Vorwiderstand vor Übertrager bei Sperrschwinger

Hallo,

ich brauche einen Tipp zur Dimensionierung eines Vorwiderstandes in einer Sperrschwingerschaltung.
Verwendet wird ein Übertrager für Blitzlampen von Conrad (dort genannt: Ue = 3V, Ua = 120v, 15kHz)
mit einer tatsächlichen Frequenz von 13 kHz an Ub = 12 V, geschaltet wird mit einem Leistungs-FET.
Ua darf im Bereich 200 – 300V liegen, die Leistungsaufnahme ist ca. 0,5 W.
Soll ich einen Vorwiderstand vor den Übertrager schalten oder wäre eine kleine Drossel eventuell noch besser geeignet ?
Auf einen anderen Übertrager kann ich schlecht ausweichen, die Frequenz aber noch etwas nach oben treiben.

Danke für alle Tipps
Gruß Lutz

Hallo Lutz,

ich brauche einen Tipp zur Dimensionierung eines
Vorwiderstandes in einer Sperrschwingerschaltung.
Verwendet wird ein Übertrager für Blitzlampen von Conrad (dort
genannt: Ue = 3V, Ua = 120v, 15kHz)
mit einer tatsächlichen Frequenz von 13 kHz an Ub = 12 V,
geschaltet wird mit einem Leistungs-FET.
Ua darf im Bereich 200 – 300V liegen, die Leistungsaufnahme
ist ca. 0,5 W.
Soll ich einen Vorwiderstand vor den Übertrager schalten oder

Damit wird der Wirkungsgrad extrem schlecht -> nicht empfehlenswert

wäre eine kleine Drossel eventuell noch besser geeignet ?

Eine Drossel bringt garnichts, höchstens in Verbindung mit einem vorgeschalteten Schaltregler.

Auf einen anderen Übertrager kann ich schlecht ausweichen, die
Frequenz aber noch etwas nach oben treiben.

Da ein Sperrwandler über die Einschaltdauer des Schalttransistors gesteuert wird, kannst Du entweder die Einschaltdauer etwa um den Faktor 4 verkleinern oder die Frequenz etwa um den Faktor 16 erhöhen. Natürlich geht auch eine Kombination aus beidem.

Jörg

Damit wird der Wirkungsgrad extrem schlecht -> nicht
empfehlenswert

ach, kann er ruhig.

wäre eine kleine Drossel eventuell noch besser geeignet ?

Da ein Sperrwandler über die Einschaltdauer des
Schalttransistors gesteuert wird, kannst Du entweder die
Einschaltdauer etwa um den Faktor 4 verkleinern oder die
Frequenz etwa um den Faktor 16 erhöhen. Natürlich geht auch
eine Kombination aus beidem.

Jörg

Wie kommt der Faktor 16 zustande ? (da ich wahrscheinlich diesen Weg nehmen werde .)

Lutz

Wie kommt der Faktor 16 zustande ? (da ich wahrscheinlich
diesen Weg nehmen werde .)

Die Leistung eines idealen Sperrwandlers ist P = f*0,5LI², also das Produkt aus Schaltfrequenz und der pro Flußphase in der Primärinduktivität gespeicherten Energie. Vervierfachst Du die Primärspannung ohne die Schaltzeiten zu ändern, vervierfacht sich auch der Primärstrom. Demzufolge ver-16-facht sich die Leistung. Ver-16-fachst Du die Frequenz bei gleichem Tastverhältnis verkürzt sich auch die Flußphase auf 1/16. Damit geht auch der Primärstrom auf 1/16 und die in der Primärspule gespeicherte Energie auf 1/256 zurück. Durch die Vervierfachung der Primärspannung wurde die Energie aber bereits ver-16-facht, sodass die Gespeicherte Energie nur auf 1/16 des ursprünglichen Wertes zurückgeht. Durch die Ver-16-fachung der Frequenz wird die Energie aber auch 16-mal so oft übertragen. Damit erhält man wieder die ursprüngliche Leistung.
Aber Vorsicht, diese Rechnung ist rein theoretisch. Praktisch kannst Du die Schaltfrequenz nicht beliebig erhöhen. Der Trafo muß so dimensioniert werden, dass die im Trafo gespeicherte Energie während der Sperrphase vollständig an die Sekundärlast abgegeben werden kann. Deshalb ist die Schaltfrequenz nach oben begrenzt und der Faktor 16 wird sicher nicht realisierbar sein. Besser ist es auf jeden Fall, nur die Flußphase zu verkürzen.

Jörg