Vorvertrag bei Hauskauf?

Wir haben ein Haus gefunden, das uns sehr gefällt und welches wir gerne kaufen möchten.
Seit ca. ¼ Jahr sind wir nun schon daran zu verhandelt, zu besichtigen usw. aber es zieht sich immer hin wie Kaugummi.
Dies liegt an der Tatsache, dass das Haus einer älteren alleinstehenden Dame gehört, die sich „eigentlich“ gar nicht von dem Haus trennen möchte, da sie es damals gemeinsam mit Ihrem – jetzt verstorbenen Mann – gebaut hatte. Es sind aber keine Kinder da und die Dame kann das Haus und den Garten nicht mehr alleine versorgen.
Sie möchte sich eine Mietwohnung suchen und sich das Leben mit der Kaufsumme schön machen. Anfangs sprach sie vom „Sommer“ als Auszugsdatum. Dann von Spätsommer, Herbst und nun auf einmal von Spätherbst… Sie müsse ja erst mal eine Wohnung finden, die ihr gefällt usw.
Nun haben wir Morgen einen Termin zu einer gründlichen Besichtigung und wir möchten einmal schriftlich festhalten, was denn alles zum Kauf dazugehört (gartengeräte usw.)
Dann möchtenb wir gerne einen Vorvertrag bei einem Notar machen. Soweit sind wir uns auch eing.
ABER: die Dame sagt, sie könne keinen Termin nennen zu dem sie ausziehen wird. Wir haben aber eine 3-monatige Kündigungsfrist und können auch nicht monatelang doppelt Abtrag und Miete bezahlen.
Als Einzugsdatum haben wir uns vorgestellt, dass es Oktober oder evtl November werden könnte.
Wie sind denn diesbezüglich Ihre Erfahrungswerte? Ist das ein angemessener Zeitraum für diese Dame eine Wohnung zu finden und alles zu organisieren?
Außerdem müssten unbedingt im Garten die alten Bäume beseitigt werden, da sie schon ins Mauerwerk wachsen. Wir hatten vorgeschlagen, dass wir uns schon im Sommer darum kümmern, die Bäume beseitigen lassen, den vermoosten Rasen erneuern usw. Zuerst war sie eibverstanden. Jetzt auf einmal hat sie Angst, dass Ihre Katzen abhauen könnten, wenn die gewohnten Bäume nicht mehr da stehen. Gegen Ihre Einwände kann man aber wohl nichts tun, oder?
Wie sieht es aus, wenn durch die Wuzeln im nächsten Jahr ein größerer Schaden entstanden ist, der den Wert mindert? Pech für den Käufer??

Danke für jede Antwort!!

MICHI

Hi,

so wie es aussieht will die alte Dame nicht wirklich ausziehen. Sie hat vielleicht die Notwendigkeit interlektuell erkannt, aber noch nicht emotional verarbeitet. Hat sie sich denn überhaupt schon um eine Wohnung gekümmert? Sie scheint sehr an dem Haus und den damit verbundenen Erinnerungen zu hängen. Die Angst um die Katze finde ich bezeichnend. Was wird wohl aus der werden wenn sie in der Wohnung ist? Ich glaube wenn ihr überhaupt noch einig werdet müsst ihr ihr fast noch eine angemessene Wohnung suchen, den Kaufvertrag für diese zustande bringen (Käuferin natürlich die alte Dame) und gleichzeitig das Haus zu eine bestimmten Termin kaufen. Z.B: alles zum Stichtag 01.01.2002. Es würde mich nicht wundern wenn Ihr auch nocht den Umzug der alten Dame organisieren müsstet.
Kinder sind ja keine da, vielleicht andere Verwandte? Ohne ein bischen „Überredung“ und sozialen Druck wird sich das sonst noch sehr lange hinziehen.

Max

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

So hart wie das auch klingen mag, Dein soziales Engagement für die alte Dame sollte beim Hauskauf zurückstehen. Es ist Dein Geld was Du investierst. Die alte Dame ist meinen Augen verdammt clever.

Und schon jetzt Dir Gedanken um Spaten und Harke machen ist einfach verfrüht. Suche Dir lieber einen Fachmann der das Haus untersucht !

Vorverträge verkomplizieren das Ganze. Kaufen und zum Tag X den Eigentumsübergang definieren (wie mein Vorredner schon genannt hat).

Gruß Christian