Vorzeitig Eingeschult!

Hallo zusammen,
mein Sohn ist jetzt fünf Jahre und auf anraten der Erzieherinnen im Kiga, letzte Woche eingeschult worden. Er wird am .03.09 6 Jahre. Er ist schon ein sehr cleveres Kerlchen. Die ganze Zeit war ich guter dinge ihn auch eher einzuschulen, aber seit dem er nun wirklich zur Schule geht, kommen mir so meine Zweifel. Habe ich ihm ein Jahr von der Kindheit genommen? Ist der kleine wirklich schon reif genug um die schule zu besuchen?
Der kleine ist sehr wissbegierig, hat auch an allem interesse und hört dann auch gut zu, aber ist das dann auch in der Schule so?
Hat hier vielleicht jemand schon erfragung.
Denise

Hallo,
warum redest du nicht mal mit seinem/r Klassenlehrer(in)?
Es gibt zig Gründe die gegen eine frühzeitige Einschulung sprechen und genauso viele dafür.
Da kann nur individuell entschieden werden. Wenn du unsicher bist ob er sich wohlfühlt, rede mit den Personen die ihn in der Schule „betreuen“ -also, seinen Lehrern
Gruss Backs

Hallo Denise,

Hat hier vielleicht jemand schon erfragung.

Wenn Du Erfahrung meinst: Ja, persönlich, da ich ebenfalls 1 Jahr früher eingeschult wurde.
Ob man mir ein Jahr meiner Kindheit genommen hat: Ne, das hätte eher der Kindergarten getan, wenn ich dort geblieben wäre:wink:
Keine Angst, das passt schon.

Grüße
Jürgen

ein Ausrufezeichen hätte gereicht… owT
nur mal so zur Info!!!

Hallo Denise,

Hat hier vielleicht jemand schon erfragung.

Wenn Du Erfahrung meinst: Ja, persönlich, da ich ebenfalls 1
Jahr früher eingeschult wurde.
Ob man mir ein Jahr meiner Kindheit genommen hat: Ne, das
hätte eher der Kindergarten getan, wenn ich dort geblieben
wäre:wink:
Keine Angst, das passt schon.

Mir ging es ähnlich - nur umgekehrt. Ich wäre gern schon ein Jahr früher in die Schule gegangen, meine Eltern waren aber dagegen. War schon ziemlich frustrierend, ich wollte doch unbedingt was lernen. Insofern war das letzte Jahr Kindergarten nicht so „praktisch“. (In dem Jahr wurde übrigens auch auf die Schule vorbereitet, ist also nicht mehr nur „Spielchen spielen“).

Moin Denise,

dieselbe Frage haben wir uns bei unserem Sohn auch gestellt.
Wir hätten ihn lieber wieder „zurück“ in seinen Kiga organisiert. Das war aber nicht so einfach: er wollte nicht mehr.

Kinder sehen in der Schule einen wichtigen Schritt, jedes zurück wäre eine Art Degradierung - da beisst man sich lieber durch.

Ich bin inzwischen ganz froh, obwohl das erste Jahr anstrengend war, denn es hat ihn wirklich weiter gebracht.

Gruß
Erik

Ein bisschen Blabla

Er ist schon ein sehr cleveres Kerlchen.

Jeder Mensch ist ein Individuum. Und es ist immer der falsche Zeitpunkt. Das Leben ist kein Picknick.

kommen mir so meine Zweifel.

Hinterher ist man immer schlauer.

Habe ich ihm ein Jahr von der Kindheit genommen?

Nein, bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 74 Jahren hat er noch 68 Jahre Kindheit vor sich.

Der kleine ist sehr wissbegierig, hat auch an allem interesse
und hört dann auch gut zu,

Einstein: „Es ist wichtig, dass man niemals aufhört zu fragen.“ Ich wünsche das bleibt so.

aber ist das dann auch in der Schule so?

Wart’s ab. Menschen verändern sich auch mit der Zeit. Das kann niemand vorhersagen. Einfach wach bleiben und keine Panik. Hinter mancher glänzenden Fassade verbergen sich viel Arbeit.

Gruß

Stefan

ich kenne kinder die mit fünf eingeschult wurden und dann noch klassen gesprungen sind, denen ist keine kindheit geklaut worden, sondern langeweile und frust erspart blieben!

btw. meine ist demnächst in der 11.kl mit 14j…

Hallo Denise,

Wenn Du Erfahrung meinst: Ja, persönlich, da ich ebenfalls 1
Jahr früher eingeschult wurde.

die Erfahrung habe ich auch.

Ob man mir ein Jahr meiner Kindheit genommen hat: Ne, das
hätte eher der Kindergarten getan, wenn ich dort geblieben
wäre:wink:

Und dem kann ich mich auch nur anschließen. Da es damals undenkbar war, auf Kinder einzugehen, die lern- und wissbegierig sind, hatte meine Mutter meinen älteren Geschwistern strikt verboten, mir das Lesen beizubringen. War das ein Segen, als ich ENDLICH selber lesen konnte und nicht mehr drauf angewiesen war, jemanden zu finden, der mir vorlesen wollte.

Und was das Einschulen eines Kindes angeht, habe ich auch eine Erfahrung beizusteuern: Meine Tochter ist zwar ein August-Kind, aber auch nach damaligen Regeln „vorzeitig“ eingeschult. Die Klassenlehrerin hat meinen Eindruck alsbaldigst bestätigt, dass das Kind schulreif war. Und dann kam noch dazu, dass ihre besten Kindergartenfreunde mit ihr zusammen eingeschult wurden, statt dass sie „alleine“ im Kindergarten zurückgeblieben wäre.

Gruß, Karin

Hi,

Hat hier vielleicht jemand schon erfragung.

persönliche. Ich wurde mit fünf eingeschult, wurde kurz drauf sechs Jahre alt.

Ich behaupte mal, mir hat es nicht geschadet, mir hat auch nichts gefehlt, im Gegenteil. Gerade am Anfang ist die Schule doch nicht so hart, da wird viel gespielt, gemalt, gebastelt etc., die Tage sind nicht sonderlich lang - wo nimmt man ihm denn da was weg? Im Gegenteil beschäftigst du ihn ja mit Neuem, und wenn er so wissbegierig ist, dann wird ihm das schon gut tun.

Gruß
Cess

Hallo Nike,

hmm, was genau lässt Dich denn zweifeln? Denn die Erzieherinnen haben ja nur „geraten“ - entschieden hast letzten Endes Du. Also was waren Eure damaligen Gründe für die Entscheidung? Und warum glaubst Du - nach nur einer Woche - dass die Entscheidung falsch war?

Und - wie ja schon weiter unten jemand geschrieben hatte: jetzt gibt’s keinen Weg mehr zurück. Denn den Buben jetzt „zurückzustufen“ fände ich ziemlich übel. Das heisst, jetzt müsst Ihr da durch.

Achja, ich würde vielleicht mit Deinen Bedenken zu seinem Lehrer gehen und darüber sprechen. Letzten Endes „kennst“ Du Dein Kind nur so wie’s bei Dir daheim ist - sprich mit dem Lehrer drüber, wie er in der Schule ist.

*wink*

Petzi

Kognitive Reife ist nicht alles.
Hallo Denise,

ich stimme mit den Vorrednern dahingehend überein, dass das Kind kognitiv reif für die Schule ist. Aus meiner Vergangenheit als Kann-Kind muss ich allerdings sagen, dass ich psychisch, physisch, sozial und affektiv noch nicht reif für die Schule war, auch wenn ich mit vier schon lesen konnte. Ich war halt immer die Jüngste, im Verhalten, im Denken und im Handeln, und wurde von den anderen Schülerinnen und Schülern auch immer so behandelt. Vor allem in der weiterführenden Schule, als kognitive Kompetenzen in der Bewertung der anderen noch hinter körperlichen Eigenschaften kamen.

Das war nicht leicht.

Vielleicht ist es heute einfacher, wenn immer mehr Kinder früher eingeschult werden als andere. Ansonsten kann ich aus der Geschichte meines Bruders einen sog. Schulkindergarten empfehlen, aus dem man möglicherweise in die zweite Klasse wechseln kann.

Aber dafür ist es bei Euch zu spät, „degradieren“ würde ich Dein Kind auf keinen Fall.

Viel Erfolg!
Gruß, Mira

Hallo,

früher eingeschult, also mit 5 scheint es wohl viele zu geben und es war in der Vergangenheit sicher so, dass diese Kinder die Kleinen, die Kleinsten der Gruppe waren, also Minderheiten. Das ist zunehmend eben nicht mehr der Fall, sondern es wird die Regel sein, je nachdem in welchem Monat das Kind geboren ist und entsprechend angepasst wird dann auch der Unterricht sein (hoffe ich zumindest).

Ich selbst bin beispielsweise erst mit 7 eingeschult worden (weil das in dem Land eben so war), obwohl ich bereits mit vier lesen und schreiben konnte. Gelangweilt habe ich mich damals dennoch nicht, weil ich glücklicherweise in einer Schule mit Klassenübergreifenden Unterricht war, aber nach einem Jahr Sitzenbleiben in der wilden Pubertätsphase fand ich das schon ziemlich doof erst mit 21 das Abi zu machen.

Viele Grüße

Liebe Chili,

Deine Einwände sind berechtigt, aber die Perspektive eines Kann-Kindes kann man nur einnehmen, wenn man sie selbst erlebt hat.

Die Probleme, die die Kindlichkeit in einer Klasse von Älteren mit sich bringt, kann man schlecht an einzelnen Gegebenheiten festmachen oder gar messen, die Gesamtheit der Eindrücke erst lässt mich zu dem unten beschriebenen Eindruck kommen.

Viele Grüße!