Vorwiderstand und mehr

Hallo :smile:

Beim dimensionieren eines Vorwiderstand für eine Diode: Wird da der Widerstand der Diode komplett vernachlässigt?. Weil wenn ich den Widerstand in Durchlassrichtung messe, komme ich auf 50 Ohm.(aja und die Diode leuchtet beim messen).

Meine eigentliche Frage ist:
Mein Taschenrechner hat 4 AA 1,2V Batterien (2 links, 2 rechts jeweils in Serie). Wenn ich das mit einem Netzgerät betreiben will, brauche ich sicher einen Vorwiderstand. Wie geht man da am besten vor?. Im Betrieb den Stromverbrauch messen und den Widerstand danach auslegen?.

Wenn ich den Vorwiderstand falsch nehme und der Strom zu groß wird kann das Gerät aber auch zerstört werden oder?.

mfg claus

Hallo Claus,

du meinst sicherlich eine Leuchtdiode. Klar das die beim Messen ganz schwach leuchtet, der Strom dafür kommt aus deinem Messgerät.

Was ist das für ein Netzteil?
Und sind die 2 mal in Reihe geschalteten Akkus am Ende 4 mal in Reihe oder 2x2 parallel? Etwas mit einem Widerstand zu basteln ist Unsinn, du brauchst eine „denkende“ Stromquelle, wenn du deine Akkus nicht mit der Zeit ermorden willst.

Kaufe dir für 9,99 € einen wissenschaftlichen Taschenrechner mit Solarzelle, dann ist Ruhe mit den Batterien/Akkus. Und im dunkeln wirst du sicherlich nie rechnen wollen.

Der TI-30X SOLAR ist ein sehr guter Taschenrechner und für unter 25,-- € neu zu bekommen. Der kann sogar Fakultäten rechnen, und das heißt was.

Viele Grüße
Dieter

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Hi Dieter

du meinst sicherlich eine Leuchtdiode. Klar das die beim
Messen ganz schwach leuchtet, der Strom dafür kommt aus deinem
Messgerät.

Jepp ist eine LED.

Was ist das für ein Netzteil?

Hmm so ein 0815 Netzteil das 2,4,6…V per umschalten liefert.

Und sind die 2 mal in Reihe geschalteten Akkus am Ende 4 mal
in Reihe oder 2x2 parallel?

Das kann ich nicht wirklich erkennen.

Etwas mit einem Widerstand zu
basteln ist Unsinn, du brauchst eine „denkende“ Stromquelle,
wenn du deine Akkus nicht mit der Zeit ermorden willst.

Den Widerstand brauche ich ja nur um die Spannung zu begrenzen. Batterien sind ja Spannungsquellen. Wozu brauch ich da eine Stromquelle?.

Die Batterien sind eh kein Problem. Es geht mir nur darum es auszuprobieren.

lg
claus

An welcher Stelle willst du denn das Netzteil anschließen?
Messe doch mal da die Spannung, dann sehen wir weiter.

Dieter

Hi Dieter

An welcher Stelle willst du denn das Netzteil anschließen?
Messe doch mal da die Spannung, dann sehen wir weiter.

also die 4 Batterien will ich in serie schalten. Spannung ist laut Messgerät 5,5V (4*AA 1,2V Zellen) und der Strom ist im Ruhezustand 5 mA und bei Tastendruck 35 mA.

mfg
claus

Hi,

ich habe ja keine Ahnung was du da testen willst, und die Akkus scheinen alle vier in Reihe geschaltet zu sein (1,2 Volt ist nur die Nennspannung).

Schalte parallel zur Spannungsquelle (Netzteil) eine Zenerdiode ZY5,1 und als Vorschaltwiderstand nimmst du 100 Ohm. Damit kann nichts kaputt gehen. Und dein Netzteil schaltest du auf 6 Volt. Die Zenerdiode muß mit der Kathode an plus, das ist da wo der „Kringel“ ist.

Gruß, Dieter

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Hallo claus,

Beim dimensionieren eines Vorwiderstand für eine Diode: Wird
da der Widerstand der Diode komplett vernachlässigt?. Weil
wenn ich den Widerstand in Durchlassrichtung messe, komme ich
auf 50 Ohm.(aja und die Diode leuchtet beim messen).

Du hast mit deinem Ohmmeter Mist gemessen !

Die vereinfachte Ersatzschaltung für deinen Fall besteht aus einer Serienschaltung aus einer idealen Spannungsquelle, einer idealen Diode und einem Widerstand, parallel zum ganzen liegt noch ein hochohmiger Widerstand (Leckstrom).

Dein Messgerät sendet einen bekannten Strom durch den Prüfling und misst den Spannungsanfall. Der Widerstand wird dann nach dem Ohmschen Gesetz berechnet.

Bei einer roten LED liegt der Spannungsabfall bei etwa mindestens 1.6V, damit überhaupt ein Strom fliesst. Damit ist die Berechnung des Widerstands schon mal falsch.
Mein Messgerät hier zeig5t bei einer LED etwas um die 3MOhm an. Das liegt daran, dass die maximale Messspannung

Hallo Dieter & Peter

Danke für eure Hilfe *g*.

ich habe ja keine Ahnung was du da testen willst, und die
Akkus scheinen alle vier in Reihe geschaltet zu sein (1,2 Volt
ist nur die Nennspannung).

Jepp sind sie, deswegen auch die ca 4*1,2V Spannung.
Was ich testen wollte war einfach kein lästiges Batterieaufladen mehr

Also Messdaten brauch ich keine mehr posten, ich mess immer was anderes (mal Zeit für ein gescheites Messgerät :smile:).

Auf jedenfall hab ich einfach ein Poti als Vorwiderstand in Serie reingehängt. Dann die Batteriefächer seriell verschaltet und solange am Poti probiert bis es gepasst hat. Problem ist also gelöst.

mfg
claus

Akkumord
Hi Claus,

was du da bauen willst ist die typische Variante eines billigen Ladegerätes aus dem Baumarkt.

Das bringt deine Akkus spätestens nach dem 10ten Aufladen zur Aufgabe wegen technischem k.o.

Schönen Gruß
Dieter

Hallo Dieter

was du da bauen willst ist die typische Variante eines
billigen Ladegerätes aus dem Baumarkt.

Das bringt deine Akkus spätestens nach dem 10ten Aufladen zur
Aufgabe wegen technischem k.o.

Da hast du mich missverstanden :wink:. Die Akkus sind nicht im Gerät. Ich betreibe den Rechner ohne Akkus und zwar nur mit dem Netzgerät.

lg
claus

Hallo,

Ich betreibe den Rechner ohne Akkus und zwar nur mit
dem Netzgerät.

das ist kein Netzgerät, Du nennst es nur so. Hast Du mal überlegt, was mit der Spannung am Vorwiderstand und damit umgekehrt am Rechner passiert, wenn sich die Belastung ändert? Und was ist mit der Belastung des Potis? Schon die Finger verbrannt?
Gruß
loderunner

das ist kein Netzgerät, Du nennst es nur so.

das steht auch genauso drauf.

Hast Du mal überlegt, was mit der Spannung am Vorwiderstand und damit
umgekehrt am Rechner passiert, wenn sich die Belastung ändert?

Nicht wirklich, das versuch(t)e ich in diesem Thread ja auch zu erfahren - Leider sind meine Zener Dioden alle und meine Erfahrungsmöglichkeiten dadurch beschränkt.

Aber ich denk mal dadurch das beim Rechner ne Aktion gemacht wird (Taste drücken etc) ändert sich der Widerstand. Entsprechend auch der Strom (was ja bei der Messung herauskam 5-35 mA). Der Spannungsabfall der am Vorwiderstand abfällt ändert sich dadurch (wegen der Serienschaltung).

Und was ist mit der Belastung des Potis? Schon die Finger
verbrannt?

Die Verlustleistung beim Poti wird bei 35 mA nicht so groß sein. Leider kann ich die genauen Werte nicht ermitteln.

Ich will hier Niemanden beleidigen, oder auf die Zehen steigen. Aber ich habe gefragt um das zu verstehen und wirklich Hilfe habe ich nicht bekommen.

mfg ron2

Hallo,

Aber ich denk mal dadurch das beim Rechner ne Aktion gemacht
wird (Taste drücken etc) ändert sich der Widerstand.

Genau.

Entsprechend auch der Strom (was ja bei der Messung herauskam
5-35 mA). Der Spannungsabfall der am Vorwiderstand abfällt
ändert sich dadurch (wegen der Serienschaltung).

Richtig. Und das kann dann dazu führen, dass entweder das Ding nicht mehr richtig rechnet (Spannung zu klein) oder kaputt geht (Spannung zu hoch).
Deshalb der Vorschlag mit der Zenerdiode.

Die Verlustleistung beim Poti wird bei 35 mA nicht so groß
sein.

Da hast Du natürlich recht. Ich hatte nicht den ganzen Thread nochmal gelesen und deshalb was falsches im Kopf.

Den Strom kannst Du in der Tat nicht genau messen. Der Strom ändert sich je nach Rechnung viel schneller, als das Messgerät das erfassen kann. Die 35mA sind deshalb mit ziemlicher Sicherheit zu wenig, aber wenn man eine Stabilisierung der Spannung vorsieht, sollte es funktionieren. Die Zenerdiode ist die einfachste Möglichkeit, ein zusätzlicher Kondensator parallel zur Diode verbessert das ganze, ein Festspannungsregler (7805, http://de.wikipedia.org/wiki/Festspannungsregler) mit drei Kondensatoren und einer Diode als Schutz vor Verpolung wäre optimal.
Gruß
loderunner

Hi loderunner (& Dieter)

Danke nochmal für die Hilfe und ich werd mir das alles zu Herzen nehmen.

lg
claus

Leider sind meine Zener Dioden alle und meine
Erfahrungsmöglichkeiten dadurch beschränkt.

Hallo ron2,

dann nimm doch einfach 7 Standard Si-Dioden, schalt sie in Reihe und diese Reihenschaltung in Durchlassrichtung zur Spannungsquelle über den Vorwiderstand parallele. Dann hast Du eine ca. 4,9V quasi Z-Diode bis Du Dir eine passende richtige besorgt hast. Mit dem Vorwiderstand 40 mA Stromfluss einstellen und gut ist. :wink:

Eine Z-Diode ist vereinfacht ausgedrückt eine Art veränderlicher Widerstand, der stets bestrebt ist die Spannung durch Anpassung seines Widerstandes auf einem bestimmten Wert zu halten. Dabei spielt der Innenwiderstand der Spannungsquelle eine entscheidende Rolle. Dieser wäre bei Deinem Steckernetzteil viel zu klein, damit die Z-Diode dagegen „anstinken“ kann. Dafür ist der Vorwiderstand gedacht.

Die Arbeit einer Z-Diode kann man mit einem Förderband vergleichen, an dessen Eingang ein Abstreifer (Z-Diode) installiert ist, der verhindert, dass mehr als die gewollte Menge Schüttgut in das Band einläuft. Wenn der Verbraucher (Förderband) zu langsam läuft also nicht genug abnimmt, entfernt der Abstreifer den Überschuss. Will man nun einen gleichmäßigen Fluss auf dem Förderband erreichen, muss die Gesamtmenge an zugeführtem Schüttgut am größten auftretenden Bedarf ausgerichtet sein und wird bei weniger Bedarf einfach weggeworfen (Verlustwärme Z-Diode).

Auf Dein Beispiel übertragen stellst Du mit dem Widerstand die insgesamt zugeführte Menge an Schüttgut/Strom ein, der Rechner braucht aber nur bei Tastendruck diese Menge und läuft ohne Z-Diode und Tastendruck über, das heißt die Spannung steigt auf einen unzulässig hohen Wert. Stellst Du den Widerstand so ein, dass die Spannung im Ruhezustand des Rechners stimmt, ist im Belastungsfall nicht ausreichend vorhanden. Letzeres ist im Hinblick auf die Lebensdauer des Rechners allerdings die bessere Variante. :wink:

Ohne Z-Diode müsstest Du also bei jedem Tastendruck den Vorwiderstand verstellen und nach der Rechenoperation wieder zurückstellen. Die Z-Diode macht das für Dich. Mit ihr fließen stets die 35 mA. Ohne Tastendruck 5 mA durch den Rechner und 30 mA durch die Z-Diode und mit Tastendruck 35 mA durch den Rechner und nichts durch die Z-Diode.

Streng genommen ist diese Betriebsart jedoch nicht definiert. Die Z-Diode braucht um stabil am Knick arbeiten zu können, je nach Produkt, um die 5 mA Mindeststrom. Für Dich hieße dies also, dass Du mit dem Vorwiderstand einen Gesamtstrom von 40 mA einstellst und der Strom durch die Z-Diode somit nur noch zwischen 5 und 35 mA pendelt. Den maximal zulässigen Strom durch die Z-Diode ermittelst Du mit der angegebenen Verlustleistung der Z-Diode und ihrer Zehnerspannung.

Für eine 5,6 V Z-Diode der ZPY-Reihe (1,3W Ptot) ergeben sich dann:

I = P/U = 1,3W/5,6V = 232 mA.

Wenn Du das tatsächlich als Dauerlösung und nicht nur zum testen einrichten willst, dann empfehle ich Dir den TL 317 LP. Das ist ein kleiner Spannungsregler (0,87 €) der Dir aus bis zu 28 V Eingangsspannung mit nur vier weiteren Bauteilen eine einstellbare Ausgangsspannung zwischen 1,2 und 32 V bei 100 mA liefert. Ferner ist er kurzschlussfest.

http://chipdig.com/datasheets/download_datasheet.php…

Die Schaltung ist im Datenblatt beschrieben, wobei Conrad im Katalog R1 mit 240 Ohm und den Einstellregler mit 5 kOhm angibt. Die Kondensatoren sind nur nötig, wenn Du recht lange Leitungswege hast auf denen viele Störungen eingekoppelt werden können.

Mit Deinem Messgerät kann allerdings wirklich etwas nicht stimmen. :wink: 4 Akkus (NiCd/NiMH) in Reihe sollten zwischen 4V (entladen) und 4,8V (voll geladen) aufweisen.

Gruß

Nimrod

Hallo,
ich denke, du machst die Sache deutlich zu kompliziert.

Meine eigentliche Frage ist:
Mein Taschenrechner hat 4 AA 1,2V Batterien (2 links, 2 rechts
jeweils in Serie).

Das Gerät wird sicher auch mit normalen Primärzellen arbeiten, oder?
Dann würde es also eine Betriebsspannung zwischen max. 4 x 1,75V = 7V
und 4 x 1,20V = 4,8V akzeptieren.

Nimm also einfach ein stabiliesirtes Netzteil , da ca. 5-6V DC liefert
und schalte das mit der korrekten Polarität an die +/–Klemmen im
Batteriefach.

Wenn ich das mit einem Netzgerät betreiben will, brauche ich sicher
einen Vorwiderstand.

Nein, das ist untaugliches Vorgehen.

Wenn ich den Vorwiderstand falsch nehme und der Strom zu groß
wird kann das Gerät aber auch zerstört werden oder?.

Wichtig ist nur, daß die Klemmenspannung nicht zu groß wird und
möglichst auch nicht falsch herum angelegt wird…
Gruß Uwi