soweit bist (das kann gut und gerne 7 Mal oder mehr mit üben verbunden sein), kannst du den Vortrag nahezu auswendig und Stichworte reichen aus, um deinen roten Faden zu behalten.
Das setzt natürlich voraus, dass man den Vortrag eine geraume Zeit vorher mehr oder minder fertig hat.
viel Glück und viele Grüße,
JPL
Nachdem Dir hier schon oft zum üben geraten wurde, ein Vorschlag für „spielerisches“ üben, wie ich es einmal in einem Seminar für Präsentationsmethodik kennengelernt habe. Ausgangspunkt war die Frage des Seminarleiters: „Was tun Sie, wenn Sie im Vortrag den Faden verloren haben und nun eine lähmende Phase des Stockens und Stotterns, voller „öhs“ und „ähs“ droht?“ Seine eigene Antwort: „Durchquatschen, weiterlabern …“ Dazu gabs dann folgende Übung:
Am besten im Freundes- / Bekannten- / Familienkreis, c.a. 5-8 Personen.
Du sollst eine Geschichte erzählen /einen Vortrag halten über irgendein Thema, was Dir gerade einfällt (z.B. „Der Fettverlust des Maikäfers beim Rückenflug“, „gewaltfreies Kochen“, „gender mainstreaming bei Einzellern“, „mein schönstes Ferienerlebnis“ … whatever).
Dazu gibt Dir ein „Spielleiter“ einen Zettel mit drei Substantiven (z.B. „Käsebrot“, „Wagenheber“, „Zahnbürste“).
Du hast ein paar Minuten für die Vorbereitung, dann hältst Du Deinen Vortrag, wobei die genannten 3 Begriffe darin vorkommen müssen, aber so, dass die Zuhörer nicht erraten, welche 3 Substantive auf dem Zettel standen. Anschließend sollen die Zuhörer versuchen, die 3 Begriffe zu nennen.
Jeder darf mal Vortragender sein und Du kannst Dir beim Zuhören auch vielleicht einiges abschauen.
Vorteile dieser Übung:
Du übst spielerisch
Du übst in vertrauter Atmosphäre
Du erhältst freundschaftliches Feedback
Eventuelle Lacher beziehen sich (hoffentlich) nicht auf den Redner, sondern auf die Skurrilität der Begriffe
Du übst, konzeptfrei zu sprechen
Du übst, Dich auf wesentliche Inhalte (Käsebrot !!) zu konzentrieren, ohne den Faden des Gesamtvortrages zu verlieren.
Und wenn Du mal wieder vor einem „richtigen“ Vortrag stehst, kannst Du Dich an die spielerische Situation und die damit verbundene - hoffentlich entspannte - Atmosphäre erinnern.
Vielleicht liegt es auch daran das ich der deutschen Sprache
nicht soo mächtig bin, viele grammatikalischen Fehlern, aber
trotzdem in die Oberstufe geschafft*lach+
Kann ich gut nachvollziehen. Deutsch ist ebenfalls nicht meine Muttersprache und wenn ich in der Schule Vorträge halten sollte, konnte ich schon Tage vorher nicht schlafen. Ich musste damals einen Vortrag in Bio halten und als ich dann vor der Klasse stand war mir fast schlecht. So nervös war ich. Ich wusste nicht mal wo ich anfangen sollte, also sagte ich: „Leute ich bin total nervös. Wie ihr wisst ist mein Deutsch nicht perfekt und ich möchte euch bitten darauf etwas Rücksicht zu nehmen“ oder so ähnlich. Von einigen Mitschülern hab ich sogar einpaar aufmunternde Worte bekommen. Und siehe da es lief wie am Schnürrchen. Ich war natürlich trotzdem froh als es vorbei war. Ist schon ne Weile her das Ganze und ich habe seitdem schon viele Vorträge gehalten. Mit der Übung wird es dann von Mal zu Mal leichter.