Tut mir leid, Fritz, aber da muß ich doch Einspruch erheben.
Muss dir nicht Leid tun, Eckard, es ist eher umgekehrt.;-}
Und mir entringen sich die Worte: Et tu, mi fili!
Das Grundverb heißt „hängen“,
Das schon; du vergisst aber, dass es das Verb „hängen“ als
transitives regelmäßiges mit den Formen:
Er hängt das Bild an die Wand.
Er hängte das Bild an die Wand,
Er hat das Bild an die Wand gehängt.
und
als intransitiv unregelmäßiges mit den Formen:
Das Bild hängt an der Wand.
Das Bild hing an der Wand.
Das Bild hat an der Wand gehangen.
gibt.
Damit kannst du deine weitere Argumentation vergessen, denn selbstverständlich vergleiche ich nur da erste „hängen“ mit „henken“.
Also:
Das Bild wurde an den Nagel gehängt. Die Schufte wurden alle an einem Galgen gehenkt.
Zum Henker, nochmal!
Das sag ich mir auch! Welcher Henker ist hinter dir her, dass du meinst, mir was anhängen zu müssen? Und gar noch, das zu können?
Fritz
Ich fürchte, ich habe den Jux, als ich den „Hänker“ zum Anlass einer kleinen satirischen Wortspielerei nahm, die es ja auch bei Martin von Anfang an war, etwas zu weit getrieben, indem ich die Doppeldeutigkeit von „hängen“ ausnutzte.
Aber einem Irrtum unterlag ich nie.
Damit kannst du deine weitere Argumentation vergessen, denn
selbstverständlich vergleiche ich nur da erste „hängen“ mit
„henken“.
Also:
Das Bild wurde an den Nagel gehängt. Die Schufte wurden alle an einem Galgen gehenkt.
Zum Henker, nochmal!
Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr!
Und warum versuchtst Du mir in Deinem vorangehenden Beitrag einzureden das mit den zwei Verben sähe ich falsch? Selbst Deine zwei Absätze aus dem Kluge bestätigen meine Meinung.
Einverwirrtkopfschüttelnder
Alexander Berresheim
tja, wenn das ne häufige Rarität wär, wär’s wohl keine
(Nur n kleiner Scherz!)
Herzlich!
Hallo Burkhard.
Kommt auf den Gesamttext an. Auf Antiquitätenmessen gibt es massenweise Raritäten. In Versandhäusern sind sie eher selten zu finden.)
(Ich habe es auch als Scherz verstanden; Mach also bitte keine Grundsatzdiskussion d’raus)
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim
Jedermann weiß, dass es zwei Verben „hängen“ und das Verb „henken“ gibt. Ich weise bloß darauf hin, dass sich diese aus einem entwickelt und differenziert haben.
Kein Grund zum Kopfschütteln, zumal es mehr als Wortspiel und Scherz gemeint war.
Dann ist die Welt ja wieder in Ordnung,
lieber Fritz!
das hatte ich ja auch nur sicherstellen wollen.
Hängen ist sowohl transitiv als auch intransitiv: „Ich hänge das Bild an den Nagel“ vs. „Das Bild hängt am Nagel“
Henken ist nur transitiv.
Im „Pfeifer“ steht noch dazu: „Im Oberdeutschen ist henken noch in der allgemeinen Bedeutung von ‚aufhängen‘ (von Gegenständen aller Art) gebräuchlich, während es literatursprachlich fast ausschließlich das Töten durch den Strang bezeichnet.“
Grüße
Eckard
(Ich denke, auch Alexander wird damit zufrieden gestellt sein
Im „Pfeifer“ steht noch dazu: "Im Oberdeutschen ist henken noch in der allgemeinen Bedeutung von
‚aufhängen‘ (von Gegenständen aller Art) gebräuchlich
Es gibt hierzulande in manchen Dörfern ein Herbstfest, das „Sichelhenketse“ heißt.
Es wird das Ende der Ernte, da man die Sichel aufhenkt/aufhängt gefeiert.
Es gibt hierzulande in manchen Dörfern ein Herbstfest, das
„Sichelhenketse“ heißt.
Es wird das Ende der Ernte, da man die Sichel
aufhenkt/aufhängt gefeiert.
…wurde der Drischl-Hängert gefeiert, wenn man also endlich mit dem Dreschen fertig war.
Viel länger als das Einbringen der Getreideernte dauerte das Dreschen, oft bis weit in den Februar.